Auch wenn sich die Lage in Afghanistan verschlechtert, helfen Feministinnen afghanischen Frauen bei der Flucht.
Inmitten von Entführungen, Morden und Hungersnöten haben Feministinnen ihre afghanischen Kolleginnen auf vielfältige Weise unterstützt. Dieser Beitrag ist Teil einer fortlaufenden Serie von Berichten der feministischen Autorin Phyllis Chesler über die Übernahme Afghanistans durch die Taliban und deren Auswirkungen auf die Frauen.
Gerade wenn man denkt, dass es nicht noch schlimmer werden kann, wird es unweigerlich schlimmer. Jetzt bieten Kriminelle und Schmuggler angeblich afghanische Nieren und Augen sowie jedes andere menschliche Organ an, das man entbehren (oder auch nicht entbehren) kann. Mir wurde gesagt, dass einige Kriminelle solche Organe einfach mit Gewalt entnehmen. Nach Angaben einer Frau liegen die Preise vermutlich zwischen 10.000 Afghanis für ein Auge, 5.000 Afg für eine frische Niere und 15.000 Afg für ein Kind.
Aber vergessen wir nicht die afghanischen Feministinnen, die sich noch immer versteckt halten. Diejenigen, mit denen wir in Kontakt stehen, wissen, dass die Taliban systematisch Feministinnen töten – und mit Feministinnen meinen sie jede Frau, die gebildet ist und Karriere gemacht hat (Richterin, Anwältin, Polizistin, Journalistin, Rundfunksprecherin, Kleinunternehmerin), deren Gesicht von Demonstrationen und aus den sozialen Medien bekannt ist, oder die Sportlerinnen, Sängerinnen, Dichterinnen, Lesben oder in irgendeiner Weise dissident sind.
„Wenn ihr am Leben bleiben wollt, hört auf zu protestieren“
Eine Frau stand kurz vor der Veröffentlichung ihres Buches, kurz nachdem die Taliban an die Macht gekommen waren. Jetzt muss sie jedes einzelne Exemplar schreddern, damit es nicht als Beweismittel gegen sie verwendet wird.
Die Frauen sagen: „Die Situation ist so beängstigend, alles wird von Tag zu Tag schlimmer.“
Die Frauen sagen: „Die armen Menschen in Afghanistan, wir haben so viel Pech.“
Die Frauen sagen: „Sei vorsichtig, wenn Du Anrufe erhältst, die Dir anbieten, Dich zu evakuieren. Es könnten die Taliban sein, die versuchen, Dich zu holen.“
Letzte Woche wurde eine Frauenrechtsaktivistin von den Taliban entführt und erschossen. Insgesamt wurden vier Aktivistinnen entführt und dann tot aufgefunden. Frozan Safi war eine von ihnen, möge sie in Frieden ruhen. Eine andere Frau stand auf der Straße, um dagegen zu protestieren, und stellte Fotos von sich in die sozialen Medien.
Ihre untergetauchten Freunde flehten sie an, „sicher zu Hause“ zu bleiben, denn „die Zeit der Barbarei hat begonnen. Ich weiß, wir sollten unsere Stimme erheben, aber die Situation ist zu gefährlich. Wenn ihr also am Leben bleiben wollt, hört auf zu protestieren“.
Jeder einzelne Präsident hat Blut an seinen Händen
Ich danke Ihnen, Präsident Biden. Aber auch danke an die Präsidenten Bush, Obama und Trump. Jeder einzelne Präsident hat Blut an seinen Händen – aber auch jeder einzelne pakistanische Führer, der die afghanischen Taliban ebenso sicher entfesselt hat wie Amerika die Mudschaheddin, die Vorläufer der Taliban. Und vergessen wir nicht die arabischen und iranischen Führer, deren Gier, Korruption, Heuchelei und Unterstützung des Terrorismus derjenigen der afghanischen Machthaber in nichts nachsteht.
Amerika ging in den Irak, als wir in das atomar bewaffnete Pakistan hätten gehen sollen. Genug gesagt. Syrien? Davon will ich gar nicht erst anfangen.
Aber diejenigen, die gerne zuerst Amerika die Schuld geben, müssen auch anerkennen, dass die arabischen, nordafrikanischen, zentralasiatischen und fernöstlichen muslimischen Länder ihren gefährdeten Brüdern nicht gerade die Hand gereicht haben. Was sie übrigens noch nie getan haben. Es ist wirklich erstaunlich. Selbst jetzt wird den afghanischen Flüchtlingen in den Lagern im Nahen Osten nicht gestattet, in das Land einzureisen oder den Weg zur Staatsbürgerschaft einzuschlagen. Wir haben erfahren, dass es in diesen Lagern zu sexuellen Übergriffen kommt.
Es ist sinnvoll, räuberische, sexhungrige, extrem frauenfeindliche Männer von Frauen zu trennen, nicht nur in Flüchtlingslagern, sondern auch in Frauengefängnissen und Frauenhäusern im Westen.
Seltenes Privileg, Teil eines solchen Teams zu sein
Die jüdisch-christliche Tradition hat uns gelehrt, dem Fremden vor unseren Toren die Hand zu reichen und uns nicht abzuwenden, wenn andere Menschen zerquetscht oder abgeschlachtet werden.
