Sabine Drewes, Gastautorin / 17.06.2019 / 06:11 / Foto: CIA / 50 / Seite ausdrucken

17. Juni – Der gestohlene Ehrentag

Ich wage einfach mal, frech zu behaupten, das freiheitsfeindliche Bild, das viele Deutsche von ihresgleichen zeichnen, ist ein Trugbild – allerdings eines, dem sie seit Jahrzehnten ziemlich blind folgen. Ein Trugbild, das von Schulen und Bildungseinrichtungen, von Medien und Politik kräftig befördert wurde und das kaum hinterfragt wird. Und nun haben wir den Salat.

Fragen Sie einmal Ihre Mitbürger, besonders die jüngeren, was ihnen zum Thema Freiheitsbestrebungen der Deutschen einfällt. Ich fürchte, das Ergebnis fiele ziemlich ernüchternd aus. Was ist das Fatale daran? Je länger wir uns einreden, wir Deutschen „können“ keine Freiheit, desto größer ist die Gefahr einer sich selbsterfüllenden Prophezeiung. Zugleich nehmen wir Etlichen den Mut, sich offen für die Freiheit einzusetzen, und sei es „nur“ für die Meinungsfreiheit.

Es ist ein hochbrisantes Ergebnis, welches das Institut für Demoskopie Allensbach (siehe hier, hier und hier) kürzlich bekanntgab: Nur noch 18 Prozent der Deutschen glauben, sie könnten in der Öffentlichkeit frei ihre Meinung äußern, ohne negative Konsequenzen befürchten zu müssen. Wenn also 82 Prozent ihre Ansichten lieber für sich behalten oder nur im engsten Familien- und Freundeskreis aussprechen, werden die verschiedenen Positionen nur noch verzerrt abgebildet. Stirbt die Meinungsfreiheit, sterben am Ende auch alle anderen Freiheiten. Wollen wir das? Wenn wir dies nicht wollen, dann muss es nicht nur erlaubt sein, sondern dann ist es sogar dringend notwendig, auch die Erinnerung an deutsche Freiheitskämpfe wachzuhalten.

Einer dieser Freiheitskämpfe fand heute vor sechsundsechzig Jahren statt, am 17. Juni 1953. Um Kritikern gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen: Natürlich ist heute kein „runder“ Gedenktag, aber man muss die Friedliche Revolution von 1989 auch im Kontext von 1953 sehen. Die Freiheitskämpfer von 1989 stehen auf den Schultern der Freiheitskämpfer von 1953. 1989/90 wurde vollendet, was 1953 begann. Aus diesem Grunde kann man die Geschehnisse vor dreißig Jahren nicht isoliert von 1953 betrachten. Dieser Zusammenhang wird kaum je beachtet, vielfach sogar negiert.

Da muss es niemanden wundern, wenn die wenigsten Menschen mit dem 17. Juni groß etwas anfangen können. Er ist seit langem völlig zu unrecht total unterbelichtet. Meine persönliche und deshalb – um es gleich zu sagen – nicht repräsentative Erfahrung geht dahin, wenn mit diesem Tag überhaupt etwas verbunden wird, dann ausschließlich eine eher vage Erinnerung an einen gescheiterten Arbeiteraufstand. Das ist allerdings eine unzulässig verkürzte Sicht und eine, die sich etliche Schulen zu eigen gemacht haben, falls sie denn diesen Aufstand im Unterricht überhaupt thematisieren. Viele verzichten seit langem gleich ganz darauf.

Der 17. Juni wäre ein idealer Feiertag

Die Jüngeren werden vermutlich nicht einmal wissen, dass der Deutsche Bundestag bereits am 2. Juli 1953 beschloss, diesen Tag ab dem 4. August zum „Tag der Deutschen Einheit“ zu erklären, was er bis einschließlich 1990 blieb. Es war im übrigen ein SPD-Politiker, von dem der Vorschlag ausging, den 17. Juni zu einem gesetzlichen Feiertag der Bundesrepublik Deutschland zu erheben: Herbert Wehner. Pikant: sein Parteifreund Egon Bahr, 1953 Chefkommentator des RIAS, befürwortete damals schon das Appeasement an die SED-Diktatur. Er forderte am 18. Juni, als noch zahlreiche Betriebe bestreikt wurden, die Menschen dazu auf, ihren Widerstand gegen die kommunistische Zwangsherrschaft aufzugeben.

