Trotz Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte geht der Familiennachzug weiter. Bis Ende des Jahres wird eine kleine Großstadt zusätzlich integriert werden müssen, wie bereits in den Jahren zuvor.
Im ersten Halbjahr 2025 wurden fast 57.000 Visa für den Familiennachzug durch das Auswärtige Amt ausgegeben, meldet nius.de. Die meisten gingen an Syrer, Türken, Inder, Kosovaren und Albaner. Vor allem Ehepartner anerkannter Asylbewerber profitierten davon. Trotz der jüngst beschlossenen Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte könnte die Zahl der Visa bis Ende des Jahres die 100.000 erreichen, was in etwa der Größe Kaiserslauterns entspricht. Im Jahr 2024 wurden fast 124.000 Visa für den Familiennachzug erteilt (etwa die Einwohnerzahl Göttingens), wobei Syrer, Türken und Inder die Mehrheit bildeten. Der vorläufige Höchststand des Familiennachzuges wurde im Jahr 2023 mit fast 131.000 erreicht, was ähnlich viele Einwohner wie Heilbronn bedeutet.
Der Deutsche Bundestag hat Ende Juni den Nachzug für subsidiär Schutzberechtigte für zwei Jahre ausgesetzt (Achgut hatte berichtet), was jedoch nur etwa acht Prozent der Fälle betrifft. Visaanträge müssen bei deutschen Botschaften oder Konsulaten gestellt werden und werden sowohl dort als auch von der Ausländerbehörde im Heimatort des Partners oder Elternteils geprüft.
