Ganz ohne Hokuspokus und Sternegucken kann man schon jetzt sagen, was das neue Jahr dominieren wird: Alles wird teurer. Dazu braucht man keine Glaskugel. Es reicht, in die finstere Wirklichkeit unserer Politik zu schauen.
Als erstes wird man es vermutlich bei einer der ersten Autofahrten im neuen Jahr merken. Die CO2-Bepreisung verändert sich. Während bislang eine Tonne CO2 auszustoßen, fix 55 Euro kostete, wird der Preis nun auf Auktionen ermittelt. Der Preiskorridor ist vorerst auf 55 bis 65 Euro pro Tonne festgelegt. Damit kann man von höheren Kraftstoffpreisen ausgehen.
Mit dem Benzin werden durch die Kohlendioxidpreise auch alle anderen Brennstoffe teurer. Mehr Geld wird man damit auch für das Heizen ausgeben müssen. Jeder, der Gas nutzt, bekommt noch einen freundlichen Bonus oben drauf. Die Gasnetze werden in den kommenden Jahren von immer weniger Verbrauchern genutzt, damit werden die Netzentgelte auf weniger Nutzer umgelegt und damit steigen. Auch das wird das Heizen zusätzlich teuer machen.
Energie macht vieles teurer
An dieser Stelle ein Disclaimer. Die Energiekosten bewirken, dass alles, was mit Hilfe von Energie hergestellt wird, teurer werden wird. Also kann hier nur exemplarisch gezeigt werden, welche Sekundärfolgen sich ergeben werden.
Da ist natürlich der Bäcker zu nennen. Brot, Brötchen oder Kuchen zu backen, erfordert Hitze. Hitze wird erzeugt durch einen Verbrennungsprozess oder mit Strom. Viele Bäckereien haben Gasöfen. Der CO2-Preis und die Netzentgelte werden also auch auf das Brot durchschlagen.
Zwar sollen energieintensive Industrien durch einen Industriestrompreis entlastet werden, dieser steht aber – wenn man ehrlich bleiben will – noch in den politischen Sternen. Also ist davon auszugehen, dass zahlreiche Güter, die wir täglich brauchen, wie Putzmittel, Blechdosen, Backpulver und vieles mehr, sich verteuern werden. Ihre Herstellung braucht Energie.
Nun könnte man denken, dass die Energiewende – die bekanntlich eine Eiskugel kosten sollte, aber inzwischen locker den Gegenwert einer Eisdiele pro Haushalt verschlingt – eine Entlastung bringen könnte. Das Gegenteil ist der Fall. Neben dem Risiko eines Blackouts, der volkswirtschaftlich ungeheuer teuer werden könnte, ist das Risiko eines enormen Preisanstieges für Strom für den Endkunden gewaltig. Der in Deutschland produzierte Strom ist wetterabhängig und nicht grundlastfähig. Haben wir viel Sonne und Wind, geben wir Strom gegen Aufpreis ab. Ist es dunkel und windstill, kaufen wir Strom ein. Egal wie, wir zahlen immer. Das wird den Strom langfristig weiter verteuern. Kein Ende in Sicht.
Die Haftpflichtversicherung für Kraftfahrzeuge wird teurer. Der Grund, den die Versicherer angeben, ist, dass die Werkstattkosten für Reparaturen steigen. Ach ja, bevor das in Vergessenheit gerät: Die Werkstattpreise steigen. Auch das wird teurer.
Mehr kosten wird auch die Krankenversicherung. Schon jetzt haben fast alle Versicherer die Zusatzbeiträge erhöht. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag steigt von 2,5 Prozent in 2025 auf 2,9 Prozent in 2026. Ihre Krankenkasse wird sie informieren oder es schon getan haben. Da die Träger der gesetzlichen Krankenversicherung aus dem letzten Loch pfeifen, intern bei Verwaltung und Werbung aber keine Sparbemühungen zeigen, werden die Beiträge wohl weiterhin steigen.
Nahverkehrspreise steigen erneut stark an
Das Deutschlandticket, welches einst den Namen 49-Euro-Ticket trug und zuerst wie eine gute Idee aussah, entpuppt sich immer mehr als Kostenfalle. Ab Januar 2026 wird es 63 Euro kosten. Nach der Preiserhöhung um 18,4 Prozent im Vorjahr verteuert sich das Ticket damit erneut deutlich, in diesem Jahr um rund 8,6 Prozent. Es ist wohl kaum eine Nachricht wert, dass auch die normalen Preise im Nahverkehr wie auch im Fernverkehr steigen werden. Als Hauptgründe nennen die Verkehrsverbünde gestiegene Kosten für Personal, Energie und Infrastruktur.
