Annegret Kramp-Karrenbauer ist in der heutigen Wahl zur neuen Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung gewählt worden. Sie tritt damit die Nachfolge des langjährigen Vorsitzenden Norbert Lammert an. Kramp-Karrenbauer setzte sich mit 28 zu 21 Stimmen gegen Günter Krings durch. Die frühere Bundesverteidigungsministerin und Saarländische Ministerpräsidentin war bei der Wahl um den Vorsitz der CDU-nahen Stiftung gegen Krings angetreten, der vom CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz unterstützt wurde. Anwesend waren 50 stimmberechtigte Mitglieder der parteinahen Stiftung. Dass der Wunschkandidat von Friedrich Merz, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Union im Bundestag nicht das Rennen machte, wird als erneute Demütigung des CDU-Vorsitzenden und Bundeskanzlers angesehen. Merz musste damit erneut eine herbe Niederlage einstecken.
Erstmals zwei Kandidaten für den Stiftungsvorsitz
Eine Kampfkandidatur um diese Position hatte es in der 70-jährigen Geschichte der Stiftung zuvor noch nicht gegeben. Es ist für die CDU ungewöhnlich, dass sich zwei Kandidaten aufstellen lassen, da solche Personalien vorher in der Partei geklärt werden. Damit hat die Partei in der Vergangenheit ihre Geschlossenheit demonstriert. Auch die Wunschkandidatin der ehemaligen Kanzlerin Angela Merkel, Annette Schavan, konnte sich 2017 als mögliche Nachfolgerin für den Vorsitz der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung nicht durchsetzen. Ihre Bewerbung führte zu einem parteiinternen Machtkampf, nachdem aufgrund ihrer Plagiatsaffäre die politische Karriere der Ex-Ministerin belastet war. Trotz der Unterstützung durch Angela Merkel zog sich Schavan nach Widerstand und öffentlicher Debatte von der Kandidatur zurück. Das wurde als Beginn des Machtverlustes von Merkel in der CDU gewertet. Auch Friedrich Merz wird aus dieser Wahl als Vorsitzender der CDU geschwächt hervorgehen, obwohl es sich um kein politisch bedeutendes Amt sondern eher um eine symbolische Position handelt.
Beitragsbild: Claude Truong-Ngoc CC BY-SA 3.0 via Wikimedia Commons
Merz kann es einfach niemandem recht machen – noch nicht mal den eigenen Genossen.
Kramp-Karrenbauer. Unvergessen ihr Scheitern als Verteidigungsministerin und vor allem ihr Lapsus, CDU-Parteifreunde irrtümlich mit „Liebe Sozialdemokraten“ begrüsst zu haben. Wobei Letzeres bestens zum aktuellen Anbiedern der CDU/CSU an die SPD passt. Freudsche Fehlleistung oder sie war ihrer Zeit schlichtweg voraus. Und: immer wieder erstaunlich, welche Pöstchen auch nach politischen Misserfolgen stets noch erreichbar sind.
Ich habe zu den ganzen Stiftungen da ein gaaanz dummes Gefühl, Die werden bald aus Sparmassnahmen und Kostengründen eliminiert :o((
Tief gefallen, diese schwarz-bunte Polit-OK.
Da machen die schon interne Wettbewerbe um den Ungeeignetsten beim Besetzen der bandeninternen Ganovenposten.
Nun ja, Adenauer hat sich als Büroleiter ja auch einen der besten Nazi-Rassengesetzbastler an Land gezogen.
Sehr gut. :-) Bin kein Fan von ihr, aber gönne Merz die Niederlage aus vollem Herzen. :-)
„Die ehemalige SPD-Kandidatin für das Bundesverfassungsgericht, Frauke Brosius-Gersdorf, hat das Scheitern ihrer Wahl scharf kritisiert. In einem ZDF-Jahresrückblick sprach die Juristin von einem Angriff auf die liberale Demokratie und machte Kampagnen, Medien und fehlende Geschlossenheit innerhalb der Union verantwortlich.“
Die Nörgelfrau steckt geistig im Mittelalter fest. Die hat die Reformation verpaßt, wie die Tagesschau mit ihren Attacken auf das Christentum die Uhr auch zurückdrehen will.
Die ist sich für nichts zu schade und auch noch verfassungsfeindlich, denn „Geschlossenheit“ zu fordern, ist auf dem Grundgesetz verboten! Der Abgeordnete ist zu nur seinem Gewissen verpflichtet. Und da fiel Brosius-Gersdorf durch.
Die Frau steht für politische Zwänge, um so seinen Willen durchzuboxen, denn Geschlossenheit ist nicht nur eine radikale Forderung, die führt direkt in die radikalisierte Gesellschaft, wie man unschwer feststellen kann. Merkel hatte diese despotische Unsitte aus der DDR-Diktatur mitgebracht. Seitdem wird die Demokratie unter Hauen und Stechen begraben.
Auch das noch! Hoffentlich tut er sich nichts an. Ich erwarte, daß die Redaktion diese dramatische Zuspitzung an die „Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention“ (DGS) meldet!