Eine ungewöhnliche Biografie erlaubt immer auch einen ungewöhnlichen Blick – sowohl auf das Leben im Allgemeinen als auch auf gesellschaftliche Probleme im Speziellen. Einen solche ungewohnte Perspektive nimmt der Unternehmer und Autor Nickolas Emrich in seinem aktuellen Buch „Der Preis unserer Toleranz – Warum innere Sicherheit die neue soziale Gerechtigkeit ist“ ein. Bekannt für libertäre Positionen, argumentiert er darin für eine neue „Law-and-Order“-Politik in Deutschland. Diesem scheinbaren Widerspruch begegnet er damit, dass er innere Sicherheit einerseits als Grundvoraussetzung für individuelle Entfaltung und (wirtschaftliche) Freiheit begreift.
Andererseits besteht für Emrich Chancengleichheit gerade auch darin, dass nicht der Geldbeutel oder der Wohnort darüber entscheidet, ob man auf offener Straße Gewalterfahrungen macht oder nicht. Damit münzt er das sozialdemokratische Wohlstandsversprechen auf originelle Weise zu einem Argument für mehr innere Sicherheit um. Die Möglichkeit zu sozialem Aufstieg erscheint wenig glaubhaft, sofern den Betroffenen die Grundlage – ein sicheres Umfeld – fehlt. Vor diesem Hintergrund kritisiert Emrich die heutige SPD dafür „ihren Fokus verloren zu haben“ und nicht mehr „die Belange der arbeitenden Bevölkerung in den Mittelpunkt“ zu rücken.
Mit 39 Jahren blickt Emrich bereits auf ein vielfältiges Berufsleben zurück: Nach seinem Jura-Studium war er als Franchise-Unternehmer im gastronomischen Bereich tätig, danach absolvierte er bei der Berliner Polizei ein Studium als Polizeikommisaranwärter und war anschließend auf der Wache am Alexanderplatz sowie als Ausbilder an der Polizeiakademie tätig. In der Folge veröffentlichte er mehrere Sachbücher, darunter den Bestseller „Gier nach Privilegien: Warum uns die Politik in eine Sackgasse führt“, in dem er 2024 den ausufernden und ineffizienten Staatsapparat kritisierte.
Kürzlich erfüllte Emrich sich nach eigenen Angaben einen Kindheitstraum, indem er sich zum U-Bahn-Fahrer ausbilden ließ. Da der gebürtige Berliner als Ausbildungsstandort seine Heimatstadt wählte, dauerte es natürlich nicht lange, bis er einschlägige Berufserfahrungen sammelte. Bald stapelten sich die Anekdoten aus dem chaotischen Alltag der Berliner Verkehrsbetriebe derart, dass er beschloss, entgegen seiner ursprünglichen Absicht das vorliegende Buch zu verfassen. Denn nirgends sah er sich mit dem Verfall der inneren Sicherheit derart konfrontiert wie als Fahrer der Berliner U-Bahn:
„Interessanterweise nahm ich während meiner Ausbildung und späteren Tätigkeit als U-Bahn-Fahrer eine weit ausgeprägtere Sittenlosigkeit wahr als während meiner Zeit bei der Polizei. Das mag daran liegen, dass man bei der Polizei Verstöße ahndet und somit auch Erfolgserlebnisse hat. Im Fahrdienst bei den Verkehrsbetrieben lernte ich eine andere Perspektive kennen. Mich traf die Wucht der Respektlosigkeit völlig unvorbereitet – ohne in der Lage zu sein, dies in meiner Rolle direkt zu sanktionieren.“
„Eine milde Justiz bestraft ironischerweise insbesondere die Schwächsten der Gesellschaft“
Bei Delikten wie der Zerstörung von Scheiben, dem Missbrauch der Notbremse oder auf Gleisen zum nächsten Bahnhof flüchtenden Schwarzfahrern wurde meist nicht einmal die Polizei alarmiert, laut Dienstanweisung sollen Fahrer beobachtete Straftaten lediglich per Funk melden, aber nicht weiter eingreifen. Zivilcourage sei schließlich nicht versichert. Für den ehemaligen Polizisten Emrich ein unbegreifliches Passivitätsgebot.
