Ich lebe in der Städteregion Aachen. Sie hat gut 550.000 Einwohner. Deshalb hat mich auch besonders interessiert, wie die Covid-19-Situation direkt vor meiner Haustür ist. Medien-Berichte über USA oder Grossbritannien, New York oder Wuhan gibt es ja viele, die sind für mich aber von begrenzter Bedeutung. Ich möchte genau wissen, was in meiner Region passiert, da bin ich näher dran und kann die Verhältnisse auch besser beurteilen.
Die Stadt Aachen gibt täglich Pressemitteilungen über den Sachstand in Sachen Corona auf aachen.de heraus. Die dort ausgeworfenen Zahlen habe ich täglich in einer Exceltabelle notiert. Wobei anzumerken ist, dass die Städteregion Aachen bereits ein Hotspot mit im Verhältnis zu den allermeisten anderen Landkreisen hohen Corona-Werten ist. Werte, die im Verhältnis zur Bevölkerungszahl wiederum klein sind. Dennoch sehe ich keinen Grund zur Panik. Denn Covid-19 ist eine mild verlaufende Krankheit, wie Prof. Drosten am 2. März in der Bundespressekonferenz feststellte.
Eine große Anzahl von gleichzeitig Erkrankten könnte aber zum Problem werden. Wurde es aber nicht. Die Zahlen der normalen Grippe- und Erkältungswellen sind wesentlich höher. Auch ein schwerer grippaler Infekt, eine Lungenentzündung oder gar eine echte Influenza kann insbesondere für alte, mehr oder weniger schwer vorerkrankte Menschen den Tod bedeuten. Was schon in der Vergangenheit häufig der Fall war und auch in der Zukunft sein wird.
In der Städteregion liegt die Zahl der an oder mit Covid-19 Verstorbenen, bezogen auf die Einwohnerzahl, bei 0,0165 Prozent. Absolut sind es 91 Verstorbene seit dem 17. März 2020. In der Städteregion sterben im statistischen Durchschnitt 18 Menschen pro Tag „normal“. Bis zum Stichtag 20. Mai 2020 inklusive waren das 65 Tage x 18 = 1.170 Menschen, von denen 91 an oder mit Covid-19 verstorben sind. Das macht 7,78 Prozent der Gesamtverstorbenen. Eingedenk der Tatsache, dass gut 14 Prozent der Menschen weltweit an Atemwegserkrankungen sterben, ist das ein Wert, der im Plausibilitätsbereich liegt. Hier der Chart, welche die Gesamtzahl der Verstorbenen und die Corona-Verstorbenen in der Städteregion veranschaulicht.
Auf die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD 5,6 Prozent weltweit), die fast ausschließlich auf Rauchen zurückzuführen, die praktisch selbstverschuldet ist, möchte ich hier nicht näher eingehen. Nur so viel: Wenn zu dieser Erkrankung noch Covid-19, eine schwere Grippe oder eine Lungenentzündung hinzukommt, kann dies das Ende bedeuten. Ganz unabhängig vom Alter. Prominentes Beispiel: Jörn Kubicki, der langjährige Partner von Klaus Wowereit.
Was erzeugt Angst beim unbedarften Bürger? Wenn Infektionszahlen ohne jegliche Einordung kumuliert und absolut permanent kommuniziert werden. Motto: Es wird immer schlimmer. Dass Menschen von Covid-19 gesunden, das war erst mal kein Thema. Es gibt keine Meldepflicht für Genesene.
Erst seit Kurzem gibt zum Beispiel ZEIT Online die Zahl der aktiven Fälle an. WELT Online bereitet die aktuellen Zahlen in einer Grafik wieder verständlich auf, eine Zeitlang war diese nicht aufrufbar.
Für die Städteregion, einer der Corona-Hotspots Deutschlands liegt am 20. Mai 2020 die Gesamtzahl aller Infizierten bei 1.958 Menschen. Was 0,36 Prozent der 550.000 Einwohner der Städteregion Aachen ausmacht. Davon sind bereits 1.801 Menschen wieder von Covid-19 genesen. Wenn nun noch die 91 Verstorbenen abgezogen werden, verbleiben 66 aktive Fälle. Das sind 0,012 Prozent der Bevölkerung der Städteregion Aachen.
Wie sieht nun die Entwicklung der aktiven Fälle aus? Da erstaunt die Feststellung, dass bereits seit dem 5. April (Höchstzahl 654 aktive Fälle in der Städteregion = 0,12 Prozent) die Zahl der aktiven Fälle nahezu kontinuierlich abnimmt.
Auf Bundesebene wird der Höchststand der aktiven Fälle am 6. April 2020 mit 72.862 erreicht. Von da an geht's auch da mit den Zahlen bergab und gesundheitlich bergauf. Den Bürgern in Stadt und Land wird gleichwohl weisgemacht, dass es immer schlimmer wird mit Corona und Covid-19.
Selbstverständlich habe ich die Verantwortlichen in der Städteregion regelmäßig über die Ergebnisse meiner Analysen informiert. Die Reaktion war praktisch gleich Null. Lediglich der Oberbürgermeister von Aachen, Marcel Philipp, reagierte zunächst unwirsch, dann aber immer moderater.
