
“grünes denken”???? OXIMORON!!!... ;-)
Fast jede Kulturleistung des Menschen besteht in einer Emanzipation von der uns umgehenden Natur, die zumindest für den Menschen lebensfeindlich ist. Die wenigsten Kinder würden auch nur einen Tag überleben ohne Hilfe. Ein Blick auf den Globus und die Größenordnungen zeigt schon die Bedeutungslosigkeit des Menschen. Die Natur braucht unseren Schutz nicht, wir jedoch Schutz vor der Natur und ihren Gewalten. Wir scheitern an ein paar Zentimetern Schnee im Dezember, glauben aber, das Wetter entscheidend beeinflussen zu können. Seit dem Turmbau zu Babel war der Größenwahn des Menschen nie gewaltiger und damit selbstzerstörerischer.
Das Thema sind Interessen- und Verteilungskonflikte zwischen Bevölkerungsgruppen, für die Öko nur ein Vorwand ist um auf Kosten Anderer zu profitieren und gesellschaftlich besser gestellt zu werden. Diese können nicht offen ausgetragen werden, weil die Haupttreiber die grossen Bevölkerungsgruppen mit einer hohen Präferenz für Einkommengarantien sind (Alte, Frauen), die Andere über Statuszuweisungen und ständische Versorgungswerke (Ehe, Krankheit, Rente) für sich einspannen und die Politik ihre Vorstellungen umsetzen lässt. Das funktioniert, weil die meisten Leute Öko noch mit der Korrektur rücksichtsloser Verschmutzung in Verbindung bringen, während es für die genannten Gruppen und den Staat um etwas ganz Anderes geht. Erst wenn der Konflikt selbst das Thema wird, kommen die Dinge in Bewegung.
Da bin ich ja beruhigt! Umweltvergiftung und -vermüllung, Ressourcenverknappung, Raubbau, Artensterben, Flächenversiegelung und Überbevölkerung sind alles nur Einbildungen geisteskranker Menschen.
Grundsaetzlich teile ich die Kritik an der Kritik, bei der immer eine Art Verständnis oder Zustimmung mitschwingt, sehr deutlich bei den interessanten Narrativen zum sogen “Klimawandel”, ansatzweise und zu Beginn auch bei “Corona” und nur von falschen Wegen oder Ueberteibungen die Rede ist. Damit bleibt nicht nur der Weg zur “Koalition” eröffnet, was ein Ziel ist, sondern wird jeder, der hier “anders” unterwegs ist zum Feind. Das sind dann nicht etwa die Gruenen, egal was sie veranstalten, sondern ihre Gegner ( von “rechts”). Dessenungeachtet wuerde ich, und so verstehe ich konservativ, den Erhaltungsaspekt nicht nur auf Tradition und Kultur, auf das Eigene und die Bestände beziehen, sondern auch auf Umwelt und Natur, ohnehin kaum davon trennbar. Uebrigens auch ein Grund, natuerlich nicht der einzige, das, was das Kartell veranstaltet, ausnahmslos abzulehnen, denn da passiert exakt das Gegenteil. Insoweit ist der, wenn auch schwach ausgepraegte, Schlenker gegen die AfD leicht deplatziert. Der Erhalt von Landschaften, Fauna und Flora ist keine gruene Angelegenheit, ganz im Gegenteil, erst recht keine moralische sondern eine konservativ/ humanistische, die etwas mit der menschlichen Existenz zu tun hat. Alles Aspekte, die fuer die Gruenen bekanntlich bestenfalls irrelevant, eher sogar schädlich sind. Aber auch diese durchaus existentielle Erkenntnis reicht fuer die meisten nicht, um die Opposition zu waehlen. Nebenbei : Hypermoral ist keine Moral, denn Moral ist per se nicht steigerbar, ohne die Qualitaet zu verändern. Übermut ist auch nicht besonders viel Mut und Feigheit nicht besonders viel Vorsicht. Das sollte man wissen. Der Verdacht, dass hier aber die offenbar nicht auszuraeumende Zuschreibung von “Moral” auch bei den Kritikern der gruenen Kmehrn mitschwingt, ist leider begruendet. Ihre totalitaeren Vorgänger schafften das nicht ganz so überzeugend. Sie waehlten die fuer die grundsaetzlich problematische Masse schlechteren Narrative.
Man sollte das Kind jetzt nicht mit dem Bade ausschütten. Niemand hat etwas gegen Naturschutz, niemand will die Umgebung derart hemmungslos verpesten wie es damals die DDR getan hat. Ich denke aber, die technologische Entwicklung trägt nicht nur zu höheren Erträgen bei, sondern auch zu umweltschonenden Verfahren. Das klassische Beispiel sehe ich in der neuen CRISPR-Gentechnik= resistente Sorten ersparen Pestizide
Grün&Dumm; geht mit Klimaschutz und CO2-Reduzierung moralisieren und alle anderen machen da mit. Dabei baut dieses ganze Gebäude auf unzutreffenden Annahmen auf: CO2 ist in der aktuellen Konzentration in der Atmosphäre gar nicht schädlich, wünschenswert wäre eine doppelt so hohe Konzentration. Das CO2 beeinflusst nicht die mittlere Temperatur weil es in der Vergangenheit umgekehrt war (steigende Temperatur verbessert CO2-Gehalt), warum sollte sich dies plötzlich geändert haben? Der einzige Grund für CO2 Emisionsionsminderungen ist Sparsamkeit im Umgang mit natürlichen Ressourcen - aber da haben wir aktuell in Deutschland mit der Transformationspolitik das glatte Gegenteil. Wenn die Fehlannahmen des Klimaaktionismus bewusst werden, bricht das ganze Moralgebäude zusammen wie ein angestochener Luftballon. Deshalb ist es wichtig auf das nicht vorhandene Fundament des Klimagerettungsbäudes hinzuweisen - damit hat sich alles andere erledigt.
Am Dasein und Verhalten eines Bandwurmes, einer Filzlaus oder eines Plasmodiums ist moralisch und ethisch auch nichts Verwerfliches oder Verdammenswertes. Es ist diesen Lebensformen halt von der Natur so vorgegeben. Trotzdem gehen sie halt mit dem kaputtgespielten Wirt zusammen zugrunde, werden mittels Medizin ausgemerzt oder sterben aus Mangel an Wirten. Anders als unsere Mitlebewesen haben wir Menschen die geistige Kapazität und einen Willen, unser Verhalten zu hinterfragen, gegebenenfalls anzupassen und zu ändern. Damit könnten wir (zumindest theoretisch) auch adäquat in einem verträglichen Gleichgewicht leben.
Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.