Kürzlich hörte ich die Prognose eines Philosophen, Elon Musk werde sicher in spätestens fünf Jahren einen Frauenroboter auf den Markt bringen, der die Bedürfnisse von Männern viel besser erfüllt als echte Frauen: Sie bleiben immer schön und schlank, interessieren sich für alles, worüber Männer reden wollen, sie sagen niemals Nein zu Sex und im Zweifel haben sie einen Ausschaltknopf. Der Traum jedes verheirateten Mannes. Nur gebären können sie nicht, sollte der Mann doch Wert auf einen Stammhalter legen. Es braucht also zumindest einen echten weiblichen Körper für das Gebären.
Deswegen zum Einstieg eine Frage: Wäre es für alle Beteiligten nicht viel besser, man würde lieber für hirntot erklärte Frauen als Brutkästen zur „Leihmutterschaft“ benutzen als solche, die noch bei Bewusstsein sind? Medizinisch ist durch ein tragisches Beispiel bereits bewiesen worden, dass hirntote Frauen erfolgreich eine bestehende Schwangerschaft noch austragen können und dabei ein gesundes Kind auf die Welt kommt. Könnte man nicht einfach jede Frau ermutigen, statt nur einer üblichen Organspende einer „Ganzkörper-Spende“ nach ihrem Tod zuzustimmen und damit die bestehenden ethischen Bedenken ausräumen, wenn man nicht hirntote Frauen zum Fremdgebären als Leihmütter benutzt, die dann alle emotionalen und körperlichen Risiken tragen?
Eine künstlich beatmete und ernährte Gebärmaschine
Hirntote Frauen sind da die Lösung und optimal in vielerlei Hinsicht: Nicht nur, dass sie nicht widersprechen und kein Honorar in Anspruch nehmen, man kann mit ihnen auch körperlich gefährlichere Prozeduren durchführen, um die Wahrscheinlichkeiten von Geburten zu erhöhen, und bis zu vier Embryonen gleichzeitig einpflanzen. Wenn sie dann Fehlgeburten haben oder einige der Embryos wegen Krankheit oder falschem Geschlecht wieder „reduziert“ werden müssen, wie man Abtreibung in der Fachsprache nennt, macht ihnen das alles gar nichts aus, denn sie sind ja juristisch und medizinisch betrachtet sowieso längst schon tot und werden nur noch von Maschinen am Leben erhalten.
Eine künstlich beatmete und ernährte Gebärmaschine. Man muss den künstlichen Brutkasten nicht erst erfinden, er liegt schon da. Ist das nicht großartig, wenn der Körper einer Frau auch nach ihrem Tod noch nützlich sein kann? Und dann geschlechtergerecht!
Das Ganze wäre auch aus feministischer Perspektive deutlich gerechter, weil man in naher Zukunft wahrscheinlich auch hirntote Männer als Gebärmaschinen nutzen kann. Die Transplantationsmedizin arbeitet bereits daran, ganze Gebärmütter nicht nur erfolgreich in Frauen, sondern bald auch in Männerkörper transplantieren zu können. Damit wäre auch endlich Gebärgerechtigkeit eingekehrt und die leidige Reproduktionsarbeit der Menschheit bliebe nicht mehr länger nur bei den Frauen hängen. Endlich eine 50:50-Geschlechter-Quote im Kreißsaal.
Dieser Vorschlag zu den hirntoten Leihmüttern stammt von der britischen Philosophieprofessorin Anna Smajdor, die an der Universität von Oslo Medizinische Ethik lehrt. Sie brachte zu Beginn des Jahres 2023 empörte Schnappatmung in den weltweiten Diskurs der Leihmutterschaft, jedenfalls bei jenen, die ihren detaillierten Beitrag, der in einem renommierten Fachmagazin veröffentlicht wurde, nicht als das verstanden, was er war: eine zynische Überspitzung der Thematik, um das Grauen, aber auch die Machbarkeit zu demonstrieren, wenn man erst bereit ist, sich auf den Pfad der Verwertung und Nutzung des menschlichen Körpers zu begeben.
