Roger Letsch / 26.05.2022 / 06:00 / Foto: Mstyslav Chernov / 88 / Seite ausdrucken

Die „grüne RAF“ und ihr Klimakampf

Im „Spiegel“ erschien ein Debattenbeitrag des Klima-Aktivisten Andreas Malm, der zu Sachbeschädigung und Vandalismus im Namen des „Klimaschutzes“ aufruft. Er selbst bringt den Begriff „grüne RAF“ ins Spiel.

Es scheint, die Zeit der Kinderkreuzzüge in der Epoche der Klimarettung ist vorbei. Jetzt haben die Erwachsenen übernommen. Zumindest halten sich Aktivisten wie der Schwede Andreas Malm für sehr erwachsen, wenn sie Gewalt und Eskalation das Wort reden. Schließlich gehe es beim Klima um nichts weniger als alles – was soll schon schiefgehen? In einem sogenannten Debattenbeitrag im Spiegel beschreibt Malm, wie er und seine Genossen sich die große Umerziehung der Menschheit vorstellen. Denn uneinsichtig und verführt, wie sie nun mal ist, hält diese hartnäckig an der Emission von CO2 fest, was ihr natürlich von den „herrschenden Klassen“ aufoktroyiert ist. Wenn nur diese fossile herrschende Klasse nicht wäre – das Paradies wäre errungen.

Denn der Mensch ist gut und emittiert nicht – er hat es nur vergessen, weil er vom bösen Fossilkapitalismus überformt wurde. Der Spiegel gibt sich bereitwillig her als Plattform zur Verbreitung eines radikal gewaltaffinen Manifests. Beim Lesen kommt einem angesichts des Klassenkampfgebimmels und der anmaßenden Rhetorik unwillkürlich der Begriff „grüne RAF“ in den Sinn, nur um schließlich feststellen zu müssen, dass Malm diesen Begriff selbst für so passend hält, dass er ihn zur Beschreibung der herbeigewünschten Bewegung verwendet. Gewalt sei nötig, weil sich das „fossile Kapital“ der Einsicht verweigere.

„Sollte die Klimabewegung den Kampf eskalieren? Sollten wir mehr tun, als nur friedlich demonstrieren, höfliche Petitionen verfassen und zivilen Protest leisten? Und stattdessen zu Mitteln wie Sabotage und Sachbeschädigung greifen? In der Debatte der Klimabewegung über zukünftige Strategien argumentieren einige von uns für eine solche Eskalation. Das beste Argument dafür ist der objektive Zustand dieses Planeten, der sich auch im vergangenen Jahr mit gewohnter Zuverlässigkeit verschlechtert hat.“

Klimakampf ist Klassenkampf

Nein, nein und nochmals nein lauten die rechtsstaatlichen Antworten auf die drei Fragen. Aber wir wissen natürlich, dass die grüne RAF hier mit religiösen Überzeugungen hantiert und für den Zweck der „Erlösung“ zu allen Mitteln greifen darf. Sabotage und Sachbeschädigung? Der „objektive“ Zustand des Planeten erzwingt es! Souverän ist, wer über den Ausnahmezustand entscheidet, wusste schon Carl Schmitt. Heute genügt die Definitionsmacht über „objektive“ Zustände.

„Das fossile Kapital bereitet sich auf neue Reinvestitionsrunden vor: mehr Bohrinseln, mehr Plattformen, mehr Terminals, mehr Pipelines. Natürlich tun sie dies, um mehr Kapital anzuhäufen – wozu sind sie denn Unternehmen?“

Wir lernen: Klimakampf ist Klassenkampf, und all die liebgewonnenen Marx’schen Koseworte vom Komposthaufen der Geschichte feiern bei Malm Wiederauferstehung. Die Maschine, die übermächtige, seelenlose Maschine des Unternehmers mit seinem fossilen Kapital rafft Reichtümer zusammen, auf die der Staat fette Mehrfachsteuern erhebt, um damit jene politischen Kräfte zu füttern, die das fossile Kapital geißeln. Wie dumm kann das fossile Kapital eigentlich sein?

