Nicolaus Heinen hat einen glänzenden Essay über Neugier als Triebkraft der Innovation verfasst. Wenn ein Mann mittleren Alters mit unterschiedlichen beruflichen Erfahrungen eine Auszeit zum Nachdenken nutzt, kann das Ergebnis ein Essay sein, der für die geistige Orientierung der Republik entscheidende Impulse liefert.
Damit ist nicht gemeint, dass Heinen mit seinem schmissigen Aufsatz „Das Kapital der Zukunft“ zu der Frage, warum Neugier über Fortschritt, Führung und Freiheit entscheidet, der erstarrten deutschen Republik den Weg gewiesen hat. Nein, weit gefehlt. Heinen plädiert in der Beschreibung und Analyse von Neugier als Antriebskraft lediglich für eine bedingungslose Offenheit gegenüber Neuem. Dies sei die Vorbedingung von Fortschritt.
Der Begriff Neugier ist im Deutschen durch die Komponente Gier nicht eindeutig positiv besetzt. Das Französische trifft es vielleicht besser mit „curiosité“, also der Lust, Neues zu entdecken. Aber lassen wir diese formal-ästhetische Semantik beiseite.
Angesichts der gegenwärtigen Situation Deutschlands geht Heinen treffend von der deutschen Selbstblockade aus und trifft mit seinen Ausführungen den nervum rerum der gegenwärtigen deutschen Verhältnisse: Auf Vorschläge zur Änderung dieser politischen und gesellschaftlichen Zustände hört man zu oft: das geht nicht.
Übermacht der Blockadekräfte in der deutschen Gesellschaft
Diese in Amerika nahezu unzulässige Replik und Selbstbeschränkung ist vielleicht das Charakteristikum der noch herrschenden deutschen Mentalität: sie bremst Neugier von vornherein aus und versucht die Suche, die unbedingte Suche nach Neuem, zu diskreditieren: Durch das Unmöglichkeitsargument, durch Konformismus und Trägheit oder schließlich durch Erfahrungssättigung, wie sie bei deutschen Eliten häufig gesichtet werden kann.
Dass Heinen die Hayeksche Formel vom Wettbewerb als Entdeckungsverfahren benutzt, ohne den Urheber dieser klassischen Formel zu nennen, ist angesichts des essayistischen Charakters des Opusculums ein geringfügiger Schönheitsfehler. Denn Heinen plädiert für die Öffnung von Suchräumen, um dem Suchen nach Neuem als Kapital der Zukunft eine Chance zu geben.
Das Buch kommt angesichts der Reformunfähigkeit der Regierung und der Übermacht der Blockadekräfte in der deutschen Gesellschaft gerade zur rechten Zeit. Es ist elegant geschrieben und stellt gegenüber den ewigen Bedenkenträgern und Besitzstandswahrern einen auch in stilistischer Hinsicht gewichtigen Kontrapunkt dar. Mit dem Mitteldeutschen Verlag hat die Publikation eine Plattform gefunden, die sich sehen lassen kann. Dem Buch ist im Interesse des Landes zu wünschen, dass es ein Bestseller wird.

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Meine Beobachtungen sind absolut kongruent zu denen Heinens.
In meinem hochspannenden, hochtechnisierten Arbeitsumfeld würde ein Indikator „Neugierde oder Drang nach Erkenntnisgewinnung technischer Zusammenhänge“ über die Zeit mit jeder Neueinstellung junger Leute einen geradezu exponentiellen Abfall offenbaren. Noch ausgeprägt negativer wäre der Gradient eines Indikators „selbstständig, bzw. in Eigeninitiative erworbene Erkenntnisse“. Motivation und Geduld sind bei den Jüngeren unter 40 sehr bescheiden ausgeprägt. Ein geduldiges „Sich-Durchbeißen“ hat hohen Seltenheitswert. Frauen sind übrigens bei den Ausnahmen hiervon deutlich mehr vertreten als Männer. Sozialpädagogisch und -psychologisch sind hier in den letzten fünf Jahrzehnten dieselben fatalen Fehler gemacht worden, wie in lupenreinen sozialistischen Staaten. Der Niedergang der Neugierde ist nachweislich Ergebnis staatlich gewollter und geförderter sozialistischer Erziehungsdoktrin. Interessant, warum gerade in Deutschland diese Entwicklung vergleichsweise besonders stark zu beobachten ist.
Wenn jeder alles Persönliche etc öffentlich ausbreitet, incl. seiner sexuellen Vorlieben, gibts nix mehr, worauf noch wer neugierig sein könnte. Dann zieht man sich auf Daddeln, Kiffen, Saufen etc zurück, um die Kleine Welt um sich herum wenigstens in rosaroten Farben zu sehen. Der Rest interessiert nicht mehr, selbst der irgendwann im Briefkasten schlummernde Einberufungsbescheid für den inzwischen ausgerufenen Krieg im Namen von „UnsereDemokratie“ erweckt solcherart vor sich hin Dämmernde nicht mehr aus ihrer Lethargie.
