Wolfgang Röhl / 13.06.2018 / 13:17 / Foto: Pixabay / 7 / Seite ausdrucken

Ahoi SPD! Käp’tän Grenzenlos auf großer Fahrt

Das meerumschlungene Bundesland Schleswig-Holstein, Heimat des SPD-Hoffnungsträgers Ralf Stegner, unterhält einen „Beauftragten für Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsfragen“. Der hört auf den Namen Stefan Schmidt und war mal Kapitän, sogar Honorarkonsul von Tuvalu. Auf der „Cap Anamur“ hatte er im Sommer 2004 „37 afrikanische Flüchtlinge, die in Seenot geraten waren“, aufgenommen und in Sizilien an Land verbracht. Deswegen wurde Käp’tän Grenzenlos, wie die Website des Landtages indigniert mitteilt, in Italien „mit einem jahrelangen Prozess wegen Schlepperei überzogen“, 2009 aber glücklich freigesprochen. 

Der ehrenamtliche Ex-Skipper, dessen Tätigkeiten auf der genannten Website fortan nur mehr unter „Flüchtlingsbeauftragter“ spezifiziert werden (demnächst vermutlich unter dem weniger diskriminierenden Rubrum „Beauftragter für Schutzsuchende“), verfügt über zwei Mitarbeiter, welche aus Steuermitteln alimentiert werden. Die Aufgaben des Trios bestehen, wie der Landtag in dankenswerter Offenheit mitteilt, vor allem darin, „grundsätzlich die Wahrnehmung der Interessen der Migranten und Flüchtlinge“ auszuüben, sowie „die Beratung über Flüchtlings- und Zuwanderungsfragen“ zu befördern, ausdrücklich auch in „Kooperation mit den im Flüchtlings-, Asyl- und Zuwanderungsbereich tätigen Einrichtungen und Organisationen, Vereinen und Verbänden“. Also mit einschlägigen NGOs und anderen Pfeilern der Migrationsindustrie die Schultern zu reiben.

Kurz, der einst vom Vorwurf des Schleppertums Freigesprochene, hat als Rentner einen neuen, adäquaten Herzensjob gefunden, welcher ihn keinesfalls mehr in juristische Kalamitäten bringen kann. Was Schmidt gegenwärtig schleppt, ist amtlich abgesegnet. Yes Sir: Der „Pull Factor“ besitzt auch Planstellen an Land.

Nebenbei betreibt der Notseebär eine Facebookseite, in der er, wenn nicht gerade auf exklusiven Nordmeerreisen, seinen „Abscheu vor dieser sogenannten Partei“ (fängt mit A an) zum Ausdruck bringt. Weil jene nämlich meint, gewisse Vorfälle „politisch ausschlachten zu dürfen.“ Das ist ekelhaft, denn derlei Einzeltaten gab es „immer, und es wird sie leider auch immer geben.“ 

Schmidt ist sturmerprobter Soze und Mitbegründer des Vereins „Borderline-Europe – Menschenrechte ohne Grenzen“. Wer wissen möchte, mit welcher Diät die SPD es schaffen konnte, sich binnen weniger Jahre zum Hungerhaken einer Partei der etwas kleineren Leute zu magern, kann mal ihre Borderliners befragen. Die Kapitänskoje steht sperrangelweit offen.

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Leserpost (7)
Marcel Seiler / 13.06.2018

Die Anspielung auf “Borderline”, eine wirklich schwere Störung, ist brillant. Zu ihr gehört es, dass die gestörte Person Schwierigkeiten hat, sich gegenüber der Außenwelt seelisch abzugrenzen. In der Psychotherapie muss eine so gestörte Person lernen, klar zwischen innen und außen zu trennen. – Viele Anhänger von Linksgrün haben Züge dieser Störung. Jetzt projizieren sie ihre Unfähigkeit/Unwilligkeit, Grenzen zu ziehen, auf die Nation.

Werner Geiselhart / 13.06.2018

Fliegender Holländer würde auch passen: “Die Sage vom Fliegenden Holländer handelt von einem Kapitän, der durch einen Fluch dazu verdammt worden ist, bis zum jüngsten Tag mit seinem Gespensterschiff auf dem Meer umherzuirren, ohne in einen Hafen einlaufen oder Erlösung im Tod finden zu können. “

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