Und während die Zeitzeugen des frühen Manchesterkapitalismus zumindest glaubten, auf der „anderen Seite“ eine menschliche Komponente zu entdecken, die an den geschaffenen Reichtümern beteiligt werden solle, möchte die grüne RAF die Maschine mit all ihren Plattformen, Terminals und Pipelines durch eine andere, vermeintlich bessere ersetzen.

Doch sind es nicht auch Unternehmen, die Reinvestitionsrunden fordern, Windräder, Solarparks und Wasserstoffpipelines bauen wollen und zu diesem Zweck Kapital anhäufen? Investitionen ohne angehäuftes Kapital sind – soweit ich das überblicke – doch unmöglich, wenn man mal von der Anhäufung von Schulden absieht. Wer in diesem vorgestellten Replacement der Maschinen also Schöpfer und wer Zerstörer ist, liegt ganz im Auge des jeweiligen Investors beziehungsweise Subventionsempfängers.

Die Maschine „Erneuerbare“ funktioniert nur im Übermorgenland

„Die Pole schmelzen mit einer von Wissenschaftlern kaum für möglich gehaltenen Geschwindigkeit, aber das fossile Kapital läuft auf Hochtouren. Die herrschenden Klassen auf diesem Planeten sind entschlossen, das, was von ihm übrig ist, so schnell wie möglich zu verbrennen, und nichts – gar nichts – hat sie bisher davon abgehalten. Sie sind vollständig und auf eine infernalische und dämonische Art und Weise außer Kontrolle.“

Den Polen geht’s prächtig, von dort droht so schnell keine Gefahr. Und selbst wenn die Wahrnehmung im Detail abweicht, gäbe es bisher nicht in Betracht gezogene Mittel, sie abzuwenden. Im Fazit komme ich darauf zurück. Die aufgeblasene Rhetorik Malms simuliert einen Alarmismus, den es nur innerhalb der Klimaretterblase gibt. Und was die herrschenden Klassen angeht, hat diese ideologische Bubble doch längst die vollständige Kontrolle übernommen. Das einzige, was ihr noch im Weg steht, ist nicht das fossile Kapital, sondern die Physik. Denn die Maschine „Erneuerbare“ funktioniert nur im Übermorgenland und braucht in der Praxis sehr viel fossile Hilfe.

„Eine Form äußerst friedlicher Sabotage ist das Luftablassen aus den Reifen von SUV. […] Wesentlich militanter war der Angriff anonymer Aktivisten am 17. Februar 2022 auf eine Pipeline-Baustelle in British Columbia. Eine Gruppe von rund 20 Personen, bewaffnet mit Äxten, Leuchtpistolen und Sprühfarbe stürmte die Baustelle, wo die Coastal-GasLink-Pipeline unter dem Fluss Wedzin Kwa hindurch verlegt werden sollte. Sie brachen Bulldozer und Lastwagen auf und zertrümmerten damit andere Maschinen, Generatoren, schweres Gerät und Anhänger. Die wenigen verschwommenen Bilder, die die Wachleute mit ihren Handys aufgenommen hatten, zeigen maskierte Personen in weißen Overalls – dem Markenzeichen radikaler Klimaaktivisten.“

