Ende einer Odyssee: Neues Atomkraftwerk in Finnland

Nach langem Hin und Her wurde nun das neue finnische Atomkraftwerk Olkiluoto 3 fertiggestellt. Trotz Bauverzögerung wird sich das Kernkaftwerk finanziell auszahlen.

Am 21. Dezember um 3:22 Uhr wurde der Reaktor Olkiluoto 3 endlich kritisch. Dies ist international der Zeitpunkt, an dem (definitionsgemäß) ein Kernkraftwerk fertiggestellt ist. Gleichwohl schließt sich noch eine stufenweise Leistungssteigerung (5 Prozent, 30 Prozent, 100 Prozent) mit entsprechenden Tests unter den Augen der STUK (Finland’s Radiation and Nuclear Safety Authority) vor Ort an, bis das Kraftwerk endgültig an den Kunden übergeben wird. Nach Plan beginnt die Stromeinspeisung ins Netz bei 30 Prozent Leistung Mitte Februar und ab Juni 2022 der Regelbetrieb. Der Direktor Marjo Mustonen von TVO (Teollisuuden Voima Oyj) bemerkte treffend: „Dieser Moment wird für immer in Erinnerung bleiben, an die geleistete harte Arbeit, um dieses Projekt zu verwirklichen.“

Schiedsverfahren vor der Internationalen Handelskammer

Das finnische Parlament beschloss 2002 den Bau eines weiteren Reaktors neben den zwei Siedewasser-Reaktoren (2 x 880 MWel, Inbetriebnahme 1982) in Olkiluoto. Damit sollte der Anteil der Kernenergie von derzeit 14 auf 40 Prozent gesteigert werden. Im Dezember 2003 wurde der Vertrag über den schlüsselfertigen Bau eines EPR (1600 MWel) mit der Arbeitsgemeinschaft aus Areva und Siemens abgeschlossen. Baubeginn war 2005, geplante Fertigstellung 2009. Damit nahm das Elend seinen Lauf. Schon im Dezember 2008 hat diese Arbeitsgemeinschaft ein Schiedsverfahren vor der Internationalen Handelskammer (ICC) eingeleitet. Ein ungewöhnlicher Schritt, der die Atmosphäre nicht gerade verbessert haben dürfte.

Bis Juni 2011 hat Areva/Siemens seine Forderungen gegenüber TVO auf 3,4 Milliarden hochgeschraubt. Darin waren 1,4 Milliarden Strafzinsen bis 2015 enthalten und 140 Millionen entgangener Gewinn (?). TVO hielt mit 2,6 Milliarden für Verluste und zusätzliche Kosten dagegen. Die Arbeitsgemeinschaft sollte gesamtschuldnerisch haften, da Areva ausgegründet wurde und Siemens das Kernkraftgeschäft aufgab. Zur Verteidigung behauptete Areva/Siemens, dass TVO für einige Verzögerungen verantwortlich sei.

Im März 2018 wurde schließlich ein Vergleich – ziemlich leichtfertig, wie sich später herausstellte – geschlossen. Die Arbeitsgemeinschaft musste 450 Millionen an TVO als Entschädigung für die (mehrfach) nicht eingehaltenen Termine zahlen. Areva verpflichtete sich, alle technischen und finanziellen Ressourcen für die Fertigstellung bereit zuhalten. Kann die Arbeitsgemeinschaft die Anlage bis Ende 2019 nicht fertigstellen – was eingetreten ist – sollen zeitabhängig Verzugsstrafen bis maximal 400 Millionen von Areva/Siemens zusätzlich an TVO gezahlt werden.

Ist Olkiluoto nun teuer, wenn ja, für wen?

Kein Unternehmen ist gezwungen Kernkraftwerke zu bauen. Jedes Unternehmen muss seine Preise voll verantwortlich selbst kalkulieren. Dies gilt für den kleinen Handwerksmeister, wie für internationale Konzerne. Wird auf eine Ausschreibung ein Angebot abgegeben, so gelten die Preise der Konkurrenten ohne Wenn und Aber. Wäre das nicht so, könnte man sich (sehr aufwendige) Ausschreibungen komplett sparen. Solche Ausschreibungen kosten Hunderttausende. Alle Verlierer können sich ihre Kosten in den Schornstein schreiben.