Später waren es seine Partei und die Grünen, die diesen Feiertag verhöhnten und am vehementesten bekämpften. Man muss leider konstatieren: Von Ausnahmen abgesehen, hatte sich der Westen im Zusammenhang mit dem 17. Juni nicht mit Ruhm bekleckert, obwohl es gerade an diesem Tag um die von ihm zum Essential erklärte Freiheit ging.

Der Aufstand, der am 16. Juni 1953 als Protest gegen die Normenerhöhungen der SED begann und am 17. Juni zu einem wahren Volksaufstand gegen das verhasste Regime und schließlich zu einem Freiheitskampf und zu einem Kampf für ein ungeteiltes Deutschland umschlug, verdient es, in der Öffentlichkeit mehr Beachtung zu finden und in das Bewusstsein des kollektiven Gedächtnisses der Deutschen einzugehen.

Nach meiner Überzeugung hätte Kanzler Kohl besser daran getan, den 17. Juni als Nationalfeiertag des geeinten Deutschlands zu belassen, anstatt diesen Feiertag auf das offizielle Datum der Wiedervereinigung zu verlegen. Damit wurde den Freiheitskämpfern ihr Ehrentag am Verhandlungstisch gestohlen. Mit dem 3. Oktober, der willkürlich gewählt wurde und ohne jeden weiteren historischen Bezug ist, verbinden viele Bürger kaum mehr Gefühle als mit dem 23. Mai, dem Tag der Verkündigung des Grundgesetzes und der Gründung der Bundesrepublik Deutschland. Von einem Nationalfeiertag aber sollte idealerweise eine positive und zugleich tiefgreifende emotionale Botschaft ausgehen. Sonst ist er im eigentlichen Sinne kein Feiertag, sondern „nur“ ein Gedenktag.

Während der 9. November ein problematisches Datum bleibt, wäre der 17. Juni ein idealer Gedenk- und Feiertag. Im Vordergrund der Erinnerung an den 17. Juni steht zwar meist das Scheitern des Aufstandes. Damit aber wird man diesem Tag in keiner Weise gerecht. Der Aufstand schwoll am 17. Juni zu einer Stärke an, die die SED das Fürchten lehrte. Ihre Führung hatte sich in geradezu panischer Angst vor dem Volk im Haus der Ministerien (heute Bundesfinanzministerium) in Berlin verschanzt und die Kontrolle über die unterdrückte Bevölkerung verloren. Das Volk zwischen Ostsee und Erzgebirge, zwischen Elbe und Oder, erhob sich in allen Landesteilen und in über 700 Städten und Gemeinden sowie in über eintausend Betrieben und Genossenschaften gegen die von den Sowjets aufoktroyierte kommunistische Gewaltherrschaft und gegen die Teilung Deutschlands.

Nazis im Dienst der Kommunisten

Es war der erste große, von breiten Bevölkerungsteilen getragene, ja der erste nennenswerte Aufstand im kommunistischen Machtbereich überhaupt. Und er ging von den Deutschen aus! Ja, von den angeblich so braven, obrigkeitshörigen Deutschen, die nach Lenins Lesart erst eine Bahnsteigkarte lösen würden, bevor sie Revolution machten. Das Bild stimmt hinten und vorne nicht. Ich bin sicher, Lenin hätte 1953 seine Meinung über die Deutschen entsetzt korrigiert, hätte er noch gelebt. Denn dieser Aufstand von Millionen Menschen für die Freiheit und Einheit wäre ein riesiger Erfolg geworden, wenn er nicht durch sowjetische Panzer brutal niedergewalzt worden wäre. Die Teilung Deutschlands wäre dann schon 1953 Makulatur gewesen; dies hätte uns unendlich viel Leid und die bis heute andauernden Folgen der jahrzehntelangen Teilung erspart.

