Als General in der AfD gegen Putins Krieg

Zahlreiche ehemalige Bundeswehr-Offiziere nehmen Stellung pro Ukraine, auch der Generalleutnant a.D. und heutige AfD-Bundestagsabgeordnete Joachim Wundrak, der damit in seiner in großen Teilen eher pro-russischen Partei aneckt. Das Gespräch führte Simon Akstinat.

Generalleutnant a.D. Joachim Wundrak wurde bei der Bundeswehr, der er ab 1974 angehörte, zum Piloten und Diplom-Ingenieur der Elektrotechnik ausgebildet. Während seiner 44 Dienstjahre war der frühere SPD-Wähler und Vater zweier Kinder u.a. in Großbritannien stationiert, nahm an Einsätzen in Bosnien und Afghanistan teil und leitete im Jahr 2000 die Bundeswehr-Rettungsmission bei der Flutkatastrophe im afrikanischen Mosambik. Von 2008 bis 2014 war er Mitglied der CDU und ist seit 2021 Mitglied des Deutschen Bundestages für die AfD. 

Herr Wundrak, warum positionieren Sie sich entgegen zahlreichen Stimmen in Ihrer eigenen Partei so klar pro Ukraine?

Wundrak: Meine Position zum Konflikt in der Ukraine ist nicht auf einseitige Sympathien für Russland oder die Ukraine begründet. Auch an der Ukraine gab und gibt es einiges zu kritisieren. Jedoch hat Russland mit seinem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg das Friedensgebot der UN-Charta einseitig gebrochen und die bisherige Sicherheitsordnung in Europa erschüttert, ja infrage gestellt. Entgegen der Meinung, dieser Krieg ginge uns nichts an, bin auch ich der festen Überzeugung, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnen darf. Damit würde die russische Aggression mit Erfolg belohnt werden, mit unabsehbaren Folgen für Stabilität und Sicherheit in Europa. Dies kann nicht im deutschen und auch nicht im europäischen Interesse sein.

Welche Reaktionen von Parteikollegen gibt es auf Ihren Standpunkt bezüglich der Ukraine?

Meine Position war und ist, dass es wesentlich ist, den russischen Angriff zu stoppen, um einerseits ein Kollabieren der Ukraine zu verhindern und andererseits möglichst rasch in Waffenstillstands-Verhandlungen eintreten zu können. Dass dazu Waffenlieferungen an die Ukraine, auch von sogenannten schweren Waffen erforderlich sind, liegt in der Logik des gegebenen Kräfteverhältnisses. Die angegriffene Ukraine hat das unbestrittene Recht zur Selbstverteidigung, andere Länder haben das Recht zur Unterstützung dieser Selbstverteidigung, auch ohne Kriegspartei zu werden.

Das Argument, Waffenlieferungen würden nur den Krieg verlängern und seien daher abzulehnen, ist in diesem Fall meines Erachtens eine zynische Zumutung. Zielführend wäre dagegen, aus einer Situation der relativen Stärke die unkonditionierte Beendigung der Kampfhandlungen anzubieten und in Verhandlungen über einen überwachten Waffenstillstand einzutreten. Diese meine Position ist in der Fraktion bzw. Partei weitgehend bekannt, wird jedoch offenbar nicht von der Mehrheit geteilt. Grund ist die Sorge um die eskalatorische Wirkung von Waffenlieferungen und damit als Kriegspartei in den Konflikt hineingezogen zu werden. Diese Sorge ist nicht nur in der AfD stark verbreitet. Natürlich hat es darüber auch intensive Diskussionen mit den Kollegen gegeben.

Neben Ihnen bezog auch der ehemalige Oberst Georg Pazderski innerhalb Ihrer Partei Stellung zugunsten der Ukraine. Welchen Einfluss auf Ihre Position hat die Tatsache, dass sowohl Pazderski als auch Sie selbst ehemalige Offiziere der Bundeswehr sind?

