Felix Perrefort / 19.04.2023 / 06:00 / Foto: Vaishal Dalal / 71 / Seite ausdrucken

Dunkelziffer-Leugner im Paul-Ehrlich-Institut?

Die hohen Meldezahlen in Sachen Impfnebenwirkungen werden vom Paul-Ehrlich-Institut heruntergespielt, was die Frage aufwirft, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht. Sollten methodische Fehler bei der Arzneimittelsicherheit begangen werden, kommen zivile Haftungsansprüche gegen die Verantwortlichen in Betracht. Nun verschleiert das PEI sogar die Dunkelziffer. 

Zu den Aufgaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) gehört die Pharmakovigilanz, was bedeutet, Nebenwirkungen zu dokumentieren und Warnsignale aufzuspüren, um Arzneimittel gegebenenfalls vom Markt zu nehmen. Als solche galten traditionell keine letztgültig bewiesenen Nebenwirkungen oder Schäden, sondern bereits ein signifikant erhöhtes Meldeverhalten, das naturgemäß auf Verdachtsmomenten beruht. 

Es ist bekannt, dass die Melderaten bei den Corona-Injektionen deutlich höher ausfallen als bei traditionellen Impfstoffen (siehe etwa hier oder hier), was die Frage aufwirft, was das PEI denn als Risikosignal gelten lassen würde. Mit anderen Worten: Was müsste denn noch alles passieren? Arzneimittel sind schon wegen sehr viel weniger vom Markt genommen worden, als was nun offiziellen Zahlen zufolge im Raum steht. 

Die Initiative 7-Argumente, ein Zusammenschluss aus 81 Wissenschaftlern, veröffentlichte im Sommer 2022 einen Text, der die Erklärung für das Nichthandeln des PEI in einer methodisch falsch angewendeten Sicherheitsanalyse sieht. Demnach soll ein simpler, aber systematischer und fataler Rechenfehler vorliegen. Bei der angewendeten Observed-versus-Expected-Analyse versäume das PEI, die Verdachts-Todesfälle zu den tatsächlich eingetretenen Todesfällen zu addieren, womit sich Risikosignale erst dann ergäben, wenn genauso viele Menschen an der Impfung sterben wie an allen anderen Todesursachen zusammen (Genaueres hier).

Was zu unglaublich klingt, um wahr zu sein, wurde von einer PEI-Statistikerin vor Gericht bestätigt, folgt man Prof. Dr. Jörg Matysik von der Universität Leipzig, der von den Nachdenkseiten interviewt wurde. Auf die Frage, warum das Meldesystem des PEIs trotz vieler Hinweise auf eine mögliche Gefährlichkeit der Impfstoffe keinen Alarm schlage, antwortet er: „Kollege Christof Kuhbandner von der Universität Regensburg hatte vor dem Bundesverwaltungsgericht die Gelegenheit, die Oberstatistikerin des PEI zu befragen. Die Dame hat vor Gericht zugegeben, dass eine inzwischen sechsstellige Anzahl an Todesfällen nötig ist, um ein ‚Signal‘ auszulösen.“ 

Zivile Haftungsansprüche gegenüber dem PEI?

Demnach würde die gesetzliche Aufgabe der Arzneimittelsicherheit wissentlich nicht ordnungsgerecht erfüllt, weil offenkundige methodische Fehler begangen werden, die trotz begründeter und nachvollziehbarer Kritik weiterhin – gegen alle bislang anerkannten und tradierten Standards guter Praxis – reproduziert werden. Es liegt auf der Hand, dass auch für staatliche Behörden die allgemein anerkannten wissenschaftlichen Standards und Methoden bei der Erfüllung ihrer Aufgaben Berücksichtigung finden müssen. 