Erinnern sollten wir uns auch daran: 1953 lagen die Schrecken der nationalsozialistischen Diktatur erst acht Jahre zurück. Der 17. Juni 1953 straft all jene Lügen, die behaupten, die Deutschen hätten aus zwölf menschenverachtenden Jahren nichts gelernt und seien besonders anfällig für totalitäre Versuchungen sowie unfähig, sich für die Freiheit zu erheben. Im Gegenteil: Gerade östlich der Elbe erkannten viele, dass hier eine Willkürherrschaft durch eine andere abgelöst worden war; dass sich zwar die Farben und Embleme, nicht aber die repressiven Methoden wandelten. Niemand anders als Kurt Schumacher (SPD) hatte die Kommunisten als „rotlackierte Nazis“ bezeichnet und immer wieder vor ihnen gewarnt.

Etliche ehemalige nationalsozialistische Konzentrations-, Kriegsgefangenen- und Straflager wie Buchenwald, Sachsenhausen, Waldheim, Torgau, Bautzen (siehe hier). wurden von der sowjetischen Besatzungsmacht ab 1945 weiterbetrieben; in ihnen kamen nicht wenige ums Leben, die gar keine persönliche Schuld auf sich geladen hatten, darunter auch zahlreiche Gegner der sowjetischen Besatzungspolitik. Umgekehrt wendeten sich nicht wenige ehemalige Nationalsozialisten über Nacht zu Kommunisten, ohne dass die Sowjets und die 1946 gegründete SED dagegen Einwand erhoben hätten. Vielmehr kam es ihnen zupass. Denn auch nach 1945 ging es darum, ein Volk zu unterdrücken und ihm den Willen einer totalitären Macht aufzuzwingen. Das ging am besten mit Leuten, die sich auf ihr Handwerk verstanden.

Mehr als seelenlose Befehlsempfänger

Hubertus Knabe hat in seinem Buch „17. Juni 1953. Ein deutscher Aufstand“ sehr kenntnisreich, sehr eindrucksvoll, sehr präzise und unglaublich spannend die Geschehnisse rund um die denkwürdigen Juni-Tage des Jahres 1953 nachgezeichnet und analysiert. Wer das Buch gelesen hat, der wird den 17. Juni möglicherweise mit anderen Augen sehen. Er wird erkennen, dass er trotz des Scheiterns ein grandioser Erfolg war. Knabe schreibt auf den Seiten 21/22:

Dabei gab es in der deutschen Geschichte keine andere Revolution, die ein auf Gewalt und Unterdrückung beruhendes Herrschaftssystem so schnell, so flächendeckend und so vollständig aus den Angeln hob.

Der spontane Protest gegen die SED-Regierung blieb kein passiver. Und dies, obwohl es keinen Plan, kein organisatorisches Zentrum, keinen Anführer, ja nicht einmal einen zentralen Aufruf zum Sturz des Regimes gab (Knabe, Seite 153/154). In Merseburg und an weiteren kleinen Orten gab es Ansätze zur Absetzung der bisherigen Regierenden. Auf dem Lande, wo die SED noch schwächer in der Bevölkerung verankert war, gab es Beispiele für geordnete Machtübernahmen. So etwa in Kollm bei Görlitz. In Bitterfeld wurde für wenige Stunden die Macht im Rathaus von einem durch ein überbetriebliches Streikkomitee gewählten neuen Bürgermeister übernommen (Knabe, Seite 201).

Solche Machtübernahmen geschahen in aller Regel friedlich, wie auch die Demonstranten selbst in der Mehrheit friedlich und diszipliniert für ihre Belange stritten. In Halle rief das dortige Streikkomitee zu einer zentralen Kundgebung auf dem Hallmarkt auf; sein Sprecher forderte freie Wahlen, eine 40-prozentige Senkung der HO-Preise und den Rücktritt der Regierung. Es wurde zum Generalstreik aufgerufen, und am nächsten Tag wollte man die Stadtverwaltung übernehmen. Wie in Berlin am Brandenburger Tor sangen auch hier die Demonstranten gemeinsam das Deutschlandlied (Knabe, Seite 207).

