Heutigen Jungs wird eingepflanzt, dass Wettbewerbe falsch seien, ihr Ehrgeiz krankhaft und männliche Aktivitäten den Planeten zerstören. Die böse Königin aus dem Märchen könnte nicht bösartiger sein.
Im Folgenden geben wir einen Auszug aus einem Gespräch von Jordan B. Peterson mit dem politischen Kommentator und ehemaligen Anwalt David French wieder. Nach Jahren im Handelsrecht und Verfasssungsrecht wurde French schließlich Anwalt in der US Army. Er war außerdem Freiwilliger im Irakkrieg. Seit 2015 ist er als Journalist tätig, aktuell ist er Kolumnist bei er New York Times. French versteht sich als evangelikaler Konservativer und ist Autor mehrerer Bücher zu politischen und religiösen Themen.
Jordan B. Peterson: Als mein Sohn (Julian Peterson, geb. 1993, Anm. d. Red.) etwa 13 Jahre alt war, sah ich mir sein Zeugnis an, und es war nicht gerade überragend. Als ich ihn darauf ansprach, sagte er: „Nun, Dad, ich bin eigentlich ziemlich gut für einen Jungen.“ Sowas hatte ich ihn noch nie sagen hören. Das hatte er definitiv nicht von zu Hause aufgeschnappt. Ich war ziemlich baff, dass das für ihn so eine Selbstverständlichkeit war.
Da reißt natürlich ein tiefer Graben auf. Denn wenn dein Sohn zu dir kommt und sagt: „Für einen Jungen schlage ich mich ganz gut“, dann denkst du als Erstes: „Wo zum Teufel kommt das denn her?“ Denn das beinhaltet ja die Annahme, dass Jungen schlechter abschneiden als Mädchen. Davon ging man mit Sicherheit nicht aus, als ich in seinem Alter war. Abgesehen davon war diese Feststellung für ihn überhaupt nicht angemessen, denn mit seinem Verstand oder seiner Gewissenhaftigkeit ist alles in Ordnung.
Ich habe stattdessen beobachtet, dass das Schulsystem nicht im Geringsten auf Jungen ausgerichtet ist. Die große Mehrheit der Lehrer ist nicht nur weiblich, sondern auf infantile Art weiblich und linksradikal. Die Spielvorlieben von Jungen werden verunglimpft. Sie müssen stundenlang stillsitzen, was nicht ihrer Natur entspricht, vor allem, wenn sie aktiv veranlagt sind. Stattdessen diagnostiziert man ihnen ADHS und gibt ihnen als Folge dessen Methylphenidat (auch bekannt als Ritalin, Anm. d. Red.), das vor allem den Spieltrieb unterdrückt.
Außerdem wird Jungen eingepflanzt, dass Wettbewerbe falsch seien, weil wir alle kooperieren sollten. Wer so etwas proklamiert, ist zu dumm zu erkennen, dass gerade Wettbewerbsspiele kooperativ sind, weil sich jeder an die gleichen Regeln halten muss. Dann vermittelt man Jungs, dass ihr Ehrgeiz krankhaft und das Patriarchat und die Ehe unterdrückerische Institutionen seien. Und falls sie es schaffen, all dem zu entkommen, gibt man ihnen noch auf den Weg, dass die Aktivitäten der Männer den Planeten zerstören. Aus meiner Sicht haben wir es hier mit der Pathologie der bösen Königin zu tun. Und das ist verdammt schlecht.
„Bei Frauen wirken Kinder wie eine Art Reife-Katalysator“
Dann gibt es noch einen weiteren Aspekt, den wir näher beleuchten sollten. Es ist eine universelle kulturelle Herausforderung, aus jungen Männern Erwachsene zu machen. Es gibt daher in vielen Kulturen Initiationsriten, um verantwortungsvolle Männer zu erschaffen. Der Grund dafür ist, dass es natürlich viel einfacher ist, unverantwortlich und unreif zu sein, anstatt verantwortungsbewusst und reif.
David French: Für Männer und Frauen.
Jordan B. Peterson: Ja, für Männer und Frauen. Aber bei Frauen wirken Kinder wie eine Art Reife-Katalysator. Vielleicht neigt ihre Natur dazu, Frauen etwas dramatischer zu initiieren, als es in der Natur der Männer liegt. Das grundlegende Problem der Kulturen ist also, aus Jungen Männer zu machen und junge Frauen davon abzuhalten, unehelich schwanger zu werden. Das ist der anthropologische Hintergrund.