Viele ehemalige Offiziere meiner Generation, auch außerhalb der AfD, werden meine Position mehr oder weniger teilen. Dies hat mit Sicherheit mit der Sozialisierung als junger Soldat im Kalten Krieg zu tun. Ein treffendes Beispiel dieser Zeit war der NATO-Doppelbeschluss, der auf der einen Seite eine Nachrüstung mit Mittelstreckenraketen vorsah, gleichzeitig jedoch einen erfolgreichen Vorschlag zur Abrüstung unterbreitete. Auch der Erfolg der Wiedervereinigung Deutschlands beruhte auf der Aufrechterhaltung der Abschreckung bei parallelen Verhandlungsangeboten, insbesondere dem Helsinki-Prozess.

Seit nunmehr acht Jahren schwelt der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland. Warum hat Putin Ihrer Meinung nach das Nachbarland gerade 2022 angreifen lassen?

Seit 2008, als auf dem NATO-Gipfel in Bukarest die grundsätzliche Aufnahme Georgiens und der Ukraine in die NATO beschlossen wurde, aber der tatsächliche Beitritt auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wurde, hat es ständige konkrete Erweiterungen der politischen und der militärischen Zusammenarbeit der NATO und von NATO-Mitgliedern mit der Ukraine gegeben. Zudem hat die Ukraine 2019 das Ziel des NATO- und EU-Beitritts in die Verfassung aufgenommen. Für Russland stellt der Beitritt der Ukraine zur NATO erklärtermaßen eine nicht akzeptable Bedrohung seiner Sicherheitsinteressen dar. Russland hat dies im Dezember 2021 durch entsprechende Vertragsentwürfe an NATO und die USA mit ultimativem Charakter unterstrichen, nachdem bereits im Laufe des Jahres 2021 ein massiver Truppenaufmarsch an den Grenzen der Ukraine erfolgt war.

Das Kalkül für den tatsächlich dann am 24. Februar 2022 erfolgten Angriff auf die Ukraine war die Überschätzung der eigenen Stärke, die Unterschätzung der ukrainischen militärischen Stärke und Moral und die Fehleinschätzung der Geschlossenheit von NATO und EU.

Wie sehen Sie die Rolle Amerikas und Joe Bidens in diesem Krieg?

Auf Präsident Bidens und seines Sohnes Verwicklungen in ukrainische Geschäfte will ich an dieser Stelle nicht eingehen. Jedoch hat seine klare Aussage im Dezember 2021, dass die USA nicht militärisch auf eine Invasion Russlands reagieren werden, Präsident Putin in seinen Absichten wohl bestärkt. Aussagen aus den derzeitigen Strategiepapieren und von Regierungsoffiziellen lassen den Schluss zu, dass ein Stellvertreterkrieg in der Ukraine zur strategischen Schwächung Russlands durchaus im Interesse der USA gesehen wird. Dies ist jedoch keine geopolitische Überraschung.

Trotz Ihrer klaren pro-ukrainischen Positionierungen stimmten Sie selbst und ihre Kollegin Joana Cotar im Gegensatz zu den AfD-Abgeordneten Roger Beckamp, Marc Bernhard, Albrecht Glaser und Rainer Kraft am 28. April nicht für Waffenlieferungen an die Ukraine. Warum?

Einem Antrag über Waffenlieferungen an die Ukraine hätte ich zustimmen können, wenn gleichzeitig eine starke Initiative für die Beendigung der Kampfhandlungen und Waffenstillstandsgespräche damit verbunden worden wären. Dagegen wurde der Antrag insbesondere auch durch die Verknüpfung mit anderen Themen wie Energiewende für mich nicht mehr mitzeichnungsfähig.

Warum gibt es Ihrer Meinung nach in der AfD so viele Sympathien für Russland und Wladimir Putin?

Die AfD ist nicht die einzige Partei im Deutschen Bundestag, die in der Vergangenheit an guten Beziehungen zu Russland interessiert war und intensive Kontakte gepflegt hat. Wenn heute sämtliche Zusammenarbeit mit Russland – von der Entspannungspolitik Willy Brandts bis zur Nordstream-2-Politik – diskreditiert wird, ist dies heuchlerisch.

