Pünktlich zum 50. Jahrestag der mutigen Befreiungsoperation von über einhundert israelischen Geiseln im ugandischen Entebbe legt der Wiener Castrum Verlag den Roman, „Yonis letzte Schlacht“ in deutscher Sprache dazu vor. Der Autor, Iddo Nethanyahu, der jüngste der Netanyahu-Brüder, erzählt darin die Geschichte seines Bruders Yonathan „Yoni“, der Kommandeur der heldenhaften Operation, der als einziger israelischer Soldat bei der Rettung der jüdischen Geiseln gefallen ist. Iddo ist Arzt, der sich seit 2008 ganz der Schriftstellerei widmet. Der vorgelegte Roman ist sein zweiter Roman nach „Itamar K“, eine schonungslose Kritik der vom linken Mainstream dominierten Kulturszene.
Vor einem halben Jahrhundert entführte ein deutscharabisches Terrorkomando eine Air-France-Maschine über dem Mittelmeer und zwang den Piloten nach Entebbe/Uganda zu fliegen. Dort herrschte zum Zeitpunkt der Entführung der Diktator Idi Amin, der sich bereits zuvor einen Namen wegen Terrors und Willkür gegen sein eigenes Volk gemacht hatte. Idi Amin erklärte zunächst, Uganda würde sich neutral verhalten, schnell stellte sich heraus, dass er den Terroristen jegliche Unterstützung zugesagt hatte. Vor dem Verlassen des Flugzeuges wurden auf Anweisung der deutschen Terroristen die Passagiere nach Nazi-Manier in Juden und Nichtjuden selektiert. Die „nichtjüdischen“ Passiere durften nach Paris ausfliegen. 106 jüdische Geiseln wurden ins Flughafen-Terminal gebracht und dort einer für sie unbestimmten Gefangenschaft ausgesetzt.
Das Terrorkommando stellten der israelischen Regierung ein kurzfristiges Ultimatum, nach dem Dutzende wegen terroristischen Taten in israelischen Gefängnissen einsitzende arabische Verbrecher frei zu lassen seien. Israel – dessen Staatsräson in der Vergangenheit lautete „Keine Verhandlungen mit Terroristen“ –, befand sich nun in einem Dilemma und versuchte für diesen Fall einen zeitlichen Aufschub wegen des Lebens der Geiseln zu erhalten, denn nicht verhandelbar bleibt für die Verantwortlichen das jüdische Leben selbst. Das Terrorkommando verlängerte das Ultimatum auf insgesamt vier Tage. Sollte die geforderte Freilassung der Häftlinge nicht erfolgt sein, würden alle 106 Geiseln erschossen.
Für Yoni endete der Einsatz in einer Tragödie
Die Zeit war extrem kurz, um eine Befreiung aller Geiseln vorzubereiten und schließlich erfolgreich durchzuführen, auch deshalb, weil die Geiseln im Terminal gefangen waren und auf dem Flughafengelände von Idi Amin bis zu 1.000 ugandische Soldaten positioniert worden waren. Trotz des extrem hohen Risikos, entschied sich die israelische Regierung zum Handeln, alle Geiseln sollten lebend und gesund nach Hause gebracht werden. Es wurde eine militärische Eliteeinheit mit in den zahlreichen Kriegen mit den arabischen Staaten bewährten Soldaten zusammengestellt. Zum Kommandanten ernannte man Yonatan Nethanjahu, der aufgrund seines Mutes und seiner gezeigten Tapferkeit die Autorität in der gesamten Truppe besaß. Heute wird das Husarenstück „Operation Yonathan“ genannt. Sie kann nicht nur als irgendeine Militäraktion gesehen werden. Vielmehr war es die außergewöhnlichste Geiselbefreiung der Militärgeschichte. 103 Geiseln konnten lebend nach Israel zurückgebracht werden. Zu beklagen bleibt, dass drei der Geiseln in den Feuergefechten zwischen Terroristen, ugandischen Soldaten und den Befreiern ums Leben kamen.
Für Yoni endete der Einsatz in einer Tragödie, denn er war der einzige Soldat, der dabei sein Leben geben musste. Der Roman schildert den Ablauf der Stürmung des Flughafenterminals minutiös. Yoni war der Erste, der auf das Gebäude stürmte, er stand nie hinter seinen Männern. Er stand vor ihnen. Die genauen Umstände seiner Erschießung konnten wegen den Verwirrungen des Einsatzes nie detailliert geklärt werden, wahrscheinlich traf ihn eine Kugel eines ugandischen Soldaten, der diese vom Flughafen-Tower abfeuern konnte.
Das Buch ist weit mehr als die Biographie eines gefallenen Helden. Es ist das Vermächtnis eines Mannes, der wusste, dass das jüdische Leben niemals von der Gnade seiner Feinde abhängen darf. Dafür musste er am Ende den höchst möglichen Preis zahlen.