Gesetzt den Fall, Mitarbeiter des PEI legten tatsächlich bei der Sicherheitsanalyse wissentlich methodisch unrichtige Maßstäbe an, dürfte es sich nicht nur um Pflichtverletzungen im inneren Dienst-, das heißt Beamtenrecht, handeln. Zur Aufgabe der Behördenleitung gehört die Organisationspflicht, ein mögliches derartiges Fehlverhalten, sobald es bekannt geworden ist, unverzüglich zu prüfen und nötigenfalls zu unterbinden. Neben den unmittelbar handelnden Bediensteten der Behörde wären in diesem Falle auch die jeweiligen Vorgesetzten allesamt von Geschädigten haftungsrechtlich verantwortlich zu machen. 

Hegt ein Impfgeschädigter also den Verdacht, dass das PEI eine ihm nachteilige Behandlung durch frühzeitigere Warnungen hätte verhindern können, kommen sogenannte Amtshaftungsansprüche gegen die Verantwortlichen in Betracht, die nach geltendem deutschen Staatshaftungsrecht bei den Zivilgerichten eingeklagt werden können. Einschätzungen aus Anwaltskreisen zufolge sollten Geschädigte sich hier nicht auf Staatsanwaltschaften verlassen, die entsprechende Körperverletzungsdelikte strafrechtlich prüfen. Denn im Strafrecht gilt auch für Behördenmitarbeiter der Grundsatz „Im Zweifel für den Angeklagten“. 

Anders ist das im zivilrechtlichen Schadensersatzrecht. Dort gibt es Anscheinsbeweise, Beweiserleichterungen und Beweislastumkehrungen zugunsten von Opfern, die ihre Verletzung glaubhaft machen können. Vielleicht begleichen also Zivilgerichte hier demnächst ein wenig jene Schuld, die durch die zögerliche Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte in der Maßnahmen- und Impfkrise verursacht wurde.

„Limitierungen des Spontanberichtssystems“

Nicht nur eine falsch angewendete Observed-versus-Exptected-Analyse steht im Raum. Das Paul-Ehrlich-Institut geht gegen jede Vernunft davon aus, dass eine Dunkelziffer bei gemeldeten Impfnebenwirkungen keine Rolle spielt. Die Epoch Times stellte der Behörde Fragen und erhielt ausführliche Auskünfte. Frage: „Herr Lucenti [Sebastian Lucenti ist Rechtsanwalt, Anm. d. A.] schreibt, dass Sie keinen Anlass sehen, von einer Untererfassung unerwünschter Arzneimittel(neben)wirkungen beziehungsweise Todesfälle und damit von einer 'Dunkelziffer' auszugehen. Entspricht dies den Tatsachen?“

Das Paul-Ehrlich-Institut antwortet damit, dass es „aus zahlreichen Quellen und auf verschiedenen Wegen“ Meldungen erhalte und eine „gesetzliche Verpflichtung zur Meldung von Verdachtsfällen von Impfkomplikationen und damit auch von Verdachtsfällen auf Tod durch Impfung“ bestehe. Weiter wird argumentiert:

„Um ein potenzielles Underreporting zu Verdachtsfällen von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen zu vermeiden, hat das Paul-Ehrlich-Institut bereits vor vielen Jahren die Möglichkeit geschaffen, dass auch Betroffene und deren Angehörige den Verdacht einer Nebenwirkung unkompliziert und ohne großen Zeitaufwand direkt über ein Meldeportal auf der Website des Paul-Ehrlich-Instituts melden können.“

Zudem basiere die Risikobewertung von Impfstoffprodukten „nicht allein auf der Erfassung und Bewertung von Verdachtsfallmeldungen, sondern wird ergänzt durch die Daten der in den Zulassungen festgelegten sogenannten PSURs (Periodic Safety Update Reports)“. Zuletzt verweist das PEI darauf, dass die Sicherheitsbewertung auch Experten anderer nationaler Arzneimittelbehörden miteinbeziehe, organisiert durch einen Ausschuss bei der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA). 

Anschließend fragt Epoch Times, von „welcher Dunkelziffer bezüglich Meldungen unerwünschter Arzneimittel(neben)wirkungen beziehungsweise Todesfälle“ das PEI ausgehe, und erhält als Antwort einen Verweis auf die vorgenannten Ausführungen. Damit ist klar: Die Behörde verschleiert die Existenz einer relevanten Dunkelziffer – und widerspricht damit eigenen früheren Verlautbarungen!