In der seit 1945 geteilten Stadt Görlitz gelang es den Aufständischen, für wenige Stunden, die Macht zu übernehmen. Hier waren sie deshalb so erfolgreich, weil es schon in den Mittagsstunden zu einer Massenkundgebung kam. In dieser Stadt waren etwa 40 Prozent der Einwohner Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten; ihre Abneigung gegen das SED-Regime war besonders groß (Knabe, Seite 217/218). An etlichen Orten wurden die Gefängnisse gestürmt, um die politisch Inhaftierten freizulassen (Knabe, Seite 189ff.).

Neben den bekannten Bauarbeitern aus der Berliner Stalinallee erhoben sich, was weniger bekannt ist, auch die Bauern massiv gegen das SED-Regime (Knabe, Seite 232f.). Es bleibt festzuhalten: Ein Teilvolk der Deutschen, quer durch alle Schichten, hatte in jenen Junitagen alles riskiert – für die Freiheit. Dabei erreichte es fast sein Ziel. Dass es diesen Kampf am Ende verlor, ist nicht seine Schuld und umso tragischer zu bewerten. Sowjetische Truppen setzten diesem kurzen Tag der Freiheit ein blutiges Ende. Aber dieser Kampf um die Freiheit war nicht umsonst und verdient unser aller Respekt – und Dank. Dieser zu recht heroisch zu nennende Freiheitskampf hat den Deutschen ein Stück ihrer Würde zurückgegeben; er hat der Welt gezeigt, dass die Deutschen keine seelenlosen Befehlsempfänger sind.

Das ist vielleicht der Hauptgrund dafür, warum der 17. Juni bis heute besonders in linken Kreisen wie eine peinliche Entgleisung behandelt wird, an die man möglichst nicht erinnert werden möchte. Diesen Gefallen sollten wir ihnen nicht tun. Vor allem aber haben das die Menschen nicht verdient, die in jenen Tagen des Aufstandes ihr Leben, ihre Gesundheit und ihre kurz wiedergewonnene Freiheit verloren.

Unser Selbstbild ist negativ eingefärbt

1989 war die Lage in Deutschland und auf der weltpolitischen Bühne eine andere als 1953. Trotzdem wussten die Menschen auch 1989 nicht, was sie erwarten würde. Ihre Proteste waren ebenfalls mit hohem persönlichem Risiko behaftet. Die blutige Niederschlagung des Aufstandes auf dem Platz des Himmlischen Friedens am 4. Juni 1989 zeigte ihnen sehr deutlich, was auch ihnen im schlimmsten Falle blühen könnte. Für ihren Mut, gegen die Repressionen, gegen die Wahlfälschungen vom 7. Mai und für die Freiheit auf die Straße zu gehen, verdienen unsere ostdeutschen Landsleute alle Anerkennung. Auch die Proteste auf Kirchentagen, die über eine Million Ausreiseanträge sowie die stetig anschwellende Massenflucht sorgten neben der wirtschaftlichen Pleite dafür, dass das SED-Regime 1989 in seinen Grundfesten erschüttert wurde.

Doch in dem Maße, wie das Regime die Kontrolle über den unterdrückten Teil der Deutschen verlor, in dem Maße stieg auch das Risiko an, dass die Machthaber im Bewusstsein ihres nahenden Endes noch einmal mit voller Gewalt um sich schlagen könnten. Sie taten es dann auch in den Tagen und Nächten des 7./8. Oktober 1989. Es gab entsprechende Pläne und fertige Anweisungen, die landesweiten Proteste blutig zu beenden. Ich will hier nicht die Ereignisse vom Herbst 1989 vorwegnehmen. Noch ist es nicht soweit. Aber es begann merklich zu brodeln hinter Mauer und Stacheldraht. Trotz der unvermindert bestehenden Gefahr für Leib und Leben ließen sich immer weniger Menschen einschüchtern.

