112-Peterson: Unsere vier grundlegenden Ängste

Menschen haben vier grundlegende Ängste. Eine ist die Angst vor ihrer eigenen Unzulänglichkeit und Böswilligkeit. Das ist eine große Angst der Menschen. Es kann einen wirklich umhauen, wenn man ihr versehentlich und vollends begegnet. So etwas passiert Soldaten manchmal im Kampf, wenn sie sich dabei ertappen, wie sie etwas tun, von dem sie nie geglaubt hätten, dass sie es tun könnten.

Und dann haben wir Angst vor der Gesellschaft, dem unterdrückenden Patriarchat, weil die Gesellschaft uns in vielerlei Hinsicht hart und gnadenlos verurteilt. Es gefällt uns nicht, wenn unser Ruf vor den Gruppen, mit denen wir uns identifizieren, zerstört wird. Das ist emotional außerordentlich schwer für uns (...) Wir haben neurochemische Systeme, die unseren Status in Kompetenzhierarchien verfolgen und auch die Balance zwischen unseren positiven und negativen Emotionen regulieren. Wenn wir eine soziale Niederlage erleiden, nimmt unsere Neigung, negative Emotionen zu erleben, radikal zu und unsere Neigung, positive Emotionen zu erleben, radikal ab.

Es ist kein Wunder, dass niemand so etwas leiden kann. Wer will schon komplett von Traurigkeit, Bitterkeit, Ängsten, Groll, Enttäuschung, Frustration und Trauer überwältigt werden und dann auch noch ohne Glück sein? Das dürfte eine treffende Beschreibung der Hölle sein. Und wenn eine Statusniederlage diese Wahrscheinlichkeit erhöht, dann werden wir sehr hart kämpfen, um unsere Statuspositionen zu halten.

Und dann haben wir natürlich die Angst vor der Natur, und das sollten wir auch. Denn natürlich versucht die Natur mit aller Macht, uns krank und alt zu machen und uns zu töten. Grundsätzlich ist sie in allen drei Dingen sehr erfolgreich. Und das, obwohl sie natürlich auch die Umwelt ist, die wir schützen und erhalten sollten. Somit gibt es allen Grund, sich vor der Natur zu fürchten, und eine Nacht allein im Busch würde Sie davon wohl vollkommen überzeugen.

Nicht zuletzt fürchten wir uns vor dem Unbekannten. Damit hätten wir alle großen Kategorien des Schreckens, denen der Mensch ausgesetzt ist. Wenn wir uns beispielsweise nackt auf eine Bühne stellen würden, würden wir uns mindestens zwei oder drei davon gleichzeitig aussetzen.

Dies ist ein Auszug aus einem Vortrag von Jordan B. Peterson. Hier geht's zum Auszug.

Foto: jordanbpeterson.com

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Karla Kuhn / 15.01.2020

Ich schätze Ihre Beiträge sehr aber mit diesem schießen Sie- so sehe ich das, ganz schön über das Ziel hinaus. Erstens, WIR….. kann nicht stimmen, denn Menschen ticken nun mal unterschiedlich. Mir war und ist es egal, was andere über mich denken, ich mache mir auch keinen Kopf darüber, meine Freundin sagte mal ganz treffend, ” Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.”  Nun ganz so ungeniert lebe ich nicht aber mein RUF ist auch nicht ruiniert, abgesehen von den STASI-Verbrechern, die alles dran gesetzt haben ihn kaputt zu machen, was aber nicht gelungen ist, weil viele Menschen in meiner Umgebung nicht mitgespielt haben. Allerdings habe ich bei vielen Politikern das Gefühl, daß es so ist ! Früher ist ein Politiker nach einem Skandal meistens zurückgetreten, heute klammen sich viele auch noch extra fest am “Sessel.”  WER soll den DIE Gesellschaft sein ?? Vielleicht lebe ich auf einem anderen Stern aber warum soll ich ANGST vor der Gesellschaft haben ? Da ich kein “böswilliger” Mensch bin, gehöre ich auch nicht zu den Angsthasen und zeigen Sie mir bitte DEN Menschen von den ca. 7,8 Milliarden Menschen auf der Erde, der KEINE Unzulänglicheiten hat. Ich besitze genügend, ich bin chaotisch, temperamentvoll etc.pp. und lebe seit Jahrzehnten recht gut damit. Menschen sind wie sie sind und wenn jemand KRANKHAFT depressiv ist, muß er ärztlich behandelt werden. GOTT sei DANK sind wir (NOCH !) nicht genormt, das wäre entsetzlich. IHR Bild, was Sie von “UNS” zeichnen ist wirklich zum depressiv werden für schwache Menschen, die das wahrscheinlich auch noch glauben.  Zum Glück ist es eine SATIRE mit der Sie uns prüfen wollen. Oder etwa nicht. ?  Die Sonne scheint, heute ist ein richtiger Frühlingstag, wer will da schon ein Trauerkloß sein ?

Volker Kleinophorst / 15.01.2020

Migration: “Angst ist ein schlechter Ratgeber” (Merkel). Klima: „Ich will, dass ihr in Panik geratet. Ich will, dass ihr die Angst spürt…“ (Greta, Merkel applaudiert.)

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