Als das grüne Deutschland in der Skepsis gegenüber Greta Thunberg nichts anderes als den Chauvinismus griesgrämiger Männer gegenüber einem pathologisierten Mädchen erkennen wollte – was ihren Leidensweg unweigerlich verlängert –, war schon erkennbar, was gestern in ihrem öffentlichen Melt-Down beim UN-Sondergipfel nun noch deutlicher wurde: Die „Klimakrise“ dient Greta als Projektionsfläche für ihre unglückliche Kindheit.
Im Februar machte ich in einem Beitrag für Achgut.com, noch recht unbestimmt, ein gesellschaftlich bedingtes Leiden für ihr Verhalten verantwortlich:
Das panisch-apokalyptische, auf den Tod gerichtete Innenleben von Menschen, deren Leben so richtig noch gar nicht begonnen hat, wird nun von Linksintellektuellen nicht etwa als besorgniserregendes Symptom ihrer psychischen Konstitution gedeutet. (…) Auf den Gedanken, dass Thunbergs Reduzierung von Nahrung auf „Treibstoff“, die vollständige Ausrichtung ihres zwischenmenschlichen Lebens auf die „Klimakrise“ und der Umstand, dass allein ihre politische Rebellion ihr individuell Sinn zu stiften scheint, auf ein tiefes, nicht zuletzt gesellschaftlich bedingtes Leiden am Leben verweisen, kommen sie nicht.
Im Mai wurde Ulrike Stockmann nach Lektüre der Biographie der Eltern schon deutlicher:
Doch Greta kommt in die fünfte Klasse, und plötzlich geht es ihr gar nicht mehr gut. Sie weigert sich zu essen, weint den ganzen Tag und ist depressiv. Irritierenderweise wird dem Leser dieser Wechsel abrupt in lediglich einem Absatz präsentiert, so als wäre er eine folgerichtige Entwicklung. Stattdessen möchte man fragen, ob bis dahin tatsächlich alles so wunderbar gelaufen ist. Weniger knapp wird hingegen Malena Ernmans [Gretas Mutter] Abschied von der Oper geschildert, denn sie beschließt nun, beruflich kürzer zu treten. Am 2. November 2014 gibt sie ihre letzte Opernvorstellung in Schweden; dieser Abend wird auf immerhin fünf Seiten beschrieben – inklusive eines theatralischen Ohnmachtsanfalls seitens Ernmans. Typisch Opern-Diva? Wenn sie im Folgenden den Zusammenbruch ihrer beiden Kinder darlegt, behält sie diesen eigenartigen Tonfall, schwankend zwischen Bühnen-Dramatik und einer seltsamen Abgeklärtheit, bei. (…)
Überhaupt scheint sie das Wesentliche nicht wahrnehmen, nicht zum Kern ihrer Probleme vordringen zu wollen. So bezeichnet sie sich selbst als Sozialphobikerin, die kaum eine Premierenfeier übersteht und nach Auftritten in Stockholm fluchtartig „noch vor den Zuschauern“ das Theater verlässt und sich auf dem Fahrrad abschminkt. Das mache sie aber „ungemein effektiv“. Dieses permanente Schönreden von Dingen, die eben nicht schön, sondern belastend sind, steht Ernman bei der Erkenntnis ihrer eigenen Person, aber auch des Wesens ihrer Kinder im Weg. (…)
„Denn es ging uns beschissen. Mir ging es beschissen. Svante ging es beschissen. Den Kindern ging es beschissen. Dem Planeten ging es beschissen. Sogar dem Hund ging es beschissen“, heißt es weiter. Eine Projektion des eigenen Unglücks auf den gesamten Globus. Die perfekte Ausrede, damit sich Malena Ernman keiner innerfamiliären Ursachenforschung für ihre Misere stellen muss.
Und jetzt im September klagt Greta an: „Ihr habt meine Träume und meine Kindheit mit euren leeren Worten gestohlen“. Mit den tatsächlich leeren Worten über das angeblich drohende Ende der menschlichen Zivilisation hat man Greta Thunberg eine fürchterliche Angst gemacht, die sie davon abhält, sich mit ihrem Unglück durch Familie, Krankheit und ihrem näheren sozialen Umfeld zu beschäftigen.
Das ist alles falsch. Ich sollte nicht hier oben sein. Ich sollte wieder in der Schule auf der anderen Seite des Ozeans sein.