Wir Deutschen neigen dazu, das Negative unserer Geschichte mit Verve herauszukehren und uns selbst auf die Anklagebank zu setzen. Und zwar gnadenlos. Unser Selbstbild ist entsprechend negativ eingefärbt. Dabei vergessen wir, dass dort, wo harte Schatten fallen, die Sonne umso heller scheint. Es geht nicht um die Glorifizierung der deutschen Geschichte. Doch kann man nicht ständig darüber jammern, dass wir Deutschen in Sachen Freiheit und Demokratie versagt hätten und gleichzeitig die Erinnerung an den Einsatz jener Deutschen für eine freiheitliche Demokratie – wenn schon nicht tilgen, so doch zumindest stark relativieren wollen.

Gerne beneiden wir andere Nationen um ihre tatsächlichen oder vermeintlichen Freiheitskämpfe oder verklären diese. Eigene Leistungen für die Freiheit und Einheit der deutschen Nation in einer langen, wechselvollen Geschichte eines Volkes, das stets mitten in Europa lebte und deshalb immer auch ein Spielball vieler Mächte war, achten wir vergleichsweise gering. Diese Selbstherabsetzung zieht sich wie ein roter Faden durch unser Geschichtsverständnis.

Elisabeth Noelle-Neumann hatte recht: Wir sind eine verletzte Nation. Aber es steht nirgendwo geschrieben, dass wir dies auf immer und ewig bleiben müssen. Das haben viele Ostdeutsche besser begriffen als jene Westdeutsche, die in die Freiheit hineingeboren wurden. Ausgerechnet jene, die seit 1968 die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland verhöhnten und gegen die Einheit Deutschlands in Freiheit wetterten, lassen wir ein schäbiges Spiel auf der Klaviatur des ewigen Verletztseins spielen. Sie sind die Letzten, die ein Recht hätten, den mutigen Einsatz unserer Landsleute für die Freiheit schlechtzureden. Für so viel Niedertracht sollten sie sich schämen.

Eine eindrückliche Biuldersammlung vom 17.Juni 1953 findet sich hier im Archiv des Spiegel.

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Kopsch, Axel / 17.06.2019

“....Mit dem 3. Oktober, der willkürlich gewählt wurde und ohne jeden weiteren historischen Bezug ist, ..” Diese Aussage stimmt in ihrer Absolutheit nicht ganz. Auf einem ganz anderen Feld, dem der Raumfahrt, gibt es nämlich den 3. Okt 1942. Da gelang es in Peenemünde zum ersten mal in der Geschichte, daß eine Rakete neuartigen Typs (Großrakete, Flüssigtreibstoff) bei einem Experimentalflug den Rand des Weltalls in ca. 85 km Höhe erreichte. Damit wurde die Technik eines neuen Zeitalters verfügbar, nämlich den Weltraum zu erobern.  Nur 15 Jahre später konnte Sputnik auf der Basis dieser Technik in den Orbit gelangen. Die Schwerkraft konnte nun überwunden werden und der Mensch die Erde verlassen zu anderen Himmelskörpern, wie 1969 zum Mond… Seither gilt Peenemünde weltweit als “Wiege der Raumfahrttechnik” Axel Kopsch, Dipl.-Ing. Förderverein TECHNIKMUSEUM Wernher von Braun e.V.