Deshalb fiel der Spruch der ICC so eindeutig aus: Selbst in einer zehnjährigen Auseinandersetzung konnte die Arbeitsgemeinschaft keine gerechtfertigten Nachträge nachweisen und deshalb gilt der Preis und die vereinbarten Termine. Ein Schaden ist allerdings dem Kunden durch die mehrfach verzögerte Fertigstellung (Stromkauf, Personalkosten etc.) entstanden. Deshalb die zugesprochene Entschädigung über 450 Millionen (Termin 2009) und zusätzlich 400 Millionen (Termin 2019) für TVO.

Fairerweise muss man erwähnen, dass die Kombinatsleitung von Siemens schon frühzeitig erkannte, dass sie nicht (mehr) in der Lage war, solche Projekte durchzuführen. Sie zog sich auf die Ebene der Zulieferung von Komponenten und „angepasste Technik“, wie Windmühlen, zurück. Ob dieser Weg erfolgreich sein kann, wird die Zukunft zeigen. Framatome (Areva) kämpft sich unter gewaltigen Kosten in den Markt zurück. Hinkley Point C scheint die Wende zu bringen – zumindest was die Einhaltung von Terminen betrifft. Ob allerdings jemals eine konkurrenzfähige Kostenstruktur erreicht wird, steht auf einem anderen Blatt. Wahrscheinlicher ist das das Ende dieses Reaktortyps.

Was bitte soll an einem Preis (Fertigstellung 2009) von 3,2 Milliarden Euro für ein Kernkraftwerk mit 1.600 MWel (2.000 EUR/kW) teuer sein? Ich glaube, wenn TVO könnte, würden sie gern noch einmal ein solches Kraftwerk bauen. Selbst wenn man die zusätzlichen Personal- und Finanzierungskosten, Umbauten etc. mitrechnet, kommt man auf etwa 5,5 Milliarden Gesamtkosten (3.400 EUR/kW) für das Projekt. Zufällig die gleiche Größenordnung wie das Kernkraftwerk in den Vereinigten Emiraten mit einem spezifischen Preis von umgerechnet 3.167 EUR/kW. Das alles für eine Energiequelle mit mindestens 60 Jahren Lebensdauer, einer Arbeitsauslastung von wahrscheinlich 90 Prozent und stets die geforderte Leistung liefernd – auch des Nachts und bei Flaute.

Lehrreich ist nun, was die „Atomexperten“ und ihre Haltungsjournallie – ganz besonders im Staatsfernsehen – immer aus Olkiluoto machen. Sie überbieten sich in „Geschätzten Kosten“, zitieren sich dabei immer gegenseitig und kommen unisono zum (gewünschten) Ergebnis, dass „Atomenergie“ die teuerste von allen ist. Sie sind dabei so beratungsresistent geworden, dass sie sogar verdrängen, dass die Stromkosten überall dort gering sind, wo der Anteil der Kernenergie hoch ist. Sie sind bei ihren Vergleichen aber so schlau, dass sie immer nur von „geschätzt“ sprechen, munter Leistung und Arbeit durcheinander wirbeln oder dreist „Externe Kosten“ erfinden, damit man sie nicht als Lügner bezeichnen kann.

Versuch einer Ursachenanalyse

Es wurden mehrfach neue Termine für eine Fertigstellung genannt und immer wieder überschritten. Schon diese Tatsache spricht für sich. Ganz offensichtlich gab es keine funktionierende Bauplanung. Man hatte ganz offensichtlich nicht einmal eine Vorstellung vom erforderlichen Arbeitsaufwand und den nötigen Abläufen. Es ging zu, wie beim Bau des Berliner Flughafen (BER). Dass es auch ganz anders gehen kann, stellen russische, koreanische und chinesische Firmen immer wieder unter Beweis.