Nun – das hat den Juden in Europa oder Nordafrika nicht geholfen, nicht wahr? Und heute helfen diese Werte auch nicht den verfolgten und ethnisch gesäuberten Christen im Nahen Osten. Niemand, auch nicht der Papst, kommt ihnen zu Hilfe. Ich schätze, dass unser am stärksten hochgehaltener westlicher Wert des mitfühlenden Aktivismus nicht immer für alle gilt.
Die untergetauchten afghanischen Frauen sind sehr dankbar dafür, dass unser Team mit ihnen in Verbindung bleibt und versucht, sie zu ermutigen und ihnen in einer Zeit des Terrors beizustehen, während wir daran arbeiten, sie zu befreien, eine nach der anderen.
Die Frauen sagen: „Wir sind Ihnen sehr dankbar für Ihre Bemühungen und werden Sie nie vergessen.“
Die Frauen sagen: „Nicht nur wir, sondern die Geschichte der Menschheit wird sich an die Anstrengungen und die harte Arbeit Ihres Teams erinnern.“
Es ist ein seltenes Privileg, Teil eines solchen Teams zu sein und mit so tapferen Frauen in Verbindung zu stehen, die so weit weg sind.
Hier können Sie für den Afghan Feminist Refugee Fund spenden.
Der Artikel erschien zuerst bei 4W.
Beitragsbild: Pixabay
Seit Jahrhunderten leben die Frauen in Afghanistan nicht in selbst bestimmter Freiheit und daran ist nicht der Westen Schuld. Auch die gebildeten Frauen in Afghanistan erziehen ihre Söhne und Töchter, aber geändert hat sich in den langen Jahren der Besatzung offensichtlich nichts. Wie ist das möglich? Ahnten sie wirklich nicht, was kommen würde? Vielleicht hätten die Frauen in Afghanistan sich weniger mit gendern, dafür mehr und intensiver auf ihre Zukunft konzentrieren und vorbereiten sollen. Eine Zukunft in Afghanistan, ohne westliches Militär. Gekonntes gendern hilft ihnen jetzt nicht weiter. Schön für Frau Chesler dass ihr die Teamarbeit persönlich so viel bringt. Mir tun die Frauen und Mädchen in Afghanistan sehr leid, aber wie haben sie sich ihre Zukunft in den vergangenen Jahren vorgestellt…..
Und wer hilft mir, mich gegen die deutschen Polit-Talibane zu wehren, die mich Ungeimpften immer mehr unterdrücken und immer stärker drangsalieren? Wo sind die Staatsanwälte und Richter, die den Terror beenden? Wo sind die Hilfsorganisationen, die mich in ein friedliches Land holen und mir wieder ein LEBEN in Freiheit ermöglichen? Darf ich auch ein Spendenkonto für mich nennen?
Na ja, sagen wir mal, die Gangart hat sich verschärft. Islam ist der größte Feind der Muslimas, denn Islam is good for men, but not for women. So haben die afghanischen Männer keinen Grund gesehen, die Taliban auch nur ansatzweise zu bekämpfen – schließlich sind die der beste Garant für ihren Zugriff auf Mädchen; welcher Mann lehnt das schon ab? Stichwort: „Kinderehen“ – in Anführungszeichen, denn es handelt sich nicht um Pädophilie, sondern um Nutzung gerade so gebärfähiger Mädchen für den demographischen Jihäd. Und DEM fühlt sich jeder Moslem verpflichtet, allez. Die männlichen Geburtenüberschüsse finden sich sodann ein am Evros, an der polnischen Ostgrenze, in Süd-Italien etc. Die Afghaner haben sich seit 1980, als die Russen abgezogen waren, mehr als verdreifacht – das geht nur mit Frühschwängerung junger Mädchen mit 14/15, Generationenfolge 15 bis 20 Jahre. Vorbild: Gazastreifen, gucksdu wiki unter „Gazastreifen“, dort wird explizit gesagt, dass sich die dort „alle 15 bis 20 Jahre verdoppeln“. Jetzt sollen wir sie füttern, weil sie ja keine Zeit hatten, auch mal ein anderes Feld zu beackern und zu bestellen. So gibt es zu wenig zu fressen, porca miseria.
es waere doch sehr einfach für diese so weltweit bekannte „Feministin“,diesen ganzen Frauenhaufen direkt gen USA auszuführen…
ist Ihr nicht bekannt,das über 95%(inklusive der Frauen) in Afghanistan FÜR die Sharia sind????
es gibt genug Regionen der Welt,die wirklich Hilfe benötigen,ich denke,auch in den USA gibt es genug sozial benachteiligte, aber aus den fernsten Regionen der Erde „Exoten“ einzufliegen und sich mittels „Fluchthilfe“ in den eigenen Zirkeln zu rühmen,scheint einfacher zu sein.
ZUMAL,als Folgeprobleme meist nicht mehr die Feministinnen belasten
Was gehen uns die Vorgänge in anderen Ländern an? Nichts! Wir haben unsere eigenen Probleme, selbst nicht imstande diese zu lösen, aber die Welt retten, unser System denen aufzwingen. Andere Ländern wollen ihre Angelegenheiten anders behandeln. Das dürfen die, so wie wir auch.
Sind in Österreich auch die Taliban an der Regierung? Und in Deutschland? In Australien und Neuseeland bestimmt. Helfe sich wer kann!