Die Hütte scheint im Willy-Brandt-Haus zu brennen. Die SPD-Umfragewerte sinken bedrohlich gegen 10 Prozent, dabei sind Wagenknecht und Maaßen noch gar nicht richtig aus den Startlöchern gekommen.
Die Tage vom 20. Januar 2024 bis heute scheinen doch in der Geschichte der Bundesrepublik, sagen wir es vorsichtig, bemerkenswert gewesen zu sein. Der Beschluss von Hans-Georg Maaßen, die Werteunion als Partei zu etablieren, ging fast in der großen Demonstrationswelle gegen Rechts unter. Die Bauernproteste, die in den vergangenen Wochen noch die Gazetten gefüllt hatten, fielen der Vergessenheit anheim.
Allerdings wollen wir hier einen kleinen Einschub mit unserer Schraubermathematik machen: Gehen wir davon aus, dass tatsächlich eine Million Demonstranten auf der Straße waren, so konnte das grün-linke Milieu in Deutschland ungefähr ein Siebtel seines Wählerpotenzials mobilisieren. Bei circa 60 Millionen Wählern, umgerechnet auf etwa 12 Prozent Potenzial in den letzten Umfragen, ergibt das Pi mal Daumen 7 Millionen wahrscheinliche Grünenwähler. Also war die Zahl der Demonstranten und des beteiligten „juste milieus“ etwa ein Siebtel dieses Wählerreservoirs. Traktoren, Lastwagen und Handwerker wurden eher nicht gesichtet.
Interessanter aber sind einige Nachrichten zur Lage der einst stolzen Arbeiterpartei SPD: Marcus Giebel schreibt im „Merkur“ am 22. Januar an prominenter Stelle: „Neue Umfrage-Klatsche für Scholz: SPD halbiert – Wagenknecht-Partei erstmals dabei.“
Und weiter, „Der Spiegel“ vom 19. Januar:
„SPD am Abgrund. Die Ersten rücken vom Kanzler ab. Die SPD erlebt einen beispiellosen Absturz. In der Partei schwindet zu Beginn des Superwahljahrs die Hoffnung, dass der Kanzler die Lage noch drehen kann. Halten die Genossen an Olaf Scholz fest? Hartnäckig hält sich das Gerücht von einem vielleicht bevorstehenden Kanzlerwechsel.“
Das Oberbayerische Volksblatt OVB meldet, ein Beispiel unter vielen, am 21. Januar: „Planspiele in der SPD: Möglicher Kanzler-Tausch nach drohenden Wahl-Debakeln.“
Wer kommt noch auf einen Listenplatz?
Fassen wir zusammen: Die Hütte scheint im Willy-Brandt-Haus zu brennen. Die Umfragewerte sinken bedrohlich gegen 10 Prozent, und Wagenknecht und Maaßen sind noch gar nicht richtig aus den Startlöchern gekommen. Im wilden Osten droht Unbill bis zur Rasur durch die 5-Prozent-Klausel, in vielen westlichen Bundesländern beobachtet man ein unaufhaltsames Absinken in die Bedeutungslosigkeit.
Vor Jahren habe ich mal geschrieben, die SPD würde wohl, wie einst Westerwelle, ein Projekt 18 auflegen. Das scheint heute schon ein nicht mehr zu erreichendes Ergebnis zu sein. Was heißt das nun parteiintern: Die zu vergebenden Posten und Mandate dürften sich zumindest halbieren, ebenso die Zuwendungen aus Wahlkampferstattungen, Mitgliederbeiträgen und dergleichen. Das dürfte schon jetzt und im kommenden Jahr immer mehr zu einem parteiinternen Hauen und Stechen führen: Wer kommt noch auf einen Listenplatz und darf seine Privilegien und Pfründe behalten, die ja unaufhaltsam dahinschmelzen?