Heutige Jungs sehen sich also mit einer regelrechten Verschwörung von Demoralisierung konfrontiert. Das reicht natürlich tiefer als die politische Ebene, aber die Demokraten haben diese Karte wie verrückt seit ungefähr vier Generationen ausgespielt. Und jetzt ernten sie, was sie gesät haben.
David French: In Ihren Ausführungen steckt natürlich eine Menge drin. Lassen Sie mich daher Schritt für Schritt vorgehen. Ich möchte mit einer Sache beginnen, die Sie gleich zu Beginn angesprochen haben und die meiner Meinung nach einen sehr wichtigen Faktor darstellt.
Viele der von Ihnen kritisierten Äußerungen hört man vonseiten der extremen Linken. Sie haben dargelegt, wie Leute in der extremen Linken die Männlichkeit umfassend zerstört haben. Ich würde aber sagen, dass die meisten Jungen das in der Schule nicht mitbekommen haben. Sowas gibt es vielleicht in einigen hyper-progressiven Highschools. Trotzdem dringt ein gewisses Element davon in einen Großteil der amerikanischen Kultur vor.
„Männer fühlen sich weniger gebraucht“
Ich habe beobachtet, dass viele Leute in akademischen Kreisen bei diesem Thema sofort viele der Beweise für die Kämpfe von jungen Männern und Jungen verunglimpfen, weil sie diese in ihrem Milieu nicht sehen. Sie bekommen diese Konflikte nicht mit, weil sie sich in der akademischen Elite, hochrangigen Unternehmen, beim Militär oder in der Regierung bewegen, wo Männer immer noch die Speerspitze bilden. In der kommerziellen, politischen und wirtschaftlichen Elite Amerikas geht es Männern immer noch recht gut.
Die große, riesige Zahl von Männern, die nicht Teil dieser Speerspitze ist, hat aber wirklich zu kämpfen. Weil aber viele von uns in einer Blase leben, sehen das viele Menschen überhaupt nicht. Sie bekommen es überhaupt nicht mit. Es ist im gehobenen Bereich endemisch dass dieser Teil der Kommentatoren in einer sehr exklusiven kulturellen Luft lebt, isst und atmet. Sie haben keinen wirklichen Sinn für die Art und Weise, wie die meisten Menschen ihr Leben führen, und für die Kämpfe, die jene außerhalb dieses Milieus haben.
Wenn man also einen Raum betritt und darüber spricht, wie diese jungen Männer zu kämpfen haben, wird man oft sofort abgewiesen. Nach dem Motto: „Es sind doch unverhältnismäßig viele Männer CEOs, unverhältnismäßig viele Männer sitzen im Kongress und so weiter.“
Ich entgegne dann: „Es geht nicht um besagte Speerspitze. Sondern um Millionen und Abermillionen von Menschen, normalen Amerikanern, die zu kämpfen haben. Diese haben nicht Ihretwegen zu kämpfen, aber helfen Sie ihnen oder schaden Sie ihnen? Ich kann Ihnen definitiv sagen, dass Sie den Männern schaden und nicht helfen, wenn Sie ihnen sagen, dass zum Beispiel die traditionelle Ideologie der Männlichkeit von Natur aus toxisch ist.“
Meine Erklärung für die Kämpfe junger Männer geht über die ideologischen und politischen Gründe hinaus. Sie liegt im wirtschaftlichen und technologischen Wandel begründet. Vieles hat sich so verändert, dass Männer oft das Gefühl haben, nicht mehr so gebraucht zu werden, wie es einmal der Fall war. Die rohe physische Kraft der Männer verlor zum Beispiel in wirtschaftlicher Hinsicht immer mehr an Bedeutung. Das Militär schrumpft. Das US-Militär ist heute viel kleiner als auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges. Viele dieser Dinge haben zu einer Dynamik geführt, in der sich Männer weniger gebraucht fühlen.
