
Die Wahrscheinlichkeit wegen Strahlung zu erkranken und zu versterben ist höher als vor der Industrialisierung. Allerlei Strahlungen ist man tagtäglich ausgesetzt: Energiewellen aus Hochspannungs- und Niedrigspannungsleitungen (simpler Haushaltsstrom), Mikrowellen, Kurzwellen, Radiowellen, Röntgenstrahlen, WLAN, Bluetooth - dazu die natürliche Radioaktivität aus dem Weltall (Sonnenstrahlen) und aus der Erde (Radon). Man kann verstehen, dass deshalb back to the roots angestrebt wird. Alles hat Vor- und Nachteile. Auch das “paradisische” Leben vor der Antike.
Wie schon immer bringt das ganze Herumgewürge in Statistiken gar nichts, wenn man solche unerklärliche Fehler macht wie zu Beispiel Autofahrer und Radfahrer anhand ihrer Kilometerleistungen zu vergleichen und daraus Unfallwahrscheinlichkeiten herleitet. Woran hier obendrein systematisch (wie immer!) vorbeigeredet wird ist die Tatsache, dass das größte Problem bei den Geschwindigkeiten (vor allem über 200 K/mh) die Geschwindigkeitsdifferenzen sind, die ganz besonders unfallträchtig sind bei der Schnellfahrerei. Wer öfter im Ausland unterwegs ist, kennt den unaufgeregten Flow bei 130-140 km/h, bei dem immer Reaktionszeit und Bremsweg zu Verfügung steht, wenn die 89 jährige Tante Lollo mal wieder das Unerwartbare, Unerklärliche macht. Das ist, was ich gelernt habe nach fast 5 Mio innereuropäischen Kilometer, in 50 Jahren. Meine Reisegeschwindigkeit ist immer noch 160-180 Km/h, um so am leichtesten mitzuschwimmen im großen Rennen. Aber ich würde mich gerne begrenzen lassen, um im heutigen Gehetze Nerven, Sprit und Verschleiss zu sparen.
Gott, ist hier jetzt auch Radfahrertag? In Benelux ist heute ‘Klatschen für Radfahrer ” angesagt - ich denke sie meinen Applaus für jedes Rad… Allerdings hätte ich bei einigen Radfahrern echt lust zu klatschen… Wenn ihr so viele seid und so einflussreich- baut euch doch einfach eigene Strecken, muss jeder Motocross und Kartfahrer auch machen. Ich rede nicht von der Oma die zum Bäcker radelt oder der Familie auf dem Radweg. Abgesehen davon (extra für grün -braun): Man könnte auch Steuern, Versicherungspflicht und Führerscheine für Radfahrer einführen.. Autofahren kann man auch lernen, wer bei 130 schon schwitzt sollte besser Bahn fahren. PS: Ich habe diverse Fahrräder und am liebsten fahre ich schöne Landstraßen (hier gilt oft noch 90, auch in Serpentinen (B))- da hat man zumindest Spaß und oft die kürzeste Verbindung.
Denken Sie den Gedanken zu Ende. # Noch wird das Fahrrad überwiegend zum “Hobby-Transport” eingesetzt, vorzugsweise bei guten Wetterverhältnissen. Stellen Sie sich vor, nur so um die 30% der Autofahrer stiegen - freiwillig oder gezwungener Maßen - auf das Fahrrad um. Nix mehr mit Hobby-Transport. Dann hieße es, bei Wind und Wetter, bei Eis und Schnee mit Regenschutz und eingeschränktem Gesichtsfeld morgens pünktlich “auf Arbeit” zu kommen und abends so schnell wie geht wieder nach Hause. Das würde m.E. fürchterlich. Und: Gegen die Folgen dieses Hirnrisses kann man sich noch nicht mal impfen lassen. # In meiner neuen Heimat Thailand, ohne Schnee und Eis, sterben jährlich 25.000 bis 30.000 Verkehrsteilnehmer. 80% von denen sind 2-Radfahrer. Genau diesen Zustand, wahrscheinlich noch viel schlimmer aufgrund der bescheidenen Witterungssituation, streben die “Autoverunglimpfer” für Deutschland an? # Mittlerweile traue ich der Mehrzahl meiner völlig durchgeknallten Landsleute zu, genau das auch zu wollen.
