Während Washington von fortgesetzten Verhandlungen mit Teheran spricht, erzählen Angriffe und Gegenangriffe rund um den Persischen Golf eine andere Geschichte. Präsident Donald Trump spricht davon, die neueste Fassung eines Abkommens zu überarbeiten, doch die USA nehmen militärische Einrichtungen auf einer iranischen Insel an der Mündung der Straße von Hormus ins Visier, die eine Rolle bei der Behinderung des Schiffsverkehrs spielt. Separat greift Teheran Kuwait an und behauptet, einen Gegenschlag gegen einen nicht genannten US-Stützpunkt geführt zu haben.
Die derzeitige Lage ähnelt nicht länger einem Waffenstillstand. Zunehmend gleicht sie einer Reihe von Scharmützeln, die einer größeren Konfrontation vorausgehen. Washington verkündet weiterhin, Teheran sei begierig auf ein Abkommen, doch aus Iran kommt Pessimismus, begleitet von scharfer, feindseliger Rhetorik.
Irans Chefunterhändler Mohammad-Bagher Ghalibaf, Sprecher des Islamischen Parlaments, veröffentlichte am 1. Juni 2026 einen Beitrag, in dem es hieß: „Die Seeblockade und die Eskalation der Kriegsverbrechen im Libanon durch das völkermörderische zionistische Regime sind eindeutige Beweise für die Nichteinhaltung des Waffenstillstands durch die USA. Jede Entscheidung hat ihren Preis, und die Rechnung wird fällig. Am Ende wird sich alles fügen.“
Das US-Zentralkommando beschrieb seine Maßnahmen am 1. Juni als defensiv: Die maßvollen und gezielten Schläge hätten am 30. und 31. Mai als Reaktion auf aggressive iranische Handlungen stattgefunden, darunter der Abschuss einer US-Drohne vom Typ MQ-1, die über internationalen Gewässern operiert habe.
„Unzusammenhängende mysteriöse Explosionen“
Ein iranischer Analyst in Teheran sagte jedoch gegenüber Fararu: „Ein Krieg, der seine Ziele nicht vollständig erreicht, wird unweigerlich erneut geführt werden.“ Diese Einschätzung spiegelt die Haltung iranischer Gegner der Islamischen Republik sowie vieler ausländischer politischer Akteure wider, die Trump drängen, „die Sache zu Ende zu bringen“.
Medien der Islamischen Republik berichteten zudem über mehrere scheinbar unzusammenhängende mysteriöse Explosionen im ganzen Land, die jeweils auf „Gaslecks“ zurückgeführt wurden. Dieselbe Erklärung war bereits vor dem 40-Tage-Krieg für ähnliche Vorfälle so häufig verwendet worden, dass die Bevölkerung „Gaslecks“ zu einem Alltagswitz machte. Eine Karikatur aus jener Zeit zeigte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu als Wartungsarbeiter eines Gasunternehmens, der an Türen klopft.
Am 31. Mai berichteten Iran International und Fox News, Präsident Masoud Pezeshkian habe dem Obersten Führer Mojtaba Khamenei seinen Rücktritt angeboten und sich darüber beschwert, dass die Islamischen Revolutionsgarden seine Aufgaben übernommen hätten und alle Regierungsfunktionen vollständig kontrollierten. Es ist unklar, ob Khamenei selbst noch die Kontrolle ausübt, nachdem er bei der Bombardierung des Anwesens seines Vaters im Eröffnungsschlag der US-israelischen Luftkampagne am 28. Februar 2026 verwundet oder getötet worden sein soll. Sollte die Rücktrittsgeschichte zutreffen, hätte Pezeshkian seinen Rücktritt denselben Personen angeboten, die im Namen Mojtabas sprechen.
Iranische Funktionäre und Teheraner Medien haben den Rücktritt dementiert, und der Präsident selbst hatte noch einen Tag vor Veröffentlichung der Geschichte seine Bereitschaft und Verpflichtung zum Dienst bekräftigt. Nicht viele Analysten haben Vertrauen in den Bericht geäußert, doch solche Gerüchte kursieren inmitten der Verwirrung um das Rätsel der Führung in Teheran.
