Wer seinen Traumpartner sucht, gerät leicht auf den Irrweg, seine Phantasien und Hoffnungen auf irgendeinen realen Menschen zu projizieren. Die Enttäuschung ist vorprogrammiert.
Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit einer neuen Bekanntschaft aus. Wie verhalten Sie sich? Sie projizieren eine Fantasie auf sie und dann verlieben Sie sich in diese Fantasie. Sie werden schnell herausfinden, dass die Übereinstimmung zwischen Ihrer Fantasie und der tatsächlichen Person bestenfalls schwach vorhanden ist. Carl Gustav Jung würde das als Projektion von Anima oder Animus bezeichnen. Anima ist das, was ein Mann auf eine Frau projiziert, die er begehrenswert findet. Er denkt, sie ist die perfekte Frau. Woher weiß er das, wenn er sie nur vier Sekunden lang gesehen hat – aber es beschäftigt ihn. Und das Gleiche passiert auch auf Seiten der Frau – es ist eine Art Instinkthandlung.
Es ist so, als ob man sich in ein Bild verliebt. Wenn man das Ideal projiziert und sich in es verliebt, sieht man, was sein könnte. Es wird Sie viel Arbeit kosten, weil Sie nicht fehlerlos sind – genauso wenig wie die andere Person. Dieser Zustand wird zu einer Menge Reibung führen. Sie werden viele Gespräche führen, bevor Sie sich dem Level der Perfektion, dem projizierten Bild, wieder annähern.
Aber vielleicht schaffen Sie es ja, und dann leben Sie glücklich bis ans Ende Ihrer Tage. Wäre das nicht schön?
Dieser Text stammt aus einem Video von Jordan B. Peterson.
Jordan B. Peterson (* 12. Juni 1962) ist ein kanadischer klinischer Psychologe, Sachbuchautor und emeritierter Professor. In seinen Vorlesungen und Vorträgen vertritt er konservative Positionen und kritisiert insbesondere den Einfluss der Political correctness und die Genderpolitik. Sein 2018 erschienes Buch „12 Rules for Life“ war internationaler Bestseller.
Der/die Geliebte ist die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Daseins.
Ich lese diese Kolumne eigentlich nur noch, um irgendwann verstehen zu können, warum Herr Peterson so ein Ansehen als Menschenflüsterer genießt. Bis jetzt raff ich’s nicht. Aber vielleicht ist die Projektion meines Selbst eine idealisierte Täuschung. Und ich bin tatsächlich einfach nur doof.
Herrlich! Wie ein Ratschlag von Dr. Sommer in der BRAVO!
Die stürmische Liebe ist ein biologisches Programm zum blinden Kinderkriegen. Liebe ist sowieso eine Erfindung der Moderne. Früher haben die Eltern die Formalitäten abgemacht und dann wurde geheiratet. Der kriegt die und die kriegt den. Außerdem suchen die Frauen die Männer aus. Man täuscht sich oft, als der NDR einmal eine Prostituierte eingeladen hat, fragte der Moderator (der sich selber für einen Frauentyp hielt), was sie von Helmut Kohl hielte? Da sagte die mit der vielen Erfahrung, der ist im Bett bestimmt ein Tier. / Der Mann sollte seinen Typ kennen. Bei den kühlen Frauen kann man vernünftig bleiben, und die sind auch die toleranteren Partner.
Bin ich zu anspruchsvoll, gar überheblich? Warum ich dies frage? Weil für mich die Beiträge von Prof. Peterson Alltagsweisheiten sind – nur in schöne Sätze verpackt.
Schenk‚ einem politischen Laber-Krüppel Liebeslyrik zu Weihnachten und freu‘ Dich auf sein fassungslos leeres Gesicht . Sein „Horizont“ ist längst drüber hinweg , nur noch tote , berechnende Augen . Willst Du so sein ? – Ich würd‚ sagen : für keinen Cent der Welt .
„Es ist so, als ob man sich in ein Bild verliebt.“ --- Ich will ein Kind von Dir, Öl auf Leinwand im Holzrahmen, 180 x 70 groß! --- „Die Enttäuschung ist vorprogrammiert.“