Roger Letsch / 22.04.2021 / 14:00 / Foto: Imago / 98 / Seite ausdrucken

Annalenas Sichtachse ins Unendliche

Mit den überschwänglichen Facebook-Glückwunschkacheln deutscher Medien zur Kür von Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin der Grünen konnte man schon nach wenigen Stunden ein Bad neu fliesen! Es wurde nicht mit Adjektiven gespart, und es waren nicht die schlechtesten. Auch war viel von Zukunft, Erneuerung und Wandel die Rede, und es darf angesichts der erwiesenen Grünlastigkeit der Medien als sicher gelten, dass man die Schreiber nicht zum Jagen tragen musste. Die Parteipräferenz unter Journalisten ist grün und sollte stets gewichtend in Betrachtungen einbezogen werden. Auch was die Solidität von Umfrageergebnissen angeht, welche die Grünen nach der anschließenden Entscheidung der Union für Laschet nun sogar deutlich anführen. Die ZEIT titelte unmissverständlich, wohin die argumentative Reise nun gehen wird: „Sie macht es. Weil sie stark ist – und weil sie eine Frau ist“ und „Weil nichts gegen sie spricht“. Ich habe schon Blattgold gesehen, das mehr Substanz hatte als solche allgegenwärtigen Lobhudeleien.

ich halte die Grünen für eine ernste Bedrohung des Industrie- und Wissenschaftsstandortes Deutschland und der Freiheit. Doch ich muss deren Kandidatenkür unter Marketingaspekten zugestehen: Verdammt nochmal, sind die gut! Oberflächlich, berechenbar auch und sicher schlecht fürs Land, aber gut. Innerparteiliche Flügelkämpfe: abgestellt. Die Programmatik inhaltlich eine Folterkammer für die Freiheit, aber niemanden kümmert es. Alle Grausamkeiten stehen im Programmentwurf versammelt, aber niemand scheint den beabsichtigten Kahlschlag der wirtschaftlichen Grundlagen und der Demokratie wirklich ernst zu nehmen.

Die Kandidatenkür war nach meiner Meinung zwar ein abgekartetes Spiel, aber zumindest die gelungene Simulation einer sachlichen Entscheidung. Da kam am 19. April der „unterlegene“ Habeck auf die Bühne und kündigte die zukünftige Kanzlerin selbst an. Vergleichen Sie das mal mit der Duellsituation zwischen Söder und Laschet. Letztere mag am Ende der kompetitivere Weg gewesen sein, aber wen interessiert in diesem Land schon Wettbewerb abseits des Fußballs. Schon das „gute Gefühl“ und die simulierte Harmonie des grünen Spitzenduos können wahlentscheidend sein. Ob Söder und Laschet dieses wohlige Gefühl auch vermitteln können, wage ich zu bezweifeln.

Wendy-Charme-Offensive und infantile Bilder

Vor zwei Jahren hätte ich noch gewettet, die Grünen würden Habeck ins Rennen schicken, weshalb ich ihn in einer kleinen dystopischen Geschichte schon mal zum Kanzler in einer öko-maoistischen Diktatur gemacht habe. Doch Habeck hat als Landesminister schon Regierungstinte am Füller und ist deshalb kein „weißes Blatt“ wie Baerbock, welches man nach Belieben beschreiben kann. Nachdem es bei ihm zudem ein Leak persönlicher Daten gegeben und er sich in einem Videoclip einen „Versprecher“ zur Thüringenwahl geleistet hatte, war er angeschlagen.

Einen Bundestagswahlkampf ohne Twitter zu führen (Habeck löschte seinen Account nach Datenleck und Shitstorm), scheint angesichts der wichtigsten Influencer-Gruppe der Grünen (Journalisten) ohnehin schwierig zu sein. Dem Versuch im Jahr 2020, Habecks Image wieder wahltauglich zu kämmen, war auch kein großer Erfolg beschieden. Die gefühligen Bilder von Robert beim Rasieren, Robert beim Liegen auf Wiesen oder Robert im vertraulichen Umgang mit Pferden hatten zwar Wendy-und-BRAVO-Starschnittqualität, verfingen aber beim Wähler nur wenig und lockten vor allem Spott hervor. Die Grünen wollten es noch etwas infantiler.

