
Ach, Kanzlerin Baerbock wird schon eine ganz tolle Lösung finden…
Soweit ich weiß, werden die westlichen “Helfer”, wenn sie nicht exponiert waren, von den Taliban in Ruhe gelassen. Sie ließen sich für ihre Arbeit bezahlen. Nicht ganz unüblich in Afghanistan. Aber wenn sie rechtzeitig die Seiten wechseln oder nach Hause gehen, werden sie von den Taliban in Ruhe gelassen. Natürlich werden sich im Land die Regeln unter der Herrschaft der Taliban ändern. Aber das ist immer so, wenn die herrschende Klasse wechselt.
Gut gemeint, ist noch lange nicht gut gemacht. Man kann keinem Volk gegen seinen Willen eine westliche Demokratie aufzwingen. Afghanistan wäre praktisch auf links gezogen worden. Interessant ist, dass mit dem Ende der Struckschen Verteidigung der deutschen Demokratie am Hindukusch diese jetzt tatsächlich zwischen Nordsee und Alpen am Ende ist.
“Hätte man damals ...”: “Wir” (damit meine ich die Regierung der BRD) hatten niemals eine Wahl. Die USA griffen die Taliban an wegen Osama bin Laden. Und wir als Verbündete konnten damals sicher nicht sagen “Wir machen da nicht mit.” Es wurde in der BRD keine “Entscheidung” getroffen. Die einzige Entscheidung war, wie verkaufen wir es an der Heimatfront.
“Was auch immer du tust, handle klug und bedenke das Ende.”: Nur wirklich naive und dumme Politiker würden so handeln. Die wenigstens normal schlauen handeln nach der Devise “Handle so, dass die täglich schwankende mediale Öffentlichkeit immer auf Deiner Seite ist.” Es geht nicht darum, dass Politiker böse sind. Es geht darum, dass sie nach dieser Devise handeln müssen, um langfristig erfolgreich zu sein.
Die Russen haben es nicht geschafft. Die USA und ihre willigen Helfer haben es nicht geschafft. Hmm… man könnte es gemeinsam versuchen wenn man feststellt das man ein gemeinsames Problem hat. Das muss jetzt nicht die Befriedung von Afghanistan sein. Das hatte mal funktioniert. Also die Zusammenarbeit des Westens mit östlichen Partnern. 18xx hatte man einem Franzosen in den Hintern getreten, 194x einem Deutschen. Man könnte es z.B. in Syrien mit den Russen versuchen damit die nicht, aus den bekannten Gründen, auf die Iraner angewiesen sind.
Bitte demnächst in Stern und Spiegel veröffentlichen, Herr Bonhorst. Der AfD Fremdenphobie zu unterstellen, ist, gelinde gesagt, eine robuste Frechheit. Die einzige Partei, die sich für Deutschland und seine Bürger einsetzt, als Fremdenfeind zu brandmarken, verlangt schon eine gewisse Chuzpe. Und Nationbuilding ist der größte Schwachsinn, gewachsen auf dem Dunghaufen der Neocons. Bringen Sie mal Paschtunen, Hazara, Usbeken und Tadschiken an einen Tisch, geschweige denn unter einen Hut. Gesinnungsethisch - humanitaristischer Traumtranz a la SPD.
Peter Scholl-Latour hat vom ersten Tag an bis zu seinem Lebensende gesagt dass der Afghanistan-Einsatz scheitern wird. Diese Gewissheit hatte er aufgrund seiner fundierten Kenntnisse der Gegebenheiten im Land, der Mentaltäten, den dortigen Stämmen und aus den geschichtlichen Erfahrungen (der Brieten z.B.). auch seine intensiven persönlichen Kontakte in Nah- und Fernost spielten eine große Rolle bei seinen fundierten Analysen. Aber auf ihn hörte man nicht. Man hörte auf die “Experten” die das sagten was die jeweiligen Bundes-Regierungen hören wollten, so wie heute auch, wo nur die “passenden” Experten zu Klima ,Viren und Impfungen gehört werden. Deshalb werden alle diese milliardenschweren “Abenteuer” so enden wie Afghanistan. Im Nichts. Von den sinnlosen Toten will ich gar nicht reden-
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