2017 heißt es im Bulletin zur Arzneimittelsicherheit (heute noch einsehbar): „Den Möglichkeiten von Analysen in der UAW-Datenbank stehen bekannte Limitierungen (!) des Spontanberichtssystems gegenüber. Nur etwa sechs Prozent aller UAW und fünf bis zehn Prozent (!) der schweren UAW werden Schätzungen zufolge gemeldet (underreporting).“ 

Das bei den Covid-„Impfstoffen“ genutzte Meldesystem ist ein solches Spontanberichtsystem, da die Patienten nicht aktiv gefragt werden, sondern auf Eigeninitiative hin gemeldet wird. In dem Bulletin bezog sich das PEI auf eine Arbeit, die Ärzte in Deutschland befragte, sowie eine internationale Meta-Studie. Im Jahr 2023 will das PEI uns nun weismachen, dass die 2017 noch angeführten „bekannten Limitationen“ keine Rolle mehr spielen, die vormals angeführte wissenschaftliche Literatur und Dunkelziffern jetzt irrelevant sind. Dem widersprechen obendrein zahlreiche Presseartikel und Meldungen.

Nicht einmal Ärzteschaft bestreitet Dunkelziffer

Vor nicht einmal einem Monat sagte Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AKdÄ), im Zusammenhang mit Problemen beim Melden von Corona-Impfnebenwirkungen: „Relevanter (als ein zu bürokratisches Meldesystem, Anm. d. Aut.) dürfte sein, dass vielen Ärzten die Bedeutung des Spontanmeldesystems und die Meldewege nicht gut genug bekannt sind“ (Achgut berichtete). Abgesehen davon, dass damit rechtswidriges, auf Fahrlässigkeit beruhendes Verhalten bei einem erheblichen Teil der Ärzteschaft eingestanden wurde: Nicht einmal Vertreter der hiesigen Ärzteschaft bestreiten, dass es eine Dunkelziffer bezüglich Corona-Impfstoffen gibt! 

Nichtsdestotrotz wird sie von der wichtigsten Impf-Behörde Deutschlands schlichtweg geleugnet. Wie bei der im Raum stehenden falschen Sicherheitsanalyse dürfte auch hier ein behördliches Fehlverhalten im Raum stehen, bei dem Haftungsansprüche in Betracht kommen, denn es erscheint als politisch motivierte Willkür, wissenschaftlich nachgewiesene und auch in der Praxis evidente Dunkelziffern zu bestreiten – nur um keine Risikosignale registrieren zu müssen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch daran, dass das Paul-Ehrlich-Institut seinen gesetzlichen Auftrag sabotierte, indem es die Krankenkassen-Daten nicht auswertete (siehe dazu Thomas Maul auf Achgut.com). 

Eigentlich müssten Staatsanwaltschaften schon längst tätig geworden sein. Da diese in Deutschland, anders als in anderen Ländern, weisungsgebunden sind, sollte man auf dieses rechtsstaatliche Korrektiv durch die Judikative jedoch nicht hoffen. Weist der Leitende Oberstaatsanwalt oder der Generalstaatsanwalt sie an, das PEI und das RKI in Ruhe zu lassen, folgen sie dem eben.

Im Zuge der Aufarbeitung der Corona-Politik sollten sich Juristen, Journalisten, Wissenschaftler und Bürger vernetzen, organisieren und den politischen und juristischen Druck auf die Institutionen und die Politik erhöhen. Im Raum steht ein fatales Behördenversagen als Folge einer verantwortungslos-kriminellen Politik mit fürchterlichen Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung. 

 

Felix Perrefort ist Redakteur und Autor bei der Achse des Guten. 

 

Gunter Franks neues Enthüllungsbuch „Das Staatsverbrechen“

Am 23. März ist das Buch erschienen, in dem Gunter Frank erklärt, warum die Corona-Krise erst dann endet, wenn die Verantwortlichen vor Gericht stehen. Ein schockierender Krimi über systematisches Verbrechen, größenwahnsinnige Forscher, Regierungsversagen, Medizinkorruption, Psychoterror und Millionen unschuldige Opfer. Das Problem: Es ist die Realität. Sie können das Buch jetzt bestellen.