Die mangelnde Dokumentation führte immer wieder zu Konflikten mit der Genehmigungsbehörde STUK. Ein Beispiel hierfür ist das Drama um die Großkomponenten. Nachdem Areva selbst Mängel in der französischen Schmiede festgestellt hatte, wurden genauere Dokumentationen und Nachprüfungen von der STUK verlangt. Zum Glück waren keine Neuanfertigungen nötig, da zum Beispiel das Reaktordruckgefäß noch aus Japan geliefert worden war. Um nur mal ein Gefühl für den Aufwand zu geben, sei beispielhaft der Antrag des Betreibers TVO für die Betriebsgenehmigung von der STUK genannt: Er umfasste 130.000 Seiten und die STUK benötigte 18 Monate für die Prüfung.

Bereits im April 2016 begann der Übergang von der Bau- zur Testphase auf der Baustelle. Man glaubte damals noch, alle Elektro- und Rohrleitungsarbeiten bis Ende 2016 abschließen zu können. Im Juni 2017 begannen die Kalttests (Druckprobe, Pumpenstart etc.). Im Oktober 2017 wurde der Fertigstellungstermin von Ende 2018 auf Mitte 2019 wegen Umstrukturierungen bei Areva verschoben – wohl eher eine Umschreibung für einen abgewendeten Konkurs.

Das Verhängnis nahm seinen Lauf

Im Dezember 2017 begannen die Warmtests. Das Verhängnis nahm seinen Lauf. Ein Konstruktionsfehler im Druckhaltesystem führte zu Rohrleitungsschwingungen. So etwas dürfte eigentlich nicht passieren, denn Rohrleitungsbau ist kein Hexenwerk. Es mussten Schwingungsdämpfer konstruiert und getestet werden und alles neu berechnet werden. So etwas dauert Monate und anschließend müssen auch noch alle Tests wiederholt werden. Personalmangel ist programmiert, denn Spezialisten sind überall gefragt.

Dadurch dauerten die Tests zwei Monate länger als gedacht. Unzählige Änderungen am Elektro-, Instrumenten- und Steuerungssystem wurden erforderlich. Es wurden Ventile mit Rissen gefunden, die Notstromdiesel hatten diverse „faule“ Teile. All das zeugt von mangelhafter Qualitätskontrolle. Die Ersatzteile brauchten Monate. Das wiederum löst weitere Verzögerungen aus. Auf Grund der langen Stillstandszeiten sind zusätzliche Wartungsarbeiten nötig. So traf die Inbetriebnahme der Dampfturbine weitere drei Monate Zusatzarbeiten.

Man kann nur wünschen, dass die Franzosen möglichst schnell in Tritt kommen. Einen Ausreißer wie Olkiluoto kann man sich erlauben, wenn man ihn als Prototyp wertet. Ein zweiter – offensichtlich noch schlimmerer – Fall wie Flamanville, ist schon unverzeihlich. Nur ein Staatsbetrieb kann so etwas überhaupt wirtschaftlich überleben. Auffällig ist, dass die beiden EPR in China relativ glatt liefen. Offensichtlich ist das auf die Qualität der chinesischen Ingenieure und Facharbeiter zurückzuführen. Wenn jetzt nicht die Baustelle in GB endlich durchläuft – Kostenüberschreitungen liegen schon vor – braucht Frankreich an den kommenden Ausschreibungen in Polen und Tschechien gar nicht erst teilnehmen. Da würde dann nicht einmal ein Dumping-Angebot helfen. Eher können sie mit einem überhöhten Preis starten, um wenigstens das Gesicht zu wahren und Zeit für einen Neuanfang zu gewinnen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Klaus-Dieter Humpichs Blog Nuke-Klaus.

Foto: Hannu Huovila CC BY 3.0 via Wikimedia Commons

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Leserpost

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Victor Kleinpeter / 28.01.2022

