Gastautor / 23.08.2022 / 12:00 / Foto: Bildarchiv Pieterman / 53 / Seite ausdrucken

Zweigeschlechtlichkeit als „Letztwahrheit“

Von Uwe Steinhoff.

Ein Artikel im Spiegel behauptet, dass es keine Zweigeschlechtlichkeit gebe und derartige Aussagen eine „Letztwahrheit“ darstellten. Darf man eigentlich noch äußern, dass 1 und 1 gleich 2 ist?

Der Spiegel hat gerade einen weiteren transgenderideologischen Artikel veröffentlicht, und zwar unter dem Titel: „Geschlecht und kein Ende: Warum die transfeindliche Debatte einfach nicht verstummt.“ Den darunter befindlichen Kommentaren nach zu urteilen wird dieser Artikel von der Mehrheit der Spiegel-Leser als genau die argumentfreie Invektive betrachtet, die er ist. Ich hatte dem Spiegel angeboten, eine Replik zu schreiben, nicht zuletzt, da der Artikel diffamierend über eine Autorengruppe herzieht, der auch ich angehöre, aber keine Antwort bekommen (nicht das erste Mal). Offenbar müssen Spiegel-Leser – die sich ja schon jetzt den Belehrungsversuchen der Redakteure gegenüber so uneinsichtig zeigen – vor Argumenten der diffamierten Kritiker der Genderideologie auf Kosten journalistischer Fairness und Sorgfalt unbedingt geschützt werden.

Dies sieht natürlich auch der Autor des Artikels, Simon Strick so. (Dieser ist dem Spiegel zufolge ein Vertretungsprofessor für Kriminologie in Hamburg sowie Medienwissenschaftler und – wer konnte das ahnen? – „Genderforscher“ am Brandenburgischen Zentrum für Medienwissenschaften.) Er erklärt:

„Alle Großmedien, die in den vergangenen Wochen willig und komplizenhaft die Stichworte ‚Cancel Culture‘, ‚Translobby‘ und die Märtyrerfiguren des Anti-Gender-Populismus übernommen haben, helfen diesen Akteuren [gemeint sind Menschen, die Männlein von Weiblein unterscheiden können]: Sie geben ihnen Reichweite und Autorität für ihre Agitation.“

Philosophisch ist dieser Satz ein sogenannter performativer Selbstwiderspruch: Man widerlegt den Inhalt einer Behauptung durch den Akt ihres Behauptens (Paradebeispiel: „Ich schweige gerade“). Denn Strick suggeriert durch die Anführungszeichen, es gebe gar keine Cancel Culture und keine Translobby, betätigt sich aber als cancelfreudiger Lobbyist, indem er implizit Großmedien dazu auffordert, Kritiker der Genderideologie nur ja nicht zu Worte kommen zu lassen. Mit dem Ausdruck „komplizenhaft“ assoziiert er ein solches Zu-Worte-kommen-Lassen rhetorisch gar mit der Mittäterschaft an einem Verbrechen.

„Eine vermeintliche Letztwahrheit“

Nicht nur das hier zur Schau getragene Rechts- und Moralverständnis lässt vermuten, dass Strick möglicherweise nicht die Idealbesetzung für eine kriminologische Vertretungsprofessur ist (nein, ich will ihn nicht canceln, auch er soll, um mit Udo Lindenberg zu sprechen, seinen Schrott zum Vortrage bringen). Dafür sprechen auch seine mangelnden detektivischen Fähigkeiten. Denn bereits durch bloßes Googeln hätte er feststellen können, dass der sogenannte „Bundesverband Trans*“ ins Lobbyregister eingetragen ist. Und dieser Verein wendet sich mit einer Schar gleichgesinnter Verbände in einer Petition gegen namentlich genannte Personen, die angeblich zu oft in den Medien auftauchen (wie penetrant häufig und völlig unwidersprochen Sprecher des Bundesverbandes Trans gerade in den öffentlich-rechtlichen Medien auftreten, wird nicht erwähnt). Translobby? Cancel Culture? Aber nein, wo denken Sie hin …

Dabei fing der Artikel doch so vielversprechend an. So erklärt Strick:

„Es ist kein Zufall, dass sich im postfaktischen Zeitalter Diskussionen um gesellschaftliche Themen irgendwann auf vermeintlich sichere Letztwahrheiten berufen […], um verschiedenste politische Projekte zu rechtfertigen und im Namen des ‚common sense‘ zu etablieren. Mechanismen und Akteure der sozialen Netzwerke und mit ihnen konkurrierenden Leitmedien beflügeln beide die Sehnsucht nach gefühlten Wahrheiten.“

Fast hätte man meinen können, dass dies eine nur allzu berechtigte Kritik an der Ampelkoalition und ihrem transgenderideologischen Großinquisitor Sven Lehmann sein soll, der unaufhörlich die von einigen wenigen gefühlte Wahrheit „Transfrauen sind Frauen“ als vermeintlich sichere Letztwahrheit propagiert, und von seinen Internetschergen unterstützt hetzerisch und heuchlerisch seinerseits jedem Hetze vorwirft, der sich erlaubt, auf die Realität hinzuweisen. (1)

Doch natürlich stutzt man beim Begriff „common sense“. Nein, um Lehmann kann es hier wohl doch nicht gehen. Sondern:

„Eine vermeintliche Letztwahrheit, für deren Durchsetzung sich zurzeit viele Stimmen engagieren möchten, lautet so: ‚Die Biologie kennt nur zwei Geschlechter.‘“

Das alberne Mantra „Transfrauen sind Frauen“

Welch unfreiwillige Ironie. Dem sich eingangs vermeintlich über das „postfaktische Zeitalter“ Beschwerenden – passen die Fakten nicht. Die Zweigeschlechtlichkeit ist aber eine Tatsache, (2) keine bloße Meinung. Freilich keine „Letztwahrheit“. Ich habe – dem kriminalistischen Spürsinn unseres Autors ist das entgangen – ein ganzes Buch gegen „Letztbegründung“ und damit auch „Letztwahrheiten“ verfasst. Ich bin nämlich Fallibilist, und Fallibilisten zufolge könnten sich wissenschaftliche Thesen, auch wenn sie noch so gut begründet sind, als falsch herausstellen. Mehr noch, damit eine These überhaupt als wissenschaftlich gelten kann, muss klar angebbar sein, wodurch sie im Prinzip widerlegt werden könnte. Bei der biologischen These der Zweigeschlechtlichkeit ist das völlig klar: man müsste die Existenz eines dritten anisogametischen Keimzellentyps nachweisen. Das ist noch niemandem gelungen, und aus evolutionsbiologischen Gründen ist dies auch nicht zu erwarten.

Ganz gewiss nicht widerlegt wird die These allerdings durch irgendwelche Männer, die sich für Frauen halten; noch durch Störungen der geschlechtlichen Entwicklung („Intersexualität“), denn das Geschlecht definiert sich biologisch über die Keimzellen, nicht über Chromosomen, Verhaltensweisen, Gehirnstrukturen oder Hormone. Sowohl Transsexuelle als auch Intersexuelle sind lediglich Variationen innerhalb der nur zwei Geschlechter.

Aus diesem Grunde ist die folgende Aussage Stricks falsch:

„Die Debatte über ‚nur zwei Geschlechter‘ ist einer Diskussion vorgeschoben, die im Kern die Existenzberechtigung von trans* Personen und nichtbinären Menschen verhandelt – also Menschen, die im biologisch-absoluten Zweigeschlechtersystem nicht repräsentiert und diskriminiert werden.“

Ich hatte bereits andernorts darauf hingewiesen, dass derartige Aussagen, mit Verlaub, verdächtig nach paranoiden Wahnvorstellungen klingen. „Niemand kann trans* Personen das Recht auf Existenz absprechen“, sagt Strick voll tugendhaftem Pathos. Da hat er recht. Wenn er aber meint, dass das niemand kann, soll er gefälligst nicht verbrämt unterstellen, dass Vertreter der Zweigeschlechtlichkeit es tun. Denn natürlich sind Transpersonen in der Zweigeschlechtlichkeit ganz und gar „repräsentiert“; sie sind weiblich oder männlich. (Tatsächlich bestehen Transpersonen selbst darauf, sie irren sich lediglich manchmal darüber, welchem der beiden Geschlechter sie angehören – ich sage manchmal, weil es von Transgenderideologen aufs Übelste angefeindete Transsexuelle gibt, die sich über die biologischen Tatsachen völlig im Klaren sind und das alberne Mantra „Transfrauen sind Frauen“ zurückweisen).

