Weihnachten ist die Zeit der Familienkrisen. Nicht bei mir. Bei mir war alles freundlich und produktiv. Aber bei anderen Leuten. Bei anderen Leuten soll die Kombination aus Nähe, unerfüllten Erwartungen und In-vino-Veritas zu explosiven Ergebnissen führen. Und dieses Jahr geschah dies auf internationalster Ebene – lasst mich erklären!
Für Deutsche war das Jahr 2025 insofern ein Meilenstein, als nun weltweit offen ausgesprochen wird, was man im Jahrzehnt zuvor eher raunen hörte: Die Deutschen schaffen sich ab, nicht „nur“ demographisch und kulturell, sondern auch wirtschaftlich. An jedem beliebigen Tag kann man bild.de öffnen und neue Horror-Meldungen zum deutschen Wasserstand lesen. Just jetzt, während ich dies tippe, auf der Titelseite: „Jobchancen für Arbeitslose so schlecht wie nie zuvor“ (bild.de, 26.12.2025).
Die Deutschen sind der Lastesel der EU, doch dieses Grautier lahmt. Die Briten sind zwar aus der EU ausgetreten, aber nicht aus Europa, und so notiert man dort aktuell die „Anzeichen dafür, dass Europa wirklich dem Untergang geweiht ist – und Großbritannien mit in den Abgrund reißt“ (telegraph.co.uk, 14.12.2025)).
Ob aber DDR, Nordkorea oder „Unsere Demokratie“: Regime, die ihr Land zugrunde richten, reagieren äußerst allergisch, wenn Bürger in allzu frechen oder deutlichen Worten gegen das ihnen (und ihrer Familie) angetane Unrecht aufbegehren. Maßnahmen gegen die Gedankenfreiheit der Bürger sind natürlich diktatorisch und antidemokratisch. In „Unsere Demokratie“ hat man sich also „polit-rhetorische Schminke“ für die Fratze der diktatorischen, anti-freiheitlichen Maßnahmen zurechtgelegt.
Die deutsche Regierung umgeht Artikel 5 des Grundgesetzes („Eine Zensur findet nicht statt“), indem sie „Nichtregierungsorganisationen“ finanziert, welche die Zensur im Sinne der Regierung betreiben. Die EU erlässt derweil den krass anti-freiheitlichen „Digital Services Act“, welcher Plattformbetreiber dazu verpflichtet, sich von den regierungsfinanzierten Nichtregierungsorganisationen zensieren zu lassen.
Politiker als „Opfer digitaler Gewalt“
Solche „NGOs“ sind nicht nur zuständig für die Zensur, welche Politiker aus „ästhetischen“ Gründen nicht direkt machen wollen. Sie könnten auch dazu dienen, private Fehden der Politiker auf Steuerzahlerkosten auszufechten. Wenn ein Politiker es den Bürgern verbieten will, über ihn harsche Dinge zu sagen, könnte er sie ja privat verklagen. Dank dieser „NGOs“ kann er sich aber zum „Opfer digitaler Gewalt“ oder „Hass-Opfer“ erklären.
Wohlgemerkt: Der Politiker sieht als „Opfer digitaler Gewalt“, wenn ein kleiner Bürger einen frechen Post absetzte, der womöglich nur von ein paar Dutzend Leuten gesehen wurde (sprich: kurz vorbeigescrollt ist) und erst nach einer expliziten Suche überhaupt gefunden wurde. Was unterscheidet denn die Methoden der Anti-Hass-Aktivisten von Spitzeln, die einst in Kneipen lungerten, um auszuspähen, ob nicht ein Betrunkener etwas Freches gegen den Kaiser sagte?
Der „Opferschutz“ aber besteht dann daraus, dass von der NGO viele tausend Anzeigen wegen störender Meinungsäußerungen gegen einfache Bürger erstattet werden. Auf die Anzeigen folgen schnell Hausdurchsuchungen, de facto als „Strafe ohne Anklage und Verfahren“. Es ist wohl kein Fehler im System, sondern expliziter Sinn und volle Absicht, dass bereits die „Ermittlungen“ abschreckend und damit als außerrechtsstaatliche Strafe wirken. Ich habe das alles an anderer Stelle beschrieben (siehe etwa „Warum lachten die Staatsanwälte?“). Ich fasse hier also zusammen, um den Kontext für die folgende „Weihnachtsmeldung“ zu setzen.
