Liebe Freund*innen!
Heute haben so viele Menschen wie nie für eine rechtsextreme Partei gestimmt, die Menschen ausgrenzt, abwertet und demokratische Grundwerte infrage stellt. Sogar eine AfD-Alleinregierung scheint möglich.
Dieses Ergebnis macht vielen Menschen große Angst – besonders den Menschen in Sachsen-Anhalt. Sie fragen sich: Was bedeutet das für mich, meine Familie, meine Freund*innen, meine Kolleg*innen, mein soziales Engagement – und meine Nächsten, die vielleicht noch mehr als ich und noch mehr als zuvor Ausgrenzung und Diskrimnierung fürchten müssen?
Zugleich denken wir mit Anerkennung und Respekt an die vielen Demokrat*innen und Engagierten in Sachsen-Anhalt, die in den vergangenen Tagen und Wochen mit großem Einsatz für ein offenes, solidarisches und demokratisches Land geworben, Gespräche geführt, informiert, widersprochen und Menschen ermutigt haben. Wir denken an die vielen Menschen, die sich mit den Demokrat*innen in Sachsen-Anhalt solidarisch gezeigt haben. Und wir bangen mit ihnen darum, dass Sachsen-Anhalt demokratisch, menschenwürdig und verantwortungsvoll regiert wird.
In der Tradition des Politischen Nachtgebets wollen wir am Montag nach der Wahl in Sachsen-Anhalt zusammenkommen: Raum öffnen für die Gefühle und Stärkung, Gemeinschaft und Orientierung bieten.
Als Gesprächspartner konnten wir u.a. Bischof Friedrich Kramer gewinnen. Er ist als Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland für die Kirche in weiten Teilen von Sachsen-Anhalt verantwortlich. Er setzt sich seit Jahren für eine vielfältige und gerechte Gesellschaft ein und kämpft gegen Diskriminierung.
Was ist aus dem christlichen Glauben heraus in dieser Zeit zu tun? Wie geht die Evangelische Kirche mit dem Wahlergebnis um? Und welche Rolle sollte Kirche bei der Verteidigung unseres demokratischen Gemeinwesens spielen?
Geleitet wird das Nachtgebet von den Pfarrerinnen Christina Biere und Lioba Diez.
Dieses Nachtgebet wird veranstaltet von der Gruppe Politisches Nachtgebet, organisiert von Spirit & Soul – Initiative für alltagsnahe, christliche Spiritualität, der Evangelischen Kirchengemeinde vor dem Halleschen Tor und mit Unterstützung von Europe Calling live übertragen.
Alle sind herzlich eingeladen!
Termin: Montag, 7.9.2026, 19:30 – 20:30 Uhr
Für die Online-Teilnahme bitte hier anmelden:
https://eu01web.zoom.us/meeting/register/7pzdLpdDQ1K-kxQ3YjiMnA
Kommt selbst dazu und ladet andere ein. Wachet und betet.
Mit solidarischen Grüßen,
Eure Gruppe Politisches Nachtgebet
Christina Biere, Lioba Diez, Maximilian Fries, Sven Giegold und Ansgar Gilster
„Verantwortung ist doch nicht nur ein Wort, eine chemische Formel, nach der helles Menschenfleisch in dunkle Erde verwandelt wird.
Man kann doch Menschen nicht für ein leeres Wort sterben lassen.
Irgendwo müssen wir doch hin mit unserer Verantwortung!“
(der durch „Draussen vor der Tür“ berühmt gewordene Autor Wolfgang Borchert).
Frau Fehrs, übernehmen Sie endlich VERANTWORTUNG!
Als Christ und Dunkel-Deutscher muß ich es ablehnen, ausgerechnet von einer Frau Fehrs Belehrungen bzgl. Menschenwürde usw. entgegenzunehmen.
@Ilona Grimm: Vielen Dank, daß Sie eine Ratsvorsitzende erinnert haben, die bzgl. der AfD „schlimmste Befürchtungen“ hat – zu Fällen von hundsgemeinem Antisemitismus und Israel-Haß direkt vor ihrer eigenen Haustür aber (öffenlich) schweigt. Heuchlerin!
Fragen wir drastisch: Warum ist Dr. Schoeler immer noch Pfarrer? Warum wurde er nicht seiner Ordinations-Rechte für verlustig erklärt – oder wenigstens zeitweise suspendiert? Im Falle einer viele Jahre ehrenamtlich für Gemeinden im Nachbar-Bistum Oldenburg tätigen Ehrenamtlichen waren die Zuständigen doch auch nicht so zimperlich, nachdem deren Lebenspartner für die AfD bei Kommunalwahlen kandidert. (Früher, damals – also in den „dunklen Jahren“ – nannte man sowas übrigens „Sippenhaft“!).
Findet die Frau Fehrs das Agieren des ihr direkt unterstellten Pfarrers etwa normal – oder gar richtig?
@ Ilona Grimm: „die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, sowie der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Reverend Christopher Easthill“: von diesen Personen in Vorbildfunktionen verlange ich, dass sie in der Nachfolge Christi den AfDlern die Wangen hinhalten. Bei Muslimen praktizieren sie das ja auch, Christenverfolgungen beschweigend.