@Holger Kammel “Technetium”: Technetium hat 211k Jahre Halbwertszeit. Das ist ein einfacher Betastrahler. Uran-238, Halbwertszeit 5 Mrd Jahre, macht in Kaskade acht Alpha, Uran-235, Halbwertszeit 700 Mio Jahre, sieben. Über den Daumen ist eine Tonne Technetium hundert mal so gefährlich wie eine Tonne Uran-238 oder zehn mal so gefährlich wie eine Tonne Uran-235. Es gibt nur hundert Tonnen Technetium, und im Meer sind mehrere Mrd Tonnen Uran gelöst. Warum schmeißt man das Technetium nicht einfach ins Meer? Caesium ist eine andere Nummer. Ein Kilogramm Caesium-137 strahlt mit 600 Watt. Das sieht man auch, es leuchtet. Damit kann man einen Topf Suppe kochen. Wenn man ein Milligramm Caesium-137 frisst, holt man sich etwa ein Sievert pro Tag, also garantiert tödlich. Ein Kilogramm Technetium strahlt mit nur 30 Milliwatt. Wenn man davon ein Gramm frisst, holt man sich 30 Millisievert pro Tag, also soviel wie sich einer in der Raumstation ISS in sechs Wochen holt.

Holger Kammel / 28.01.2022

Nö, Herr Kleinpeter, das gegenwärtig größte Problem ist Technetium. Natürlich nicht auftretend, da schon lange zerfallen, in der Spaltreihe aber das große Problem. Halbwertszeit 30.000 Jahre, Da man 30 Halbwertszeiten als sichere Zeit für den kompletten Zerfall angibt, ist das die Ursache für die Behauptung der sicheren Verwahrung über eine Million Jahre. Könnte man natürlich abkürzen durch zerfallsförderliche Bestrahlung. Macht de facto jedes Krankenhaus im Zuge einer Chemotherapie. Aber pst, das ist elitäre Geheimwissenschaft.

Victor Kleinpeter / 28.01.2022

Das große Problem bei Kernspaltung ist Caesium-137. Das entsteht auch in diesem Reaktor zentnerweise. Beim Dual-Fluid-Reaktor ist es auch so. Das Zeug hat eine Halbwertszeit von 30 Jahre. Und es zerfällt mit Beta- und Gammastrahlung. Das ist richtig übel. In Brasilien (Goiania-Unfall) hat mal ein dummer Dieb ein paar Gramm davon verkrümelt. Das war eine riesige Sauerei. Bei Sellafield sind ein paar hundert Gramm rausgekommen, bei Fukuschima etwa zwei Kilogramm, und bei Tschernobyl ein halber Zentner. Wenn man es nicht anders abreagieren lassen kann, und man weiß bis heute nicht wie, aber vllt findet man noch was, muss man das 300 Jahre (zehn Halbwertszeiten) sehr gut aufbewahren, damit 99,9% weg ist. Nach 100 Jahren ist noch ein Zehntel da. Wenn das Terroristen in die Finger kriegen, ist was los. Deshalb finde ich die Idee, tausend Kleinkraftwerke zu bauen, wo in jedem kiloweise Caesium-137 drin ist, sehr gefährlich. Die Befürworter von Kernspaltung reden das Problem klein, nennen das “erfundene externe Kosten”. Und die meisten Gegner von Kernspaltung, sind zu blöd dieses Problem zu sehen, geilen sich stattdessen an großen Halbwertszeiten auf. Tatsächlich kann man das Caesium-137-Problem nicht in Euro taxieren. Aus heutiger Sicht kann man aber begründen, dass es nicht auf ein paar Zentner mehr ankommt. Wenn es schief geht, bleibt der Rat von Doktor Seltsam aus “Wie ich es lernte die Bombe zu lieben”. Ich bitte Manfred Haferburg, etwas zu diesem Thema zu sagen!

Klaus Keller / 28.01.2022

...wenn man ihn als Prototyp wertet. Ggf sind alle Kernkraftwerke dieser Größe immer Prototypen. ggf ist ein zusätzlicher Weg der Bau von sehr viel kleineren Kraftwerken die dann in Serie produziert werden können. Daran arbeiten einige Unternehmen. In Russland gibt es zB ein schwimmendes Kraftwerke mit 2x35MW Reaktoren. Der gleiche Reaktortyp wird in russischen Atomeisbrechern der Taimyr-Klasse und in dem russischen atomgetriebenen Frachter Sevmorput eingesetzt. Zur Erinnerung: Alle Flugzeugträger der US-Marine haben nukleare Antriebe. Abgesehen davon werden u.U. auch politische Preise bezahlt wenn man Kraftwerke ausschreibt. Vorstellbar ist m.E. auch das nicht Kernkraftwerke ausgeschrieben werden sondern man elektrische Leitungen langfristig einkauft und das Unternehmen, wie die edf, dann entscheiden mit welcher Technik sie das dann bewerkstelligen. So funktioniert der Kapazitätsmarkt wenn ich mich nicht irre. Dann hätte ein Staatsbetrieb wie die edf wieder die besseren Karten. Es sei denn eine neue französische Regierung würde fantasieren diese Technologie abzuwickeln. PS Briten und Franzosen hacken aus vielen Gründen aufeinander rum, in dem Bereich scheint das nicht der Fall zu sein.

