Bernhard Lassahn / 08.12.2019 / 06:21 / 4 / Seite ausdrucken

Advent: Der lauschige Kalender mit Laterne (8)

Mit dem Vergleich – das meinte jedenfalls Jean-Jacques Rousseau – kam das „Übel“ in die Welt. Vorher war es offenbar besser gewesen. Ohne Vergleich. Es stimmt schon: Die Leute vergleichen sich bei jeder Gelegenheit. Beispielweise vergleichen sie das, was andere getan haben mit dem, was sie selber gerne tun wollen (aber nicht tun). Das Ergebnis so eines Vergleichs fällt nicht gerade vorteilhaft aus, und das ist dann übel. 

Viele Vergleiche machen die Leute neidisch: Sie sehen den Glanz, den andere verbreiten und erkennen nicht die Mühe, die es erfordert, etwas glänzen zu lassen. Auch übel. Heute hört man oft: „Das kann man nicht vergleichen“ oder auch „Das darf man nicht vergleichen“.

Doch. Kann man. Soll man sogar. Wenn man etwas vergleicht, sieht man die Gemeinsamkeiten (so viele sind es gar nicht – Überraschung) und sieht die Unterschiede (mehr, als man dachte – nächste Überraschung). Vergleiche sind nicht übel. Es kommt darauf an, was man vergleicht.

Ungleichheit gleich „Unrecht“

Wer sagt „Das kann man nicht vergleichen“, meint eigentlich etwas anderes. Er meint: „Das darf man nicht gleichsetzen.“ Geschenkt. Gleichsetzen kann nur, was auch gleich ist. Vergleichen ist nicht gleich gleichsetzen. Doch wenn etwas nicht gleich ist, dann erspähen wir da sofort eine „Ungleichheit“, und eine Ungleichheit setzen wir mit „Unrecht“ gleich (Ungleichheit = Unrecht). Deshalb werden heute überall Vergleiche angestellt: Welche Gruppe ist besser als die andere? Welche verdient mehr? Welche ist größer? 

Wenn man sich dann außerdem fragt, wie man dieses „Unrecht der Ungleichheit“ beseitigen kann, um die Gruppen besser aneinander anzugleichen, dann sind wir sogleich bei den neuen Übeln des Vergleichs angelangt. Ich weiß nicht, ob Rousseau das auch so gemeint hatte. Ich wiederum meine: Wenn man richtig vergleicht, erkennt man auch die Unterschiede.

Wie auch immer: Es werden ständig neue Studien, Statistiken und Gegenüberstellungen von Durchschnittswerten erstellt. Sehen wir uns einmal so einen Vergleich an. Es geht dabei um ein Tier, das in verschiedenen Weihnachtsliedern besungen wird.

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Werner Arning / 08.12.2019

Alle sollen den gleichen Anspruch auf alles haben dürfen. Die Angst benachteiligt, übervorteilt zu werden, ist besonders in Deutschland stark verbreitet. Der Andere hat etwas, was auch mir zusteht. Und sei es einen guten Parkplatz. Den gebe ich nicht so schnell her. Wieso soll der profitieren und ich nicht? Neid! Angst vor Ungerechtigkeit. Angst vor Ungleichheit. Das Verlangen nach Gleichheit nimmt Überhand. Denn wir sind NICHT alle gleich. Es gibt auch keine gerechte Welt. Nie wird alles zu 100% gerecht zugehen. Wenn wir das erst gar nicht erwarten, sind wir glücklicher. Eine gewisse Anspruchslosigkeit macht glücklich. Akzeptieren wir Ungleichheit. Die Suche nach Gleichheit macht unglücklich. Wenn sie verbissene Ausmaße annimmt, macht sie noch unglücklicher. Und mit dem Schüren dieser Anspruchshaltung lässt sich trefflich Politik machen. Man muss den Menschen nur einreden, dass sie hierauf und darauf einen Anspruch haben. Dass es ungerecht wäre, wenn sie dieses und jenes nicht erhalten würden. Dass der Andere, der besitzt, was diese nicht besitzen, seinen Besitz in ungerechtfertigter Weise erhalten habe. Dass dieses ungerecht sei. Dass man dieses Unrecht beenden müsse. Dass diese oder jene Partei für die Beendigung dieses Unrechtes kämpfen würde, sich für den Benachteiligten einsetzen würde, ihm Gerechtigkeit verschaffen würde. Dem Besitzenden das wegnehmen würde, welches nicht der Nicht-Besitzende entbehrt. Und dass jener entbehrt, sei doch wohl selbstverständlich. Man muss es ihm nur deutlich genug erklären, sein Entbehren. Mit Neid lassen sich Stimmen gewinnen. Von Neid kann man leben. Mit Neid lässt sich Geld verdienen. Ganze Parteien leben möglicherweise vom Neid und ganze Gesellschaften machen diesen zu ihrem Leitmotiv.

Hermine Mut / 08.12.2019

ALLE (Schweine) sind gleich. Aber MANCHE sind halt gleicher.  (G.O.)

Dr. Gerhard Giesemann / 08.12.2019

Es stimmt nicht, dass die Erde plan ist. Beweis: Die Schuhsohlen nutzen sich nicht plan ab. Die Erde ist aber auch keine Kugel. Beweis: Dann müssten sich die Schuhsohlen innen abnutzen, während sie hinten und vorne intakt blieben. Genau das aber beobachten wir empirisch: Die Schuhsohlen nutzen sich hinten und vorne ab und zwar ausschließlich. Das ist der Beweis: Die Erde ist eine Hohlkugel.

Dr.Freund / 08.12.2019

Mich treibt die Frage um: Rentiert sich für den Normalbürger ein Rentier, und kann wer kann es heute noch wagen(frei nach “Holy Greta”)sich zu Rennwagen-Rennen zu bekennen? Greta reitet bald auf einem Esel,spendiert von spanischen Gönnern, was einmal mehr beweist, die Dummen sind leider oft obenauf, die Ursache des Elends auf diesem Planeten, der eine Scheibe ist, also plan, was hiermit bewiesen ist. Schönen Advent, allen in Urbi und Orbi.

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