Oft hört man Überzeugungen wie: „Die Starken nutzen ihre Macht, um die Schwachen auszubeuten.“ Es gibt kaum eine Doktrin, die dem ursprünglichen Geist, auf dem der freie Westen gegründet wurde, mehr schadet.
Oft hört man Ansichten wie: „Die Starken nutzen ihre Macht, um die Schwachen auszubeuten. So lassen sich alle wirtschaftlichen Beziehungen erklären. Man kann dieselbe Sichtweise auch auf die Geschichte anwenden. Geschichte ist nichts anderes als der Machtkampf zwischen verschiedenen Machtansprüchen.“
Genau das wird den Menschen an unseren Hochschulen gelehrt. Es ist unwahrscheinlich, dass es eine Doktrin gibt, die dem ursprünglichen Geist, auf dem der freie Westen im Allgemeinen gegründet wurden, mehr schadet. Denn hier stehen sich zwei gegensätzliche Geschichten gegenüber. Wie lauten die beiden Geschichten im Einzelnen?
„Tu was du willst, soll sein das Ganze des Gesetzes.“ Dies ist ein Zitat von Aleister Crowley, der Anfang des 20. Jahrhunderts als Satanist wirkte (aus dessen „Buch des Gesetzes“ von 1909, Anm. d. Red.). Man kann ihn als posthumen Schüler des Marquis de Sade bezeichnen. Er gehörte zu den Menschen, die rational dafür argumentierten, dass es keinen Grund gäbe, warum man nicht genau das tun sollte, was man will, wann man will und mit wem man will; unabhängig davon, wie hoch beispielsweise die Kosten für die anderen sind. Was spricht rational dagegen? Was ist, wenn ich Macht ausübe und nicht erwischt werde? Wenn ich einfach damit durchkomme? Mit der uneingeschränkten Ausübung meiner innersten Wünsche?
Wie wäre es denn mit dieser Geschichte als Gründungsmythos? Eine Laune nach der anderen. So lautet das hedonistische Verständnis der Welt. Doch diese Geschichte ist eine Kakophonie, denn wie Sie aus eigener Erfahrung wissen, fangen Sie an, einer Begierde nach der anderen nachzujagen, sobald Sie sich Ihren unmittelbaren Wünschen hingeben. Auf diese Weise entsteht keine wirkliche Kohärenz.
Ich identifiziere mich mit meinen Wünschen
Denn man hat im Grunde genommen denselben psychologischen Status wie ein sehr schlecht erzogenes zweijähriges Kind. Zweijährige sind typischerweise nur an der Erfüllung ihrer unmittelbaren Wünsche interessiert. Denn sie haben ihr Selbst und ihr grundlegendes Seins- und Persönlichkeitsmuster noch nicht integriert. Daher sind sie mehr oder weniger ihren Launen ausgeliefert.
Auch ein Hedonist liegt ja unterm Strich vor seinen eigenen Launen auf den Knien. In diesem Sinne ist er ein Heide, ihm geht es nur darum, ein verdammtes Verlangen nach dem anderen zu stillen. Er könnte sich sagen, dass es sich dabei nun mal um seine Wünsche handelt und sich mit diesen Wünschen identifizieren. Aber damit wären wir dann schnell beim Thema der heutigen Identitätspolitik: Ich identifiziere mich mit meinen Wünschen, insbesondere mit meinen sexuellen Wünschen. Daher macht (meine Sexualität) meine Identität aus. Jeder, der mir dabei im Weg steht, kann direkt zur Hölle fahren.
Ein solches Dasein ist aber eine sehr pathologische Art der Existenz. Dafür gibt es eine Vielzahl von Gründen. Nicht zuletzt, weil es genau das gleiche Maß an Unreife widerspiegelt, die Zweijährige völlig egozentrisch und instinktgesteuert macht. Nun könnte man sich sagen: Was ist daran falsch? Zweijährige haben ja auch ihre reizvollen Seiten. Sie sind sehr enthusiastisch, spontan und auf eine feurige Art und Weise sehr lebendig. Dafür sind sie aber auch völlig unfähig, für sich selbst zu sorgen.
