Kreative sind gleichzeitig die Unternehmertypen, die in höheren Karriere-Positionen vonnöten sind. Auf unterer Ebene machen diese Menschen jedoch meist eine schlechte Figur. Ein Dilemma für Firmen.
Im Allgemeinen suchen Unternehmen nicht dezidiert nach Kreativen, obwohl es einen gesteigerten Bedarf nach ihnen gibt. Doch das Problem der Kreativen ist, dass sie am unteren Ende der Kompetenz-Hierarchie ziemlich nutzlos sind. Denn in solchen Positionen hat man ja nicht die Aufgabe, um die Ecke zu denken, sondern zu lernen, was zu tun ist und es auch umzusetzen. Aber das entspricht nun einmal nicht dem Wesen Kreativer.
Was nun in Unternehmen passiert, ist folgendes: Sie filtern auf unterster Stufe die ganzen Kreativen heraus, sodass diese gar nicht erst in die Situation kommen, die Karriereleiter zu erklimmen. Doch auf den oberen Positionen eines Unternehmens sind Kreative dringend vonnöten, den sie stellen die Unternehmertypen. Wenn man zum Beispiel einen Blick auf Anwaltskanzleien wirft, dann stellt man fest, dass dort die kreativen Unternehmertypen die meisten Geschäfte an Land ziehen.
Gleichzeitig ist es schwierig, Kreative in irgendeinem System einzuhegen, denn Systeme befördern nun einmal keine Kreativität. Der Künstler ist nicht unsonst immer derjenige, der sich außerhalb der Strukturen befindet oder sogar seine eigenen schafft. Aus diesem Grund fällt es schwer, kreative Menschen zu bewerten – es ist sogar unmöglich. Wenn sie im Rahmen eines Systems arbeiten, das eine Bewertungs-Struktur hat, können sie nicht kreativ sein.
Dies ist ein Ausschnitt aus einem Video von Jordan B. Peterson.
Querdenker, Kreativer, Selberdenker, unangepasst. Solche Leute werden selten geduldet, weil sie alles hinterfragen. Corona hat es gezeigt, die Masse lief mit, Selberdenker haben Fragen gestellt. Eigentlich sind es Störenfriede, bringen jahrzehntelange Abläufe durcheinander. Solche Leute sind schwer zu integrieren, ordnen sich schwer unter.
In Grossunternehmen finden sich in den seltensten Fällen Unternehmertypen, auch auf höchsten Ebenen nicht. Um in Konzernen Karriere zu machen, braucht es völlig andere Charaktermerkmale als sie ein Unternehmer aufweist. Man muss die richtigen Leute kennen, den entsprechenden Umgang hegen und pflegen, „Netzwerke“ aufbauen, um möglichst vor offizieller Verlautbarung von neuen Pöstchen schon Wind davon zu bekommen, sich vor unliebsamen Themen geschickt wegducken, die jeweils gängigen Modethemen zitieren, usw. Leben im Haifischbecken. Mit „Unternehmer“ hat das meist nichts zu tun, ganz im Gegenteil.
Nun Kreative, wer soll das sein? Die Kreativen, die die Löcher in den Hosen erfinden und als Mode verkaufen? Die Kreativen, die uns den Cargolifter verkauften und von den primitivsten Gesetzen der Strömungslehre keine Ahnung hatten, aber dafür Bankvorstände begeistern konnten, die genauso wenig Ahnung hatten? Kreative , die uns seit Jahren das elektrische Lufttaxi versprechen? Oder Kreative, die auf die Idee kommen, daß wir unbedingt jetzt Insekten fressen müssen? Welche „Kreative“ meinen Sie denn , Sie Oberschwurbler, mit der ungefähren Ausdrucksweise eines Brüsseler-Technokraten? Kreative , die mir eine Werbung vorsetzen , die mich zu 100% abhält davon etwas zu kaufen ? Kreative , die nicht mehr vor lauter Demenz wissen , ob sie Männlein oder Weiblein sind? Ich höre und sehe nur noch „Kreative“ , die so überflüssig wie ein Kropf sind, zumal sie zur echten Wertschöpfung null Kompetenz haben! Kreative , die sich Influencer schimpfen ? Kreative hinten und Kreative vorne, aber wenn das Scheißhaus verstopft ist , braucht es einen Klempner , der in die Scheiß langt und keine „Kreativen“ , die können dann nämlich nur noch daneben scheißen! Sehen Sie mir meinen Zorn nach, aber manchmal reicht es eben, wenn man den ganzen Quatsch nicht mehr aushält. Ihnen einen wunderschönen und besonders kreativen Tag!
Wie fast immer recht flach von Peterson.
Sowas stand schon vor Jahrzehnten in jedem Ratgeberbuch von irgendwelchen Beratern usw.
Sehr geehrter Herr Peterson, um bei ihrem Beispiel der „Kreativität“ von Rechtsgelehrten zu bleiben ….. Wie „kreativ“ u.a. ein Herr Haldenwang agiert oder eine Frau Faeser herrscht, kann da ja nur ihre Theorie bestätigen! Dazu müsste man dann aber ergänzen, dass diese „Kreativität“ nicht nur konstruktiv wirkt, sondern auch zu missbräuchlichen Anwendungen inspiriert ……. MfG
Ich bin in allen Unternehmen gescheitert. Bin ich jetzt ein Kreativer?
@ Rudhardt M.H.: Ein Kreativer ist z. B. ein Klempner, der ein antikes Scheisshaus so adaptiert, dass seine
Adaption einen weiteren langjährigen, wartungsfreien, ästhetischen, hygienischen Gebrauch ermöglicht und dabei die Kriterien des Denkmalschutzes erfüllt.