Und dafür hatten sie ja noch ihre Seifenblasenprinzessin Annalena! Auch sie hatte ihre Aussetzer, sogar in jüngster Zeit, wie am politischen Aschermittwoch im Februar 2021. Aber „Das Netz ist der Speicher“ (ich habe noch immer keine befriedigende Antwort auf meine Nachfrage) und Kobold-Gate im Sommerinterview sind aus dem Gedächtnis der Wähler längst verschwunden und wo man noch darauf herumreitet, kommt dies nach mehreren Jahren wie nachtragende Missgunst rüber. Wer sich daran noch erinnern will, wählt die Grünen ohnehin nicht. Die Reste kritischer Betrachtung der Eignung Baerbocks wird die Presse schon noch zu beseitigen wissen. Sie ist eine Frau, das soll wohl angeblich schon Qualifikation genug sein, weil Frauen ja ohnehin alles besser können. Bin ich eigentlich der einzige, der diese identitätsbezogene Inszenierung für ziemlich sexistisch hält?

Annalena Baerbock „als Frau“

Schon im ersten, offiziellen Meme der frischgebackenen Kandidatin zeigte sich große mediale Professionalität. Nahaufnahme von links unten zur Mitte oben, Schulter eingedreht, der Blick verlängert die Sichtachse ins Unendliche. Die Richtung stimmt also. Nahe, aber entrückt. Entschlossen, aber nicht bedrohlich. Textsicher, aber mit gut dosierter proletarischer Färbung (was Neues, was zutrauen). Politikerin, aber nicht zu peinlich. Perfekte Beleuchtung, dezentes Make-up, minimaler Schmuck. Nicht protzen, nicht zu eitel, aber auch nicht nachlässig wirken. Das ist der Stoff, aus dem Ikonen gemacht werden. Perfekte Riefenstahl-Optik, aber als „Triumph des Wohlwollens“. Und mit jedem medialen „weil“ wird schon die Begründung des Sieges mitgeliefert – das erspart Nachfragen: Weil sie stark ist, weil sie eine Frau ist, weil sie jetzt schon mit Obama verglichen wird, weil der Presse spätestens im Mai die Superlative ausgehen werden.

Das schmeckt vor und soll gegen Kritik immunisieren. Da man „Frau“ so weit nach vorne stellt, prallt auch jede Kritik sofort an diesem Attribut ab, kann mühelos als ad hominem disqualifiziert werden und lässt jeden Kritiker sofort als misogynes Arschloch dastehen. Und wer sollte denn sonst zweite Kanzlerin nach Merkel werden, wenn nicht eine Frau? Wink, wink, nudge, nudge.

Moral und Zumutung

Wie gut die Taktik moralischer Unangreifbarkeit seit einiger Zeit in der deutschen Politik funktioniert, erleben wir dank Corona täglich, wir haben uns daran gewöhnt. Mit dem Argument, Leben zu verlängern, selbst wenn es nur eines wäre, lassen sich heute mühelos Millionen Leben in Ketten und wirtschaftliche Existenzen in Trümmer legen. Und täuschen Sie sich nicht, liebe Leser, die Grünen enthielten sich nur deshalb bei der Abstimmung zum neuen Infektionsschutzgesetz, weil es ihnen nicht hart genug ist.

Am 18. April wurde mit dem eigenartigen neuen Volksvertreter-trauern-für-das-Volk-Tag nach der Verantwortung für das eigene Leben nun auch die individuelle Trauer verstaatlicht und jede Kritik an Politikern, die mit Leichenbittermiene vor TV-Kameras eine Kerze anzündeten, konnte mit dem moralischen Zeigefinger zum Verstummen gebracht werden. Störe meine Kreise nicht, ich trauere auch um deine Opfer, Bürger. Ganz gleich ob sie an, mit oder wegen Corona oder den Coronamaßnahmen oder einfach nur mit positivem Test starben. Die institutionalisierte und medienwirksam zelebrierte Trauer legt sich als Schutzschicht über eine Politik, die vorgibt, Leben zu retten und zu diesem Zweck vor keiner Grausamkeit zurückschrecken dürfe. Der Zweck heiligt die Mittel. Sieh her, Bürger, wir beschimpfen dich, wir gängeln dich, wir nehmen dir die Freiheit – aber wir trauern auch mit jenen, die unsere Politik zu erdulden haben. Wir sind menschlich! Kritiker, sieh dich vor, wer Trauernde angreift, ist unmenschlich! Oder, um es mit einer Liedzeile aus einer alten musikalischen Verherrlichung der SED zu sagen: „Wer da kämpft für das Recht, der hat immer recht“.