Natürlich müssen strategische Fehler der Vergangenheit im Umgang mit Russland, spätestens seit 2007 nach Putins harscher Rede gegen den Westen auf der Münchner Sicherheitskonferenz, kritisch analysiert werden. Aber zuerst sollte die Beendigung der Kampfhandlungen in der Ukraine im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen. Die AfD steht für eine nüchterne Realpolitik, die insbesondere auch geopolitische Sachzwänge berücksichtigt. Russland ist nun mal aufgrund der Geografie eine europäische Macht und eine nukleare Großmacht. Früher oder später wird man mit Russland wieder reden müssen. Nach Ansicht der AfD sollte dies eher heute als morgen geschehen.

AfD-Mitglieder sind in der Regel konservativ und vertreten ein traditionelles Familienbild. Die weit verbreitete Ablehnung der „woken“ Buntheit, die, aus Amerika kommend, sich in unserem Land ausgebreitet hat, mag eine Erklärung dafür sein, dass daraus für manche eine Nähe zum gesellschaftspolitisch konservativen Russland erwächst. Es wirkt allerdings auch auf mich sehr befremdlich, wenn nun, nach dem russischen Angriff gegen die Ukraine, Putin-Narrative wie z.B. die Verneinung des Existenzrechts der Ukraine verbreitet werden.

Auf Fotos aus den 80er Jahren sitzen die Grünen-Ikonen Petra Kelly und Gert Bastian unter einem Plakat mit der Aufschrift „BRD – Raus aus der NATO!“. Auch in jüngster Vergangenheit war „Keine deutschen Waffen in Krisengebiete“ eine ganz selbstverständliche grüne Forderung. Wie erklären Sie sich, dass die Grünen heute bezüglich der Ukraine das genaue Gegenteil vertreten?

In der Tat ein Phänomen, das bereits mit Josef Fischer und seiner Nähe zu Madeleine Albright festzustellen war. Es ist mehr als befremdlich, dass eine Partei, deren Mitglieder und insbesondere die Funktionäre damit kokettieren, das eigene Land nicht verteidigen zu wollen, nun an der Spitze der Waffenlieferanten gegen Russland marschieren wollen. Wo es früher hieß „Soldaten sind Mörder“, „Ami go home“ oder „lieber rot als tot“, werden heute möglichst viele „Tierpanzer“ an die Front beordert. Dieses Phänomen hat wohl mit politischer Macht, Opportunismus und realer Geopolitik zu tun.

Herr Wundrak, vielen Dank für dieses Gespräch.

Foto: U.S. Air Force photo by Amn Alexis Schultz

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A. Ostrovsky / 01.06.2022

Ich denke mal. Die AfD soll nicht so prahlen, mit diesem General. Die Grünen hatten auch einen, den Bastian, das war ein Rohrkrepierer. Er ist an der Öffnung eines metallischen Rohres krepiert. Das nur mal, um die Verhältnisse gerade zu rücken. Führer haben sie alle genug, nur keine Arbeitsbienen.

A. Ostrovsky / 01.06.2022

@E. Runge : Ja die Asow-Nazis waren gar keine richtigen Nazis, sonst hätten sie ja bis zurrr letztenn Patrrronä und bis zum letzten Blutstrropfän gekämmpft! Das waren kleinkopferte Scheinnazis. In Wahrheit sind die alle Juden. Und die können jar gar keine Nazis sein. Ist logisch, Und die Hakenkreuztätovierungen hat denen der Russe im Schlaf gemacht, nur um gegen sie hetzen zu können. Und die Wolfsangel, meine Güte, die wusten doch gar nicht, was das bedeutet., die armen Jungs. Und die haben auch nie auf die “Pro-Russen” im Donbass geschossen, haben keinen Granatenterror gemacht, acht Jahre lang. Das waren nämlich in Wahrheit die Außerirdischen. Die NASA hat nämlich jetzt verraten, dass es UFOs gibt. Die Grauen sind ganz böse. Die sind alle Putin-Trolle. Vom Sirius. Und einige von denen schreiben sogar hier Kommentare.