Im Kontakt mit seinen Kollegen machte er zudem die erstaunliche Beobachtung, dass diese kaum mit ihrem eher schmalen Gehalt haderten, sondern an erster Stelle den Verlust ihrer eigenen Sicherheit am Arbeitsplatz durch randalierende Fahrgäste sowie der schwindenden Sicherheit ihrer Kinder durch aggressive Mitschüler beklagten. Nickolas Emrich schließt daraus:
„Denn was nützt die von der Gewerkschaft ausgehandelte Lohnerhöhung, wenn Kindern die Aufstiegschancen genommen werden, weil sie verängstigt in die Schule gehen und dadurch kaum etwas lernen? Insofern ist auch die innere Sicherheit ein bedeutsamer Teil gesellschaftlicher Chancengerechtigkeit.“
Der Libertäre Emrich, der nach eigenen Angaben „aus sogenannten einfachen Verhältnissen“ stammt, gesteht an dieser Stelle seine grundsätzlichen Sympathien für die klassische Sozialdemokratie. Schließlich habe diese in der Vergangenheit den Aufstieg der „kleinen Leute“ überhaupt erst ermöglicht, indem sie flächendeckende Bildung gewährleistet, aber auch stabile Wohlstandsperspektiven durch beispielsweise den Kündigungsschutz eingeführt habe. Von diesem „gewaltigen Fundament“ habe sich die SPD heute jedoch weit entfernt, wenn ihre Jugendorganisation lieber „Debatten über Pronomen“ und Quotenregelungen führt. Doch ohne ein sicheres Umfeld sei jedes Aufstiegsversprechen wertlos. Denn: „Die Umstände, unter denen man aufwächst (Plattenbau oder Villa in bevorzugter Wohngegend) und die Wahl des Verkehrsmittels entscheiden in erheblichem Maße mit darüber, ob man Opfer von Gewalt wird oder nicht. Eine milde Justiz bestraft ironischerweise insbesondere die Schwächsten der Gesellschaft.“
„Am Ende ist Kriminalität auch eine Charakterfrage“
Als wirksames Mittel gegen den Anstieg von Gewalttaten, der sich ein ums andere Jahr auch in unseren Kriminalitätsstatistiken niederschlägt, sieht Nickolas Emrich eine konsequente „Nulltoleranz-Politik“ gegenüber Straftaten. Als Vorbild dient ihm hier vor allem die New Yorker Kriminalitätsbekämpfung der 1990er Jahre unter Bürgermeister Rudolph Giuliani. Diesem gelang es, innerhalb weniger Jahre die Kriminalitätshochburg „The Big Apple“ in eine „der sichersten Großstädte der westlichen Welt“ zu verwandeln. Der Schlüssel lag in der konsequenten Ahndung auch kleiner Delikte – etwa durch die Festnahme von Schwarzfahrern – um somit auch größere Verbrechen zu verhindern. New York verzeichnete in der Folge einen radikalen Einbruch der Mordrate. Kritiker bemängelten zwar polizeiliche Übergriffe im Zuge dieser „Law-and-Order“-Politik, dennoch sei die Reform „ein beispielloser Befreiungsschlag“ gewesen.
Dass im Westen und gerade in Deutschland ein harter Umgang mit Straftätern typischerweise verpönt ist, führt Emrich auf eine falsche Täterzentrierung zurück. Durch Über-Psychologisierung und die Annahme, dass bestimmte Lebensbedingungen einen Menschen zwangsläufig zum Kriminellen machen müssen, herrsche die gängige Auffassung, dass unterm Strich nicht der Täter, sondern „die Umstände“ schuld gewesen seien. Einer konsequenten Strafverfolgung sei damit automatisch der Nährboden entzogen: „Ein Rechtssystem, das die Empathie für den Täter über die Schutzbedürftigkeit des Opfers stellt, verlässt den Boden der Gerechtigkeit.“
Der Resozialisierungsgedanke ufere in Strafverfolgungsbehörden aus, der Aspekt der Strafe und der Schutz der Allgemeinheit vor den Tätern rücke in den Hintergrund. „Unrecht durch die Hintertür der Biografie“ sei bei diesem falschen Täter-Mitgefühl an der Tagesordnung. „Hier sollten wir uns die Freiheit nehmen, als Gesellschaft und vor allem als Opfer zu sagen: Dein Hunger, deine Herkunft und vor allem dein Alter interessieren mich nicht“, so Emrich. Daher plädiert er für ein Absenken der Strafmündigkeit unter 14 Jahre, um jugendlichen Intensivtätern zu begegnen. Und fügt kurz darauf hinzu:
„Denn am Ende ist Kriminalität auch eine Charakterfrage. Viele Menschen nehmen an, Armut führe zu Kriminalität. Ich kann diesem deterministischen Ansatz nichts abgewinnen. Meine These ist, dass es genau andersherum ist: Der schlechte Charakter führt zu Problemen im Leben. Die Gesellschaft wird diese Individuen aber nicht zum Besseren bewegen, indem sie lediglich die Konfrontation vermeidet.“
Bei voranschreitender Lektüre, die von Seite zu Seite treffende Zustandsbeschreibungen und sinnvolle Gegenmaßnahmen offenbart, kommt man nicht umhin sich zu fragen, wie dem pragmatischen Emrich bei seiner Fallanalyse ein zentraler Punkt der Misere entgangen sein sollte. Ungefähr bei der Hälfte des Buches scheint er dann endlich die Gedanken des Lesers zu erahnen: „Ein Thema, das in diesem Zusammenhang oft wie ein Elefant im Raum steht, ist die Migration. Hier gilt es, eine ehrliche Balance zu finden: Statistiken sind weder links noch rechts zu bewerten, sondern geben Fakten wieder.“
Demnach ist im Vergleich zum Jahr 2013 „die Anzahl der Straftaten von 11- bis 13-jährigen migrantischen Kindern um 628 Prozent gestiegen, während die Gewaltkriminalität unter im Ausland geborenen Siebtklässlern einen Anstieg von 2.325 Prozent verzeichnet“. Bei den Gewaltdelikten liege der Schnitt „bei 163 Tatverdächtigen pro 100.000 Einwohner, während Syrer mit 1.740 und Afghanen mit 1.722 Tatverdächtigen jeweils das Zehnfache aufweisen“.