Annalena Baerbock hat „als Frau“ und politisches Leichtgewicht eine vergleichbare moralische Schutzschicht und Robert Habeck nicht. Indem das, was am allerwenigsten zu den Fähigkeiten zählt, die man für das Kanzleramt haben sollte, nach außen gekehrt wird („sie als Frau“), bewegen Kritiker sich auf vermintem Gelände. Wer Baerbock und die Grünen aufgrund inhaltlichen Irreseins ablehnt, täte also gut daran, an der Spitzenkandidatin und ihren Medienpossen vorbei direkt ins etatistisch-sozialistische Zentrum des Wahlprogramms der Grünen zu zielen und sich nicht mit der Person der Spitzenkandidatin aufzuhalten.

GEZ-Gebühren als Parteispende für die Grünen

Denn Baerbock wird von den Medien beschützt werden, ähnlich wie wir das im US-Wahlkampf bei Joe Biden erlebt haben. Wie Biden kann Baerbock es auch dann nach oben schaffen, wenn sie nicht selbst redet, sondern lediglich wohlwollend über sie geredet wird. Und was täten etwa ARD, ZDF und DLF lieber, als unsere 17,50 Euro als monatliche Parteispende für die Grünen zu betrachten? Es muss ja nicht gleich in so offensichtlich begeisterten Applaus münden wie im Interview auf ProSieben. Die inhaltliche Arbeit „am Wähler“ können die Grünen getrost den Medien überlassen, wo sicher bald eine neue, postmerkelsche Form der Alternativlosigkeit Einzug halten wird.

Die imaginierte Harmlosigkeit Baerbocks ist jedoch nichts anderes als ein perfekt inszenierter Enkeltrick, die jüngeren Wähler haben die Grünen ja ohnehin in der Tasche. Doch auch ein Lächeln und ein „ich werde Mutter bleiben“ (ja, was denn sonst!) mit Ahww-Faktor können nicht verbergen, dass die Grünen gerade dabei sind, von Mekka (Religionsstifter in Opposition) nach Medina (zur Machtergreifung) zu ziehen. Niemand sollte sich wundern, wenn sich ihre Reden in Tonfall und Verbindlichkeit stark ändern, sobald sie erst fest im Kanzleramt sitzen. Die Unduldsamkeiten, Dogmen und Grausamkeiten stehen jedoch schon heute im Programmentwurf und jeder, der die Grünen wählt, weiß, dass ab Oktober 2021 die ideologischen Messer gezückt werden. Gleichzeitig irrt jeder, der glaubt, die Schnitte würden ausgerechnet ihn selbst nicht betreffen.

Merkels Resterampe

Nach 16 lähmenden Merkeljahren und der inhaltlichen Umarmung von SPD und Grünen ist der Union ihr konservativer Markenkern entglitten. Die Werteunion, wo er bis zuletzt noch gepflegt wurde, ist politisch kaltgestellt. Die Hoffnung konservativer Unionswähler richtete sich zuletzt auf die CSU, doch bei genauem Hinsehen war dort lediglich eine Neigung zum Autoritären, verbunden mit beachtlichem kommunikativen Talent, zu finden.

Am Ende konnten weder der glück- und rückgratlose Merz noch Söder, der begnadete Verkäufer seiner selbst, Kandidat der Union werden, was die Wählerbasis mit Entsetzen zur Kenntnis nahm und die Union in Umfragen zunächst mal auf Talfahrt schickte. Zu Laschet, der sich letztlich mithilfe der Parteinomenklatura durchsetzt, fällt mir auf Anhieb immer nur Banales, Episodisches ein, das ihn eher zum Karnevalsprinzen denn als Kanzler zu befähigen scheint. Laschet in Karnevalsuniform neben der Kölner Oberbürgermeisterin deplatziert am Ort eines Verbrechens trauernd, Laschet als selbsternannter Nachfahre Karls des Großen, Laschet in jederzeit abrufbarer Karnevalsstimmung. In seiner Rede nach der Kür zum Kandidaten der Union gab es aber auch nicht einen einzigen Satz, der es wert wäre, sich an ihn zu erinnern.