Die USA haben den Bürgern Europas ein freiheitliches Weihnachtsgeschenk gemacht, zumindest symbolisch. Zu Heiligabend verhängten die USA „Einreiseverbote gegen Ex-Top-EU-Beamte und deutsche HateAid-Aktivisten“ (welt.de, 24.12.2025). Der „Ex-Top-EU-Beamte“ ist Thierry Breton. Ich schrieb über ihn 2023 im Essay „EU, ‚Desinformation‘ und der Info-Lockdown“. Sagen wir mal so: Er ist ein sehr reicher Franzose, und seine Anliegen lassen in mir jene Alarmglocken scheppern, die mir einst im Geschichtsunterricht eingebaut wurden. Er gilt als „Architekt“ der repressiven EU-Zensurgesetze „Digital Services Act“.
Für Nicht-Linke gilt vermutlich, dass sie schon qua Existenz „Hass verbreiten“
Die erwähnten „Aktivisten gegen Hass im Netz“ aber sind die Damen Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon, Geschäftsführerinnen der NGO „HateAid“. Die „Nichtregierungsorganisation“ HateAid wurde ganz offiziell von der Regierung gefördert (siehe bundestag.de). Offiziell kann sich jeder an sie wenden, der „Opfer digitaler Gewalt“ wurde (sprich: über den etwas Böses im Internet gesagt wurde). Praktisch hat man sich aber offenbar so etwas wie einen rhetorischen Trick zurechtgelegt. Auf die Frage, ob sie auch Nicht-Linke unterstützen würden, antwortet HateAid: „Wir unterstützen Menschen bei digitaler Gewalt. Dabei helfen wir allen Menschen, die selbst keinen Hass verbreiten oder schüren.“ (@HateAid, 28.11.2024/archiviert)
Für Nicht-Linke gilt vermutlich, dass sie schon qua Existenz „Hass verbreiten“ – und damit wären sie von der „Hilfe gegen Hass“ ausgeschlossen. Der Nicht-Linke Ali Utlu beschreibt, wie das Ergebnis dieses „Tricks“ wohl praktisch aussieht: „Ich habe mehrfach Morddrohungen, Hass und Hetze gegen mich wegen meiner Herkunft und Sexualität bei #HateAid gemeldet. Nichts ist passiert. Weil ich anscheinend nicht links bin.“ – (@AliCologne, 25.12.2025)
Eine vom Staat (co-)finanzierte Institution sucht sich offenbar mit einem rhetorischen Trick anhand politischer Präferenzen aus, welchem Bürger sie ihre Hilfe anbietet und welchem nicht. Aber gut, das tun diverse Kulturförderungen und Propaganda-Initiativen auch. Die Reaktionen von EU, Bundesregierung und deutschem Staatsfunk auf die freiheitliche Initiative der USA sind derart dreist und buchstäblich unverschämt, dass es vom Schockierenden zum Amüsanten übergeht. Die einst als „Zensursula“ beschriebene Ursula von der Leyen schreibt tatsächlich als Reaktion: „Freedom of speech is the foundation of our strong and vibrant European democracy. We are proud of it. We will protect it. Because the @EU_Commission is the guardian of our values.“ – @vonderleyen, 24.12.2025
Die Orwellschen Gegenteilslogans
Auf Deutsch: „Die Meinungsfreiheit ist das Fundament unserer starken und lebendigen europäischen Demokratie. Wir sind stolz darauf. Wir werden sie schützen. Denn die @EU_Kommission ist die Hüterin unserer Werte.“ Nein, ich glaube nicht, dass dem verantwortlichen PR-Team die sarkastische Ironie dieser Aussage entgeht. Ich vermute, dass man sich mächtig und stark fühlt darin, schamlosen Unsinn zu reden und dem Gegner die eigenen Taten vorzuwerfen, wohlwissend, dass niemand einen dafür abstrafen wird.