Dass jedoch auch und gerade Migration mit einem „Law-and-Order“-Durchgreifen händelbar wird, untermauert Emrich am Beispiel des Fürstentums Monaco: Das Land weise einen „Ausländeranteil von etwa 80 Prozent und dennoch eine Kriminalitätsrate auf, die praktisch bei null liegt“. Monacos Strategie schildert Emrich als gleichermaßen konsequent wie simpel: Migranten müssten vor einer Einreise grundsätzlich ihre „ökonomische Eigenständigkeit“, außerdem einen „lückenlosen Lebenslauf sowie ein polizeiliches Führungszeugnis für alle erwachsenen Familienmitglieder“ nachweisen. Darüber hinaus haben im Fürstentum schon kleinere Delikte die Ausweisung zur Folge.
Schwarzfahren als Indiz für weitere Straftaten
Der zentrale Vorschlag Nickolas Emrichs, um die Kriminalitätsrate zu senken und die innere Sicherheit zu verbessern, klingt zunächst wie eine Milchmädchen-Rechnung: Man solle Straftaten auch als solche bestrafen und nicht als „unbedeutende Gesetzesverstöße“ abtun: „Denn wenn eine Handlung nicht schwerwiegend genug ist, um eine staatliche Reaktion zu rechtfertigen, sollte man den entsprechenden Straftatbestand abschaffen.“ Wenn also etwa Schwarzfahren nicht sanktioniert wird, öffnet man demnach buchstäblich Tür und Tor für größere Verbrechen. An dieser Stelle meint man zunächst die persönliche Abrechnung eines frustrierten U-Bahnfahrers durchschimmern zu sehen.
Doch anhand zweier Morde und einem weiteren Todesfall durch eine Gewalttat, die sich in Zügen ereigneten, beweist Emrich, dass die kriminelle Energie, die sich bei vermeintlichen Bagatelldelikten ausdrückt, durchaus ein Indiz für die Bereitschaft zu Straftaten gegen das Leben sein kann: Der Totschläger des Zugbegleiters Serkan C., der in Luxemburg lebende Grieche Ioanni V., war am Tattag im Februar dieses Jahres bereits wegen verbal aggressiven Verhaltens aus einem französischen Schnellzug TGV in Kaiserslautern verwiesen worden, bevor er sein Opfer in einem Regionalexpress zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland bei einer Fahrscheinkontrolle totprügelte. Das noch nicht rechtskräftige Urteil lautet auf Körperverletzung mit Todesfolge.
Und auch der berüchtigte Messermord an der 17-jährigen Ann-Marie Kyrath und ihrem 19-jährigen Freund Danny P. im Januar 2023 im Regionalzug zwischen Kiel und Hamburg wäre womöglich zu verhindern gewesen. Der Asylant Ibrahim A., ein staatenloser Palästinenser, war bereits wegen Körperverletzung und Diebstahl inhaftiert gewesen und erst kurz bevor er zwei Morde beging und vier weitere versuchte, aus dem Gefängnis entlassen worden. Noch am Tattag war er wegen Fahren ohne Fahrschein aus einem ICE verwiesen worden. Wäre bei dieser vermeintlichen Petitesse die Polizei gerufen worden, würden seine späteren Opfer womöglich noch leben.