Dreiste Täter-Opfer-Umkehr

Ich empfehle allen Besitzern von Fahrzeugen, die auch nur entfernt an einen dieser verteufelten SUVs erinnern, ihre Reifen nicht mit Luft, sondern mit CO2 zu füllen und in großen Buchstaben darauf hinzuweisen, damit die „äußerst friedlichen“ Saboteure wenigstens in so etwas wie einen Zielkonflikt geraten. Doch Spaß beiseite, die beschriebenen Sabotageakte sind alles andere als lustig. Die Detailverliebtheit, mit der Malm hier kriminelle Aktionen und die Zerstörung nicht nur von Sachwerten, sondern auch von Lebensgrundlagen beschreibt, ist obszön. Ich frage mich, woher die maskierten Personen ihre weißen Overalls – ihr Markenzeichen – wohl haben und tippe mal auf chinesische Produktion. Dort sind dieselben Overalls ebenfalls Markenzeichen geworden: als Arbeitsbekleidung der Blockwarte und Prügelkommandos der kommunistischen Zero-Covid-Partei. Der Nachschub von Empörungsartikeln des täglichen Bedarfs würde weltweit zusammenbrechen, wenn China keine mit fossilem Kapital betriebenen Schiffe und Flugzeuge mehr schickt!

„Weil die herrschenden Klassen sich weigern, sich von fossilen Energieträgern zu verabschieden, sind diejenigen, denen ein lebenswerter Planet am Herzen liegt, gezwungen, den Einsatz zu erhöhen. Wer die Verantwortung dafür hat, sollte klar sein.“

Wer hier die Argumentation autoritärer Eltern zu erkennen glaubt, die ihre Kinder mit den Worten „das tut mir jetzt mehr weh als dir“ auf Hausarrest und WLAN-Entzug vorbereiten, liegt vermutlich richtig. Nicht der Saboteur einer Gasleitung trägt laut Malm Verantwortung für den angerichteten Schaden, sondern der Betreiber. Oder, noch etwas provokativer: Nicht der Vergewaltiger trage die Schuld, sondern der kurze Rock der Frau. Ob sich die dreiste Täter-Opfer-Umkehr der Dekarbonisierungspiraten auch irgendwann mangels politischer Widerstände bis ins Strafrecht durchdrücken lässt? Darauf würde ich wetten, angesichts des Zustandes unseres höchsten Gerichts, welches faktisch Menschen zu Rechtspersonen mit Ansprüchen gegen Deutschland und sein Grundgesetz erklärt, die in Indien oder Afrika leben oder noch nicht einmal geboren sind.

Ein Feigenblatt, das schnell verwelkt

„Das soll nicht heißen, dass ich oder andere Eskalationsbefürworter mit Sicherheit wissen, welche Maßnahmen die beabsichtigte Wirkung erzielen: Das kann nur in der Praxis herausgefunden werden. Würde es aber Dutzende solcher Aktionen wie beim Wedzin Kwa geben oder würden in europäischen Städten Tausenden von SUV die Luft abgelassen, wäre es denkbar, dass der Ausbau der Infrastruktur für fossile Brennstoffe und unvertretbare Luxusemissionen wirklich gebremst würden.“

Man merke sich den Terminus „Luxusemissionen“, denn der wird hier auf alles angewendet. Ob im Feind-SUV ein Notarzt oder ein Aramco-Manager sitzt, wird schließlich auch nicht abgefragt. „Vertretbar“ ist hier ein ebenso interessanter Begriff, denn über die Vertretbarkeit bestimmt natürlich der Eskalationsbefürworter. Und zwar eskalierend und im Gleichschritt mit der vorauseilenden Legislative, die wie in Berlin durch Verkehrsstilllegung ganzer Straßen und Parkflächenverdrängung durch sogenannte „Parklets“ den Jäger Jan-Klimaretter-Malte von seiner Beute SUV abschneidet. Handel und Handwerk brechen ein? Geschenkt! Es gibt schließlich kein Problem, das man mit Umverteilung und Neuverschuldung nicht lösen könnte! Nachhaltigkeit muss nur neu gedacht werden!

„Eine entscheidende Voraussetzung dafür ist, dass die Grenze zwischen Sachen und Menschen strikt eingehalten wird.“

Jede selbstgerechte und selbstreferenzielle Terror-Ideologie hat mal klein angefangen. Auch jede RAF, die rote wie die grüne. Auch der Kaufhausbrand in Frankfurt 1968 war ein Anschlag „nur gegen Sachen“, doch irgendwann reicht das eben nicht mehr. Zwischen guter Gewalt und schlechter Gewalt zu unterscheiden, ist ein Feigenblatt, das schnell verwelkt.