Betrachtet man jedoch jene Zahlen, die im aktuellen Corona-Panik-Orchester bekanntlich die einzig betrachteten sind, so schneidet Laschets NRW überraschend besser ab als das Bayern des Märchenkönigs Söder. Laschet regiert seinen Laden weitgehend unauffällig und geräuschlos. Doch genau diese Geräuschlosigkeit könnte ihm im Wahlkampf gegen die lauten Grünen zum Verhängnis werden und am 27. September zum bösen Erwachen als Juniorpartner wie im Ländle oder gar in der Opposition führen. Der deutsche Wähler scheint in seiner schweigenden Mehrheit trotz der bleiernen Merkeljahre Geschmack an autoritärer Politik gefunden zu haben und hätte Markus Söder deshalb Armin Laschet vorgezogen. Letzterer taugt weder zum despotischen Alleinherrscher von eigenen Gnaden noch zum Anführer einer ideologischen Revolution. Baerbock hingegen sehr wohl – und zwar mit einem Lächeln. Es könnte sich als das gefährlichste der Republik erweisen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Roger Letschs Blog Unbesorgt.

Foto: Imago

Sie lesen gern Achgut.com?
Zeigen Sie Ihre Wertschätzung!

via Direktüberweisung
Leserpost

netiquette:

Alf Rettkowski / 22.04.2021

Haha, der Vergleich mit dem Enkeltrick war mir schon letztes Jahr eingefallen, nur mit der SPD, die uns per Name immer noch weismacht, sie sei demokratisch gesinnt!

Elias Schwarz / 22.04.2021

Ein Grüner und ein AfDler haben zusammen gefeiert und dabei ziemlich viel getrunken. Am nächsten Tag klagt der AfDler über Kopfschmerzen. Daruaf der Gründer: “Das verstehe ich nicht. Wenn z.B. nach einer langen Radfahrt Oberschenkel weh tun, ist klar. Aber der Kopf? Ist doch nur ein Knochen”

Sabine Schönfelder / 22.04.2021

Kay@Ströhmer, DAS WIRD DER WAHLSIEG, - allerdings für Laschet. Haustierverbot! Wo sich gerade der Trend zum Dritthund entwickelt!!! Kenne auch schon die Begründung: SARS-CoV-2 ist ein zoonotisches Virus. Paßt jetzt (noch) nicht in die Test und Impfstrategie der Regierung, die sich auf Menschen kapriziert. Man will Karl Napf nicht überfordern. Nach der Wahl geht es mit den Grünen den kleinen CO2-Schleudern an den Kragen. Haustiere, Bauernhöfe, Nutztierhaltung sowieso. Fleischkost ist GIFT für Billy-Boy. Er will Pflanzen-Burger.

Wolf Kull / 22.04.2021

Zitat: „Textsicher, aber mit gut dosierter proletarischer Färbung (was Neues, was zutrauen).“ Wer genau hinhört, kann katastrophale sprachliche Entgleisungen jeglicher Art wahrnehmen. Ggf. Videos von Tim Kellner anhören.

Carl Weber / 22.04.2021

Muss nicht frustieren. Das wäre purer Egoismus. Die werden gewählt, also gewollt. Sie können nichts was sie zum Überleben befähigt. Und das wird so schnell nötig werden. Zumindest wenn wir nicht als chinesische Sklaven enden. Wir erleben Geschichte live. Der Mensch lernt rein gar nichts. Der Zoo ist alles um uns herum, nicht umgekehrt. Genießen, was geht. Es endet für jeden. Wer Kinder bekommt ist Egoist, sonst gar nichts.

C.Witzner / 22.04.2021

Der Kommentar von Herrn Markus Hahn geht m.E. in die richtige Richtung. Frau Baerbock ist keine naive Hilfskraft. In der Liste der Alumnis von “Young global leader” wird sie aufgelistet, ebenso Jens Spahn. Beide sind von den Global Governance Vertretern auserwählt und ausgebildet (bzw. instruiert)  worden. Nun müssen sie liefern. Bei Spahn kann man sagen, er liefert schon fleissig. Mich würde es nicht wundern, wenn Laschet noch kurz vor der “Wahl” zu Gunsten von Spahn seine Kandidatur zurück zieht. Wegen irgendeiner dann zufällig auftauchenden Leiche im Keller oder unterirdischen Umfragewerten. Also Frau Baerbock als Kanzlerin und Spahn als Vizekanzler oder andersrum. Wird eine solche Regierung irgendwie im Interesse des deutschen Volkes agieren?