A. Ostrovsky / 01.06.2022

@Silvia Schulz : Wie sind Sie denn zu dem Namen gekommen, wenn Sie das Deutsche so gar nicht in sich tragen. Ob jemand kalt ist, oder überdreht, oder verrückt oder großartig, liegt immer im Auge des Betrachters. Die Deutschen unter Hitler hieltenm ihren Hass vielleicht auch für Empathie. Die theatralischen Reden, was “dor Jude” oder “dor Russe” oder “dor Engelländer” nicht darf, nimmer nicht, erschien den durchgeknallten Nazi-Weibern vielleicht auch als “Liebe zum deutschen Volk”. Und wenn ich heute höre, was “wirrr däm Putinn nimmer durrrchgehen lassen dürrrfen”, erkenne ich ja auch Menschlichkeit.  Um Menschlichkeit ging es früher nicht und geht es heute nicht. Es geht um Macht, offen diktatorische Macht, möglichst weltweit, und wenigstens 1000 Jahre. Auf allen Seiten geht es um Macht. Wem Menschlichkeit wichtig ist, der ist fähig, eine Einigung zu finden, bevor die ersten Toten begraben werden. Niemand, der aktiv an diesem Krieg beteiligt ist, ist von Menschlichkeit erfüllt. Ja, es gibt Leidtragende, jetzt in der Ukraine. Vorher acht lange Jahre lang aber nur in den Separatistengebieten. Politische Abtrennung ist angeblich undemokratisch und nicht zulässig, selbst dann nicht, wenn es eine Mehrheit der Menschen im Separatistengebiet definitiv will. Was gab es für ein Geschrei, als die Katalanen von der faschistischen Franco-Nachfolgepartei weg wollten. Geht nicht! Ungültig! Wegen dem Status Quo und dem Völkerrecht und weil die EU keine Regeln dafür hat. VdL und Weber, Merkel und Rajoi, alle einer Meinung. Nein die Katalanen dürfen nicht selbständig sein, “dann treten sie automatisch aus der EU aus”. Noch schlimmer bei den Schotten, die überlegt haben, eigenständig zu werden, um den EU-Austritt der Engländer nicht mit machen zu müssen. Es ist ein solcher VERRAT an der Demokratie und der Menschlichkeit, wenn man Leute bekämpft, terrorisiert, umbringt, nur weil sie frei sein wollen! Und die Täter in UA tragen Hakenkreuz und Wolfsangel!

Arne Ausländer / 01.06.2022

@Robert Loeffel, Bern: In der Burisma-Affäre wurde ja ermittelt - und Biden (als er noch ein bißchen zusammenhängend denken konnte) prahlte damit, wie er das Land erpreßt hatte, dies nicht nur zu beenden, sondern gleich den Generalstaatsanwalt deshalb zu entlassen. Marionetten muß man nicht erpressen, die gehorchen reibungslos. Die Ukraine aber muß ihre Freiheit gegen das russische Militär und US-Erpressungen verteidigen, beides offenbar bestens koordiniert. Wie würde sich Deutschland in solch einer Situation bewähren? Ist es nicht ansatzweise schon dort? - Der 2014 gestürzte, wegen Gewaltverbrechen vorbestrafte Janukowitsch war allerdings tatsächlich eine Marionette, ihn mußte Putin nicht extra unter Druck setzen, wenn er Wünsche hatte. Die Korruption unter ihm konnte ich 2010 in Koktebel bewundern: am hellichten Tage wurden unter Polizeischutz Schutzgeldern von den Ladenbesitzern eingetrieben, damit die während eines Festivals geöffnet bleiben durften. “Das gibt’s in keinem Russenfilm”, hätten wir früher dazu gesagt. Dank Putin allerdings gibt es das, auch anderswo in seinem Herrschaftsbereich.