Ebenso hysterischer wie verlogener Humbug

Und wenn „nichtbinäre Personen“ die auf YouTube (spät-)pubertierenden Wichtigtuer meint, die glauben, durch Auftragen oder Weglassen von Mascara biologische Geschlechtergrenzen zu durchbrechen, so sind auch diese weiblich oder männlich. (Die Zweigeschlechtlichkeit ist keineswegs exklusiv, sondern überaus inklusiv: Sie umfasst ausnahmslos alle Menschen). Sind hingegen Menschen gemeint, deren Körper auf die Produktion eines dritten anisogametischen Keimzellentyps ausgerichtet sind – nun, die sind in der Tat nicht repräsentiert, denn die gibt es nicht.

Aus denselben Gründen ist auch die folgende Aussage falsch, um nicht zu sagen, ebenso hysterischer wie verlogener Humbug:

„Ein so simples wie rigides System von ‚nur zwei Geschlechtern‘ auf die Unterschiedlichkeit von Menschen und Beziehungen aufzusetzen, bedeutet großen Aufwand. Es bedeutet auch Gewalt gegen alle Körper und Lebensmodelle, die den idealisierten Geschlechterrollen nicht entsprechen […]. Die unsägliche Debatte der letzten Wochen ist vor allem Ausdruck dieses Überwachungs- und Strafapparats: Das ‚Nur-zwei-Geschlechter-System‘ kontrolliert seine Grenzen.“

Wenn man nicht ohnehin schon gewusst hätte, dass „Genderforscher“ in der Regel nicht nur biologisch, sondern auch soziologisch inkompetent sind – hier hätte man eine Bestätigung. Denn Inkompetenz in beiden Bereichen ist nötig, um biologische Geschlechter mit Geschlechterrollen zu verwechseln. Die Zweigeschlechtlichkeit (it’s biology, stupid!) unter höheren Lebewesen, den Menschen eingeschlossen, muss man nicht „aufsetzen“; sie ist gegeben. Niemand muss neben Hennen oder Filmschauspielerinnen stehen, um zu verhindern, dass sich diese spontan – puff! – in Hähne oder Kerle verwandeln und so die Eier- oder Filmproduktion gefährden.

Geschlechterrollen sind keine Geschlechter

Die Gewalt gegen Körper geht vielmehr umgekehrt von den transgenderideologischen Ärzten und Kliniken aus, die Kinder im Rahmen einer vermeintlichen „Geschlechtsumwandlung“ sterilisieren und verstümmeln. Was also gewaltigen „Aufwand“ erfordert und selbst dann noch scheitert, ist nicht das Verbleiben im biologischen Geschlecht, sondern dessen „Umwandlung“. Genau diese Gewalt und die Sorge um das Kindewohl war übrigens einer der Hauptmotive für unseren Beitrag in der Welt und für das Dossier gegen die Falschberichterstattung des ÖRR über Biologie und Transsexualismus/Genderdysphorie. Wie berechtigt diese Sorge ist, zeigt sich daran, dass andere Länder gegen die „affirmative Therapie“ hart durchgreifen und die britische Genderklinik Tavistock geschlossen wird und sich auf eine Klagewelle gefasst machen kann.

Ebenso geht die Gewalt zudem von männlichen Straftätern aus, die sich, wie bereits vorgekommen, dank „Self-ID“ in Frauen umdeklarieren und in Frauengefängnissen weitervergewaltigen. Strick jedoch erklärt die Sorge, das sich der Transgenderideologie unterwerfende „Selbstbestimmungsgesetz“ könne Kinder und Frauen gefährden, kurzerhand zu einem „Fantasma.“ Vielleicht sollte er die von Tavistock „behandelten“ reumütigen Kinder und die von „Transfrauen“ vergewaltigten Frauen einmal fragen, wie die das sehen, bevor ausgerechnet er aus dem eigenen transgenderideologischen Phantasien heraus andere mit dem Stein der „Menschenfeindlichkeit“ bewirft.