„Partei der Klimaverständigen“

„Solange die Regierungen die Produzenten fossiler Brennstoffe fördern, müssen Menschen außerhalb der Staatsapparate die Dinge selbst in die Hand nehmen. Die Frage ist nicht, warum jemand so etwas tun sollte. Die Frage ist, warum es nicht mehr Menschen tun und warum wir so lange gewartet haben.“

Staatsapparate? Auch hier denkt Malm in autoritären Kategorien. Das gewünschte Ergebnis in Form von Wahlen anzustreben, verbietet sich natürlich für eine Ideologie, die die Bürger generell nicht um ein Plazet bittet. Stattdessen übernimmt in seiner Utopie eine „Partei der Klimaverständigen“ die Deutung des Willens der Massen, genau wie die „Partei der Arbeiterklasse“ im Staatssozialismus Wahrheit und Wille des dummen Volkes verwaltete. Selbst der Wunsch der immer weiter voranschreitenden Mobilisierung – ob für oder gegen etwas – wird formuliert, laut Hannah Arendt ein Wesensmerkmal aller totalitären Regime. Immer muss man im Totalitarismus dabei sein, mitmachen, Stellung beziehen und für oder gegen etwas sein. Indifferenz und Verweigerung werden als Feindschaft interpretiert. Dabei sein statt frei sein.

Selbstmord aus Langeweile?

Vermutlich denken einige meiner Leser, dieser Spiegel-Artikel sei schon fast ein Aufruf zu kriminellen Handlungen. Das kann man so sehen. Er ist aber auch der lebendige Beweis dafür, wie weit man in diesem Land heute gehen kann, ohne vom Rechtsstaat des Hasses oder des Aufrufs zur Gewalt belangt zu werden. Solange das politische Narrativ stimmt, geht hier so ziemlich alles ungerügt durch. Dem Rechtsstaat scheint die Kraft abhanden gekommen zu sein, sich gegen jene zu behaupten, die ihn abschaffen und gegen etwas Kollektivistisches und Gleichgeschaltetes eintauschen wollen.

Sind wir müde geworden? Oder gleichgültig? Wächst in den Menschen tatsächlich der Wille, die Marktwirtschaft zu beseitigen und durch etwas anderes, vielleicht Ökologisch-Autoritäres zu ersetzen? Selbstmord aus Langeweile?

Die Ökoterroristen adressieren jedoch ein Problem, für das sie die Lösung nicht sehen wollen. Sucht man nach einem bestimmenden Merkmal aller wohlhabenden Industriestaaten, das sie sicher von Entwicklungsländern unterscheidet, findet man stets eines: den unbeschränkten, gesicherten und billigen Zugang zu Energie. Diesen sicherzustellen, ist eine der Hauptaufgaben eines funktionierenden Staates, alle anderen Aufgaben bauen darauf auf, auch die karikativen und internationalistischen. Selbst wenn wir die Vermeidung von CO2-Emissionen zum überlebenswichtigen Staatsziel erklären wollten, bräuchten wir zu dessen Erreichung zuverlässige und billige Energie.

Stattdessen spielen wir mit unserer Energieversorgung seit mehreren Dekaden „Jenga“ und zogen ausgerechnet die unteren Steine des Turms, die Kernkraft, als erstes raus. Doch selbst jetzt, da uns angesichts des russischen Kriegs in der Ukraine der energetische Super-GAU droht, kommen unsere Reaktionen nicht über ein zaghaftes „Hätten wir nur nicht…“ hinaus. Wir sind fest entschlossen, auch noch die letzten drei zuverlässigen und CO2-freien Kraftwerke abzuschalten und rütteln weiter am Jenga-Turm. Wir lernen nicht aus unseren Fehlern, weil wir die Folgen der Politik nicht in Betracht ziehen. Es genügt uns, zu glauben, sie sei die richtige, und dieser Glaube ist offenbar durch nichts zu erschüttern.

