Bis 2030 sollen die EU-Mitgliedstaaten auf mindestens 20 Prozent der Landflächen und 20 Prozent der Meeresgebiete der EU „Wiederherstellungsmaßnahmen“ durchführen. Konkret bedeutet dies beispielsweise, dass trockengelegte Moore wieder vernässt, Wälder aufgeforstet, Flüsse naturnäher gestaltet und Städte begrünt werden müssen.
Im Juli dieses Jahres hatten wir über die von der EU-Kommission vorgeschlagene Verordnung zur Wiederherstellung der Natur berichtet, die auch als EU-Renaturierungsgesetz bezeichnet wird. In der Nacht zu vergangenem Freitag haben sich Parlament und Rat nun auf einen Kompromiss für den finalen Gesetzestext geeinigt.
Bis 2030 sollen die EU-Mitgliedstaaten auf mindestens 20 Prozent der Landflächen und 20 Prozent der Meeresgebiete der EU „Wiederherstellungsmaßnahmen“ durchführen. Bis 2050 sollen solche Maßnahmen für alle Ökosysteme, die eine Wiederherstellung benötigen, erfolgen. Konkret bedeutet dies beispielsweise, dass trockengelegte Moore wieder vernässt, Wälder aufgeforstet, Flüsse naturnäher gestaltet und Städte begrünt werden müssen.
Für Landwirte und private Landbesitzer jedoch bleibt etwa die Wiedervernässung von Moorgebieten freiwillig. Das Europäische Parlament und der Rat müssen die neue Verordnung nun förmlich annehmen. Sobald dies geschehen ist, wird sie 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft treten. Die Mitgliedstaaten müssen dann innerhalb von zwei Jahren ihren ersten Plan zur Wiederherstellung der Natur bei der EU-Kommission einreichen.
Link zur Pressemeldung des EU-Parlaments
Martina Binnig lebt in Köln und arbeitet unter anderem als Musikwissenschaftlerin (Historische Musikwissenschaft). Außerdem ist sie als freie Journalistin tätig.
Beitragsbild: Pixabay

Das schönste ist die sogenannte Wiedervernässung der Moore.
Moore entstehen über Jahrtausende und dann maßen sich Bürokraten und Ökozausel an, diese durch Wiedervernässung zu „renaturieren.
Sinnvoll wäre und zwar schon seit Jahren, das Abtorfen sofort zu stoppen.
Dem stehen angeblich langfristige Abbauverträge entgegen.
Ich war vor einigen Jahren in so einem Moorgebiet, dass abgetorft wurde, man denkt, man sei auf einem anderen Planeten.
Aber so ist es oft, wenn der Staat Eigentum hat, dieses wird ausgebeutet oder vorzugsweise an Wohlhabende verscherbelt. Hunderttausende Hektar Land, die dem deutschen Staat bei der Wiedervereinigung in die Hände gefallen sind, wurden für nen Appel und nen nicht selten an Multimillionäre oder Milliardäre verkauft. Jetzt sollen landwirtschaftliche Familienbetrie 4 Prozent ihrer Flächen stilllegen, alles ohne Sinn und Verstand.
Bei den 20% der Meeresgebiete kann es sich ja nur um die Parks der Windräder handeln. Denn diese sind ja analog zu den Sümpfen, Mooren und sonstigen Wüsteneien mit erheblichem Aufwand der Natur abgerungen worden. Also geht es um Zerstörung, sonst nichts. Die Betrachtung und Untersuchung der mobilen Lebewesen zeigt auf, daß ihre Existenz überwiegend nur möglich ist entgegen der Natur, im Schutz vor ihr und im Kampf gegen sie. Denn unsere Haut ist wasserdicht, unsere Verdauungsäfte können Fremdstoffe zur Nahrung separieren oder umwandeln, der Stoffwechsel schützt vor der Kälte. Wer die Natur gegen die Menschen aufbaut, will ihnen schaden.
Das ist ausnahmsweise mal eine EU-Maßnahme, die ich begrüße. Wobei sich für Deutschland wohl kaum etwas ändern wird, weil ich davon ausgehe, dass wir diese Quoten nicht unterschreiten – bis auf die Städte. Hier sehe ich tatsächlich Nachholbedarf. Wie das bei versiegelten Flächen funktionieren soll, bleibt ein Rätsel.
Mal ganz im Ernst: sind die überhaupt zuständig? Wieso dürfen die beschließen was mit deutschem Boden passieren soll? Was hat das mit der EU zu tun, mit Handel und Markt?
Besonders apart ist die Idee, die Städte jetzt zu begrünen. Wenn man in der Suchmaschine seiner Wahl „Städte Nachverdichtung“ eingibt, findet man zwar auch Behauptungen einschlägiger „N“GOs, daß beides bestens vereinbar sei, aber daß diese Kreise in Selbswidersprüchlichkeiten zirkulieren, ist nichts Neues.
@ Olaf Dietrich – „Die ruinieren unsere Bauern. Und was essen wir dann???“ Da Fleisch ja auch nicht mehr auf den Tisch soll, kommt das Schweinefleisch aus den chinesischen „Mast-Zucht-Hochhäusern“ ja nicht in Betracht. Aber sicher wird man „uns“ mittels Insekten-Proteinen vor dem Verhungern bewahren, solange noch im arbeitsfähigen / wehrfähigen Alter -mit Job-.
@ T. Weidner – „von der EU der Aufruf an die Menschen, zwecks Umweltschutz Selbstmord zu begehen?“ Der „Sozialsuizid“ wird ja bereits in Kanada von der Truppe um den WEF-Sozen Trudeau proklamiert. Ist nur eine Frage der Zeit, daß das Projekt „hier“ übernommen und ggf. ausgeweitet wird, ggf. in Kombination mit den politischen „Organspendephantasien“.