Gert Friederichs / 22.04.2021

Ich halte es für möglich, dass sie im Rausche ihrer Entrücktheit zur nächsten Talkrunde per Einhorn anreist, im Feenkostüm!

Wolfgang Richter / 22.04.2021

Immerhin ist die “Gärtnerin” schon mal zusammen mit dem CDU-Fast-Kanzler-Kandidaten Spahn auf Einladung des Davoser Klaus Schwab zu einem Treffen “junger” aufstrebender Politdarsteller gewesen, sicher um internationale Kontakte zu knüpfen und neuzeitliches Knowhow zu erwerben. als Literatur für die Rückreise und Inspiration in die Zukunft wurde sie sicher mit Schwabs Buch “Great Reset” beglückt. Sollte sie Kanzlerette werden, hat das bei internationalen Treffen sicher ein Gutes: Sie reduziert beim Besuch von Biden den Altersdurchschnitt auf ein erträgliches Maß. Von Wert der in die Welt posaunten politischen Visionen liegen sie ohnehin auf einer Welle. Und wenn Biden für fähig befunden ist, zumindeste medial, eine der noch führenden Weltmächte zu lenken, .............

Reinhard Benditte / 22.04.2021

Sarrazin hatte nicht recht! Deutschland schafft sich nicht ab, Deutschland hat sich abgeschafft. Mit den Grünen wird dann im September der letzte Nagel namens RRG in den „Sarg“ geschlagen. Aus meiner Sicht ist dass gut so, denn vielleicht wacht dann auch der letzte Depp auf diesem Narrenschiff auf. Wenn er aufwachen sollte, dann merkt hoffentlich, dass Frau Merkel mit Ihren Helfershelfern es geschafft, dieses Land zu ruinieren und die Bürger mit immer absurderen Themen auszubluten. Das Resultat ist eindeutig: Wirtschaft kaputt, technologisch auf dem absteigenden Ast, Schulsystem an die Wand gefahren, Grenzen geöffnet, aber keine Richtungsentscheidenden Zielsetzungen getroffen, Bürger frustriert und abgestumpft und Presse voll hinter ihr und den Grünen. Wenn die Grünen dann nach der Bundestagswahl anfangen, den Staat abzuwracken (man vergesse Hr. Habeck nicht, der mit Deutschland nichts anfangen kann, oder Frau Roth, die auf Demos unter dem Motto „Nie wieder Deutschland“ oder Deutschland, Du mieses Stück Scheisse“ mit läuft) und die Bürger weiter mit ihren Verboten zu quälen, den Lockdown für ihre Ideologie der Weltrettung einzusetzen, wenn sich das daraus ergebende Chaos das Land in Angst und Schrecken versetzt, der Geldsack der 15 Mio. Nettosteuerzahler sich dem Ende zuneigt, dann fängt vielleicht bei der bürgerlichen Masse der Verstand wieder an zuarbeiten, und sie jagen diesen Politzirkus in die Wüste. FJS hatte mit seinem Auftritt 1986 absolut recht, dass die Arbeit in den Jahre vor 2005 (Anm.: Strauß sprach allerdings 1986 von den letzten 40 Jahren) umsonst gewesen wäre und die Zukunft und das Leben der nächsten Generation auf dem Spiele stehen wird! Er wollte, dass man auf dem Boden trockener, spröder und vielleicht auch langweiliger Politik bürgerlicher Vernunft bleiben sollte. Leider hat die Union dieses Prinzip aufgegeben, ihre Werte dem Merkelschen Diktum untergeordnet; die Erben von FJS haben die Politik der CSU der Merkelschen Ausrichtung angepasst.