Georg Restle zitiert, vermutlich zustimmend, die Alpen-Prawda: „Ein Akt der Repression einer Regierung, die zunehmend Rechtsstaatlichkeit missachtet und versucht, ihre Kritiker mit aller Härte zum Schweigen zu bringen“. – @georgrestle, 24.12.2025 mit Link zu sueddeutsche.de, 24.12.2025
Fragt man die Sanktionierten selbst, werden sie einem erklären, dass sie keineswegs Zensur treiben, sondern tatsächlich die Meinungsfreiheit verteidigen. In deren Logik können wohl Politiker nur dann ihre Meinung frei äußern, wenn sie sich darauf verlassen können, dass ihnen nicht in allzu frechen Worten widersprochen wird. In meiner Logik werden hier lediglich ein weiteres Mal, wieder von „den Guten“, die Orwellschen Gegenteilslogans appliziert: „Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Zensur ist Meinungsfreiheit.“
Vertun wir uns nicht: Die USA setzen sich für Meinungsfreiheit ein, nachdem EU-Zensoren sich anmaßten, zu zensieren, was auf US-Plattformen gesagt wird. Aber gut, nur weil die USA erst dann gegen NS-Deutschland aktiv wurden, als ein US-Schiff torpediert wurde, ändert nichts daran, dass sie eben aktiv wurden. Die Blindheit auf deutscher und europäischer Seite für Ironie in eigener Sache lässt einen dann doch aber etwas sprachlos zurück. In der EU werden regelmäßig Einreiseverbote verhängt, und zwar nicht „nur“ für Zensoren, sondern explizit wegen verbotener Meinung. Man denke nur zurück an das lächerliche Theater ums Einreiseverbot für Martin Sellner (spiegel.de, 19.3.2024, später gekippt (lto.de, 6.4.2024).
„Mr. Gorbachev, tear down this wall“
Diese transatlantische Weihnachtsgeschichte ist noch lange nicht auserzählt. Für den Augenblick stelle ich fest, dass auch dieses internationale Familientreffen mit dem nicht ungewöhnlichen Stress daherkommt. „In vino veritas“, sagen die Lateiner: In Wein liegt Wahrheit. Alkohol senkt bekanntlich Hemmungen. Auch die Hemmung, unangenehme Wahrheiten bezüglich schwelender Konflikte auszusprechen.
Die USA und die heutige EU pflegen bekanntlich unterschiedliche Konzepte von Meinungsfreiheit. Geht es nach den Funktionären in Berlin und Brüssel, soll Meinungsfreiheit der Farbwahl beim frühen Ford Model T ähneln. Bei jenem warst du (der Legende nach) frei, jede beliebige Farbe zu wählen, solange die Farbe eben Schwarz war. In der EU sollst du frei sein, jede Meinung zu äußern, solange es der von Globalisten vorgegebenen Meinung entspricht. (Ungesteuerte Migration ist super, Weiße sind grundsätzlich böse, Steuern sind nie hoch genug, und so weiter.)
Ja, dieses Weihnachten feierten wir wahrlich ein transatlantisches Familientreffen. Ein Unterschied ist, dass es der nüchterne Nichttrinker Donald Trump ist, der die explosive Wahrheit sagt, während die an sich selbst Besoffenen EU-Eliten in wirren Übertreibungen ihre absurden Lebenslügen verteidigen.
Weihnachten 2025 war auf jeden Fall politisch spannend. Während Deutschland sich selbst abschafft und die EU-Behörden weiter an der großeuropäischen Diktatur werkeln, setzten die USA erfrischend klare Zeichen für die Freiheit. Die USA haben den Bürgern Europas ein Geschenk gemacht. Es ist nicht das erste Mal, dass die USA für die Freiheit in Europa eintreten.
„Mr. Gorbachev, tear down this wall“, sagte Reagan einst. Die Trump-Regierung sagt heute: „Regierung von Europa, fürchtet nicht die Meinungen eurer Bürger!“ Ja, das sagte J. D. Vance sogar praktisch wörtlich bei seiner Rede zum Valentinstag dieses Jahres. Ich darf euch meine Übersetzung jener Rede empfehlen, inklusive Video-Vortrag: „Rede von J. D. Vance am 14.2.2025, auf Deutsch vorgetragen“ Ich wünsche euch eine ruhige Zeit zwischen den Jahren. Hinsichtlich unserer „transatlantischen Familie“ aber, die traditionell auch als „der Westen“ bekannt ist, empfehle ich vor allem den älteren Familienmitgliedern dringend die Ausnüchterung.
Dieser Text erschien zuerst auf dushanwegner.com.
Hetzfiguren wie Georg Restle oder Anja Reschke im Regierungsdrohfunk agieren zu lassen, ist ohne Frage ein Verstoß gegen Artikel 1 GG. Eine Regierung die verfassungswidrig die linke Hetze institutionalisiert und die Meingsfreiheit BEKÄMPFT, muss abgewählt werden! Noch sind wir ein demokratischer Rechtsstaat aber nicht mehr lange, wenn wir die linken Staatshetzer dulden! Staatshetze ist wie Kriegshetze das Merkmal des Faschismus!