Auch für Arbeitgeber wird es teurer. Der gesetzliche Mindestlohn steigt um 1,08 Euro auf 13,90 Euro. Zugleich steigt der Maximalverdienst für Minijobber ab Januar auf 603 Euro im Monat. Es waren bislang 556 Euro.
Die Grundsteuerreform entfaltet erst im Jahr 2026 ihre volle Wirkung. Für rund 60 Prozent der Grundstücks- und Immobilienbesitzer werden die Abgaben zum Teil deutlich ansteigen. Diese Mehrkosten werden in den meisten Fällen über die Nebenkostenabrechnung auch Mieter treffen. Bei der weiterhin bestehenden Wohnungsknappheit werden auch die Mieten weiter steigen. Dies ist natürlich regional sehr unterschiedlich und trifft die Ballungsräume härter als ländliche Gegenden. Der Fachkräftemangel treibt die Arbeitskosten in die Höhe und verteuert damit Produkte und Dienstleistungen.
Bleibt am Ende noch ein Blick auf die Inflation. Diese wird von der Bundesbank mit 2,2 Prozent prognostiziert. Bei einem Wirtschaftswachstum von nur 0,8 Prozent werden die Menschen im Land unterm Strich ärmer werden. Zwar wird die Mehrwertsteuer für Gastwirte wieder auf sieben Prozent gesenkt werden, doch einen Effekt für die Gäste sollte man nicht erwarten. Steigende Kosten für die Gastwirte lassen auch hier eher steigende Preise erwarten.
Angesichts der Tatsache, dass von der Bundesregierung keine positiven Impulse zu erwarten sind, bleiben die wirtschaftlichen Aussichten für 2026 unterm Strich düster. Vieles wird teurer werden. Arbeitsplätze werden weiter abgebaut. Unternehmen geben auf oder wandern ab. Damit steht Deutschland ein weiteres Jahr des faktischen Abschwungs bevor.
Beitragsbild: Arie Wubben/Unsplash
@janblank: auch schon Ende der 1920er Jahre hat man in Milliarden gerechnet.
Wie total irre Deutschland geworden ist, das beweisen nicht nur fast tagtäglich die Politiker, sondern auch die Gewerkschaften, wo allen Ernstes die DGB-Vorsitzende Fahimi einen Massenstreik!!! gegen die dringende Reform des Bürgergelds -es wird sowieso nur ein Reförmchen- ankündigte. Ist diese Frau nun total „gaga“ oder ist es noch schlimmer, denn ich erinnere mich daran, dass die meisten Einzelgewerkschaften zu Mauerzeiten stramm und fest an der Seite der SED standen und dass der Berliner DGB noch am 1. Mai 1990!!! zu einer Kundgebung mit der PDS-SED und dem FDGB aufgerufen hatte. In der SED-Diktatur genügte allein das Wort „Streik“, um einen Aufenhalt in den üblen Stasi-Knästen zu „genießen“, aber unsere Gewerkschaften, wo nicht wenige Betriebe nur „kaputtstreiken“ wollten, ließen es zu, dass DDR-Betriebe mit Dumpingpreisen und mit in allen Belangen schlecht ausgerüstete Beschäftigte den westlichen Firmen die Aufträge wegschnappten. So beschäftigte auch der Senatsbetrieb Schlachthof Spandau eine DDR-Firma und die baute das, was sie wohl am besten konnte: Eine Mauer!
Angesichts der Invasion und der Kosten muss es enger werden, was denn sonst. Und es wird noch besser, der Nachschub scharrt längst mit den Füßen: focus:/politik/ausland/ajay-banga-in-hamburg-800-millionen-weitere-fluechtlinge-weltbank-chef-mit-duesterer-prognose_id_. Wenn das schon der focus weiß … . Mal ganz lesen, verinnerlichen, persönliche Konsequenzen ziehen. Zitat: Dienstag, 08.10.2024, 13:56
Ein dringender Appell für gerechte Ressourcenverteilung und technologische Innovation wurde am Sonntag auf einer Nachhaltigkeits-Konferenz formuliert. Insbesondere die Flüchtlingsprognosen von Weltbank-Chef Banga sorgen dabei für Aufsehen.