Smajdor griff nach eigener Auskunft die im Gegenzug leider sehr ernst gemeinte Idee einer israelischen Kollegin aus dem Jahr 2000 auf, die damals ohne großen Aufschrei in der Fachwelt vorgeschlagen hatte, die ganze Sache nicht mit hirntoten Frauen, sondern mit Wachkoma-Patienten durchzuführen. Samenspende, Eizellspende, Embryonenspende, Organspende, Ganzkörperspende – es ist wie eine logische Reihe. Wie lange kann man eigentlich so einen Körper mit Maschinen am Leben erhalten und immer wieder neu befruchten? Wie viele Eizellspenden kann man ihm entnehmen?
Wenn durch Machbarkeit Auslöschung droht
Als der Milliardär Elon Musk gemeinsam mit zahlreichen namhaften Forschern im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) im Frühjahr 2023 alle führenden Forschungseinrichtungen der Branche zu einem freiwilligen Entwicklungsstopp von sechs Monaten aufforderte, erschien das zu Recht vielen Menschen plausibel. Die Begründung war, dass das unkontrollierte Potenzial dieser Technologie derart gefährlich sei, dass sie ohne Begrenzungen und Regulierungen den Ausbruch von Weltkriegen und ein baldiges Ende der Menschheit provozieren könnte. Der grundsätzliche Gedanke dahinter: Wir dürfen nicht alles, was wir können, weil wir uns sonst selbst vernichten.
Millionen Menschen verfolgten im selben Jahr in den Kinos weltweit die Geschichte des Atombomben-Entwicklers Robert Oppenheimer, der das zerstörerische Potenzial seiner Erfindung auch erst im Nachhinein in seiner ganzen Entsetzlichkeit erkannte.
Die ständig weiterwachsenden Möglichkeiten der Reproduktionsmedizin stellen den Menschen längst vor dieselbe Herausforderung. Auch hier droht im Namen des Fortschritts die Vernichtung. Fatal kommt hinzu, dass die Entwicklung der Technik weit schneller voranschreitet als die Fähigkeit des Menschen, die neuen Optionen zu reflektieren. Wir machen alles, was wir können, greifen tief in das Erbgut des Menschen ein, modifizieren, Endziel künstlicher Uterus und eine maschinelle Babyproduktion vom Band, um die Frau endlich von der Bürde des Gebärens zu emanzipieren. Welch großer Erfolg für die Frauenbewegung, oder? Aldous Huxley würde nicken, das hatte er schon einmal durchgedacht.
Ein Experiment am offenen Herzen der Menschheit
Entsprechend befinden wir uns längst in einem medizinischen und gesellschaftlichen Experiment, bei dem am offenen Herzen operiert wird und keiner mehr weiß, wer hier eigentlich Patient und wer der Arzt ist. C. S. Lewis formulierte es in seinem Buch „Die Abschaffung des Menschen“ („The Abolition of Man“) so: „Was wir des Menschen Macht über die Natur nennen, erweist sich als eine von wenigen mithilfe der Natur über andere ausgeübte Macht.“ („What we call Man’s power over Nature turns out to be a power exercised by some men over other men with Nature as its instrument.“)
Mit einer Erweiterung: Die Ambition, die Natur zu beherrschen, hat sich auf den Menschen ausgeweitet. Wenn es kein Land mehr zu erobern, kein Tier mehr zu erbeuten und keinen Menschen zu unterdrücken mehr gibt, muss der Mensch sich selbst beherrschen. In diesem Fall sich und seine menschliche Natur, die nun aber dummerweise von der eigenen Körperlichkeit nicht zu trennen ist. Ohne Körper kein Bewusstsein. Entsprechend wird der Versuch der Selbstbeherrschung des Menschen, die Vollendung seiner absoluten Autonomie aktuell dann als erfolgreich definiert, wenn man es geschafft hat, die eigene Biologie zu überwinden. Zuerst wurde die Natur dekonstruiert, jetzt der Mensch.
Erfolg tritt ein, wenn man die eigene Fruchtbarkeit verneinen oder erzwingen kann. Wenn man das eigene Geschlecht ablehnen, neu definieren und mit Skalpell und Hormonen in eine neue künstliche Form zwingen kann. Ich bin das, als was ich mich identifiziere.