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MarcusCato / 19.04.2023

Als Ungeschädigter interessieren mich Haftungsansprüche ggü. staatl. Institutionen wenig - da zahle ja ich. Persönliche zivil- und strafrechtl. Haftung der entscheidenden Personen von der EU Kommission über die Behörden bis zu den spritzenden Ärzten ist die einzige Lösung! Da käme auch genug haftendes Vermögen zusammen.

Karl Gustl / 19.04.2023

Das PEI und die anderen unseligen Protagonisten haben sich mit der Wahrheit angelegt. Diese klopft mit ihrer Übersterblichkeit und Nebenwirkungen immer lauter an die Tür. Die Wahrheit hat auch einen längeren Atem als alle Politiker zusammen. Da wir nun mit der Wahrheit einen sehr starken Mitstreiter haben, sollten wir ihn auch frohen Mutes unterstützen so gut es geht. Auch wenn es nicht zu allen gewünschten Ergebnissen führen wird (z.B. lange Haftstrafen), sollte doch mindestens alles dafür getan werden, dass ein Umdenken in der Presse (die Anfänge sind da), Justiz (mal sehen wie die Klagen der Impfopfer ausgehen) und hoffentlich auch im Volk erfolgt, sodass nicht bei der nächsten Viren-Sau, die durchs Dorf gejagt wird, die Übergriffigkeit des Staates noch schneller und schlimmer erfolgt. Die Gesetze dazu sind leider da. Wir haben viele Änderungen im IfSG und auch §§ 277 ff. StGB, die nur darauf warten, dass der Staat wieder Bürgerrechte über Bord wirft. Also Ärmel hochkrempeln, es gibt viel zu tun.

P. Meyer / 19.04.2023

alle jamern rum in den Kommentaren. Zieht endlich den Finger aus dem A…! Nehmt euch ein Beispiel an Paris! Man muss sich SELBER einbringen! Diese Situation wird nur durch eine sehr robuste Antwort des Volkes behoben werden können. Wer seinen Frust in der Kommentar-Sektion abläd und das Thema dafür für ausreichend beantwortet hält, verdient es nicht anders als im dunkelsten Deutschland aller Zeiten wieder aufzuwachen. Wenn sich was ändern soll, dann müssen diejenigen, die wissentlich, vorsätzlich und eiskalt lächelnd Milliarden Menschen in eine Giftspritze getrieben haben (siehe: Pfizer Files, siehe Twitter Files) zur Rechenschaft gezogen werden. Das wird nicht innerhalb dieses Systems passieren. Wir müssen ein neues System aufbauen und das alte System bezwingen. Wer jetzt meint mit “Diskutieren im Internet” wär genug getan, der hat den Ernst der Lage noch nicht verstanden.

T. Preuß / 19.04.2023

Das PEI arbeitet schon seit vielen Jahren auf diese schlechte Weise! Der ehemalige Mitarbeiter des PEI, Klaus Hartmann hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „ Impfen bis der Arzt kommt“ und kritisiert darin bereits 2010 das schlechte Arbeiten des PEI ! Das Buch ist nur noch als e-Book beim Kopp Verlag erhältlich, ich kann es jedoch nur empfehlen.

Michael Neus / 19.04.2023

Mit Verlaub, so ein Drecksinstitut braucht kein Mensch..Waere früher eine Abteilung des Reichssicherheits Hauptamts gewesen . Als ausgebildeter Rettungssanitäter bin ich bereit die ganze Behörde zu boostern… Und wenn ich mir Dreck spritzen will, fahre ich zum nächsten Hauptbahnhof, Ein dreifach Hoch auf BIONDRECK!!!!