„Lasst uns die Atombombe bauen, wenn ein Demokrat im Amt ist“
Während die Trump-Regierung von vernünftigen Funktionären spricht, die in Teheran hervortreten, und behauptet, „das Regime habe sich verändert“, sagte Mohsen Hashemi, eine sogenannte Reformfigur und Sohn des früheren Präsidenten Hashemi Rafsanjani, folgendes darüber, was das Regime tun solle: „Wir sollten sicherstellen, dass dieser ‚wütende Bulle‘ Iran in den verbleibenden zwei Jahren seiner Amtszeit keinen weiteren Schaden zufügt. Trump wird nicht für immer Präsident der Vereinigten Staaten bleiben. … Es ist besser, jetzt ein Abkommen zu schließen. Später können wir verkünden, dass wir dieses Abkommen unter Trumps ungerechtem Druck unterzeichnet haben …“
Saeed Ghasseminejad, ein enger Vertrauter des früheren Kronprinzen Reza Pahlavi, antwortete: „Im Regime verläuft der Kampf offen zwischen jenen, die die Atombombe bauen wollen, solange Trump Präsident ist, und jenen, die sagen: Lasst sie uns bauen, wenn ein Demokrat oder ein isolationistischer Republikaner im Amt ist.“
Die wachsende Kluft zwischen Washingtons Optimismus und Teherans Rhetorik deutet darauf hin, dass die beiden Seiten möglicherweise nicht von denselben Annahmen ausgehen. Während militärische Zwischenfälle anhalten und iranische Funktionäre offen Vorbereitungen für eine künftige Konfrontation treffen, lautet die Frage nicht länger, ob Gespräche stattfinden, sondern ob sie ein dauerhaftes Abkommen hervorbringen können, bevor die Ereignisse die Diplomatie überholen.
Mardo Soghom war drei Jahrzehnte lang Journalist und Redaktionsleiter bei Radio Free Europe/Radio Liberty, wo er bis 2020 die Iran- und Afghanistan-Dienste betreute. Zudem war er Chefredakteur der englischsprachigen Website von Iran International. Dieser Text erschien zuerst hier beim Middle East Forum
Ich bete zu Gott, dass in der Wüste der Sand knapp wird. Noch hat er mir kein Zeichen gegeben, aber ich vertraue ihm. Man wird die Wüste zum Sinn der Welt erklären, zur Zahl 42, auch wenn es keiner begreift. Sand-Entnahme und Sand-Nutzung wir streng reglementiert werden. Aus der Not heraus, weil sonst die Seevölker hereingrechen, die das Wasser anbeten. Briten hauptsächlich. Die Zahl der Sandkommisare und freiwillige inoffizielle Sandschützer wird explodieren. Sanddiebe werden hingerichtet werden und es wird Abzeichen geben. aus Aluminium, für jeden, der ein Sandkorn gerettet hat. Bis dann. etwa 2100 der ganze Zirkus aprupt enden wird, durch den freiwilligen Hungertod der letzten Sandkämpfer. Sie werden dann „Letzte Generation“ genannt, von den Überlebenden des Sandkrieges. Und alle Trump-Denkmäler aus Sand auf Sand gebaut, werden durch Xi-Denkmäler ersetzt werden. Hallejula!
Aber eins wird niemals passieren: Dass in das Amt ein wirklicher Demokrat kommt. Bestenfalls ein UnserDemokrat. Meine Gebeine werden dann ruhen, wo auch immer. Und niemand wird sich an mich erinnern. Und das ist gut so. Weil sie doch nur Hass können. Mit mir hat das nichts zu tun.