Das ist ja nun wirklich eine Binsenweisheit: Man sieht schließlich keine umherstreifenden Gruppen von eigenständigen Zweijährigen, die durch den Wald rennen und sich selbst organisieren. Und warum nicht? Weil jene kurzfristige, egozentrische, von Launen beherrschte Besessenheit einen nicht dazu befähigt, selbstständig in der Welt zu existieren. Man muss reifen.
Eine korrumpierte Sichtweise auf die Welt
Und natürlich versuchen Sie als Eltern genau das mit Ihren Kindern: Sie versuchen, sie durch den Reifungsprozess zu begleiten. Warum? Damit sie Freunde finden können. Denn wenn sich alles nur um sie selbst dreht, schließen sie keine Freundschaften. Das gilt natürlich für Menschen aller Altersklassen. Wenn sich alles nur um Sie dreht, viel Spaß mit Ihrer Ehe! Wenn sich alles nur um Sie dreht, schließen sie keine Freundschaften. Wenn Sie ein Tyrann sind, scharen Sie vielleicht ein paar Speichellecker und Schaumschläger um sich, die von Ihrer Macht profitieren. Aber Sie haben keine echten Freunde.
Wenn Sie als Unternehmer Ihre Kunden wiederholt ausnutzen, um sich selbst einen unmittelbaren Vorteil zu verschaffen, werden Sie nicht lange Kunden haben. Ihr Ruf wird Ihnen vorauseilen. Sie werden in der Welt nicht gut abschneiden.
Was wäre also der bessere Weg? Die Berufung auf Macht ist in jedem Fall schädlich und beinhaltet eine korrumpierte Sichtweise auf die Welt. Sie führt zu Gewalt. Es manifestiert sich ein engstirniger Hedonismus – denn warum sollte man Macht haben, um nicht genau das zu bekommen, was das Schlimmste in einem von Moment zu Moment will? Aber solange man nicht unter dem Einfluss einer egozentrischen und größtenteils bösartigen Laune steht, muss man keine Macht über andere Menschen ausüben, weil man sie auch einfach bitten könnte, mit auf die Reise zu gehen.
Denn vielleicht würden sie das auch freiwillig tun. Diese Möglichkeit besteht, wenn man spielt, anstatt Gewalt anzuwenden. Wenn man einlädt, anstatt Gewalt anzuwenden. Wenn man eine Vision entwickelt, die andere Menschen teilen, anstatt ein Tyrann zu sein. So verhält man sich jedenfalls, wenn man reif ist.
Die Definition einer schlechten Angewohnheit
Dies begreifen sogar Zweijährige, sobald sie drei Jahre alt werden und anfangen, mit einem potenziellen Freund Rollenspiele zu spielen. Denn das liebste, was man als Dreijähriges tun möchte, ist, mit jemand anderem zu spielen.
Und das ist ja überhaupt nicht dasselbe wie alleine zu spielen. Vor allem weil es ja einige grundlegende Regeln gibt, wenn man mit jemand anderem spielt. Zum Beispiel, dass der andere auch an die Reihe kommt. Und man dabei ein bisschen großzügig ist. Denn man möchte ja, dass dieser Freund einen mag und einen auch wiedersehen will. Denn diese Beständigkeit des Wunsches, den Anderen wiederzusehen und zusammen zu spielen, ist die Definition von Freundschaft. Auf diese Weise spielt man eine Reihe von Spielen mit derselben Person. Ein Spiel muss freiwillig sein, auf Einladung stattfinden und auf Gegenseitigkeit beruhen.
Das ist zumindest das, was Eltern versuchen ihren Kleinkindern beizubringen: Sie versuchen Ihr Zweijähriges dazu zu bringen, die unmittelbare Befriedigung seiner Instinkte zugunsten der Gegenseitigkeit zu opfern. Und sie versuchen ihm klarzumachen, dass es sich in der Gegenwart nicht so verhalten sollte, dass es seine Zukunft gefährdet. Das meint man im Allgemeinen damit, wenn man seinem Kind sagt, es solle keine dummen Dinge tun.