Dekonstruktion der Blutsverwandtschaft
Wer es gerne theologisch haben will: Es ist natürlich eine Auflehnung gegen Gott, den Schöpfer. Indem der Mensch sein Geschaffensein als Kreatur, als göttliches Geschöpf nicht annimmt, sondern selbst zu seinem eigenen Schöpfer wird. Wer an die natürliche göttliche Ordnung und an das glaubt, was Papst Benedikt XVI. als „Ökologie des Menschen“ beschrieb, wird jetzt schon ahnen, dass diese Nummer nicht gut ausgehen wird.
Die viel diskutierte Gender-Theorie ist das beste Beispiel dieses menschlichen Zwergenaufstandes gegen den göttlichen Riesen. In dieser konstruierten Regenbogen-Welt kann jeder alles sein. Die Trennung der Biologie vom Begriff der Familie ist eine logische Fortsetzung queerer Gendertheorien, die die biologische Disposition zur Definition von Geschlecht bereits für irrelevant erklärt und durch individuelle „Identifikation“ von Geschlecht ersetzt haben. Der Mensch erschafft sich nun selbst und wählt die Rollen seines Lebens. Und wenn heute jeder eine Frau sein kann, dann kann auch jeder eine Mutter oder ein Vater sein – oder diese Rollen im Laufe seines Lebens wechseln.
Hat man die Definition von Mutter und Vater erst einmal erfolgreich vom Vorhandensein genetischer Blutsverwandtschaft abgekoppelt, stellen sich noch mehr Fragen: Warum sollte Elternschaft überhaupt auf zwei Personen begrenzt sein? Wären drei oder vier Elternteile nicht sogar besser? Neue Reproduktionstechnologien und ihre kontinuierliche Weiterentwicklung durch Embryonenforschung, Präimplantationsdiagnostik, Klonen, Eizellspende und Leihmutterschaft träumen nicht mehr nur von Kindern aus künstlichen Gebärmüttern – sie experimentieren bereits mit ihnen.
Um dieses Konzept umzusetzen, ist eines jedoch zwingend notwendig: die bewusste Umdeutung der Definition von Verwandtschaft von einer Blutslinie hin zu juristischen Begrifflichkeiten. Die Weichen sind bereits gestellt. Die deutsche Rechtsprechung spricht inzwischen offen von der „rechtlichen Zuordnung“ statt von der Abstammung eines Kindes, wenn es um die Frage geht, wer Eltern des Kindes sind. Doch wenn nicht mehr die Abstammung, sondern Verträge die Grundlage von Familie bilden, führt dies zu einer Loslösung des Menschen von seiner Herkunft. Was als Selbstbestimmung, Fortschritt oder gar Nichtdiskriminierung dargestellt wird, erweist sich in der Praxis als eine wachsende Identitätskrise entwurzelter Menschen.
Gleichzeitig wollen alle doch irgendwie „Familie“ sein. Auch so ein überstrapazierter Begriff, dessen Definition auch in einem Swingerclub noch funktioniert: „Alles kann, nichts muss.“ Patchworkfamilien, Alleinstehende mit Kindern aus Leihmutterschaften, Co-Parenting-Modelle, polygame Beziehungen, queere Beziehungsformen, offene Beziehungen oder „Friends with Benefits“ – immer mehr moderne Lebensentwürfe beanspruchen ebenfalls die Bezeichnung „Familie“, losgelöst von genetischer Abstammung oder auch nur von Blutsverwandtschaft oder gar der zeitlichen Kontinuität über Generationen hinweg. Niemand möchte von diesem vermeintlich modernen Familienhappening ausgeschlossen sein; jeder versucht, seine eigene Form von Familie zu konstruieren.
Fragmentierung des Produktionsprozesses
Ist Familie also erst einmal verbal reduziert zum Produkt menschlicher Konstruktion, wird das Kind dazu passend ebenfalls konstruiert und produziert. Sagt es das Wort Re-Produktion nicht schon selbst? Ist der Mensch also im Zuge dieser künstlichen Reproduktion von einem individuellen Geschöpf zu einem Produkt reduziert worden, kann der Produktionsprozess beliebig fragmentiert werden.
