Im Folgenden geben wir einen Auszug aus einem Gespräch von Jordan B. Peterson mit dem Psychologie-Doktoranden und Autor Rob Henderson wieder.
Jordan B. Peterson: Der Zugang zu verlässlichen Verhütungsmitteln hat eine riesige gesellschaftliche Entwicklung in Gang gesetzt, deren vollständige Auswirkungen wir noch gar nicht komplett begreifen können.
Rob Henderson: Alleine sich anzuschauen, wie sich die Diskussionen ums Thema Dating verändert haben, ist sehr interessant. Ich erinnere mich, wie noch in den frühen 2010ern die Abschlepp-Kultur größtenteils als befreiend betrachtet wurde. Heute gibt es zumindest ein paar gebildete Leute, die sich fragen, ob diese Entwicklung wirklich so günstig ist.
Da fällt mir ein Artikel im Magazin Brookings ein, in dem es um die Auswirkungen der Verhütungs-Technologien ging. Es wurde argumentiert, dass Verhütung zumindest in mancherlei Hinsicht zerrüttete Familienverhältnissen gefördert hat. Denn in dem Moment, wo Mutterschaft als von der Frau kontrollierbare biologische Wahlmöglichkeit betrachtet wurde, wurde Vaterschaft zur sozialen Wahlmöglichkeit des Mannes.
In der Vergangenheit griff zumindest in den meisten Fällen die soziale Norm, dass ein Mann eine von ihm schwangere Frau heiraten soll. Im Amerikanischen gibt es hierfür den Begriff der sogenannten „Shotgun-Marriage“, also einer Heirat im Angesicht einer Schwangerschaft. Die sozialen Kontrollmechanismen waren oft mächtig genug, den Mann davon abzuhalten, die Frau sitzen zu lassen.
Jordan B. Peterson: Wir kennen ja noch nicht einmal den sozialen Effekt der Annahme, dass eine Frau für ihre Schwangerschaft allein verantwortlich ist, weil sie ja schließlich verlässliche Verhütungsmittel zur Verfügung hat. Oft ist es ja so, dass eine ungewollte Schwangerschaft dadurch zustande kommt, dass die Frau die Pille nicht richtig eingenommen hat. Ich möchte betonen, dass dies nicht meine Auffassung ist und ich nicht denke, dass Frauen die alleinige Verantwortung für eine Schwangerschaft obliegt. Aber die Verfügbarkeit der Verhütungsmittel lädt dazu ein, genau das zu proklamieren. Was ist die soziale Konsequenz, die daraus entsteht?
Rob Henderson: Genau hier knüpft besagter Brookings-Artikel an. Er besagt nicht, dass die Pille gesamtgesellschaftlich Frauen die Schuld an einer ungewollten Schwangerschaft in die Schuhe schiebt. Aber auf kleinere Ebene geschieht das sehr wohl. In manchen Kreisen wird durchaus angenommen, dass, wenn eine Frau ungewollt schwanger wird, der Mann nichts dafür kann, weil es ja schließlich die Pille gibt. Und ich glaube, zumindest hinter vorgehaltener Hand wird diese Logik häufig akzeptiert, sodas Männer sich hier aus der Affäre stehlen können.
Jordan B. Peterson: Zu einem gewissen Grad fällt es auch schwer, dies nicht zu akzeptieren, wenn es schließlich heißt, dass Frauen dank der Pille die Kontrolle über ihre Reproduktionsfähigkeit haben.
Ich glaube, das 20. Jahrhundert wird für dreierlei in Erinnerung bleiben: Die Wasserstoffbombe, den Computerchip und die Pille. Drei Bomben sozusagen. Bislang hat es noch keine Zeit in der Menschheitsgeschichte gegeben, in der Frauen die Kontrolle über ihre Reproduktion hatten. Es mag übertrieben klingen, aber diese Entwicklung könnte man fast mit dem Aufkommen einer neuen Spezies gleichsetzen. Denn es geht immerhin um eine dramatische biologische Transformation.
Rob Henderson: Um Gottes Willen, wenn dieses Zitat lose durchs Internet geistert (lacht) ...
Jordan B. Peterson: Viel Spaß! Ich möchte betonen, dass dies ein ernstes Thema ist und Frauen es mit dieser Zuschreibung wirklich nicht leicht haben.
Dies ist ein Auszug aus einem Gespräch von Jordan B. Peterson mit Rob Henderson. Hier geht’s zum Gespräch.