Geschlechterrollen hingegen sind keine Geschlechter. Wir gestehen männlichen Bundestagsageordneten oder ÖRR-Mitarbeitern natürlich das Recht zu, sich gegenüber vermeintlichen oder tatsächlichen Geschlechterrollen nonkonformistisch zu verhalten und sich ganz nach Belieben und Geschmack „nuttige“ oder omahafte Kleider anzuziehen und zu verkünden, sie seien die schönsten Frauen der Welt. Freilich nehmen wir uns umgekehrt das Recht heraus, auf die biologische Tatsache hinzuweisen, dass sie eben keine Frauen, sondern Männer sind.

Ausdruck eines Überwachungs- und Strafapparats

Kurz, wir schreiben keineswegs Frauen oder Männern vor, sich gemäß irgendwelcher weiblichen oder männlichen Stereotype zu verhalten. Vielmehr sind es umgekehrt linksautoritäre Elemente, die uns, wie mit dem „Selbstbestimmungsgesetz“ vorgesehen, unter Androhung von Bußgeld vorschreiben wollen, die gestörte Selbstwahrnehmung solcher Personen als realitätskonform anzuerkennen – so wie der Parteischerge O’Brien in Orwells 1984 den Helden Winston dazu zwingen will zu sagen, dass zwei plus zwei fünf ist. Das ist Ausdruck eines Überwachungs- und Strafapparats.

Der Rest von Stricks Einlassungen besteht übrigens ganz einfach aus den transgenderideologischen Füllwörtern, die wir zu Genüge bereits vom Queerverausgabten, Entschuldigung, Queerbeauftragten kennen. „AfD-hafte Polemik“ blablabla, „rechts“ blablabla, „transphob“ blablabla, „menschenfeindlich“ blablabla, „ich bin ein linksautoritärer Transgenderideologe und habe ums Verrecken keine Argumente, so ein Mist aber auch“ blablabla.

Dass ich einem Linksautoritären übrigens wohl als „Rechtskonservativer“ erscheinen muss, ist nicht verwunderlich, denn während ich selbst die rechts/links-Dichotomie nur für bedingt nützlich erachte, gilt denen ja schon als „Rechter“, wer liberal-demokratisch ist – und in der Tat, die liberale Demokratie würde ich doch ganz gern „konservieren“, also bewahren. Zu der gehört auch Wissenschaftsfreiheit. Wer die ablehnt, ist kein liberaler Demokrat. Da aber Strick von „neutralen Fakten“ nur in Anführungsstrichen und zudem von der nur „sogenannten Wissenschaftsfreiheit“ redet, kann man sich schwer des Eindrucks erwehren, dass er vom Wesen der Wissenschaft nichts versteht und ihm an deren Freiheit so wenig liegt wie anscheinend an Kindeswohl und Frauenrechten. Das erklärt einiges.

 

Weitere Quellen

(1) So erklärt schließlich eine Gruppe von Frauen aus seiner eigenen Partei, dass „Sven Lehmann sein Amt missbraucht, um Frauen und Mütter als ‚menschenfeindlich‘ zu diffamieren und als ‚Faschos‘ zu bezeichnen.“

(2) Siehe etwa Jussi Lehtonen und Geoff A. Parker, „Gamete competition, gamete limitation, and the evolution of two sexes“, Molecular Human Reproduction 20(12) (2014), S. 1161–1168. Douglas J. Futuyma, Evolutionary Biology, Third Edition. Sinauer Associates, Sunderland 1998, S. 606: „ANISOGAMOUS organisms have large (eggs) and small (sperm) gametes, defining male and female sexual functions.“ Astrid Kodric-Brown and James H. Brown, „Anisogamy, sexual selection, and the evolution and maintenance of sex“. Evolutionary Ecology 1 (1987), S. 95-105, hier S. 98: „The essence of maleness and femaleness is the production of either small, mobile or large, nutritive gametes, respectively.“

Und hier die deutsche Biologin und Nobelpreisträgerin Prof. Christiane Nüsslein-Volhard: „… bei allen höheren Tieren und Pflanzen gibt es zwei Geschlechter. Beide produzieren Zellen, die nur der Fortpflanzung dienen, und Keimzellen genannt werden. Dabei sind die Eizellen, die schließlich in den Embryo übergehen, groß und unbeweglich, während die kleinen Spermienzellen in oft ungeheuren Überschüssen produziert werden. Die Produzenten der Eizellen werden weiblich, die der Spermien männlich genannt.“