Bischöfin Kirsten Fehrs. Die Genossin Fehrs ist als Regional-Bischöfin des Sprengels Hamburg der Nordkirche DIREKTE Dienstvorgesetzte des Pfarrers der Hamburger St. Andreas-Gemeinde Dr. Konrad Schoeler. Schoeler formulierte im Oktober 2025 – anlässlich eines gewissen „Jahrestaks“ (vgl. 7.10.2023) im Gemeindebrief seiner Pfarrerei: „… man könne Israel nicht denken, ohne an den grenzenlos erscheinenden Hass, die Gewalt und den Vernichtungswillen zu denken, der den Staat Israel umgibt und DER VON IHEM AUSGEHT“. Hört, hört! Man vielleicht schon, aber Pfarrer Dr. Schoeler eben offenbar nicht. Nach geharnischter Pressekritik (Jüdische Allgemeine, Bild, einzelne Journos auf Twitter) bei gleichzeitigem ohrenbetäubenden Schweigen der selbsternannten Qualitäts- und KI-Presse entschloss sich Dr. Schoeler zu einem ungewöhnlichen Schritt. – Er BAT um Entschuldigung (immerhin), da ihn Rückmeldungen zur „mißverständlichen Formulierung erreicht hätten“. Er „habe ausdrücken wollen …“ usw. . Ich denke, die zitierte Formulierung war gerade NICHT mißverständlich – sie war UNMISSVERSTÄNDLICH – anti-israelisch und anti-jüdisch -> und GENAU SO war sie auch gemeint. Ein schöner Pfarrer! Eine Art DC-Reflex, der tief blicken läßt. Aber eigentlich ist ja die freundliche Bischöfin Fehrs, Schoeler direkte Dienstvorgesetzte, unser Thema. Fehrs äußert sich fast im Wochen-Rhythmus zu allem und jedem auf Gottes schöner Welt – obwohl dies meines Erachtens nicht ihre Aufgabe ist. Ausgerechnet im Fall Schoeler schwieg die vielbeschäftigte Ratsvorsitzende vielsagend und beharrlich. So wurde der Fall Schoeler zu einem Fall Fehrs. Formulieren wir es in Anlehnung an ein berühmtes Bonhoeffer-Zitat: „Nur wer (auch) für die Juden schreit …“, – sollte auch sonst zu allem möglichen sonstigen Scheiss-Dreck ungebeten seinen Senf dazugeben! Ich fordere den Rücktritt von Frau Fehrs als EKD-Ratsvorsitzende und als Regional-Bischöfin des Sprengels Hamburg.
Das Titelbild ist so grandios, dass ich es über das Foto des Triumvirats (ein „vir“ ist eine Frau) über der Pressemitteilung auf der EKD Website von heute setzen musste: „Für eine Gesellschaft, die zusammenhält“.
Oben drei nasse Biber, darunter drei Pharisäer der EKD.
Zum Politischen Nachtgebet: Fulbert Steffensky, Ehemann von Dorothea Sölle: „Wir hatten das Gefühl, es passiert nichts in Fragen Vietnam. 1968 an Karfreitag haben wir deshalb einen Rundgang, eine Art Prozession, gemacht in Köln. Wir hatten ein großes Transparent mit den Worten ‚Vietnam ist Golgota’„ (fulbert-steffensky-wie-das-politische-nachtgebet-entstand). Amis raus aus Vietnam! Feindliche Moslems raus aus dem globalen Westen!
►Überblick über die EKD-Website:◄
♦Demokratie stärken
Die EKD tritt für Demokratie, Menschenwürde und Zusammenhalt ein. Angesichts gesellschaftlicher Polarisierung, eines erstarkenden Rechtspopulismus und bevorstehender Landtagswahlen beleuchtet die Themenseite „Demokratie und Kirche“ das Verhältnis von Kirche, Politik und Staat – geprägt von der Überzeugung, dass jedem Menschen als Ebenbild Gottes unantastbare Würde zukommt.
→Merkwürdigerweise kommt den Wählern und Mitgliedern der AfD in den Augen der EKD die Würde der Gottebenbildlichkeit nicht zu!←
♦Für eine Gesellschaft, die zusammenhält
Zum Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt äußern sich die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Heiner Wilmer, sowie der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Reverend Christopher Easthill, wie folgt:
„Wir nehmen zur Kenntnis, dass die AfD in Sachsen-Anhalt mit deutlichem Abstand die stärkste Partei wurde. Schlimme Befürchtungen sind wahrgeworden, aber das Ergebnis ist zu akzeptieren.
♦Kirchen in Sachsen-Anhalt in großer Sorge nach AfD-Wahlsieg
Die Kirchen in Sachsen-Anhalt haben sich nach dem Wahlsieg der AfD besorgt zur Zukunft des Landes geäußert.
♦EKM-Regionalbischöfin vor Landtagswahl: Kirche muss Rechtsextremismus entgegentreten
Mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt fordert EKM-Regionalbischöfin Bettina Schlauraff eine klare Haltung gegen Rechtsextremismus. Zugleich wirbt sie dafür, mit Menschen im Gespräch zu bleiben, die sich abgehängt fühlen.
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@Wilfried Düring:
Nach der “Grundordnung der EKD (GO-EKD)„, in der Bezug genommen wird auf die “Barmer theologische Erklärung„ vom 31. Mai 1934, muss man im besten Deutschland, das es jemals gegeben hat [©BP Spalter] gezielt suchen. Das war mal anders…