Damit hat Greta Recht. Doch sind nicht UN-Politiker schuld daran, wenn einem Mädchen die Kindheit genommen wird: die Phase des Lebens, in der man nicht nur auf die Schwierigkeiten und Härten des Lebens vorbereitet werden, sondern auch Geborgenheit und unbeschwertes Glück erfahren sollte. Wer religiös indoktrinierte Kinder schon einmal verzweifelt weinen sehen hat, der könnte wissen, dass die Horrorszenarien über eine angeblich existente Hölle für sie völlig real sind und von keinem Zweifel relativiert werden. Es sind zunächst Gretas Eltern, die an ihrem Unglück schuld haben, und schließlich all jene, die der Instrumentalisierung eines leidenden Kindes nichts entgegensetzen wollen, weil sie tatsächlich meinen, dass sie der Verhinderung der Apokalypse dient. Mit der Häme gegenüber der Klima-Aktivistin muss genauso Schluss sein, wie mit dem Verheizen eines jungen Menschen für die politischen Ideen von Erwachsenen.

Was für ein riesengrosser Schwachsinn! Schickt das Kind wieder in die Schule wo es hin gehört...
Alles Gute wünsche ich Greta. Das nun recht bald der Knoten platzt und sie sich zu einem lebenslustigen Backfisch (Teenager) entwickelt.
Keine Ahnung, könnte was dran sein. Obwohl es sicherlich nicht das Ziel der Eltern sein sollte, Kindern eine unbeschwerte Kindheit zu ermöglichen. Ein wenig schwere schadet nicht, sonst wird man zum heliumballon. Die Eltern sollen, wie alle anderen, den Kindern ermoeglichen, sich selbst zu ernähren und in einem Wettbewerb mit andern zu bestehen. Fuer deren träume aber sind die Eltern und schon gar nicht ich, mögt verantwortlich. Ich wurde auch nie nur danach gefragt. Als calvinist und kleinbuerger hat man keine träume. Und wenn, dann Albträume. Daher ist für mich der traumlose Schlaf schon eine Wohltat.
Wer bestimmt eigentlich wer außer den UN-Vertretern in diesem Gremium sprechen darf? Was kostet eine Minute dort, oder gibt es etwa sogar ein Honorar dafür? Dass behinderte Mädchen dort ihre wirren Thesen (die noch dazu von einem Ghostwriter stammen) ablassen dürfen, ist das Ende des Parlamentarismus. Was passiert als nächstes? Gibt es wieder Hexenverbrennungen?
Man kann es nicht oft genug wiederholen: Allen denen, die Schuld an diesem absurden Theater um ein pubertäres , nicht gesunden Mädchen haben, sollte der Prozess wegen Kindesmissbrauchs gemacht werden. Der Anfang wäre schon gemacht, wenn man die Bedauernswerte von diesen Eltern erlöst.
Es ist mir nicht möglich bei Greta Emphatie zu empfinden. Denn ich konstatiere, daß auch Adolf Hitler seinen Politik-und Machtanspruch als Projektionsfläche seiner unglücklichen Kindheit benutzte ! Mithin ist Greta und ihre "Förderer" sehr gefährlich.
Ich bedaure die Greta aus tiefster Seele. Sie ist krank und wird dermaßen ausgenützt... unvorstellbar. So ich die Greta bedaure, genauso verachte ich jene, die ihre Erkrankung nicht zu Kenntnis nehmen wollen und glauben, sie hätte die Häme mit der man sie überschüttet, verdient. Sie ist krank und es gibt kein Medikament gegen diese Erkrankung. Könnte sie in einer ihr entsprechenden Umgebung leben, würde sich ihr Zustand vielleicht verbessern. Das weiß man nie im voraus. Alles, was ich bisher über ihr Elternhaus las, sagt mir, daß dies kein ihr entsprechender Ort ist. Es macht sie nur noch kaputter. Ob die Eltern selbst "normal" sind oder "nur" verantwortungslos (oder was dazwischen), weiß ich nicht. -- Das einzige, was ich - hoffentlich richtig! - vermute, daß dieses arme Mädchen Ruhe bräuchte und viel Liebe. Richtige Betreuung. Das wünsche ich ihr vom Herzen. lg alma Ruth