Der „Hätten-Wir-Nur-Nicht“-Effekt

Gerade eben überschlagen sich die alarmistischen Meldungen über eine eigentlich gut bekannte Viruserkrankung aus Westafrika, die Affenpocken. Die Strukturen in Medien und Politik sind noch warm und eingespielt, welche uns zwei Jahre lang mit Corona in Angst und Schrecken versetzt hatten. Es wird ihnen wohl nicht gelingen, das vertraute Paniklevel zu erreichen und ich will mich hier auch nicht an dieser lächerlichen Diskussion beteiligen. Mir geht es um den „Hätten-Wir-Nur-Nicht“-Effekt. Genau wie in Sachen Energieversorgung an der Kernkraft haben wir uns auch bei Corona mit ideologischer Wucht an einem Gegner abgekämpft, der in Wirklichkeit nicht bedrohlich für uns war.

Nun sind unsere Ressourcen erschöpft, Reserven aufgebraucht, die Wirtschaft schwächelt und die Versorgungslage neigt sich weltweit in Richtung „kritisch“. Was, wenn statt der Affenpocken gerade jetzt mal eine wirklich bedrohliche Pandemie ausbräche? Was hätten wir dem wohl momentan entgegenzusetzen? Nicht mehr viel, fürchte ich. Denn wir haben alle Kraft und Aufmerksamkeit für das vergleichsweise harmlose Coronavirus verschwendet. Hätten wir nur nicht… Und hätten wir nur die Kernkraft in Ruhe gelassen, jetzt, wo uns das Gas knapp wird, mit dem wir den Ausbau der volatilen Erneuerbaren gecovert haben. War wohl auch keine so gute Idee.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Roger Letschs Blog Unbesorgt.

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A. Ostrovsky / 26.05.2022

Ich frage mal ganz direkt: Gibt es hier jemanden, der den “Schwarzen Block der Antifa” nicht für eine fünfte Kolonne des Verfassungsschutzes hält, der von Bundespolitikern der Roten, Grünen, Schwarzen, Gelben und vor allem der Rotroten instruiert wird? Es ist nur ein weiterer Schwarzer Block, der deshalb so medienwirksam im SPIEGEL seinen Unrat verbreitet, UM EINE HANDHABE der Repressionsorgane des “Fossilen Kapitals” gegen jeden zu schaffen, der sich dem herrschenden Dogma in irgendeinem Detail nicht unterwerfen will. Das Ziel ist UNIFORMITÄT DES DENKENS. Der Claqueur und der Agent Provocateur sind seit spätestens der Jakobinerdiktatur ständige Bauelemente einer faschistoiden oder wenigstens gewalttätigen Repression der Masse. Um es einfach zu sagen: Um jeden, wirklich jeden, der sich auch nur minimal gegen den Führer versündigt, einsperren zu können, braucht man den für Alle sichtbaren bitterbösen Feind. Er ist nur die konsequente Übertreibung der keinen Verfehlungen gegen den Führer, eine Kunstfigur in der jeder Zweifler sich wiedererkennen muss, wenn auch nicht in aller Konsequenz. Es ist der schwarze Mann, auf den man zeigt mit der Frage “Willst Du etwa mal so werden, wie der?”. Ähh, pardon, selbstverständlich meine ich den “Weißen Mann”. Das hat jedenfalls eine erzieherische Wirkung auf jeden, dessen “Fester Klassenstandpunkt” kippelt. Da es infolge der flächendeckenden Verhinderung jeder Abweichung diese Kunstfigur real gar nicht gibt, wird sie vom Führer in Auftrag gegeben. Die Legende sagt zwar, solche Personen radikalisieren sich im Geheimen und dann schlagen sie aus dem Hinterhalt zu. Wenn das tatsächlich so wäre, würden wir solche Personen niemals sehen, sondern nur fassungslos ihren Taten gegenüber stehen. Dadurch würde aber der erzieherische Effekt verpuffen. Deshalb breiten solche Norm-Radikale ihre Gedanken in den Massenmedien aus, die besonders systemneh sind. Ich hätte da die ZEIT oder den SPIEGEL vermutet, oder denTAGESSPIEGEL.