Was ist allgemein gesprochen eine dumme Sache? Etwas, das im Moment interessant und unterhaltsam ist, für das man aber später bezahlen muss. Es ist dasselbe wie eine impulsive schlechte Angewohnheit im Erwachsenenalter. Die Definition einer schlechten Angewohnheit lautet: Etwas, das jetzt funktioniert, aber morgen, nächste Woche, nächsten Monat, nächstes Jahr, in fünf oder in zehn Jahren nicht mehr so gut funktioniert.
Das bedeutet auch, dass das Kind, sobald es eine wechselseitige Beziehung zu seinem Freund aufbaut, zugleich beginnt, die Zukunft zu verstehen und ebenfalls eine wechselseitige Beziehung zu seinem zukünftigen Selbst aufzubauen. Was unterm Strich dasselbe ist.
Eine Definition von Reife
Was Reife ist, wissen wir alle: Reife ist die Fähigkeit, zu teilen und auf unmittelbare Bedürfnisbefriedigung zu verzichten, fähig zu sein Bedürfnisse aufzuschieben. Was bedeutet es, Bedürfnisbefriedigung aufzuschieben? Es bedeutet, dass man nicht immer sofort alles bekommt, was man will. Das bedeutet, dass man sich so verhält, dass die Stabilität der Gemeinschaft und die Gegenseitigkeit gewährleistet wird. In diesem Sinne möchte man von Menschen umgeben sein, die einen voranbringen und einem Gutes wünschen. Denn das wird für Sie viel besser sein als die Alternative, weil sie damit auch Ihre Zukunft sichern.
Der gesamte höhere kortikale Apparat, mit dem Menschen gesegnet und verflucht sind, dient dazu, die besitzergreifenden Geister, die sonst impulsiv und spaltend wirken können, in eine Persönlichkeit zu integrieren, die in Beziehungen zu Anderen wechselseitig handeln und sich als Folge der Wahrnehmung der Zukunft selbst leiten kann. Das ist auch eine Definition von Reife.
Denn je mehr man reift, desto mehr erweitert sich der Zeitraum, den man berücksichtigen kann. Für einen 4-Jährigen, der Klavierunterricht erhält, ist eine halbe Stunde eine Ewigkeit. Für einen 13-Jährigen sind sechs Monate in der Zukunft eine Ewigkeit. Wenn man 50 ist, kommt einem ein Jahr wie eine Woche vor. Das ist in gewisser Weise ein Verlust, aber es ist auch ein großer Gewinn. Denn mit der eigenen Entwicklung verbessert sich die Fähigkeit, die Folgen des eigenen Handelns über einen längeren Zeitraum hinweg zu begreifen, erheblich. Und das spiegelt die Reifung der Großhirnrinde wider.
Das Gleiche gilt für Ihre Fähigkeit, sich sozial zu verhalten. Was heißt es, sich sozial zu verhalten? Es bedeutet, wie ich bereits sagte, dass es nicht nur um Sie geht. Ihr Ziel kann nicht nur die sofortige Befriedigung Ihrer Launen sein. Wenn Sie verheiratet sind, in welchem Verhältnis steht für Sie die Wichtigkeit Ihrer Frau oder Ihres Mannes zu Ihrer eigenen Wichtigkeit? Ich will Ihnen dafür ein Beispiel geben.
Ein siegreicher Tyrann und ein besiegter Sklave
Angenommen, Sie haben einen Streit mit Ihrem Partner, und Sie gewinnen die Auseinandersetzung. Der Andere hat unrecht, und Sie lassen ihn das spüren. Was ist daran falsch? Sie haben recht, ihr Partner hat unrecht. Einmal ist keinmal, aber nehmen wir an, so etwas wiederholt sich fünfzigmal. Dann leben Sie mit jemandem zusammen, den Sie immer besiegen, der von Ihnen besiegt wurde. Was ist daran das Problem? Dass der Andere mit Ihnen zusammenlebt. Denn es ist problematisch, einen manipulierten Sieg über seinen Ehepartner zu erringen. Denn man weißt, dass der Ehemann oder die Ehefrau noch da ist, wenn man morgens aufwacht. Genauso wie die Folgen Ihrer egozentrischen, machtorientierten Manöver: Ein siegreicher Tyrann und ein besiegter Sklave. Das ist nun alles andere als ein Triumph.