Wagen wir das Gedankenexperiment: Wer ist die Mutter? Wenn ein Kind durch eine Eizellspende aus Spanien und eine Samenzelle einer anonymen Samenbank aus Dänemark von einer bulgarischen Leihmutter ausgetragen wird, um dann von einem lesbischen Paar aus den USA adoptiert zu werden: Wer ist die Mutter?
Galt noch vor 2.000 Jahren das gute römische Sprichwort „Mater semper certa est“, ist hier die Mutterschaft in eine genetische, eine biologische, eine soziale und eine rechtliche Mutterschaft aufgespalten. Verwandtschaft nicht durch Gene, sondern durch Verträge, was wieder eine Frage aufwirft: Warum sollte man den Vertrag dann nicht auch kündigen können?
Bei Leihmutterschaft kann man das jedenfalls schon heute. Kunden treten zurück vom Geschäft, wenn das Produkt nicht ihren Qualitätsansprüchen genügt. Wenn das fasche Geschlecht, die falsche Hautfarbe produziert wurde oder das Objekt körperliche und geistige Mängel aufweist, obwohl es doch sehr teuer in der Anschaffung war. Optimierung hin zum perfekten Baby ist hier keine Frage von Ethik, sondern von Qualitätsgarantien der Produzenten. Manche Agenturen geben gar eine Garantie bis zum zweiten Lebensjahr des Kindes. Geht es „kaputt“, bekommt man ein neues.
So, wie im Zuge der Leihmutterschaft die Definition der Mutter aufgespalten wird, verlangt das System vom produzierten Kind analog die Aufspaltung seiner Zuneigung. Seine Empfindungen wie etwa Zugehörigkeit soll es gefälligst auf jene projizieren, die wir ihm als Eltern rechtlich zuweisen.
Fazit: Den „Gender Trouble“, den Judith Butler einst ausrief, um eine Befreiung des Menschen von seiner Geschlechtlichkeit zu proklamieren, zerstört weit mehr als nur die innere Sicherheit, ob ein Mensch sich nun als Mann oder als Frau betrachtet. Faktisch führt es bereits heute zu einer jungen Generation in einer wachsenden Generationskrise, die nicht mehr weiß, wer sie ist, an wen sie sich binden soll oder an wie viele, ob sie sich fortpflanzen soll und, wenn ja, mit wem.
Sie führt heute bereits dazu, dass Frauen auf ihre Gebärfunktion reduziert werden, dass Fruchtbarkeit ausgebeutet wird und Kinder wie Objekte auf dem Weltmarkt gehandelt werden. Bleibt die Frage: Ist das also Fortschritt? Macht es den Menschen frei, autonom, unabhängig und selbstverwirklicht? Oder endet er nicht vielmehr als seelischer einsamer Krüppel mit einem Roboter neben sich auf der Couch, der ihn dann später zu Tode pflegt?
Dieser Beitrag erschien zuerst in englischer Sprache bei Statement.
Foto: „Junior“ ist eine US-amerikanische Science-Fiction-Komödie aus dem Jahr 1994. Die Hauptrollen spielen Arnold Schwarzenegger, Danny DeVito und Emma Thompson. Der Film handelt von Alex Hesse, einem österreichisch-amerikanischen Wissenschaftler, der sich bereit erklärt, mithilfe des neu entwickelten Medikaments eine Schwangerschaft als Mann zu durchlaufen.

Was die Eingriffe in die Genetik anbelangt: Der Körper ist aus meiner Sicht ein Fahrzeug, mit dem man sich durch s Leben bewegt. Wenn die Wissenschaft in der Lage ist, die gröbsten Schnitzer auszubügeln – und davon gibt es mehr als genug – ist das per se für mich keine dämonische Fehlentwicklung. Viele genetisch beeinträchtigte Mitmenschen erleben nur Dank zahlreicher medizinischer Eingriffe ihr 3., 4. oder 5. Lebensjahrzehnt (z.B. Down-Syndrom). Es ist daher ein wenig scheinheilig, wenn man gleichzeitig das Bestreben verteufelt, diese Chromosomenanomalie von vorne herein auszuschliessen. Die Glorifizierung von Leid und Behinderung nützt i.d.R. den Glorifizierenden…nicht den Leidenden.
