Kulturstaatsminister Wolfram Weimer legt sich mit der zuvor hofierten linken Kulturschickeria an – und die sieht ihre Deutungshoheit gefährdet. Sie nimmt übel – und der Staatsfunk macht begeistert mit.
Das neue Lieblingsziel des Staatsfunks ist der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer, so auch hier im Deutschlandfunk. Das Audio hat eine Dauer von gut sechs Minuten. Darin bedient sich der Staatsfunk genau jener Methoden, die Prof. Andreas Schulte gestern hier auf Achgut.com analysiert hat: Ein Experte, der keiner ist – in diesem Falle der „freie“, ausschließlich für den Staatsrundfunk arbeitende Journalist Tomas Fitzel, über den wenig zu erfahren ist, und dessen Homepage durchweg passwortgeschützt daherkommt.
Der Staatsfunk interviewt also sich selbst. Von Fitzel findet man an „Expertise“ zum Ausgangs- und Hauptthema des Interviews, dem Antisemitismus, lediglich ein historisches Feature über die „Wannseekonferenz“ aus dem Jahre 2022.
Der Staatsfunk behauptet im Interview, Wolfram Weimer folge mit seiner Kritik an Claudia Roth – die er gar nicht explizit genannt hat – einer „Medienkampagne“. Welcher? Zweitens behauptet der Staatsfunk, es gebe einen deutlichen Anstieg der Zuwanderung von Israelis nach Deutschland, insbesondere nach Berlin.
Was unerwähnt bleibt
Dazu ist nirgends eine auch nur halbwegs aktuelle Statistik auffindbar; selbst die „Jüdische Allgemeine“ schreibt 2023, dazu gebe es keine eindeutigen Daten, wahrscheinlich sei ein Anstieg aber nicht. Der behauptete Anstieg erfolge angeblich wegen der Politik Netanyahus. Auch dies bleibt unbelegt; es gibt keinerlei Statistik oder Umfrage zu Motiven von Einwanderung nach Deutschland aus Israel.
Drittens impliziert der Staatsfunk, den Antisemitismus betreffend, es gebe in Deutschland gar keine „jüdische Community“ an sich, und Weimer würde daher Juden „pauschal“ behandeln. Dies richte sich gegen die Meinungsvielfalt – insinuiert: gegen jene jüdischen Mitbürger, die den Staat Israel kritisieren. Wenn man also Antisemitismus bekämpft, betreibt man angeblich eine Art gruppenbezogene Pauschalisierung.
Mit der Absetzung des Ministerialdirektors Andreas Görgen sei zwar zu rechnen gewesen; in welchem Ausmaß sich Görgen gegen die Einstufung der „BDS“-Kampagne als antisemitisch eingesetzt hat, und dass Weimer aus diesem Grund mit dessen Absetzung dem Zentralrat der Juden entgegenkommt, bleibt nahezu unerwähnt.
Wenn der Anstrich „konservativ“ im Regierungskontext auftaucht
Von Seiten Weimers werde vielmehr „Identitätspolitik“ konservativ ausgerichtet – was seltsamerweise bedeutete, sowohl Claudia Roth als auch Weimer betrieben „Identitätspolitik“, so der Staatsfunk. Weimer zersplittere ferner die Kulturpolitik, z.B. gehöre die Gedenkpolitik bzw. Erinnerungspolitik – was soll das konkret sein? – nicht ins Innenministerium ausgelagert; das verursache nichts als Mehrkosten. Kulturpolitik müsse vielmehr als ein Block behandelt werden. Und das richtet sich dann nicht gegen die Meinungsvielfalt?
Es stimmt auch hier exakt, was Prof. Schulte analysiert hat. Fünf Minuten Recherche, und mindestens zwei Behauptungen des Staatsfunks, die hier allerdings den Ausgangs- und Angelpunkt für die „Kritik“ an Weimer bilden, brechen in sich zusammen wie ein Kartenhaus. Andere Fakten werden einfach unterschlagen, um den Staatsminister in ein schiefes Licht zu rücken, mit dem Ziel, ihn „umstritten“ nennen zu können.
Erwartungsgemäß und daher nur mäßig interessant, aber durchaus bezeichnend ist, dass sich der Staatsfunk sofort wieder gegen die Regierung wendet, sobald der Anstrich „konservativ“ im Regierungskontext auftaucht, und sobald Antisemitismus von Seiten der Regierung nicht nur mit routinemäßigen Textbausteinen verurteilt, sondern aktiv angegangen werden soll.
Dr. med. Jesko Matthes, Alumnus der Studienstiftung des Deutschen Volkes, immunologische Promotion über Tumornekrosefaktor- und Lymphotoxin-Messung, auch in virustransfizierten Zelllinien maligner Lymphome. Notarzt mit LNA-Qualifikation. Er ist Arzt und lebt in Deutsch-Evern.