Gerhard Huitl / 19.04.2023

Mich wundert dieses Verhalten dieses zweifellos dubios zu nennenden Instituts kein bißchen mehr. Ich hatte nach meiner Biontech-Impfung selbst tagelange massive Impfnebenwirkungen, die ich im Sept. 2021 per Internetformblatt dem PEI meldete. Im Februar 2023 nahm ich einen Artikel von Food and Chemical Toxicology vom Juni 2022 zu einer weitaus höhen Zahl von zu vermutenden Nebenwirkungen zum Anlass, das PEI zu bitten, diesen Dingen nachzugehen und ggf. eine Neubewertung zur Sicherheit dieser Impfstoffe vorzunehmen. Ich bekam in der Zwischennachricht sogar eine Ticket-Nr., unter der der Vorgang bearbeitet wird, aber bisher leider keine abschließende Antwort. Hier mein Schreiben an das PEI und die nachfolgende Nachricht des PEI im Wortlaut: “Sehr geehrtes Institut, als Betroffener von Impfnebenwirkungen nehme ich einen Artikel von Food and Chemical Toxicology vom Juni 2022 (https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S027869152200206X?via=ihub) zum Anlass zu einer Nachfrage zu Ihren evtl. Bemühungen bezüglich der Evaluierung der Sicherheit von Covid-Impfstoffen. Meine eigenen massiven kardiologischen Nebenwirkungen nach der zweiten Verabreichung von Biontech-Corminaty habe ich Ihnen direkt im September 2021 per Internet-Formular mitgeteilt. Nach Schätzungen der Verfasser des erwähnten Artikels dürfte die Häufigkeit von Impfnebenwirkungen aufgrund der Covid-Impfungen gegenüber einer Grippeimpfung um den Faktor 20, bezüglich Verdachtstodesfällen um den Faktor 16, höher sein. Dort hält man es für dringend erforderlich, dass Sie und das Robert Koch-Institut, diesen Hinweisen nachgehen nachgehen und eine Neubewertung der Sicherheit vornehmen. Bitte teilen Sie mir mit, ob Sie diese Neubewertung anstellen. Danke, mfG. . Zwischennachricht PEI: “Ihre Nachricht ist beim Paul-Ehrlich-Institut eingegangen und wird unter der Ticketnummer im Betreff geführt….........”

Lutz Herrmann / 19.04.2023

Die staatlich verköstigten Twitterer sehen das ganz anders. Die stellen den 180 Millionen Impfdosen die circa 300 Versorgungsanträge gegenüber.

Markus Knust / 19.04.2023

Andreas Block schreibt, die Mehrheit habe begeistert mitgemacht, dem kann ich nur zustimmen. Hin und wieder begebe ich mich in die Niederungen des Journalismus der ZEIT und stieß dabei erst kürzlich auf eine Kolumne der Mely Kyiak, aus dem Jahr 2021. Die Dame dürfte hier einigen Usern bekannt sein. Dieser Hetzartikel trägt klangvollen Namen “Impfgegner: Oh, diese jämmerliche Angst”. Misanthropische Forderungen, etwa den Impfunwilligen den Einkauf zu verweigern etc. sind natürlich erwartbar. Das dieser Gesinnungskriegerin jeglicher Anstand fehlt, dass Demokratie und Grundrechte nur wahrgenommen werden, wenn sie nützen, geschenkt. Viel interessanter sind die Kommentare unter diesem Pamphlet. Jeder der heute zur Versöhnung auffordert oder die Sache für erledigt hält, weil die Täter und Mitläufer ein paar längst bekannte Fakten eingestehen, sollte sich dort belesen. Es herrschte wieder einmal traditionelle Progrom Stimmung und blanker Hass, auf alle die aus der Herde ausscherten.  Ich halte das auch nicht durch die Ausnahmesituation erklärbar, dass ist etwas viel tieferes, das sich Bahn gebrochen hat. Sie haben alle mitgemacht, vom Kanzler, über den BGM, Bundestag - mit Ausnahme der AfD - die Presse, bis zum wahnhaften Mob. Wenn die gekonnt hätten, wie sie gewollt haben… Normalerweise gehört die politische, wissenschaftliche und journalistische Ebene vor ein Gericht. Dazu zählt auch das Ehrlich Institut. Die wissen alle sehr genau, an welch gigantischem Verbrechen sie beteiligt waren.

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