Iddo Netanyahu hat einen beeindruckenden Roman vorgelegt, nicht nur mit der Schilderung des militärischen Ablaufs der Aktion. Er selbst war ein Mitglied der Eliteeinheit, aber als Bruder von Yoni nicht in Entebbe dabei, deshalb schreibt er nicht aus zweiter Hand, sondern mit fundierteren militärischen Kenntnissen. In einem eigenen Kapitel der Biographie beschreibt er Yonis ziviles Leben, ein Zeugnis von einem Menschen mit faszinierender Wirkung auf Freunde und Mitmenschen. Achgut-Autor, NIUS-Redakteur und Israelexperte Claudio Casula hat ein Nachwort zum Band beigesteuert. In Zeiten des auflebenden Antisemitismus ist das Buch unverzichtbar!
Peter Backfisch ist freier Autor aus Südhessen und schreibt für Zeitungen wie Junge Freiheit, Preußische Allgemeine Zeitung, eigentümlich frei und diverse soziale Medien wie Ansage.org und andere.
„Yonis letzte Schlacht“, 2026, Wien: Castrum Verlag. 280 Seiten, 40,00 Euro. Hier bestellbar.
Es gibt Momente im Leben da weiß man, es geht um die Wurst. Um das höhere Gut. Und dann legt man sich ins Zeug. Wohl wissend, dass man dabei drauf gehen kann. Das erfordert dann im Vorfeld eine reifliche Überlegung, ob es das Risiko wert ist und das Ziel wirklich erreicht werden kann. Ist beides im Einklang, steht dem Einsatz nichts mehr im Weg. Es ist besser für etwas zu sterben, als für nichts zu leben. Wobei man das mit dem sterben natürlich immer weitgehend vermeiden sollte. Vielleicht wird jetzt so manchem klar, warum ich seit Jahren meine Expertise im Netz zum Besten gebe und Hilfestellung dabei, wie man sich vor bestimmten freiheitsgefährdenden Strukturen schützen kann. Das ist keine Paranoia, das ist kein Wahn, wir haben hier in Deutschland wirklich ein gigantisches Problem. Und zwar eins, was aus dem selben Umfeld kommt wie das, was damals zu Entebbe führte…
Charles Bronson war in einem Entebbe-Film …
Jede Nation hat ihre Heldengeschichten. Für mich ist und bleibt es GSG9 und Mogadischu 1977. Schon deshalb weil die palästinsischen Geiselnehmer seit Entebbe vorbereitet waren. Ein weiteres ewiges Bild ist der FDNY Feuerwehrmann von 9/11 der das Treppenhaus des WTC hochgeht, während die Leute panisch hinunterrennen. Sein Blick in die Kamera zeigt klar, dass er weiß, das er nicht überleben wird. Dieser Feuerwehrmann ist 100x Yoni Netanjahu. Alles das hat mit Palästina zu tun. Ein spezielles Heldentum Israel sehe ich nicht. Yoni Netanjahu starb als Soldat für Israel und für israelische Menschen und Interessen. Richtig. Ich will sein Opfer damit nicht schmälern. Aber andere westliche Menschen starben beiläufig für die Interessen Israels, obwohl sie damit nichts zu tun hatten. Das ist etwas völlig anderes. Israel ehrt diese Menschen nicht. Ihr Opfer wird von Israel achselzuckend als Selbstverständlichkeit angenommen – insbesondere von der Regierung Netanjahu und deren Anhängern. Aus diesem Grunde wird Israel den Rückhalt im Westen verlieren. Völlig zurecht.
„Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben gibt für seine Freunde!“ (Johannes 15,13). Yoni Netanjahu – Entebbe. Jürgen Schumann – Aden. Charlotte Corday – Paris. Oskar Brüsewitz – Rippicha/Zeitz. Ilse Weber – Auschwitz. Janusz Korczak – Trebinka. Witold Pilecki – Warschau. Danuta Siedzikówna (Pseudonym „Inka“) – Danzig. Ilona Toth – Budapest. Edeltraud Eckert – Leipzig. Yossef Romano und
Mosche Weinberg und 9 ihrer Kamreraden – München. Anton Fliegerbauer – München. Viele Namen müßte man nennen. Namen, die in der morbiden und korrupten, bolschewisierten bunten Republik – einem Staat im dem Mauer-Mörder-Kommandeure es an die Spitze von DGB-Einzelgewerkschaften und in die Nähe von SPD-Innen-Ministern (-innen und -außen auch) schaffen – mit Absicht VERGESSEN hat. Am Yisrael chai! Yisrael masel tov! Staatsfeiertag eines NEUEN Deutschland sollte ein „Tag des deutschen Herbstes“ werden, an welchem man den Opfer der Baaders, Judenknax-Kunzelmanns, Melsheimers und Hübers und ihrer Mord-Gesellen ehrenhaft gedenkt. Kein Vergeben – kein Vergessen! Ich möchte den Tag noch erleben, an welchem ein Sven Hüber GERICHTET wird! Ohne Gnade. MORD verjährt nicht.
Danke für diesen Beitrag und den Buch-Tipp.
Ob Nethanyahu oder Netanyahu, drei Brüder, drei Ausnahmetalente! Einer ein großer Soldat, einer ein talentierter Homme de lettres und einer ein begnadeter Staatsmann. Sowas ist in Israel an der Tagesordnung, bei uns ist seit den Humboldt-Brothers Ebbe, wenn nicht sogar Entebbe.