Und dann gibt es einen gewissen Teil dieser („gehobenen Kultur“), der sich auf diese Männer stürzt, die sich weniger gebraucht fühlen, nicht elitär sind, nicht zur Speerspitze gehören, sondern ganz normale Leute sind, die einfach nur versuchen, ihr Bestes zu geben. Dieser (Teil unserer Gesellschaft) mischt sich ein und sagt: „Naja, vieles von dem, was ihr fühlt und wie ihr seid, ist einfach schlecht und falsch.“ Dadurch ist ein Umfeld entstanden, in dem sich der einzelne abmüht, aber sich viele Leute nicht darum scheren. Das ist meiner Meinung nach eine riesige kulturelle Katastrophe, die sich da entfaltet hat. Natürlich läuft sie nicht überall gleichermaßen ab.
Diese Litanei von Dingen, die Sie über das Denken und Handeln von Menschen in der äußersten Linken gesagt haben, haben mein Sohn und seine Altersgenossen im ländlichen Mittleren Tennessee noch nie gehört. Das entspricht nicht ihrer Erfahrung dort. Aber ich finde, dass all die großen technologischen, beruflichen und kulturellen Veränderungen uns überall betreffen. So sehen sich junge Männer einer Welt gegenüber – selbst wenn sie in einem sehr männerfreundlichen Teil des Landes leben, wie es das ländliche Tennessee ist –, die seit Generationen von Umwälzungen geprägt ist.
Unter diesen Umständen muss man sich wirklich bewusst darauf einlassen, junge Männer zu einer tugendhaften Männlichkeit zu erziehen. Das geschieht nicht durch Osmose. Es geschieht nicht durch Trägheit. Es geschieht durch Absicht.
Dies ist ein Auszug aus einem Video von Jordan B. Peterson.
Jordan B. Peterson (* 12. Juni 1962) ist ein kanadischer klinischer Psychologe, Sachbuchautor und emeritierter Professor. In seinen Vorlesungen und Vorträgen vertritt er konservative Positionen und kritisiert insbesondere den Einfluss der Political correctness und die Genderpolitik. Sein 2018 erschienes Buch „12 Rules for Life“ war internationaler Bestseller.
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An diesen „neuen Männern“ haben auch die Frauen keine Freude.
Vor zwei Jahren habe ich zwei Mal die Woche an einer hessischen Gesamtschule ein paar Stunden als Vertretungslehrer gearbeitet, obwohl ich kein ausgebildeter Lehrer bin. So weit ich weiß, gibt es das in mehr oder weniger allen Bundesländern: Jeder, der Student ist oder ein abgeschlossenes Studium oder eine abgeschlossene Ausbildung hat (egal, ob Bäcker, Metzger oder sonstwas), wird als Vertretungslehrer genommen, auch wenn man schon Rentner ist. Man kann sogar problemlos Vertretungsstunden in Spanisch machen, obwohl man kein Wort Spanisch kann, da der krankgemeldete Lehrer meist einen Arbeitsauftrag schickt ( z.B. : Arbeitsbuch, Seite 15 bearbeiten). Wenn Schüler Fragen haben, sollen sie die an die Klassenbesten stellen, ansonsten demnächst mit dem Spanischlehrer klären. Es geht also nur um die Aufsicht, die man leistet. Wenn kein Arbeitsauftrag vorliegt, kann man machen, was man will. Es gibt für Leute mit abgeschlossenem Studium oder abgeschlossener Berufsausbildung 20 Euro für 45 Minuten, zumindest in Hessen. Man muss natürlich nicht 6 Stunden pro Tag Vertretung machen, sondern kann mitteilen, wann man Zeit hat, z.B. Montag und Mittwoch jeweils die ersten drei Schulstunden. Die sind froh, über jeden, den sie bekommen, selbst, wenn man nur wenige Stunden pro Woche machen kann oder will. Aber man sollte sich nicht an einem Gymnasium einsetzen lassen, denn das ist nur was für Feiglinge. Wer wirklich wissen will, was abläuft, lässt sich an einer Gesamtschule oder – für ganz Mutige(!) – ruhig auch mal eine Zeit lang an einer Hauptschule einsetzen. Wenn Sie das ein paar Monate mitgemacht haben, werden Sie sich nie wieder darüber beschweren, warum Lehrer dauernd krank machen. Und mehr noch: Sie werden sehen, wie kaputt besonders der männliche deutsche Schüler ist. Sie werden danach nie wieder auf den Gedanken kommen, dass die CDU nur eine Koalition mit der AfD einzugehen braucht und alles wird gut. Deutsches Mann hat fertig un is Scheißmann, keine Ehhrrrre. Ischschwör.