Dasselbe gilt für jede andere wechselseitige soziale Beziehung. Wenn Sie vernünftig sind und darüber nachdenken, sollten Sie die Menschen in Ihrem Umfeld stärken wollen. Warum? Weil Sie um Sie herum sind. Wenn Sie also großzügig sind, wenn Sie der sozialen Welt großzügige Angebote machen und die Beziehungen, die Sie führen, verbessern, warum sollte das nicht gut für Sie sein? Sie glauben vielleicht, dass es nur begrenzte Ressourcen gibt und Sie verlieren, wenn alle anderen gewinnen.
Aber das ist genau die andere Geschichte, und zwar die Geschichte der Macht. Eine üble Geschichte, die zudem nicht wahr ist. Denn in Wahrheit gibt es mehr als genug für alle zu tun, und Ihr Sieg sollte niemals auf Kosten der Niederlage eines Anderen gehen. Wobei man natürlich auch hier niemals „nie“ sagen sollte.
Es gibt natürlich Zeiten, in denen Menschen sich gegenüberstehen und das Spiel, das gespielt wird, nicht fair ist. Und es um die Frage geht: Ich oder der Andere? Aber dabei handelt es sich um sehr pathologische und unnötige Umstände, und es wäre besser, alles zu tun, um eine solche Situation zu vermeiden. Solche Situationen entstehen, wenn sich unsere Beziehungen radikal verschlechtert haben.
Dies ist ein Auszug aus einem Video von Jordan B. Peterson.
Jordan B. Peterson (* 12. Juni 1962) ist ein kanadischer klinischer Psychologe, Sachbuchautor und emeritierter Professor. In seinen Vorlesungen und Vorträgen vertritt er konservative Positionen und kritisiert insbesondere den Einfluss der Political correctness und die Genderpolitik. Sein 2018 erschienes Buch „12 Rules for Life“ war internationaler Bestseller.
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Beitragsbild: Gage Skidmore CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons
@Gisela Tiedt: Danke! Sie haben es kurz und knapp auf den Punkt gebracht! Ich kann nur nach ein paar Jahrzehnten im Schuldienst sagen: Die schlimmsten Vorgesetzen – ich habe allerdings nur einen extrem üblen erlebt – waren die schwachen, die autoritätshörigen, die vor Schulräten und aufmüpfigen Eltern gebuckelt haben.
Die haben gern Macht ausgeübt.
Glücklicherweise durfte ich zumindest ein durchweg positives Beispiel kennenlernen – immerhin eine Frau.
Eigentlich ein guter Artikel.
Schade nur, dass die meisten Kommentatoren ihn nicht gelesen haben und stattdessen auf Schlagwörter aus dem Abstrakt reagieren und wüst drauflos plappern.
Was soll man bloß mit den Herrschaften Grimm und Ostrovsky machen?