Innere Sicherheit ist nicht zuletzt eine Frage des politischen Willens
Was Nickolas Emrich als Mittel zu einer effektiveren Strafverfolgung vorschlägt, stammt ebenfalls nicht aus der Trickkiste, sondern aus dem Bereich der Realpolitik: Die konsequente Abschiebung von Tätern ohne deutschen Pass, ein höheres Strafmaß bei Wiederholungstätern, die Ausstattung mit „Schlagstock und Reizgas zur Selbstverteidigung“ privater Sicherheitskräfte und Schaffner, das Durchsetzen von Platzverweisen und die „verdachtsunabhängige Kontrolle an kriminalitätsbelasteten Orten“ durch die Polizei – und kein voreiliges Fallenlassen von Ermittlungen oder „Kleinschreiben“ von Delikten, um sich Arbeit zu ersparen. Emrich schlägt außerdem die Transformation des Ordnungsamtes in eine wehrhafte Stadtpolizei zur Entlastung der Landespolizei vor – so wie es sie bereits in Frankfurt am Main und Wiesbaden gibt. Eine solche Stadtpolizei soll dafür sorgen, „dass eine Parkbank wieder zum Sitzen und nicht zum Schlafen da ist und dass eine Ruhestörung im Bahnhof nicht nur eine theoretische Notiz in einer Hausordnung bleibt, sondern physisch beendet wird“.
Argumente wie Personal- oder Geldmangel entkräftigt Emrich mit einer verhältnismäßigen Abwägung von Prioritäten: „Wenn Verantwortliche anfangen, diese präventiven Maßnahmen ebenso selbstverständlich anzuwenden, wie sie Steuern eintreiben oder Parkverstöße ahnden, dann kehrt auch die Sicherheit zurück.“
Jenseits von Behörden und Institutionen sieht Emrich die Verantwortung für die Verbesserung der inneren Sicherheit nicht zuletzt auch bei jedem einzelnen Bürger. Damit will er nicht zu unbedachten Heldentaten aufrufen, sondern für eine aufmerksame Anteilnahme an den Geschehnissen der eigenen Umgebung plädieren – und lieber einmal zu viel als einmal zu wenig die Polizei zu rufen. In Anlehnung an die bereits thematisierten Gewalttaten in Zügen mahnt Emrich: „Jeder Randalierer, den man lediglich vor die Tür setzt, ohne den Vorfall polizeilich festzuhalten, gleicht einer tickenden Zeitbombe, die zehn Minuten später an einem anderen Ort ein völlig vermeidbares Opfer fordern kann.“
Der einerseits gefällige, andererseits nüchtern-ruhige Schreibstil des Buches ist seine größte Stärke. Nickolas Emrich ist es gelungen, das absolute Reizthema innere Sicherheit auf eine nüchterne Weise und mit originellen Gedankengängen auf eine Sachebene zu heben, die in der Debatte kaum mehr möglich ist. Höchstwahrscheinlich reiht sich auch dieses Werk in den Reigen jener klugen Sachbücher ein, die bei ihren Lesern Eulen nach Athen tragen und von denen, die es eigentlich angeht, leider nicht gelesen werden. Nichtsdestotrotz lohnt sich die Lektüre dieses Buches auch für alle, die mit den Missständen in diesem Land bereits bestens vertraut sind. Denn es erinnert daran, dass innere Sicherheit nicht zuletzt eine Frage des politischen Willens ist. Und so betrüblich es sein mag, dass die derzeit Verantwortlichen offenbar bewusst das Chaos in Kauf nehmen: Die Folgen ihrer Entscheide sind nicht in Stein gemeißelt und können verändert werden, sobald Vertreter an die Macht kommen, denen eine Verbesserung der Sicherheitslage am Herzen liegt. Wie die Umsetzung gelingen kann, erläutert das vorliegende Buch.
Jetzt im Achgut-Buchshop vorbestellen:
„Der Preis unserer Toleranz – Warum innere Sicherheit die neue soziale Gerechtigkeit ist“ von Nickolas Emrich, Deutscher Wirtschaftsbuch Verlag, Erscheinungstermin 21. Juli 2026, hier vorbestellbar.


maciste grüßt euch. abgesehen von den unangebrachten lobhudeleien gegenüber der sogen. „sozialdemokratie“ ein schöner beitrag. das hört sich alles gut an: „null-toleranz – “ und „law-and-order“ politk… allerdings muß zuvor eine grundsatzentscheidung getroffen und dann auch durchgehalten werden: wollen wir die kapazitäten der gefängnisse oder jene der friedhöfe erweitern? wer nicht verstanden hat, daß von der beantwortung dieser frage alles zukünftige abhängt, wird nicht weit kommen. wer ab und zu in die „kanalisation der urbane“ abtaucht, weiß, daß der kampf auf leben und tod bereits begonnen hat und sich unvermeidlich ausweiten wird. rüstet euch. ich bin rechts. battle on.