@sybille eden : Fast hätte ich Ihnen auch noch den Anti-Antisemitismus erklärt, aber das machen wir später mal. Wenn es keinen Sinn mehr hat.
@sybille eden : >>Deutschland hat kein „ Neugier – Problem “, sondern ein Sozialismus – Problem !<<
## Oder Strabismus? Es sind immer wieder Frauen, immer nur Frauen, die lechts und rinks verwechseln. Nur weil Sie etwas Sozialismus nennen, muss das noch keiner sein. Was die Antifa macht, ist FASCHISMUS, und zwar nach Methode und nach Ziel. Und die Grünen sind eine Psy-Op der Transatlantiker, und nun dürfen Sie raten, ob es nur der CfR war, oder auch die Trilateralen. Dabei hat das nichts mit 3 zu tun, und mit lateral schon gar nicht, sondern mit kollateral. Und was die Migrantifa macht ist Islamismus, obwohl es den gar nicht gibt. Es gibt nämlich keinen Islamismus! So wie es keinen Terrorismus gibt, nur Terror. OK?
Wenn Sozialismus nichts mehr mit sozial zu tun hat, sondern nur noch mit Mord und Totschlag, entrollt sich die Sinnlosigkeit aller Begriffe. Diese allumfassende Sinnlosigkeit ist aber SATANISMUS. Und Satanismus ist, wenn Menschen, die gar nicht wie Satan aussehen, keine Hörner tragen und keinen Klumpfuß, trotzdem alles systematisch kaputt machen. Aber es muss keine böse Absicht sein, es gibt einfach auch Menschen, die alles kaputt machen, was man ihnen in die Hände gibt. Die wussten es nur damals nicht besser und würden es jederzeit wieder so machen, wenn man ihnen noch einmal die Gelegenheit dazu geben würde.
Gebt einfach nicht den Antifanten, den Migrantifanten, der SPD, den Grünen, der „Union“ (der spalterischsten aller Ionen) oder den LINKEN, die in Wahrheit UNTEN sind, ständig etwas in die Hand. WEIL SIE ES NICHT KÖNNEN! Erzählt nicht ständig Blödsinn, sondern wählt endlich richtig!!
Deutschland hat kein „ Neugier – Problem “, sondern ein Sozialismus – Problem !
Worauf sollte man noch neugierig sein, wenn man alles schon gesehen hat? – Welche technische Errungenschaft sollte einen noch „vom Hocker reißen“? – Welche dystopische Zukunft erscheint überhaupt erstrebens- und lebenswert? – Ich lebe in einer wirklich schönen Urlaubsregion, noch kaum zugestellt mit Windrädern, und obwohl ich die Gegend in und auswendig kenne, kann ich mich immer noch jeden Tag am Panorama erfreuen. Wenn dann öfters großstädtischer Besuch kommt, dann stelle ich fest, daß sie alles, was ich ihnen zeigen kann, bereits anderswo und in ihrer Wahrnehmung vermeintlich spektakulärer gesehen haben: die Städtchen, die Berge, die Seen, die Schluchten. Dann bin ich meistens ein bißchen enttäuscht, daß ich nicht mehr bieten kann und tröste mich mit der Erinnerung an eine Begegnung vor 40 Jahren: einer italienischen Austauschstudentin durfte ich meine Heimatstadt zeigen (nicht meine Briefmarkensammlung;-) und wir stiegen auf das Burgplateau, von wo aus man einen sehr schönen Blick auf die Stadt hat. Oben angekommen rief sie spontan aus: „Que bello!“, was wie eine Melodie klang, geradezu eine Hymne, und es kam sicher aus ihrem Innersten. Dergleichen habe ich von Deutschen nie gehört, die sagen „Ja, schön – die Häuser da unten sollte man aber auch mal renovieren …“ – „Wir haben Süden um jeden Preis, helle, harmlose, muntere, glückliche und zärtliche Töne notig.“ (Nietzsche)
Die Deutschen, zu mindestens der politisch rotgrün gefärbte Teil samt seiner Wählerschaft, haben ein Infantilismus-Problem. Sie haben sich im Wunschdenken, piep piep piep wir haben uns alle lieb, verirrt und eingenistet.
Sie wollen nicht merken, daß spätere Generationen auszubaden haben, womit sie sich heute selbst beglücken, nämlich den Klima-Weltrettungswahn, dem Wahn Kulturfremde und Bildungsferne Menschen aus aller Welt nach Deutschland zu retten. Das führt Deutschland unweigerlich auf die Stufe eines Entwicklungslandes, in dem die indigene Bevölkerung als Steuersklaven den Wahnsinn am laufen halten sollen. Aufwachen Leute, nicht doof und treu am eignen Irrsinn festhalten!