Die Partei dürfte für junge Einsteiger, die eine politische Karriere planen, zunehmend unattraktiv werden. Nur zum Plakatekleben wird sich kaum jemand hergeben, der nach oben will. Und wird ein möglicher Wechsel zu Pistorius den Karren aus dem Dreck ziehen? Auch der kommt mit finanziellen Wünschen für seine Bundeswehr daher, die den Kuchen, der an die SPD-Stammklientel zu verteilen ist, erheblich schmälern dürfte. Wir prognostizieren: Da dürfte mancher sich noch an die goldenen Zeiten von Gasgerd erinnern. Also Ende, Gelände wenn nicht ein Wunder geschieht. Aber wie das aussehen soll, wissen auch wir nicht.
Hubert Geißler stammt aus Bayern und war Lehrer für Kunst/Deutsch/Geschichte. Er schreibt diese Serie zusammen mit seinem Bruder.
Bernhard Geißler gehört zu den sogenannten Fachkräften und Technikern, also zum gut ausgebildeten Teil der produktiven Arbeiterschaft, hier kurz „Schrauber“ genannt. Der arbeitet viel, kommt aber selten zu Wort, was diese Serie ein wenig wettmachen will.
Beitragsbild: Pixabay
Anstatt wieder zur „stinknormalen“ Politik zurückzukehren, keift diese SPD hysterisch gegen „rechts“, will eine erstarkende Oppositionspartei verbieten lassen, will inländische Wähler kaufen und ausländische „importieren“, alles zum Schaden des einst gut funktionierenden Rechtsstaats Bundesrepublik Deutschland. Für vernünftige Menschen ist diese SPD unwählbar und mit den Stinkefingern auf die AfD zu zeigen könnte sich schnell als Rohrkrepierer erweisen, wenn man nicht nur dem nachgeht, was die jetzige Regierung an Ungeheuerlichkeiten verzapft, sondern noch weiter zurückgeht. Ich habe es oft genug erwähnt. Als ehemaliger SPD-Wähler -lang, lang ist das her- frage ich mich, was das für Mitglieder sind, die so etwas zulassen und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass in dieser ehemaligen Arbeiterpartei noch viele richtige Arbeiter ihre Heimat sehen.
Ach was, alle anderen Parteien (außer vllt. die Grünen) werden einfach verrrbotten.
Die SPD wurde gewissermaßen gerade neu gegründet und ich würde das keinesfalls unterschätzen ,
da die Bevölkerung auch weiterhin über alle Maßen „geschröpft“ wird . Vielleicht sollte ich in diesem
Zusammenhang noch ‚mal daran erinnern , daß man rechts auch immer gern, solange es geht, auf dem hohen Ross sitzt . Ein Grund , warum es soviel gefährlichen Islam in diesem Land gibt . Immer aus Berechnung daneben gelegen, doch gut und gerne damit gelebt . Und immer große Pläne , – aus denen
allerdings nie etwas wurde .
Zwar war mir der Begriff „Arbeiterpartei“ für die SPD schon immer zu markig, bei den „Arbeitern§ sich dieser jedoch verfangen hat – wird angesichts dieser desaströsen Politik auch nie wieder zurückzugewinnen sein.
Welche Erfolge hat Hr. Pistorius erreicht? Mir fällt keiner ein. Frau von der Leyen hat wenigstens Panzer für Schwangere aufgebaut. Nach wie vor gibt es keine intersexuellen Generäle. Die Bundeswehr ist immer noch keine Bunte Wehr. Ich fühle mich unwohl von dieser Bundeswehr beschützt zu werden. Die spd enttäuscht auch hier.
Ich hatte mir das vorige Woche schon mal angesehen. Das „SPD-Problem“ löst sich demografisch. Nach Statista sind 55 % der SPD Mitglieder 61 Jahre und älter. Die Vermutung liegt nahe, gleiche Alterstruktur bei den Wählern.
Die österreichische Sozialdemokratie befindet sich im derselben Zustand. Sie sind nur noch ein ideologisches Anhängsel der Grünen. Das hat mit Sozialdemokratie nichts mehr zu tun. Statt eine Kehrtwende zu machen verstärken sie die Parolen, die bisher in den Abgrund geführt haben. Die große sozialdemokratische Bewegung geht in Schande unter. Sie ertrinkt freiwillig im linksextremen, kommunistischen Sumpf, den sie in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts noch klarsichtig als die große Gefahr neben dem Faschismus erkannt hat.