Peer Munk / 01.06.2022

@Armin Latell und Angelika Meier: Als jemand, der regelmäßig Achse liest und viele der Autoren schätzt, bin ich wohl kaum jemand, der sich das woke Deutschland wünscht, denken Sie nicht? Allerdings freue ich mich nicht über alles, was Deutschland kaputtmacht - dazu gehört z.B. der “Wokismus”, die unkontrollierte Migration, das irre Coronaregime, um einiges zu nennen. Finde diese Einstellung nach wie vor befremdlich. Ob es noch möglich ist, das Ruder rumzureißen oder ob wir hoffnunglos verloren sind? Weiß ich nicht, bin kein Hellseher. Aber auch kein Fan von Untergangsprophezeiungen.

lutzgerke / 01.06.2022

@ Jochen Giesler Das Dokument erscheint ganz oben. / Diese Menschheit ist deshalb so nervtötend, weil sie keine Prinzipien kennt. Wenn da ein Tagebuch liegt, dann guckt die da rein, weil, der Besitzer hat ja selber schuld. Die übertritt permanent Grenzen. Die kann nichts stehen lassen. Und die USA mit ihren Militärbasen sind ganz vorne dabei.

Franz Klar / 01.06.2022

@Silvia Schulz : “Was gehen uns schon ein paar tausend tote Mütter und Kinder an? ” Wenn das Täterprofil stimmt , reicht sogar ein Opfer ! Lesen Sie die Kommentare hier nach einem “Messervorfall” in einer Fußgängerzone ....

T. Schneegaß / 01.06.2022

@Silvia Schulz: “Sollten Sie jemals Hilfe brauchen, werde ich keinen Arzt holen und Ihnen nicht helfen.” Ein sehr schönes Statement. So ähnlich habe ich das vor nicht allzulanger Zeit von einem ehemals “guten” Freund gehört, er duzte mich damals alledings, und es ging auch um einen Krieg.

Yehudit de Toledo Gruber / 01.06.2022

Wenn man die Formulierungen, die Wortwahl der gesamten Achse-Kommentatoren genauer liest, läßt sich vermuten, daß die meisten schon “ältere Semester” sind aus früheren DDR-Gefilden. Wie ich übrigens ebenfalls. Diesem Artikel und vor allem den vielen Kommentaren ist m.E. auch nichts mehr hinzu zu fügen. Es wurde alles und in jede Richtung “kenntnisreich"gedeutet, behauptet und beschworen. Aber verwirrend ist für mich, daß  j e d e   Seite ihre nachvollziehbaren Argumente präsentierte. Das eine so nachdenkenswert wie das andere. Einzig feststehend ist jedoch für mich: Putin hat den Krieg begonnen. Er wurde falsch beraten, und nun gibt es kaum noch eine kluge und gesichtswahrende Lösung. Übrigens schätze ich eher die kundigen, knappen Erklärungen der Generäle. Denn die kennen sich tatsächlich aus, vermeiden alles Geschwurbel zugunsten realistischerer Einschätzungen, und es sind für mich alle diejenigen Männer, welche dem Wehrdienst mit fantasiereichen Ausreden aus dem Weg gingen, feige Bequemlinge!  Es wird höchste Zeit, daß die Wehrpflicht wieder eingeführt wird, und auch für die jungen Frauen etwas Adäquates.  Wie ich in den Nachrichten hörte, soll dem Schulsport künftig wieder mehr Bedeutung beigemessen werden. Was schon mal ein Anfang wäre. Denn, denn die fetten Bäuche schon der jungen Schüler und die angeklebten Wimpern ihrer Freundinnen hätten ein anderes Styling nötiger. Vom erlernen wichtiger sozialer Verhaltensregeln ganz zu schweigen. Das hülfe zwar dem Krieg in der Ukraine nicht, wäre aber vielleicht eine Art Beschleuniger beim dringend-nötigen Ruck durch unsere kaputte Gesellschaft.

T. Schneegaß / 01.06.2022

@Dirk Jungnickel: Wenn Sie jetzt noch aufklären, wer in welcher Spaltung jeweils Spreu und Weizen sind, würde endlich mal was Substantielles von einem ansonsten vor Selbstüberschätzung, Überheblichkeit und Oberlehrerhaftigkeit (die natürlich immer Anderen auch gleich mal mit der Vergabe von Schulnoten bescheinigt wird) strotzenden, ekelerregenden und abstoßenden Charakter kommen.

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