Rechtzeitig zwei Stunden vor der Sommerpressekonferenz von Bundeskanzler Friedrich Merz und passend zum Treffen des Bundesinnenministers mit seinen EU-Kollegen zum Gespräch über die Asylpolitik.
Um 8.35 Uhr ist der erste Afghanistan-Abschiebeflug seit dem Regierungswechsel vom Leipziger Flughafen gestartet, meldet u.a. bild.de.
Demnach sollen in dem Flieger 81 afghanische Straftäter sitzen, die zuvor aus mehreren Bundesländern nach Leipzig gebracht worden seien. Das Ziel des Charterfluges sei Kabul. Die vom Bundesinnenministerium organisierte Aktion sei lange geheim gehalten worden. Abgeschoben wurden ausschließlich Männer.
In den politischen Tagesablauf passt der Zeitpunkt des Abflugs sicher gut, denn knapp zwei Stunden nach dem Start gibt Bundeskanzler Friedrich Merz seine Sommerpressekonferenz und der Bundesinnenminister trifft sich mit seinen EU-Kollegen zu einem Gespräch über die Asylpolitik.
Ende Mai sollen sich nach einer Regierungsantwort auf eine Abgeordnetenfrage zufolge 446.287 Afghanen in Deutschland aufgehalten haben. Unter ihnen seien 11.423 Ausreisepflichtige, davon 9.602 mit und 1.821 ohne Duldung, berichtet morgenpost.de.