Der Trick ist einfach: Man muss jederzeit angepasst fahren. Und zwar so, dass man gefahrlos ausweichen oder abbremsen kann. Nichts macht beim Autofahren mehr Sinn, als auf Sicht zu fahren, denn einen Unfall kann man ja auch dann haben, wenn man sich an die vorgegebene Geschwindigkeit hält oder sie sogar unterschreitet. Man denke daran, dass nicht wenige Menschen in Deutschland beim Aus- oder Einparken des Wagens Schäden an Autos oder sogar Fußgängern verursachen. Es gab einen Fall in meinem persönlichen Umfeld, da ist jemand von einem langsam rückwärts fahrenden Laster auf einem Tankstellengelände überfahren und tödlich verletzt worden. Die Geschwindigkeit lag dabei bei weniger als 5 km/h. Der Fahrer hatte den Fußgänger im toten Winkel übersehen und der alte Mann war nicht mobil genug, schnell genug auszuweichen. Auf einer Autobahn bei viel höheren Geschwindigkeiten passiert so etwas üblicherweise nicht, weil dort nicht rückwärts ausgeparkt wird, Fußgänger dort nichts zu suchen haben und nur in eine Richtung gefahren wird. Jetzt die Kurve zum Waffenrecht: Auf einem Schießstand wird unter Aufsicht immer nur in eine Richtung geschossen. Dort läuft oder schießt niemand quer, weshalb die Unfälle dort gegen null gehen. Das Umfeld und die Übersicht sind bei Schützen also genauso wichtig, wie bei Autofahrern. Man kann es auch als gesunden Menschenverstand in Verbindung mit einer guten Ausbildung beschreiben. Wenn nur Menschen am Verkehr teilnehmen würden, die diesen gesunden Menschenverstand mitbringen, bräuchte es kein Tempolimit. Nirgendwo. Wer so fährt, dass er unter den gegebenen Umständen einen Unfall jederzeit verhindern kann, der kann jederzeit so schnell fahren, wie die Situation das erlaubt. Ich habe diesen Grundsatz bei Autos und bei Waffen mein ganzes Leben lang beherzigt. Und deshalb ist niemals jemand durch mich dabei zu Schaden gekommen. Es kommt eben immer auf die Situation an. Manchmal machen gesetzliche Vorgaben Sinn, manchmal aber auch nicht.
Das Risiko für Radfahrer hängt natürlich stark von der konkreten Straßensituation ab - und da liegen mögliche Verbesserungen im sachkundigen Urteil der Verantwortlichen vor Ort. Oft hat man leider den Eindruck, daß diejenigen, die Entscheidungen treffen, schlicht keine eigenen Erfahrungen als Radfahrer haben (selbst wenn es sich um scheinbar radfahrerfreundliche Regelungen handelt). Dabei dürfte es doch nirgends ein Problem sein, die Sicht der Betroffenen einzuholen. - 1992 fuhr ich mit dem Rad von Fehmarn bis Wismar. Während im Westen die Autofahrer nicht selten nervten, weil sie beim Überholen übervorsichtig waren und lange hinter einem hertuckerten, obwhl dies nicht nötig schien. Dann im Osten der Kontrast: mehrmals mußte ich sicherheitshalber von der befestigten Straße auf den Randstreifen ausweichen - mit beladenem Fahrrad. Ein nicht unwesentliches Detail: an den Nummernschildern konnte ich sehen, daß ein großer Teil der rücksichtslosen Fahrer aus eben den Gegenden stammte, in denen man eher übervorsichtig fuhr. Anscheinend bewirkte der allein “wilde Osten” als solcher eine Änderung des Fahrverhaltens braver Bürger. (Am Straßenausbau lag es nicht, der war auf den von mir benutzten Straßen ganz ähnlich.)
Der Straßenverkehr war schon immer hilfreich, regulierend in die Bevölkerungsentwicklung einzugreifen. Früher schon gab es den Witz, ab sofort darf man als Fußgänger bei Rot über die Straße gehen, als Rentner muß man. Als Fußgänger hat man doch bei einem Unfall gegen ein Lastenfahrrad die geringe Chanche, das Leid zu teilen.
Auch nach dieser Argumentation erscheint ein Tempolimit von 160 oder 180 km/h durchaus sinnvoll, schon weil es ja wohl nur die wenigen wirklichen Raser beträfe.. Auch wenn ich die diesbezügliche Unfallstatistik nicht kenne, weiß ich von diversen Mitfahrerlebnissen bis 230 km/h, daß man doch immer mehr auf sein Glück angewiesen ist, wenn man sich - auf nicht leerer Fahrbahn - den 200 km/h nähert. Bei 100%iger Konzentration des Fahrers mag der ja auf alle denkbaren unvorhersehbaren Ereignisse noch angemessen reagieren können. Nur - niemand konzentriert sich länger als einige Minuten wirklich zu 100%. Und wiederholen möchte ich auch, daß die Grünen m.W. niemals die Möglichkeit von Tempolimits höher als 130 km/h in die Diskussion eingebracht haben, weshalb ich davon ausgehe, daß die nie wirklich an einer Durchsetzung ihrer Forderungen interessiert waren, sondern nur das Thema für ergiebig in Bezug auf ihre Klientel hielten.
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