Gustav Kemmt / 26.05.2022

Lustig immer auch die “Polklappen”: lässt man die Suchmaschine nach ‘Nasa’ & ‘Current State of Sea Ice Cover’ suchen, zeigt einem eine Seite der Nasa, dass es im Bereich der Polklappen seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1979 zum immer gleichen Winter-Auf und Sommer-Ab der sowohl Eisausdehnung als auch Eisfläche an den Polen gekommen ist. Also zu keinerlei Anomalie. Eine sehr schöne Seite, die auch immer aktuelle Zeitraffersatellitenfotofilme bereithält. Zum 22. Mai 2022 in der Arktis: 12,7 Mio Quadratkilometer Eisausdehnung (auf Grönland bis 3km dick). Zum 22. Mai 2022 in der Antarktis: 10,3 Mio Quadratkilometer Eisausdehnung (auf dem antarktischen Kontinent bis 4km dick).

Hjalmar Kreutzer / 26.05.2022

Sachlich alles richtig, aber auch der Meister Röhrich sagt zu seinem Altgesellen: „Eckaat, ich glaub, wir ham das Ventil abgerissen.“ Darauf Eckaat völlig richtig: „Wieso wir?“ Und Lehrling Werner ergänzt direkt: „Ich glaub, das warn Sie, Meister!“ Nicht WIR haben die AKW abgeschaltet, wollen aus der Kohleverstromung aussteigen oder das russische Öl und Gas boykottieren, nachdem WIR uns völlig davon abhängig gemacht haben. Es ist auch nicht „der Mensch“, der immer wieder Kriege anzettelt, es sind immer durchgeknallte Ideologen an der Regierung, die alle diese für die meisten Menschen schädlichen Maßnahmen veranlassen. Einem großen Teil von UNS kann man höchstens vorwerfen, dass WIR zu wenig die einzige Partei des gesunden Menschenverstandes gewählt haben, die einfach nur „Halt“ und „Kommando zurück“ sagen und zum Status quo ante zurückkehren muss. Selbst die anderen „bürgerlichen Parteien“ sind mittlerweile ja durchgrünt, so dass es wurschtegal ist, wo man alle vier oder fünf Jahre den Lottoschein ankreuzt. Ausgezählt wurde immer so, dass garantiert die eine Partei nicht zum Zuge kommt und auch sonst Volkes Wille durch Mauscheleien der anderen Parteien ausgebremst wird. Ich fürchte auch, dass der Tag nicht mehr fern ist, an dem der erste 30-Tonner über die angeklebten „Aktivisten“ (Euphemismus für asoziales Gesocks) einfach weiterfährt.

Belo Zibé / 26.05.2022

“...sich die große Umerziehung der Menschheit vorstellen” An solchen Umerziehungsbestrebungen   waren in der Vergangenheit immer vom Idealismus durchdrungene junge Menschen beteiligt , deren Handeln mit allerbesten Absichten-so wurde es ihnen dem jeweiligen Zeitgeist entsprechend eingetrichtert-  im Dienste einer Rettung stand. Von Hitler , Stalin über Mao bis Pol Pot etc. So erstaunt eine Aussage eines Konrad Morgen wenig und appelliert an den Verstand , wenn er seine SS-Kameraden als junge Idealisten beschreibt, deren Ziel es gewesen sei, die europäische Kultur gegen den anbrandenden Bolschewismus zu verteidigen.    