B. Jacob / 17.06.2019

Gut, ich lebe nicht in Görlitz, weiß auch nicht wen ich gewählt hätte, aber unsere ÖR Kotzmedien bejubeln das Ergebnis so, als müsse man Wahlen so lange wiederholen a la Erdogan bis es stimmt, damit ja nicht der Teufelsbraten AFD in Verantwortung kommt. Selbst wenn CDU Kandidat Octavian Urso kompetent und ehrlich ist, der Medienrotz der ÖR Staatspropaganda wird ihm ein Klotz am Bein sein. Schauen wir mal, was aus Görlitz wird, Lieberknecht CDU in Thüringen mit konservativem Glauben ein Dorn im Auge der roten antichristlichen Merkel wurde wegen einer Stimme von Brutus SPD gestürzt und vielleicht wäre ja in Thüringen ein erstes Vernunftbündnis mit der AFD entstanden, welches korrupten Seilschaften a la Merkel an den Kragen geht. Wer weiß.

Jörg Themlitz / 17.06.2019

Da Sie die Stalinallee in Berlin erwähnen: Vor kurzem in einem Propagandaartikel, Geschichtsfälschung der roten und grünen Sozialisten zu Mietsteigerungen und Wohnungsenteignungen. In der Stalinallee jetzt Karl Marx Straße würden die Mieten der Menschen drastisch? erhöht, welche diese Häuser nach dem Krieg noch selbst mit aufgebaut haben. Die Wohnungen in der Stalinallee wurden als Belobigung an die Dreckskommunisten vergeben, die auf die Bauarbeiter am 17. Juni geschossen bzw. die SED-Diktatur von Sowjetunions Gnaden vorbildlich unterstützt haben.

Martin Lederer / 17.06.2019

Ich bin schon der Meinung: Wenn der Islam sich hier erst einmal durchgesetzt hat, werden wir Deutsche beweisen, dass wir die besten Moslems aller Zeiten sind. Nirgendwo werden die tollen Regeln der Scharia so perfekt durchgesetzt werden wie bei uns.

Paul Braun / 17.06.2019

Ich bin stolz auf meine Landsleute in der ehemaligen DDR. Das, was sie im Oktober 1989 vollbrachten, ist für mich einer der großen Augenblicke in der deutschen Geschichte. ### Über die Geschehnisse von 1953 wurde uns in der Schule nur wenig berichtet - vielleicht zu aktuell? Eventuell ist das aber nur ein weiterer Aspekt der Informationspraxis hierzulande. Nach meiner Meinung werden Deutsche von der heimischen Presse routiniert desinformiert. Desinformation war ein wichtiges Element der nationalsozialistischen Politik und nach meiner Erfahrung wird es das heute wieder für die etablierte Politik. - Okay, “Feindsender hören” wird nicht mehr mit dem Tod bestraft, aber sagen Sie mal jemandem von ihren Freunden, dass sie “Breitbart” lesen oder “Russia Today”. Dann sind sie auch “gestorben” ...

Andreas Roller / 17.06.2019

Vielen Dank Frau Drewes, für diesen klugen Artikel. Ich wundere mich auch immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit selbstanklagend in Artikeln und Talkshows behauptet wird, die Deutschen “könnten Freiheit nicht” (oder auch gerne “Demokratie mußte ihnen erst von Siegern verordnet werden” ), als ob es sich hier um erwiesene und feststehende Tatsachen handelt, anstatt, wie es in Wirklichkeit ist, als eine von negativem Selbstbild geprägte Behauptung. Große geschichtliche Ereignisse haben oft komplexe Ursachen und ihr Ausgang steht immer erst rückblickend fest. Daraus zu Schlußfolgern ein Volk will keine Freiheit oder Demokratie, auch 10 oder gar 70 Jahre später nicht (und vorher schon gar nicht), ist absurd. Auch ich, der den der Tag der deutschen Einheit lange am 17. Juni begangen hat war, hatte damals, wie viele in meiner Generation nur ein vages Bild von einem fehlgeschlagenen Arbeiteraufstand. Daß es sich hier um eine bedeutende Freiheitsbewegung handelte, habe ich erst später erkannt. Daher freue ich mich über Ihren Beitrag, denn ich finde es wichtig, daß die Ereignisse des 17. Juni wieder eine stärkere Bedeutung im Bewußtsein der Deutschen bekommt.