Beitragsbild: Reto Klar/FOCUS CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons

Sturm im Wasserglas, warten wir erst mal ab, was passiert. Ich sage voraus, daß Weimers Anti-Antisemitismus-Ansage schon bald gegen Rechts umgestrickt sein wird. Er wird sich also brav in die Reihe vieler einst vollmundig gestarteter Unionspolitiker einreihen wie z.B. jene Gerd Müller und Manfred Weber von der CSU, die sich dem linkswoken Milieu ihrer Ämter blitzschnell wie Chamäleons angepaßt haben. Wobei natürlich der Konservativendarsteller Dr. Markus Söder einsame Spitze bleibt. PS: hat sich Weimer die Ohren anlegen lassen?
Wer um alles in der Welt braucht denn eigentlich einen „Kulturstaatssekretär“? Ich frage für einen Freund!
AUCH DER RECHT NAIVE ENZENSBERGER INTERESSIERTE SICH NICHT SONDERLICH FÜR DEN JIHAD ODER DIE SCHARIAH, DEREN ZIELE WIR SEIT JAHRZEHNTEN SIND! – „Wie oft muss man Polarisieren, bis man beim molekularen Bürgerkrieg angelangt ist? – “Der Ausdruck „Molekularer Bürgerkrieg“ wurde vom im Jahr 2022 verstorbenen Hans Magnus Enzensberger in seiner 1993 veröffentlichten Schrift „Aussichten auf den Bürgerkrieg“ geprägt. In diesem Essy sagt er, dass in den westlichen Metropolen ein „molekularer Bürgerkrieg“ begonnen hat. Was ist „molekularer Bürgerkrieg“? Bedeutung, Definition, Erklärung – Mit dem Ausdruck „molekularer Bürgerkrieg“ meint Enzensberger, dass es in den westlichen Gesellschaften und Großstädten lokal begrenzte Bürgerkriege gibt. Diese sind entweder auf eine Straße oder einen Stadtteil (Ghetto) begrenzt. In diesen Orten fallen moralische Grenzen und Gesetze gelten nicht mehr. Bewaffnete Raubüberfälle, Gewalt und Mord sind an der Tagesordnung und werden langsam dort normal. Hier führen Banden Krieg gegeneinander. Die Polizei hat hier nichts mehr zusagen. Das Gewaltmonopol des Staates gilt hier nicht mehr. Konsequenzen haben die Gewalttäter auch nicht zu befürchten. (…)„ --- “Der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger hält den Islam für eine „große Rekrutierungsbasis“ für Terroristen. „Der Islam als Religion ist eine Art Entführungsopfer“, sagt Enzensberger der ZEIT. Der religiöse Terrorismus sei deshalb so gefährlich, weil die Islamisten „eine Weltreligion gekapert“ hätten. Gleichzeitig, so Enzensberger, leide die arabische Welt noch immer unter einem Unterlegenheitsgefühl. Die Verantwortung dafür suche sie allerdings nicht bei sich selbst. „Die Araber waren einst weltweit erfolgreich. Und was sind sie jetzt? Wer ist daran schuld? Die Antwort ist die Projektion. Nicht wir sind schuld, sondern die Mongolen, die Türken, die Kolonialmächte, die Juden, die Amerikaner, irgendjemand, nur nicht wir.“
Man könnte natürlich auch den Verdacht hegen, dass Weimer nur als potenzielle Zielscheibe installiert wurde, um die hasserfüllte linke Journaille von Merz und Konsorten abzulenken. Sollte dies der Fall sein und die Absicht wäre ihm bekannt, würde das auch nicht für den Mann sprechen – nein, ganz gewiss nicht. Meine generelle Meinung: Gar keine Bundesregierung wäre um Längen besser für die Bürger als diese.
Mit Verlaub, ich bleibe auch bei Wolfram Weimer skeptisch. Wer sich dieser auf hinterhältiger Wählertäuschung basierenden Brandmauer-Bundesregierung zur Verfügung gestellt hat, sitzt für mich im selben Boot wie ein Friedrich Merz, eine Karin Prien oder ein Lars Klingbeil. Komplett indiskutabel für mich, die Unions-Fritzen und -Fritzinnen noch mehr als die anderen. Wobei mich bei dem Bellizisten Pistorius und dessen Rhetorik aber auch heftige Übelkeit befällt.
Kulturpolitische Fragen sollte nicht „Ein Experte, der keiner ist“ , sich aber als solcher ausgibt , zu erörtern sich anmaßen . Der Waldökologe und Forstwissenschaftler Prof. Andreas Schulte ist da eindeutig kompetenter . Medizinisch liegt alledem das Selvasyndrom und die Boscopathie zugrunde : man glaubt , man steht im Wald …
Wie nennt man die Antisemiten die über den Antisemitismus schimpfen? Linke.