State Hate Made in Germany konnte zur Drohgebärde des Linksstaates werden, obwohl wir ein demokratischer Rechtsstaat mit einem wunderbaren Grundgesetz waren. Und große Teile des betrogenen Souveräns willigen lieber in den neuen linken Faschismus der „Follower“ der Mauerschützen-SED ein als Widerstand zu leisten. Die widerlichen Antidemokraten von Campact und Hate Aid sind die Boten der merkelschen „Großen Transformation“. Gottlob sind wir Demokraten nicht genötigt, uns an diesem verfassungswidrigen Zerstörungswerk zu beteiligen.
Die Leserbriefe von Franz Klar (einer von zweien) und Helmut Eichler standen direkt untereinander. Das hat ja gut gepasst. Oder war die Meinung von Herrn Eichler Satire?
An: P. F. Hilker 27.12.2025: „At Helmut Eichler. Wenn etwas besonders betont wird, dann stimmt meistens etwas nicht. UnsereDemokratie, jaja, und die “DDR„ war auch demokratisch. Mein Gott, wie armselig. Mit “Quatsch„ meinten Sie bestimmt Ihren eigenen Beitrag. Oder habe ich das falsch verstanden, war das Satire?“ Es sollte Satire werden. Die ist aber missraten. Ich war etwas angetrunken. Außerden hatte ich mich vorher ziemlich über die Vollidioten aufgeregt, die Kapitalerträge noch stärker besteuern wollen (Sozialbeiträge drauf). Diese Vollidioten ruinieren wirklich alles.
Ein schönes Geschenk, ja. Und einem geschenkten Gaul soll man ja auch nicht ins Maul schauen. Aber trotzdem, eine von 551, da bleibt noch viel zu tun, Herr Trump!
Die Logik von so welchen Zens-UR-sula/äh: Röschen vdL et alter dürfte wohl sein: Wenn man schon ohne irgendwelche Knast-Probleme Billionen-Krrdite im Namen dieser verfassungslosen EU-Pseudostaatlichkeit entgegen allen EU-Vertragsvereinbarungen aufnehmen und so eilfertig wie der Wind verschleudern kann und darf, da kann man doch auch locker vom Hocher auf alle menschenrechtlich verbrieften Verfassungsgarantien, wie sie alleMitgliederstaaten kodifiziert und noch niemals offen widerrufen haben, haufenweise scheißen wie man grade Allmachts-algusto-totalitaristisch-hyperstaats-exkutivisch so druff isch, im Moment. Gelle! (Für solches Unrecht gilt eben immer dasselbe wie für die Dummheit: Das Zeugs machts sich tendenziell unsichtbar, indem es großes Ausmaß annimmt.)
IM NAMEN WOVONß? – Wenn irgendwer im Namen spricht von irgendwas, das meint er nicht. Wovon er spricht, kannst du vergessen, er meint nur eigene Int’ressen. / Von „unserer Demokratie“ spricht immer wer, der meint sie nie, er spricht von seinem Machterhalt, nötigenfalls den mit Gewalt. / Stand im Namen der Gesundheit verdächtig schnell etwas bereit, weil ausgeheckt in höchsten Kreisen, konnte sich nur als Gift erweisen. / Im Klimagedöns sind vereint, wer Naturwissenschaft verneint, den Klimaunsinn sie beschwören, um die Gesellschaft zu zerstören. / Wer spricht im Namen der Moral, ist oft sogar suizidal. Weiß nicht, warum die danach drängen, einst an einem Baukran zu hängen? / Die reden von westlichen Werten, sind in der Regel die Verkehrten. Sie meinen ihre Machtmaschine, opfern dafür die Ukraine. / Familie, Heimat, deutsche Kultur, wertlos sind die für diese nur, die im Namen des Klimas dröhnen, womit sie Restdeutsche verhöhnen. / „Im Namen des Volkes“, ist wohl als Spruch inzwischen völlig hohl, wo sogar manche, die ihn sprechen, Gesetze der Verfassung brechen. / Ganz besonder wird mir schlecht, wenn im Namen von Menschenrecht, statt Geburten zu protegieren, sie Leibesfrüchte massakrieren. / Am frechsten und am allermeisten im schwarzen Gewand sich erdreisten im Namen Gottes aufzutreten, die den Gott der Lüge anbeten. / Weil ihnen die sind nicht zu eigen, von Recht und Freiheit sie stets schweigen, die wenigen, die darum ringen, würden sie gern zum Schweigen bringen. / Zum Abschluss möchte ich dich warnen, achte darauf, ob der will tarnen, dass er deine Zukunft vermasselt, der im Namen von etwas quasselt.