Die Büchse der Pandora ist bereits weit geöffnet. Die Gefahr, daß der Westen in einem beispiellosen , dekadenten gesellschaftlichen Schlamassel versinkt, ist gegeben. Unsere „Eliten“ werden es schon richten.
Danke, liebe Frau Kelle, für diesen so wichtigen und aufrüttelnden Beitrag, der Aspekte anspricht, die mit Sicherheit bei dem Thema Leihmutterschaft nicht jedem präsent sind.
Die Diskussion um die FIFA ist verwandt: Machbarkeit der Geldvermehrung. Den wunderbaren Sport weitegehend kaputtgemacht. Trink- aka Werbepausen, die keiner will, Spieler nicht, Fans nicht, Tore, die erst durch VAR angesehen werden, Massenstadien. Sie tragen den Krug zum Brunnen, bis er bricht. Eines Tages wird sich nur noch eine Minderheit damit befassen. Ticketpreise: Oberschicht und Kriminelle. Du bleibst auf der Couch. Tipp: Finales lohnen sich nicht. Lassen wir Mrs. Kardashian und Co hingehen. Aber Fakt ist. Der Sport der einfachen Leute (ich kenne noch den Steiger und sein Schalke) wurde ihnen weggenommen.
@ H Hotz: „Es ist immer viel vom “Wir„ die Rede, aber das sind nicht wir, die diese Entwicklung anstoßen, fördern oder gar wollen, sondern das ist nur eine kleine durchgeknallte degenerierte Clique, die wir aus Trägheit und Bequemlichkeit (noch) dulden.“ Genauso ist es. Eine Clique mit Kohle. Die ganz klar mit mehr Einfluss verbunden ist. Leider.
@ K. Schönfeld
Das glückliche Kind hat dann fünf Eltern, um die es sich kümmern muss, wenn die pflegebedürftig werden.
Made my day
Wenn ich Frau Kelle lese, muss ich ab und zu zu Pantoprazol greifen, aber nicht wegen Birgit Kelle.
Wenigstens sind wir den Maskenpolitiker los. Immerhin. Danke CDU, ausnahmsweise – sonst gibt es nicht viel zum Bedanken. Was bei der Diskussion nie bedacht wurde: 45 und 46 Jahre. Kinder sind wirklich bestraft mit zwei alten Eltern.
Toll geschrieben, Frau Kelle. Wird es nicht eine Gegenbewegung geben eines Tages, wenn halbwegs erwachsene Kinder eine Leere in sich bemerken, weil die Mutter fehlt? Der Vater ist wichtig, aber wichtiger ist zweifelsohne die Mutter, meistens schöner, weicher, oft bessere Singstimme, kuscheliger, manchmal gar klüger, oft mehr bereit zum Basteln, Spielen. Die Frage ist doch, werden sie revoltieren? Was, wenn sie anders werden? Wenn der heterosexuelle Sohn von zwei Schwulen eine Freundin hat, aber die will nicht zu ihm nach Hause kommen? Was, wenn die beiden nicht einverstanden sind, dass der Sohn oder die Tochter hetero sind? Aber vor allem das erwachende tiefe Verlangen, seine Mutter zu kennen? Man beachte Prince Harry, der seine Mutter kannte, aber den Verlust nicht verarbeiten konnte. Was, wenn das Christentum beginnt, auf die Barrikaden zu gehen und mit Maria die Ur-Mutter und Mutter Aller revitalisiert werden kann, was dann? Glaubt denn niemand, dass von allen, die artefiziell entstanden sind, keiner einer fundamentalen unheilbaren Leere begegnete, die sie ja andeuten mit dem Roboterbild? Oh weh, was in manchen Gehirnen wuchert. Ray Kurzweil ist auch dabei.