Aber dabei dann von „Kriegstüchtigkeit“ fabulieren und vom Rußlandfeldzug träumen… Da weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll, aber glücklicherweise gibt es ja die Möglichkeit, vor Lachen zu heulen. Wie schrieb doch einer mal so schön? Finis Germaniae.
#Mannsein und Frausein austreiben# Das ist nichts anderes als persönliche Verantwortung auszulagern und andere dafür bezahlen zu lassen. Es ist die linke Wut auf das Christentum und seinen Gott aus dem Paradies vertrieben worden zu sein und im Schweiße seines Angesichts sich im Wettbewerb auf der Erde seine Brötchen verdienen zu müssen. Ok, Bummsen ist auf Erden erlaubt, aber warum durfte das im Paradies nicht sein? Den Linken gehts eigentlich nur um den freefuck ohne Eigenverantwortung für mögliche Folgen, für das drumherum sind andere verantwortlich.
@Robert Schleif, zu Ihrer Rechenaufgabe: Noch vor fünfzehn Jahren habe ich mich gefragt, welche Umstände wohl dazu führen könnten, dem im biblischen Buch Offenbarung als Schlüsselfigur (Nr. 1 von 2) angekündigten antichristlichen Diktator globale Macht zu übertragen und seinen Dikaten freudig Folge zu leisten: Kaufen und Verkaufen = Leben nur mit dem Malzeichen des Dikators auf Hand oder Stirn möglich. Wer sich weigert, stirbt. Ein Chaos, das dazu führen würde, konnte ich mir nicht vorstellen. Heute sehe ich das Chaos täglich vor mir und frage mich, wie lange Gottes Geduldsfaden wohl noch halten wird. „Prekarisierung“ großer Bevölkerungsgruppen könnte aus christlicher Sicht aber helfen, denn Prekariat kommt vom lateinischen „precari“ = flehentlich bitten, beten, anrufen; vgl. precator = Bittsteller; precatio = Bitte, Gebet; precarius = erbeten, erbettelt.
Bitte nicht „Königinnen“! Königinnen sind schön, erhaben, edel, überlegen und das sinnvolle Gegen- und Ergänzungsstück zum ähnlichgearteten König. Hier geht es doch aber um bösartige Hexen, fanatische Furien, ordinäre keifende Waschweiber und Klassenbeste mit Borderline, die sich an die Macht und die Mikrophone der Öffentlichkeit gedrängelt haben.
Der „ Witz“ ist, dass sich manche Damen ueber die logischen Folgen der Transformation beklagen, z.b. wenn es um die Partner – , vor allem aber Vaterwillig – bzw tauglichkeit geht. Spätestens dann, bei der Suche, werden sie, natuerlich ohne es zu begreifen, mit den Konsequenzen der Aktivitäten ihrer Geschlechtsgenossinnen konfrontiert. Man haette natuerlich gerne alles , immer passend , zum passenden Moment , einem „gefuehlvollen “, steuerbare Automaten nicht unaehnlich. Manche Herren reagieren darauf auf eine zumindest nachvollziehbare Art und Weise, andere lassen das Spiel zu , bis sie wegen erwiesener Langeweile ausgetauscht werden. Ob die Damen das Problem , firmierend unter dem Begriff Feminismus erkennen und begreifen ist sehr fraglich. Eigentlich sollte ihnen selbst an einer Effeminisierung, der psychosozialen Folge des Feminismus, wenig gelegen sein. Immer noch geht es nicht um die ismus -Ideologie des „ Gleichen aus Ungleichem“, sondern voellig unideologisch um die gleichen Rechte und die gleiche soziale Stellung. Den Transformatoren und ihren Helfern , z.b. Frau Brosius -G, geht es , narrativ verkleidet, nicht um das Wohlergehen der Damen, sondern das, was mit der Option bewusstseinsmaessig und instrumentell nützlich verbunden ist. Die eigentliche Botschaft der posthumanistischen Entgrenzung muesste endlich begriffen werden.