Ebenso unterhaltsam wie lehrreich und leicht zugänglich ist der Blog der Entwicklungsbiologin Emma Hilton. Für philosophische Explikationen des biologischen Geschlechtsbegriffs siehe Alex Byrne, „Is Sex Binary? The answer offered in a recent New York Times opinion piece is more confusing than enlightening“, abgerufen am 27. April 2021; Tomas Bogardus, „How Our Shoes Can Help Explain the Biology of Sex“; Uwe Steinhoff, “Das Bundesverfassungsgericht und die geschlechtliche Identität: Auf den Leim gegangen,” Cicero (29. Okt. 2020). Siehe ebenso Steinhoff und Aglaja Stirn in der FAZ sowie Beiträge von Evolutionsbiologen im Cicero, in der BZ und im Standard. Überaus nützlich ist auch diese Zusammenstellung.

 

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Uwe Steinhoffs Blog.

Uwe Steinhoff ist Professor und Head am Department of Politics and Public Administration der Universität Hongkong. Er war Teil einer Gruppe von Wissenschaftlern und Ärzten, die im Frühjahr einen offenen Brief gegen Falschberichterstattung im öffentlich-rechtlichen Jugendprogramm zum Thema Transsexualität veröffentlicht hatten. Ebenso war er Mitautor eines dazugehörigen Artikels in der WELT, der eine Kontroverse auslöste. Seine gegenwärtige Forschung konzentriert sich auf die Ethik der Gewalt, die Natur von Rechtfertigungen, globale Gerechtigkeit, Einwanderung und das Recht auf Ausschluss. Ein weiteres Thema ist die Redefreiheit, für die er entschieden eintritt.

Foto: Bildarchiv Pieterman

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Leserpost

netiquette:

Karl Georg Lempenheimer / 23.08.2022

Kann jemand aussprechen, was ich nicht aussprechen möchte, wo und was man fühlt, wenn man sich als Mann fühlt? Und wie es sein kann, dass sich dies in seltenen Fällen nach Frau anfühlt? Mit dem „sozialen Geschlecht“ kann ich so wenig anfangen wie mit „sozialer Gerechtigkeit“. Das eine ist so wenig Gerechtigkeit wie das andere Geschlecht. „Sozial“ steht für Mildtätigkeit – die eine für den Geldbeutel, die andere für die Psyche.

Burkhard Mundt / 23.08.2022

Im Winter werden wir ganz andere Probleme haben ...

Elias Schwarz / 23.08.2022

Ja, ja, Trans*innende sind Frauen, die Erde ist flach, Einhorn ist das belibteste Haustier und im Jahr 2021 wir Hamburg unter Wasser verschwinden, weil Klima. Als nächstes versprechen die Grünninnen Wohlstand und Jobs.

Thomas Hechinger / 23.08.2022

Ein Volltreffer, dieser Artikel! Wahrhaftig, schnörkellos, mitleidlos. Mitleidlos aber nur mit den Betrügern der Gendersekte, nicht mit den betrogenen Frauen und Männern, mit den betrogenen Kindern, denen man schwerste Gewalt antut. Es wird der Tag kommen, wo jeder von uns gefragt werden wird: Du hast doch gesehen, was da abläuft, wieso hast du nicht deinen Mund aufgemacht, warum hast du geschwiegen, als Kinder einer völlig abartigen und offenkundig menschenfeindlichen Lehre wegen verstümmelt wurden? Herr Professor Steinhoff wird zu denen gehören, die nicht geschwiegen haben. Und wie es immer war, wird es wieder sein. Es wird viele geben: „Ich habe doch nichts gewußt. Nach außen hin habe ich geschwiegen, aber heimlich habe ich immer dagegen gekämpft. Ich habe doch nur getan, was mir befohlen wurde.“ Die Menschen sind wohl so. Sie waren so vor 10000 Jahren, sie waren so vor 80 Jahren, und sie sind heute wieder so. Oder um Herrn Broder abzuwandeln:  „Weil ihr immer noch so seid, wie ihr schon immer wart.“

Wilfried Cremer / 23.08.2022

Sehr geehrter Herr Steinhoff, die Hetze gegen das Prinzip der Zweigeschlechtlichkeit gehört zum Wesen der Kultur des Todes.

Birgit Hofmann / 23.08.2022

Jeder soll so leben, wie er will und glücklich ist. Allerdings, hätten meine Eltern, weiblich und männlich , nicht gevö.....t, könnte ich das hier nicht schreiben. Punkt. Wat für ein Gedöns.