Udo Kemmerling / 26.05.2022

Der grüne Stalinist würde schlagartig dem Rechtsstaat zugeführt, wenn hier nicht die Grünen, die SPD, die CDU, die CSU, die FDP und selbstverständlich die lokalen Stalinisten unisono in dasselbe Klimarettungsmegaphon plärren würden. 89% der Bekloppten hier sprechen sich an der Wahlurne für diesen Irrsinn aus. (Die Vertreter der anderen 11% machen sich durch Putinismus unmöglich. Danke, bin jetzt wieder Nichtwähler!!!) Als die erste Welle des Bolschewismus den Planeten überrollte, gab es wenigstens noch den vorgeschobenen Grund für den folgenden Staatsterrorismus in Form des unterdrückten Arbeiters. Nicht, dass der Bolschewismus eine Lösung für den Arbeiter gewesen wäre, aber es gab sie wenigstens, die Arbeiter. Der jetzige Vorwand ist ein vollhalluzinierter Schwachsinn in Form einer nichtexistenten aber beplärrten “Klimakrise”, der sich zudem durch keine einzige mögliche Maßnahme verbessern ließe, da selbst massive Eingriffe am Kohlenstoffhaushalt des Planeten zu KEINERLEI Veränderungen des Wetters führen würden. Nicht, dass ein geistig gesunder, objektiver Mensch Veränderungen wünschen würde, da ein weitgehend idyllischer Planet eine verrückte Masse von 8 Milliarden ernährt. ++ Ganz entschieden möchte ich mich @ Robert Korn anschließen in seiner Formulierung “kriegt subito sowas von auf die Fresse!” Ebenfalls versprochen!!!!

A. Ostrovsky / 26.05.2022

@Klaus-Dieter Grün : Ich stimme Ihnen zu. Das Problem ist der Dogmatismus, nicht die Frage, in welchem Land die Mutter geboren wurde. Der Dogmatismus ist nichts, was in den Genen liegt, er wird von der Umgebung/Gesellschaft anerzogen, indoktriniert, meistens kombiniert mit einem Würgegriff. Unkontrollierbarer Dogmatismus ist der Fingerabdruck dieses Würgegriffes. Eine viel strapazierte Demagogie ist auch die Behauptung, die Leute hätten sich selbst radikalisiert und es werden wechselnde technologische Erzeugnisse als Ursache oder Demagogisierungs-Hilfsmittel angegeben. Erich Honecker hätte sicher behauptet, ein Klassenfeind, einer der echte Demokratie fordert, oder gar mit einem NATO-Parker herumläuft und lange Haare hat, hätte sich mit westlichen Mickeymouse-Comics radikalisiert und eine Stürmung der Wohnung seiner Mutter hätte sicher auch so ein Exemplar als Beweis aus dem Kinderzimmer des Delinquenten zum Vorschein gebracht, zusammen mit einem Exemplar des Landsers. Heute ist es das Internet, oder vielleicht sogar die “Achse des Guten”. Viele Leute haben in ihrem Browserverlauf einen solchen Eintrag, den man finden könnte, wenn es nötig ist. Ich sicher auch. In welcher Gefahr bin ich jetzt? Mein Kinderzimmer ist nicht mehr vorhanden. Dann muss man doch meinen Browserverlauf durchsuchen, oder? Denn an meinen Genen kann es nicht liegen. Allein die Tatsache, dass die Stasi den Browser konfisziert und nicht die Gene, ist der Beweis, dass es am Dogmatismus liegt.

Frank Box / 26.05.2022

„grüne RAF“ ๏ Dazu zwei Zitate: “Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: “Ich bin der Faschismus”. Nein, er wird sagen: “Ich bin der Antifaschismus.”” (Ignazio Silone) ๏ “Ist man nur weit genug links, guckt man schon wieder rechts um die Ecke!” (?) ๏ Auch die Begriffe “lechts & rinks” verdeutlichen, dass man es hier mit zwei Seiten derselben Münze zu tun hat. ๏ Der andere Name für “Antifa” ist daher “LinksSA”.

