Viele möchten gern im Eiltempo so viele Zuwanderer wie möglich einbürgern, gerade in Berlin. Da bleibt wenig Zeit, zu prüfen, was für neue Mitbürger wir da bekommen.
Ein Beispiel dafür lieferte jetzt die Berliner Zeitung. Selbstverständlich darf man sich nicht daran stören, wenn ein Mann, der sich Abdallah nennt, in sozialen Medien seinen neuen deutschen Pass stolz mit einem arabischen Freudenlied präsentiert. Doch die Kollegen weisen in ihrem Artikel darauf hin, dass genau dieser Mann noch in der letzten Woche den Instagram-Account Abdallahs.horizont betrieb. Dort soll der neue Deutsche zuvor unzählige Videos von Anti-Israel-Demonstrationen in Berlin veröffentlicht haben, in denen er die Terrororganisation Hamas verherrlicht und die Auslöschung von Juden gefordert habe. Inzwischen sei die Seite aber nicht mehr erreichbar.
Bereits im April hätte er dort auch ein Video mit einer älteren Predigt des Hamas-Mitgründers Scheich Ahmad Yasin bei einer seiner Reden verbreitet, in der Yasin gegen „diejenigen, die von Frieden sprechen“ wettert. Scheich Yasin wurde bekanntlich 2004 bei einem Luftangriff der israelischen Armee im Gazastreifen getötet.
Heißt es von den politisch Verantwortlichen für eine schnellere Einbürgerung nicht immer, dass nur einen deutschen Pass bekomme, wer sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, dem Grundgesetz und insbesondere zum Schutz jüdischen Lebens bekenne?