800 Millionen Menschen, die auf der Suche nach Arbeit zu Flüchtlingen werden – vor diesem Alptraum-Szenario warnt jetzt Weltbank-Chef Ajay Banga. Auf der von den Vereinten Nationen und der Bundesregierung organisierten „Hamburg Sustainability Conference“ steht eigentlich die Zukunft technischer Entwicklungen und die gerechte Verteilung von Ressourcen und Wohlstand im Mittelpunkt.
Bei der Konferenz herrschte insbesondere bei einem Punkt Einigkeit: Sollte die Weltwirtschaft ihren aktuellen Kurs beibehalten, könnten in 15 Jahren immense Fluchtbewegungen nach Europa stattfinden – in einer Dimension, die bisher unbekannt ist. Bundeskanzler Olaf Scholz rief in diesem Kontext zur stärkeren Einbindung des „Globalen Südens“ in das globale Wirtschaftswachstum auf.
Weltbank-Präsident Ajay Banga: „1,2 Milliarden junge Menschen werden einen Job suchen“ – bei uns! Zuhause gibt es ja nix zu tun – außer Kindermachen. Porca miseria.
Letzte Woche bekam man Diesel an der Tankstelle im Bundeshauptslum noch für 1,51 Euro – diesen Freitag sind es minimal 1,61 Euro (maximal 1,75). Danke Merkel, Habeck, Merz und ökosozialistische Konsorten (eure Wähler:innen nicht zu vergessen!) für die großen Schritte hin zu „Du wirst glücklich sein und nichts besitzen“.
Hervorragender Artikel. Der parasitäre, unfähige Beamten-, Verdi- und Sozial-Staates zieht die Schrauben immer weiter an. Der produktive Sektor, d.h. der Privatsektor, wird noch mehr ausgepresst als 2025. Was soll dieser miese Schmarotzer-Staat auch sonst machen? Etwa drastische Reformen? Zum Beispiel die Millionen und Abermillionen Minderleister, Schmarotzer, Sozial-Abzocker zu einer produktiven Arbeit zu zwingen? Niemals: Mindestens 60% der deutschen Wähler wollen diesen Asozial-Staat. Jeder echte Reformversuch würde den Linksblock (SPD, Grüne, Linke, BSW) auf mindestens 60% hoch katapultieren, AfD + Union würden zusammen auf höchsten 40% eingedampft werden. ++ Der Abstieg dieses kranken Landes wird noch viele Jahre lang weitergehen. Der Staatsanteil am BIP wird auf weit über 70% steigen, wenn man richtig rechnet. Der Brain Drain wird massiv anwachsen, trotz der widerlichen Reichsfluchtsteuer. Die Deindustrialisierung geht weiter, die Leistung der Volkswirtschaft sinkt weiter ab. Immer mehr Unternehmen gehen pleite oder verlassen das Land (mit Ausnahme von einigen Profiteuren staatlicher Subventionen). In einigen Jahren sind die meisten „Reichen“ abgehauen, samt Kapital. Reich ist man in Deutschland bereits ab 68.500 Euro Einkommen pro Jahr, ab da greift der Spitzensteuersatz von 42%, die Sozialsteuern (GRV, Arbeitslosen- und Pflege-Versicherung, GKV) kommen noch oben drauf. Selbstredend sind Beamte von den Sozial-Steuern faktisch befreit (mit Ausnahme eines lächerlichen Beitrags zur KV) – wie im Feudalismus des 17-ten Jahrhunderts. Selbstredend wird auch die Unterdrückung von Kritik und Opposition durch Behörden und steueralimentierte NGOs weiter zunehmen, siehe heutigen Artikel „Ausgestoßene der Woche … “. Was muss dieser „Staat“ doch für eine Angst vor der Meinungsfreiheit haben.
Autofahrer scheinen recht doof zu sein, die merken nicht, das Trump ihnen im Moment mindestens 50 cent pro Liter spart, setzt dem endlich mal ein Dnkmal und hört auf CSGL zu wählen. Wie blöd kann man sein.
Das Irre am Begriff der Binnenkonjunktur ist ja, dass staatliche Investitionen in Klimaquatsch und Spaßbäder auch darunter fallen. Und trotzdem ist die Binnenkonjunktur „gedämpft“.