112-Peterson: Die Verweigerung der Lebensaufgabe

2016 gab es auf dem Campus der Universität in Toronto Demonstrationen gegen mich, an denen sich jugendliche Trans-Aktivisten beteiligten. Ich sagte zu ihnen: „Ihr haltet mich für euren Feind, aber das bin ich nicht.“ Ich sagte das, weil ich mich als klinischer Psychologe dache: Ihr nehmt also eine Identität an, für die es keine Regeln gibt. Was zum Teufel wollt ihr denn damit anfangen? Ihr habt keinen blassen Schimmer, wie viele Probleme ihr euch damit aufladet. Vor allem werden auch andere nicht wissen, wie sie euch behandeln sollen. Wo führt euch das hin?

Nun kann man sagen, dass jemand vielleicht so verzweifelt über die Diskrepanz zwischen seinem psychologischen Zustand und seiner biologischen Realität ist, dass die beschriebenen Probleme im Vergleich dazu verblassen. Vielleicht gibt es Situationen, wo das der Fall ist. Aber, meine Güte: Eine Identität, die das Problem der Lebensaufgabe nicht löst, ist keine Identität.

 

Dies ist ein Auszug aus einem Gespräch zwischen Jordan B. Peterson und Bret Weinstein. Hier geht's zum Auszug und hier zum gesamten Gesrpäch.

Foto: jordanbpeterson.com

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Dieter Kief / 28.04.2021

De Höhner und Jordan B. Peterson, Thomas Schmied, danke! für den Hinweis - dä is Gold wert! - Im Kontext des Transphänomens au no. Dit is so perfekt, dit kann sich keena o-u-s-denkä, nedwahr. De Höhner - das ist ja im Namen schon (karnevalesk -) trans, nedwahr, denn die fünf Kerle sind ja gar keine Höhner, sondern Hahnen - od’r itte? - Dass der Hahn und der (Wassser)Hahn und der Mann zusammenhängen, wird so ebenfalls klar, iwwerischens - dat beides : Hahn, und Hahn - zielt aufs männliche Genitale, mit Sigmund Freud zu enden, den der Dr. Peterson ja auch ein wenig kennt (und durchaus schätzt…).

Tabea Barthelstein / 28.04.2021

Wenigstens bei Transfrauen gibt es mindestens ein Problem: die haben auch postoperativ keinen Menstruationshintergrund. Mit der individuellen Identitätszuschreibung (“ich bin ne’ Frau im männlichen Körper”) ist es daher so eine Sache. Periodische Schmerzen imaginiert niemand und kauft sich eigentlich auch niemand freiwillig ein.

Thomas Schmied / 28.04.2021

In Köln ist gerade der Gitarrist der bekannten Karnevalsband “Die Höhner”, der Niederländer Joost Vergoossen, wegen Corona-Kritik rausgeflogen. Das stand in Köln gestern auf jeder Zeitungskiste des Express. Der Spiegel wirft ihm in einem Artikel auch vor, auf die Lektüre eines “umstrittenen” Autors verwiesen zu haben. Zitat: “Höhner werfen Gitarrist raus. Hintergrund sei seine politische Haltung gegenüber der Coronapandemie: Die Höhner haben sich von ihrem Gitarristen Joost Vergoossen getrennt. (...) Es sei immer »ziemlich cool« gewesen, sich »als Holländer wie eine Kölsche Jung zu fühlen«. Zudem verweist er in dem Statement auf die Lektüre des Buches »12 Regeln fürs Leben« des umstrittenen Psychologen Jordan B. Peterson. (...)”. Wo kommen wir denn da hin, wenn “umstrittene” Bücher gelesen werden?

Ralf.Michael / 28.04.2021

Gemach, Herr Petersen…bald gibt es für (identitätlose) Aktivisten kein Geld mehr, weil denen Supporter und   Geld ausgeht. Dies sind angedachte Selbstläufer, die sich aber totlaufen werden. Abwarten, diese Hypes sind bald am Ende und dann….....kehrt endlich wieder Ruhe ein. Ich habe nichts gegen Trans-(was auch immer), solange Sie mir nicht auf den Nerv gehen. Ich ignoriere solche Leute dann einfach.

Bernd Maier / 28.04.2021

Was soll denn die sogenannte “Lebensaufgabe” sein?

Marcel Seiler / 28.04.2021

Interessante Herangehensweise: “Identität, für die es keine Regeln gibt”. Folgerung: Man kann jedem anderen vorwerfen, dass er einen “falsch” behandle, egal wie er einen behandelt. Denn wenn es keine akzeptieren Regeln gibt, kann man sich einfach eine ausdenken, die den anderen ins Unrecht setzt. Und das passiert ja dauernd. (Das ist übrigens auch ein beliebter Kunstgriff der Feministinnen.)

Werner Arning / 28.04.2021

„Problem der Lebensaufgabe“ ist gut. Wer definiert diese? Oder gibt es gar keine? Die Antwort auf diese Frage zu finden, ist schon eine Lebensaufgabe. Zeitverschwendung? Ganz im Gegenteil. Aber dann gilt es, das eigene Leben zu entziffern. Und möglicherweise mutig die angezeigten Abbiegungen zu nehmen und den (verborgenen) Wegweisern zu folgen. Kann eine Institution oder ein menschlicher Ratgeber dabei behilflich sein? Vielleicht. Ich kann es mir dieses jedoch nur schwer vorstellen.

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