Dr. Jäger / 28.01.2022

Viele KKWs in Frankreich befinden sich im letzten Drittel der Betriebszeit. Da die Bauzeit für Ersatz , wie beschrieben eine Dekade locker überschreiten kann, sollte man sich in der “Grande Nation” schon mal Gedanken machen, sonst gehen dort nach 2030 öfter nicht nur die Lichter aus.Franzosen heizen gern mit billigem Atomstrom, selbst am Mittelmeer kann es sehr schattig werden. Eine Million Windräder bauen, das Netz ist der Speicher, das Annalena B. -Prinzip haut auch dort nicht hin. Einige KKWs sind derzeit für längere Zeit wegen planmässigen Wartungsarbeiten abgeschaltet. 2023, wenn bei uns die letzten KKWs , in bestem Zustand , bis über 2040 zu betreiben,abgeschaltete werden, sollten die teils älteren Reaktoren in Frankreich wieder Strom liefern, sonst gibt es ein böses Erwachen , im Dunkeln.

U. Unger / 28.01.2022

Stilistisch heute ganz, ganz weit oben Herr Humpich…..., derartige Projektkatastrophenob werden normal, wie es scheint. Was habe ich beim Lesen gelacht!

Matthias Ditsche / 28.01.2022

Ein Mehrgenerationenprojekt sozusagen. Wie lange hat man an Kathedralen gebaut? Gleichwohl eine Chance, die Energieversorgung mit sauberer Kernkraft für Generationen sicherzustellen, die Technik ständig zu verbessern und die Lernprozesse mitzunehmen. Sofern Vernunft regiert und ideologische Verteufelung bar jeder Vernunft die Oberhand behält wie hierzulande. Hier muß der Dummichel erst mit dem Gesicht auf die Locusschüssel knallen, sprich mal einige Wochen im Dunkeln ohne Wärme und Wasser zubringen, bevor die Erleuchtung kommt. Nur wer weiß dann noch, wie Atomkraftwerke gebaut werden, wenn eine technische Mehrgenerationenlücke klafft? Mit viel Glück finden sich noch ein paar Generatoren im Museum als Grundlagenforschung, nur woher die Fachkräfte nehmen? Aus der Genderuni?

S.Buch / 28.01.2022

Ein Glück, so etwas kann uns Dank der Grünen in Deutschland nie wieder passieren. (Sarkasmus aus)

Rolf Mainz / 28.01.2022

“Auffällig ist, dass die beiden EPR in China relativ glatt liefen. Offensichtlich ist das auf die Qualität der chinesischen Ingenieure und Facharbeiter zurückzuführen.” Im besten Falle ja. Niemand wird grundsätzlich den inzwischen erreichten Qualitätsstand der chinesischen Fachkräfte anzweifeln, aber: glaubt jemand ernsthaft, ein totalitäres sozialistisches Regime würde derartige Problemfälle publik machen? Der Westen sollte endlich seine unglaubliche Naivität ablegen.

Joachim Krone / 28.01.2022

Soll doch SNC Lavalin, sozusagen ein Auslandsfranzose, endlich mal mit den ACR-Anlagen vorankommen! Wie übrigens Herr Habeck bezüglich der Genehmigungsverfahren für Windturbinen richtig bemerkte, müssen die Stellenpläne der betreffenden Behörden stark (= um 90%) ausgedünnt werden. Würgassen war in 3 Jahren fertig, heute reden wir von 30, bald von 100 Jahren. Wir haben hier in einer Kleinstadt mehr Beamte als das ganze kaiserliche China!

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