Gustav Kemmt / 26.05.2022

Die alte Sowjetideologie: die Menschen „beglücken“ zu wollen und sich dabei (totalitär) über die Menschen zu stellen. Infantile Machtfantasien, respektive infantiler Narzissmus, der die Barbarei im Gepäck hat. Zur Derangiertheit/Kaputtheit in Deutschland nur so viel: dass daran seit mindestens 50 Jahren maßgeblich die Sowjetideologen die Schuld tragen. Deren dem Wahn entsprungenen Ideologeme (“Kapitalismus” zuvörderst, “Rassismus”, “Gender”, “Klimawahn”, “Pandemie”, “Kein Mensch ist illegal” und der ganze andere propagandistische Müll) konnten sich Leute wie der Gates zunutze machen, denn sie führten die Gesellschaft in die Irre und in die Gespaltenheit, die ihm seinen Betrug überhaupt erst ermöglichten. Wie glasklar bewiesen ist, sind diese “Leute” die eifrigsten Anhänger des Gatesschen Betrugs, für sich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, und marschieren ganz offen Hand in Hand mit den Vergewaltigern. Seit mindestens 130 Jahren tun die Sowjetideologen aller Couleur nichts anderes als, unter Inkaufnahme der schlimmsten Verbrechen, die Demokratie zu zersetzen: 1914 Deutschland, 1918/1919 ff Deutschland, 1911 ff China, 1917 Russland. Von den afrikanischen und südamerikanischen Ländern zu schweigen. 120 Jahre Kulturrevolution zur Verhinderung der Demokratie. Die Sowjetideologen, das sind die eigentlichen Feinde. Dass Lenin vom deutschen Generalstab nach Russland gebracht wurde, wundert nicht. Es sind vor allem die Schulen, die man den Sowjetideologen überlassen hat. Wenn der Kluge den Dummen lässt, ist er bald der Dumme, das sieht man jetzt. Nur ein demokratischer Neuaufbau unter der Maßgabe strengster Gewaltenteilung wird Deutschland retten. Nämlich Einigkeit und Recht und Freiheit. Ich verweise auf Artikel 146 GG.

David Matthas / 26.05.2022

Da ja auch gängige “grüne ” Technik einen immensen ökologischen Fußabdruck hinterlässt und bei weitem überhaupt nicht so “umweltfreundlich ” in ihrer Herstellung und Entsorgung ist ,wie beworben..wäre es von ernsthaften Umweltbewahrern nur konsequent, auf all diese Technik auch zu verzichten und es wieder mit Eselskarren und freiwilligem Frieren im Winter zu versuchen oder gleich gen Süden zu wandern. Falls sie dafür nicht doch zu verweichlicht sein sollten, wie ich befürchte.. Daß sie aber in der Regel ja auch starke Befürworter der Genspritzen sind…wird sich das Problem der Überkarbonisierung ja auch so lösen lassen… Mehr Spritzen-mehr Todesfälle-weniger Konsumenten verbleiben-weniger CO2 Ausstoß und Ressourcenverbrauch.. Also ganz im Sinne des great reset….Den “nützlichen Aktivistinnen /enden gebührt also dann posthum unser aller Dank! Falscher Ansatz…richtiges Resultat—- Dann ergibt auch das vielbeschworene Wort Solidarität endlich Sinn ....

Uwe Böttjer / 26.05.2022

Einmal mehr schreibt ein Forist mit Blick auf eine mögliche düstere Zukunft, unser Land zu verlassen. Das geschieht jetzt häufiger, entweder als vage Absicht oder schon als vollzogenen Lebensplan. Nur, wohin soll es gehen? Das Thema ist also virulent, und ich schlage der werten Redaktion vor, eine Leserbrief-Aktion zu diesem Thema zu starten.  

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