Die Pille und die als solche empfundene sexuelle Befreiung durch die Pille hat das Verhältnis zwischen den Geschlechtern ausgehebelt. In der Folge hat sich auch Ihre sozialgesetzliche Absicherung (in der BRD) angepaßt, verändert. Sie ist seitdem frei von Abhängigkeit von einem Mann. Der Vortrag der Unterdrückung der Frau hat sich dadurch nicht verändert. dies ist Teil des Werkzeuges der Frau. Geändert hat sich sich seitdem die Zusammensetzung der Einheiten, die eine Gesellschaft tragen. Alleinerziehende Frauen dürfte es beispie4lsweise heutzutage mehr geben als zusammenstehende intakte Familien mit mehreren Kindern. Der in Gang befindliche Zersetzungsproß ist, wie wir tagtäglich an immer neuen Ideen festmachen können noch längst nicht abgeschlossen. Problmatisch ist, daß man hierfür niemandem eine Schuld zuweisen kann, also gewiß auch nicht der Frau! man andererseits keine umsetzbare Möglichkeiten ersinnen kann, hier eingreifen zu können. Dieser Krug geht zum Brunnen, bis er zerbricht. Es sei denn, Pfizer kommt noch mit einer Impfung daher.
„…frühen 2010ern die Abschlepp-Kultur größtenteils als befreiend betrachtet wurde…“ In den „frühen 2010er Jahren“ war Mr Henderson offenbar das AIDS-Virus noch unbekannt? Auch wenn das Thema aus dem Fokus der Öffentlichkeit verdrängt wurde, besteht das Problem sehr wohl weiterhin, „Pille“ her oder hin. Und jeder ungeschützte Verkehr trägt das Risiko der tödlichen Infektion – ob „in den frühen, befreiend betrachteten 2010er Jahren“ oder heute noch. Zur Pille: wäre ein Adenauer („Kinder wird es immer genügend geben“) klüger gewesen, hätte er beizeiten auf ein anderes Rentensystem ohne Generationenvertrag gesetzt; und die Pharmaindustrie hätte bei Einführung der „Pille“ zur Einzahlung in Pensionsfonds verdonnert werden müssen: mit jeder verkauften „Pille“ höhere Einzahlungen. Dies hätte wenigstens finanziell diesbezüglich helfen können. Stattdessen jammert heute die Gesellschaft über fehlenden Nachwuchs in den entwickelten Ländern…
„Das Medium ist die Botschaft.“ (Marshall McLuhan). In diesem Fall ist die Pille das Medium und nicht das Gefasel von der sexuellen Revolution.
In der Tat war die Einführung der Pille für uns Frauen eine Bombe, die schreckliche Krater gerissen hat und ja, die führte dazu, dass nahezu eine neue Spezies auf den Weltmarkt auftrat. Allerdings eine enorme Verschlechterung der Frauenlage, die ja angeblich unserer Gleichberechtigung dienen sollte. Die irrsinnige Verdrehungen sogenannte Feministinnen: junge Frauen der Moderne müssen es ausbaden – und sich „erklären“, wenn sie schwanger werden. Mit anderen Worten: Frauen haben sich zur Verfügungsmasse degradiert. Dabei zeigen uns doch die Männer (vor allem die Unerträglichen!), wie man sein Selbstwertgefühl verteidigt und aufbaut.
Die Pille ist die Ursache von unbedachten Schwangerschaften.
Diese Unbedenklichkeit ist die
Voraussetzung der genderlinken Abtreibungsmaschinerie.
Die Pille war in etwa so wirkungsvoll, wie wenn man der Schleuse der Bezugslosigkeit ein Wehr weggesprengt hätte. Seither kann vögeln ohne Bezüge entwickeln zu müssen. Ich bin allerdings nicht dafür Frauen auf das Maß eines Bussitzes zu degradieren um ihnen das noch als Befreiung zu verkaufen. Denn frei ist man für einen Freier. Habe ich jemand gerne und schenke ihr meine Sexualität oder verramsche ich die in einem Sex – Discounter ? Eine Gesellschaft, die die Liebesunfähigkeit steigern will, die muß verhüten sonst droht der Egozentrik eine Konsequenz. Wer Narzissmus und Egozentrik ohne Liebe zu den Kindern herstellen will, der mache aus Sex etwas Beliebiges, ein Event: In der Tat, die Atombombe und die Pille sind im Letzten eines: Liebesunfähig. Aber es hat schon etwas: Wer nicht lieben kann und sich nicht über ein Kind zu freuen vermag, der braucht für die pathologische Bezugslosigkeit wahrlich keine Reproduktion. Somit geschieht auch hier eine Gegenkopplung, wenn bezuglose narzisstische Charaktere keine Kinder „herstellen“ und damit dafür sorgen, daß diese Sozialisation insofern abgeregelt wird. Frei nach dem Satz: Sie hatte schon das 20. Date, aber bis heute keinen Menschen lieb. Ich bin mir bis heute nicht sicher, was kränker ist: Vögeln für Geld oder für eine Anerkennung in der Gruppe. Wer beliebig sein will tut Beliebiges: Ist Sex etwas besonderes ? Aber Intimität und Sex sind ja zweierlei, – Umarmen und Fummeln auch. Wer nicht umarmen kann muß fummeln, was anderes bleibt dann nicht. Es ist tragisch ohne Schmerz, das macht die Pathologie so schmeichelhaft.