Peer Doerrer / 22.04.2021

Der grüne Propagandazug rollt durch alle Medien . Es überschlagen sich die Umfrageverbieger : Neue Umfrage Grüne 28 %  wow !!!! - CDU nur noch 20 % - SPD nur noch 13 % - AfD 13 % Linke gefühlt 8-9 % , FDP ja wo sind sie denn ? Man liest das im Netz und denkt : haben die Klebstoff geschnüffelt ? Das Land vor der Pleite und ausgerechnet Grüne sollen es retten ? . Viele Jobs wird es ja nicht mehr geben : Öko - Gärtner , Windrad und Sonnenpaneel - Aufsteller , Lastenrad - Monteur , Batterieverkäufer , Pharmaziervertreter ( Ausbildung in Berlin Görlitzer Park ) , Vegan - Koch , Jutetaschen - Flechter   , Rikscha - Fahrer . Frage mich was die vielen jungen Frauen machen wollen , ohne Strom kein warmer Büro - Job in der City . Wenn die letzten Atom und Kohlekraftwerke abgeschaltet sind , wird´s wohl ab und zu dunkel und im Winter auch kalt bei dem Flatterstromangebot . Habe meinen Garten schon erweitert mit Beerensträuchern und weiteren großen Beeten mit Gemüse . Man muss doch was anbieten können wenn die hungrigen Städter auf´s Land strömen . Bei einem Währungs - Crash brauchen man ja auch kein Toilettenpapier mehr horten . Hier auf dem Dorf entstehen in jeder Ecke riesige Brenn - Holzstapel…Vorsorge ist hat das halbe Leben .  

Weitere anzeigen Leserbrief schreiben:

Leserbrief schreiben

Leserbriefe können nur am Erscheinungstag des Artikel eingereicht werden. Die Zahl der veröffentlichten Leserzuschriften ist auf 50 pro Artikel begrenzt. An Wochenenden kann es zu Verzögerungen beim Erscheinen von Leserbriefen kommen. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Verwandte Themen
Roger Letsch / 15.09.2021 / 06:05 / 97

„Diverses Parlament”: Das ZDF träumt vom Libanon

Das ZDF findet unser Parlament nicht divers genug und erklärt auf einer interaktiven Webseite, „welche Bevölkerungsgruppen im Bundestag fehlen – und warum das ein Problem…/ mehr

Roger Letsch / 07.09.2021 / 16:00 / 36

Teutonen, Tesla, Taliban

Nicht nur in Afghanistan wird deutsche Moral erfolgreich beackert. Weit dickere Kartoffeln wachsen gerade im brandenburgischen Sand, wo Tesla eine Fabrik baut, die wir mit…/ mehr

Roger Letsch / 26.08.2021 / 15:00 / 21

Wenn die Welt sich weigert, gerettet zu werden

Der Afghanistaneinsatz liegt in Scherben und mit ihm all die schönen und teuren Projekte, die man entstehen lassen wollte. Ein Blick etwa auf unsere Infrastruktur…/ mehr

Roger Letsch / 12.08.2021 / 16:00 / 91

Das Schreiben fällt mir immer schwerer

Vielleicht, weil ich denke, diesen Unrat rieche doch ohnehin jeder, und jeder müsse mittlerweile merken, dass er seine Füße nicht mehr sauber und selbstbestimmt voreinander…/ mehr

Roger Letsch / 10.08.2021 / 12:00 / 79

Volkswagen wird die Wurst ausgetrieben

Die grüne Kulturrevolution hat Wolfsburg erreicht. Die Werkskantine von VW wird in Zukunft die legendäre Currywurst verbannen und das Angebot auf fleischlose Gerichte umstellen. Wenn…/ mehr

Roger Letsch / 03.08.2021 / 14:00 / 15

Auf deinen Platz, Politiker!

Aus der Politik mehren sich die Rufe nach einem zumindest indirekten Impfzwang. Zurück auf deinen Platz, Politiker! Führe, verführe, aber entführe nicht! In „Dornröschen“, einem der…/ mehr

Roger Letsch / 26.07.2021 / 10:00 / 55

Fluthilfe-Kritik von Friedrich Merz: Haarscharf vorbei

Friedrich Merz war stets bereit, als Kai aus der Kiste zu springen, wenn man ihn nur riefe. Doch niemand rief, oder die Falschen zur falschen…/ mehr

Roger Letsch / 22.07.2021 / 06:00 / 101

Die Übermorgenretter sind Heuteschläfer

Ein Land, dessen Regierung zwei Grad Erderwärmung in hundert Jahren verhindern will und dabei die Warnung vor 200 Liter pro Quadratmeter für den nächsten Tag ignoriert,…/ mehr

Unsere Liste der Guten

Ob als Klimaleugner, Klugscheißer oder Betonköpfe tituliert, die Autoren der Achse des Guten lassen sich nicht darin beirren, mit unabhängigem Denken dem Mainstream der Angepassten etwas entgegenzusetzen. Wer macht mit? Hier
Autoren

Unerhört!

Warum senken so viele Menschen die Stimme, wenn sie ihre Meinung sagen? Wo darf in unserer bunten Republik noch bunt gedacht werden? Hier
Achgut.com