Albert Pelka / 23.08.2022

Besonders erheben finde ich es immer , wie uns diese hysterisierten Ideologen, indem sie uns vom Grund her schon jedes Widersprüchswort gegen ihr sekten-bigottes “Genderwissen”, das öffentlichere wie das ganz private Kritische Sprechen als solches, mit der Bannkraft der Massenmedien unter ein lückenlosen Sprech-Tabu gestellt sehen wollen, so als ob unseren schlimm unterminierenden Sprechakten eine geradezu magisch Potenz innenwohne,  die es locker vom Hocker bewirkt, nur mithilfe von geäußerten Magischen Bös-Worten, hokuss-pukuss-fidibus, dass ein wahrhaft in seiner Genderindentität behaustes trans-Menschsein leibhaftig bis auf die cis-Knochen in und an sich faktisch-leiblich von uns und unseren Sprechakten dekonstruiert werde, als ob der Transmann allein wegen unserer Kritik gemeinerweise niemals Vollfrau sein könne. So, als ob etwa der obergemein empfunden Verhexungs-Satz , es gibt nur 2 Geschlechter, einem Transmann doch tatsächlich seine gendergewissen Ovarien wegnähme und er darum allein eben niemals als richtig gebärende Frau Anerkennung finden würde. Dieser an sich lustige , aber eben imbezile Hang des Gender-Gagas,  die eigenen Dummbabb-Sprechakte wie die unseren, die endlich Kritik mit ins Spiel bringen,  mit imaginierter,  monströs potenter Magie atavistischsten Ausmaßes aufzuladen, gilt übrigens für den gesamt Dünnpfiff-Dunstkreis der WOKENESS-Religiösen. Es herrscht da nämlich durchgängig ein magischen Denken.

Ralf.Michael / 23.08.2022

Nochmal für die Dummen : Es gibt nur 2 Geschlechter ! Und nur diese 2 Geschlechter können sich fortpflanzen. Andere, auch mit dem Oberbegriff ” Freaks ” bezeichnet (damit man leichter versteht um Wen und Was es sich handelt) können dies halt nicht. Daher ist jede weitere Diskussion obsolet. Von mir aus können Sie sich nennen wie sie wollen, da Sie in der Minderzahl sind, werden Sie eine Weltherrschaft nie erreichen !!

Rolf Lindner / 23.08.2022

Eigentlich ist es ganz einfach: Sowohl physische (körperliche) als auch psychische (mentale, geistige) Intersexualität sind das Ergebnis hormonell bedingter sexueller Entwicklungsstörungen, die beim Menschen eigentlich ausschließlich während der Schwangerschaft auftreten. Eine Entwicklungsstörung kann man selbst mit einem verfassungsrichterlichen Beschluss nicht hinweg ideologisieren. In der westlichen und anderen aufgeklärten Teilen der Welt will fast niemand Betroffenen das Existenzrecht und das Recht, auf ihre Art zu leben, streitig machen.  Umso unverständlicher und verwerflicher ist, dass gerade Genderideologen als Vetreter rotgrüner Ideologie überhaupt, beteiliegt sind, die Immigration von Menschen zu begrüßen, zu fördern und zu verstärken, die genau das denken und tun, was sie verlogener Weise ihren politischen Gegnern vorwerfen, nämlich das Existenzrecht psychisch Intersexueller zu bestreiten. Geht es noch schizophrener? Ich selbst finde diese Doppelmoral, die insgesamt charakteristisch für rotgrüne Ideologie ist, einfach nur ekelhaft.

Thorsten Gutmann / 23.08.2022

Heute (23. Aug.) bei Reitschuster in dem Beitrag von Klaus Kelle kann man auf einem Foto folgendes Plakat sehen, auf dem in Großbuchstaben “Euer Gender-Scheiss interessiert in Wolgast keine Sau! Hier gibt es nur Jungs, Mädchen, Mann und Frau!” steht. Da sich der “Vorfall” in einem Fußballstadion abgespielt hat, fühlte sich der knieschwache DFB ob dieser Dreistigkeit natürlich angesprochen, kickte ein und pfiff sofort ein Prüfverfahren an. Also keine Sorge, alles ist im devotwoken Bereich.

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