Wer in den letzten Jahre ein bisschen mitgedacht hat, weiß sofort, dass eine „Nulltoleranz“-Politik hauptsächlich gegen uns Autochthone gerichtet sein wird – INSHALLAH!
Was ist Recht, wenn Bürger für kleinste Verfehlungen zur Rechenschaft gezogen werden, aber die besonderen Lieblinge der Politik alle trotzig erpressen? Die Klebekids, die wissentlich öffentliche Straßen und Flughäfen organisieren und blockieren, Rettungsdienste blockieren und das Demo nennen wollen, warum diese Narrenfreiheit? Was für ideologisch verblendete Helikoptereltern sind das, wo ihre Wänster nach Aufmerksamkeit suchen und andere gefährden? Jeden verklagen, wenn sie sich selbstständig auf die Straße kleben und niemand sie von der Straße trägt? Auch sie müssen lernen Verantwortung für ihr Leben zu tragen und können nicht erwarten, das andere für sie Nanny spielen und die Bürger die Kosten dafür zahlen!
Der Staat hat also die Situation durch die Grenzöffnung verkackt, und mittels durch seines Gewaltmonopols erzwungene Umverteilung und Befriedung auch noch zementiert, und soll jetzt auch noch zusätzliche Unterdrückungsbefungnisse erhalten, die er langfristig schon aus reiner Bequemlichkeit gegen die einheimische Bevölkerung einsetzen wird. Wie wärs mit „Nö“? Die libertäre Lösung des Problems mit der inneren Sicherheit liegt nicht in mehr Polizei, sondern in mehr Waffen im Alltag. Je unsicherer eine Gegend ist, desto eher sollten diejenigen, die dort wohnen, bewaffnet sein, damit sie sich selbst schützen können. Die zusätzlichen Toten sind halt der Preis, den der Massenimport von Drittweltlern gekostet hat, und da kann man sich jetzt auch nicht mit mehr Unterdrückungsstaat herauswinden. Diese Toten muss man jetzt hinnehmen, sie sind das kleinste Übel. Dem Staat ist nicht zu trauen. Wenn der deutsche Staat mal mit dem Morden loslegt, erreicht er Zahlen, die gewöhnliche Kriminelle niemals erreichen, weswegen er gar nicht schwach und handlungsunfähig genug sein kann.
Als Bahn-Angestellter jagt man keine Schwarzfahrer. Man muss die richtige Entscheidung zwischen Arbeit und Selbstcourage finden. In der Freizeit ist die Prozentualität zur Selbstcourage höher. Aber auch hier sollte man nicht alles durchziehen. Zudem muss einer Gesellschaft gewahr werden, dass Kriminalität und Respektlosigkeit ein grundsätzlich gesellschaftliches Problem ist, dass man nicht mit Selbstcourage beenden könne. Gibt es bis zum bitteren Ende keine Mehrheit für mehr öffentliche Sicherheit, dann muss die Gesellschaft mit blutiger Nase drauf stossen. Gott bleibt sich seiner Strategie treu, nicht als Betreuer einzugreifen.
Die Behauptung, daß ausgerechnet Sozialisten die Alphabetisierung förderten, ist kraß. Mein Vater, der dieses Jahr 100 geworden wäre, amüsierte sich später immer wieder darüber, daß in der russischen Kriegsgefangenschaft bei den Russen Entsetzen herrschte, als sie den deutschen Kriegsgefangenen sagten, wer schreiben könne, dürfe jetzt einen Brief nach Hause schreiben und solle die Hand heben und -- alle Deutschen waren, anders als die Russen -- des Lesens und Schreibens mächtig. Die Kommunisten hatten dann gar nicht genug Papier für alle, weil sie mit so etwas nicht gerechnet hatten. Schließlich war die Mehrheit der Russen Ende der Vierziger Jahre und damit lange nach Lenin immer noch Analphabeten.
Die Sozialisten waren noch nie vornedran, wenn es um Bildung ging. Das sieht man ja heute auch die Deutschland. Je sozialistischer das Land wird, desto mehr Analphabeten. Die Sozen brauchen das, denn ohne Prekariat keine Sozen. Sie leben prächtig von der Unterschicht.
Die normale Kartoffel ist so domestiziert, daß sie sich nicht mehr wehrt. Sie wird geerntet, gekocht und verspeist und zwar von Jedem. Und, es ist so gewollt.