Uta Buhr / 17.06.2019

Eine zutreffender Bericht über den Umgang dieses Volkes mit dem 17. Juni. Mir sind die Ereignisse der frühen Nachkriegsjahre einschließlich Mauerbau noch in bester Erinnerung, obgleich ich seinerzeit noch sehr jung war. Da ich einem bildungsbürgerlichen Elternhaus entstamme, wurde bei uns viel über Politik diskutiert und gestritten. Was mich schon damals an vielen meiner Landsleute gestört hat, war ihre totale Empathielosigkeit gegenüber den Menschen im Osten des Landes. Sie mussten die Konsequenzen des verlorenen Krieges tragen, während es uns im Westen doch richtig “gold” ging, um Walter Kempowski zu zitieren. Während sie hinter dem eisernen Vorhang eingeschlossen waren, lebten wir in Freiheit und konnten reisen, wohin wir wollten. Besonders die Linken taten sich mit einem unbeschreiblichen Zynismus hervor, und dies bereits vor dem “Schicksalsjahr” 1968. Die Leute in der DDR wurden verhöhnt und verspottet, das Land östlich der Elbe als sozialistisches Paradies gefeiert. Allerdings nur verbal. Denn wenn man diese verwöhnten Schnösel aufforderte, doch nach drüben zu gehen, erzählten sie einem dreist, nein sie wollten dort nicht leben. Diesen armseligen Spitzelstaat mutete man gern anderen zu, nur nicht sich selbst. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, in meiner Heimatstadt Hamburg nicht wenige in die Jahre gekommene, bestens staatlich alimentierte Achtundsechziger Spätlesen zu treffen, die bis zum heutigen Tage nichts dazugelernt haben und immer noch von den Errungenschaften des Sozialismus schwärmen. Das ganze natürlich auf höchstem Niveau mit einem Porsche Cayenne und einem SUV in der Garage, frei nach dem Motto: “Man gönnt sich ja sonnst nichts.” Das böse Erwachen wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Joachim Willert / 17.06.2019

Der Leitstern meines politischen Handelns ist mindestens seit dem Jahre 1925: Anschluß an den Westen. Konrad Adenauer. ( Qelle; US News and World Report am 29.1.1963 ) Am 17. Juni 1953 wurden unsere Brüder und Schwestern in der Zone geopfert. Der bedingungslose Anschluß der 3 Westzonen an die Freie Welt forderte nun seinen Tribut, der auch heute noch unvermindert anhält. Die Segnungen des Marschallplanes und die Berliner Luftbrücke zementierten die deutsche Teilung, jedoch zeigten wir unsere Zuneigung zu unseren Mitmenschen in der sovjetisch besetzten Zone mit der Übersendung von Lebensmittelpaketen, und sie konnten somit an unserer Prosperität teilhaben. Damit wir im Westen aber nicht übermütig werden sorgten unsere Befreier zur Wiederaufrüstung und zur Bereitstellung von Kampfeinheiten in allen Teilen unseres Planeten. Der Kappung von Wirtschaftsverbindungen mit den Schurkenstaaten, der Aufgabe von Projekten zur Energieversorgung ( Northstream 2 ) , der Bereitstellung von Telefonverbindungen zum NSA etc,etc, ... kommen unsre Volksvertreter aufopfernd nach. ...Alles hat seinen Preis. Munter bleiben.

Kopp, Harald / 17.06.2019

Vielleicht müsste man das den schon länger hier lebenden Bürgern, den vielfältigen Neubürgern und den Fff-Kids eher in leichter Sprache vermitteln, so quasi mit Udo Jürgens Hit… Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, mit 66 Jahren, da hat man Spass daran, mit 66 Jahren, da kommt man erst in Schuss, mit 66 ist noch lange nicht Schluss..

Christian Saxinger / 17.06.2019

“Je länger wir uns einreden, wir Deutschen „können“ keine Freiheit, desto größer ist die Gefahr einer sich selbsterfüllenden Prophezeiung.”  Brillant formuliert. Denn es ist tatsächlich eine Gehinwäsche, die da betrieben wird.

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