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Ich habe bei der Corona-Hotline hier in Hannover nachgefragt, wo denn wie viele Corona Fälle in den einzelnen Stadtteilen anzutreffen sind. Die Dame war sehr nett und selbst erstaunt, dass es eine derartige Aufstellung nicht gibt und wollte es in einem Meeting anregen, sie fand den Vorschlag gut. Das ist nun schon gut 2 Wochen her. Allerdings hat sich diesbezüglich nichts getan. Natürlich war ich auch nicht wirklich optimistisch, aber ich möchte damit signalisieren, dass es durchaus "Michels" gibt, die ihre grauen Zellen noch zu nutzen wissen, obwohl mich die MSM altersbedingt in eine andere Schublade stecken (wollen). Wir Alle sollten die Kommunen, unsere Kommunalpolitiker mit viel mehr Anfragen konfrontieren. Steter Tropfen höhlt den Stein.... Eine alte, weiße (weise) Frau.
Noch verwunderter reibt man sich die Augen, wenn man die weltweite "Virusmenge" anhand weltweiter aktiver Fälle anschaut. Das allein ist sozusagen die Stärke der Epidemie. Sie ist im gesamten letzten Monat nur noch um 14% gewachsen, tageweise sogar zurückgegangen. Die weltweit täglich gemeldeten Sterbezahlen gehen seit Mitte April kontinuierlich zurück. Wenn man diesen stabilen Trend fortschreiben würde, wäre die Pandemie in 3 Monaten Geschichte. Anlass für diese Hoffnung gibt die Tatsache, dass der Virus von den dicht besiedelten in die weniger dicht besiedelten Regionen wandert. Von den westlichen und nördlichen Stubenhockern zu den südlichen Frischluftmenschen. Frische Luft mag der Virus nicht. Da kommt er schlechter voran. Doch seine Zeit rennt weg.
Je weniger es bei uns werden, um so lauter wird über andere Länder berichtet. Da kommen wenigstens die Millionenzahlen zusammen, die man für die Gefährlichkeit von Corona braucht. Schon beim Thema Klimawandel wird es immer kathastrophaler, je weiter die Region entfernt ist. Da gehen schon mal Südseeinseln unter oder Australien brennt. Wer sich nur aus der Glotze informiert, für den folgt eine Kathastrophe der nächsten. Besser ist, vor der Haustür zu schauen, was läuft.
Ihre Ausführungen decken sich zu 100% mit meinem Gefühl. Leider kann ich mit meinem Gefühl nicht argumentieren. Deshalb: Danke für die Fleißarbeit mit den Zahlen.
Eckhard@Diestel man kann sich die Finger wund schreiben, auch kennen die Menschen weder nah noch fern Covid-19 Erkrankte, die mit dem Tode ringen, oder irgendeinen der daran verstarb. Aber irgendwelche Reportagen aus der Mainstreampresse, unglaublich verlogene Berichte und Zahlenakrobatik reichen aus, zum Panikerhalt. Auch auf der Achse überschlagen sich die Unwissenden, Halbinformierten und Anhänger des Mainstreams mit hysterischen Vermutungen und halbgaren Postulaten über verschiedene "Wellen", Antikörper, neueste Zahlen aus Schweden usw..Ich hoffe unsere Presse läßt offiziell noch ein paar Schweden leben, denn der schwedische Weg wird von Shutdowner-Länder zu recht als Provokation empfunden. Schweden muß mit "italienischem Horror" versehen werden, um das selbst inszenierte Wirtschaftschaos und politische Schikane zu rechtfertigen. Frau@ Klein, Ihre Fragen in Ehren, aber was soll das Virus "sonst so noch machen"? Radio hören, Frühstücken? Sie wühlen in Spekulationen, baden in Eventualitäten und glauben ohnehin gar keinen Zahlen. Ich denke Frau Klein, Sie gruseln sich gerne. Ich verspreche Ihnen, Sie werden nicht an Covid-19 sterben, ganz egal, ob das Virus von einem Affen oder einer Fledermaus einst auf den Menschen übersprang. Slow Down.
Verehrte @Ilona Grimm, werfen Sie die t-online-Meldung in den Mülleimer. Die dürfte erstunken und erlogen sein. Standen die Intriganten bereits vor der Kirche und haben die Menschen verfolgt? Und das im Christen hassenden, linksversifften, korrupten Frankfurt, dort wo der schamlose, überführte, sich illegal bereichernde, linksextreme Oberbürgermeister weiterhin nicht zurücktreten will? An @S. Marek vielen Dank für diese sehr wertvollen Infos. Das was ich insgeheim befürchtet habe, ist also logisch eingetreten. Die Mörder machen weiter, als ob niemand die stoppen könnte. Das Alter macht eigentlich weise. Das stellt gefährliche Wähler dar, die die Linken unbedingt loswerden wollen.
Tja. Das kann man überall machen. Danke für die Genauigkeit und die Mühe. Dass COPD nur durch Rauchen initiiert wird, stimmt so nicht. Sie können das auf Wikipedia nachlesen. 25-45 Prozent der Patienten sollen nie geraucht haben. Gefährdend sei auch das Verbrennen biogenen Materials in Entwicklungsländern und Belastungen am Arbeitsplatz. Ich finde es übrigens extrem peinlich, wenn Politiker, oft schnell vorpreschend, Beileid twittern (Jörn Kubicki). So weiß der Bürger, dass es Katarina Barley und Renate Künast noch gibt. COPD führt zum Tode, mit CoviD 19 evtl. schneller.