„Istwan Grüner / 02.06.2026
Sehr erheiternd, wie Trump zu Beginn des Iran-Krieges sogar damit angab, keine Verhandlungspartner mehr zu finden, weil fast die gesamte iranische Staatsführung ermordet worden war.“ – Mit dieser außergewöhnlich klugen Art der Kriegsführung – die israelischen Strategien folgt – hat Trump immerhin erreicht, daß nun die Macht im Iran auf kompetente Militärs übergegangen ist. Wahrscheinlich hatte man in Israel und den USA geglaubt, daß sich das iranische Volk nach einem Statthalter aus dem Westen sehnt, wenn erst die Mullahs tot sind. Nun, das war wohl nicht so.
Schon nach den Midterms, wenn der US Präsident den Senat nicht mehr hinter sich hat, ist die Sache gelaufen.Die Mullahs müssen die Zeit nur aussitzen und wissen das auch.
Sehr erheiternd, wie Trump zu Beginn des Iran-Krieges sogar damit angab, keine Verhandlungspartner mehr zu finden, weil fast die gesamte iranische Staatsführung ermordet worden war.
Man stelle sich das einmal anders herum vor: stünden die USA zu Friedensverhandlungen bereit, wenn der gesamte Kongress plus das Weiße Haus weggebombt worden wären? Ich glaube, viel mehr als einen Stinkefinger könnte man da nicht mehr erwarten.
Trump sollte im Falle des Nahen Ostens mehr auf Netanyahu und die Israelis hören.
Ohne selbst im Pentagon zu sitzen und auch ohne Zugriff auf Geheimdienstinfos, war mir klar, dass keine Abmachung mit Iran gut ist solange die Nuklearkapazität weiterhing besteht. Verträge mit Iran oder Russland sind das Papier nicht wert. Absichern und vollendete Tatsachen schaffen.
Der Nimbus der Wunderwaffe Drohne hat nach der Zerstörung von mindestens 24 großen MQ-9 Drohnen über dem Iran wohl erheblich gelitten. Daß langsam fliegende Objekte für einen Gegner mit Raketenluftabwehr eine leichte Beute sind, war allerdings seit dem Abschuß von Powers über der Sowjetunion vor 66 Jahren bekannt. Auch bekannt war, daß man in Krieg geostrategische Fakten besser nicht ignoriert. Etwa 1500 Km mißt die Küstenlinie des Iran zwischen Pakistan und dem Irak. Damit von dort kein Unheil ausgeht, müßte man die bis in vielleicht 300 Km Tiefe besetzen. Aber nach allem, was man weiß, haben die Iraner bist heute noch nicht eine Anti-Schiffsrakete aus ihrem großen Arsenal abgeschossen. Eher nicht, weil sie es nicht wollen, sondern weil sie es gar nicht brauchen.
Sehr geehrter Herr Mardoyan, niemand kann einen richtigen Krieg gegen den Iran führen, außer in der Theorie, Rußland, vorgetragen über das Kaspische Meer. Weder kommen Armeeeinheiten einer Koalition über den Zagros, noch durch die zwar flache, aber extrem heiße Wüste im Süden. Der Iran ist zudem 3x so groß, wie die Ukraine. Da sind quasi 1k KM Front nur ein Fliegenschiß. Der Westen ist für solch einen Krieg viel zu pleite & beseitzt keine Kampftruppen in adäquater Zahl, die Konsequenz aus 2 desaströsen Alliierten Weltkriegen & einer quasi-sozialistischen Ökonomie im Westen. Andererseits würde ich anstelle des Regimes in Teheran nicht darauf wetten, daß die Dems in absehbarer Zeit wieder einen Präsidenten stellen. Die klügste innenpolitische Nummer in den USA wäre, wenn Trump kurz vor den Midterms zurücktritt. Ansonsten sorgt die von nun aus weitere instabile Lage der Straße von Hormus & der exorbitante KI-Rohstoff- & Energiebedarf über die nächsten Jahre dafür, daß keiner auf dem Planeten mehr politisch an Rußland vorbeikommt. Da kotzen selbst die Chinesen.