Um etwaigen Missverstaendnissen vorzubeugen : Ich schaetze jedes „Mittel“, durch das der homo zivilisatorisch und sozial eingehegt wird. Die Bandbreite dieser Mittel reicht, den individuellen Unterschieden entsprechend, von der wirksamen Ansprache des Verstandes über die , gerne auch religiös unterstützte , Wirkung von Ethik und Gefühlen für den „ anderen“. Ein Blick auf die Realitaet der menschlichen Geschichte verraet uns , dass die conditio humana , sowohl bio – wie auch kulturevolutiär immer wieder aeusserst unangenehme Verhaltensmuster generiert und es zumindest bislang nicht ( dauerhaft) gelungen ist, die problematischen Produkte des limbischen Systems , rational umgesetzt, halbwegs human zu kontrollieren. Im Gegenteil. Aktuell sind die Transhumanisten dabei, ihre Vorstellungen einer „ neuen Welt, einer neuen Gesellschaft mit neuen Menschen “ durchzusetzen. Und es sieht für sie in weiten Teilen nicht schlecht aus. Unter anderem deshalb, weil die evolutionär angelegten , vitalen Reaktionen der Konditionierten ausser Kraft gesetzt sind. Sie wurden verobjektiviert bzw haben sich selbst verdinglicht, regredierend auf eine frühe Stufe ihrer Entwicklung, die von 2 jährigen rückgesetzt. Die Frage ist, wie man diesen , schon länger laufenden Prozess stoppen und umkehren kann , solange die Taeter mit allen Mitteln weiter transformieren. Ich bezweifle, dass die üblichen rationalen Appelle an die Vernunft wirken. Einen Junkie wird man, nach dem Entzug, limbisch wirksame , für ihn ! attraktive Alternativen anbieten müssen , um ihn über den Ersatz in ein zunächst „ nur“ normales Verhalten überzuleiten. Zwingend ist , die bisherigen , psychisch einflussreichen , „ Anbieter“, ihre Namen sind bekannt, nachhaltig zu entfernen, die „Versorgung“ zu unterbinden. An dieser Stelle darf man durchaus von ( sehr ) bösen , natürlich getarnten Vertretern der Gattung sprechen. Der Exorzismus wird uns hier nicht helfen , zumal die dafür Zustaendigen die Seite gewechselt haben.
@Alfons Hagenau : >>Schwache Menschen streben nach Macht, um starke Menschen auszubeuten.<< ## Das klingt plausibel, ist aber sicher nicht die Regel. Denn schwache Menschen hätten nicht die Chance, das „Streben“ in Fakten zu verwandeln. Nein, Sie meinen moralbefreite Menschen. Und damit verdrehen Sie die Rolle der Moral. Moral ist nicht Stärke, denn die aktive Selbstbeschränkung der Machtgelüste aus ethischen oder moralischen Gründen, versetzt jeden in den Nachteil gegenüber denen, die die Beschränkung nicht haben. Andernfalls wäre ein Staat mit seinem „Gewaltmonopol“ überflüssig, wenn es sich selbst „ausregeln“ würde. Sie Verwechseln ein propagiertes Ideal mit der Wahrheit. Der Klügere gibt nach und ist dann der Dumme. Es gibt diese ausgleichende Gerechtigkeit nicht. Menschen sind Wölfe. Es ist ihr Grundprinzip, über alle Grenzen zu gehen, wenn man sie nicht einhegt. Die „Moral“ ist nur der Versuch, die Menschen gegen ihre hedonistischen Bestrebungen durch „Einsicht“ statt Gewalt zu führen. Es scheitert naturgemäß, wo die „Einsicht“ als von außen aufgezwungen empfunden wird. Solche Menschen, die nur deshalb moralisch handeln, weil sie sonst die Gewalt kennen lernen würden, sind zur Moral unfähig, haben gar keinen Adapter für „Einsicht“. Die brauchen immerzu die Drohung und denen ist es egal, ob die Drohung sogar von denen ausgeht, die selbst noch weniger Einsicht haben. Das Entscheidende für einen Staat, der eine Nation oder wenigstens eine Gesellschaft begründen soll, ist die Frage, ob er sein beanspruchtes Machtmonopol mit Einsicht ausübt, oder mit rücksichtsloser Gewalt. Schauen Sie sich das Land an, in dem sie leben. Wie beurteilen Sie den Umgang dieses Staates mit seinem beanspruchten Machtmonopol. Wie bewerten Sie das Recht eines Staates, auf Vertragstreue zu bestehen, der selbst ALLE Verträge bricht? Wie bewerten Sie einen Regierungs/Verwaltungs-Chef, der schamlos lügt, um die Macht zu erringen, die sich GEGEN alle Bürger richtet?
>>Was ist, wenn ich Macht ausübe und nicht erwischt werde? Wenn ich einfach damit durchkomme? Mit der uneingeschränkten Ausübung meiner innersten Wünsche?<< ## Als wenn es so wäre! Die Tyrannei ist überall offenbar, inzwischen jedenfalls. Die Logik heißt „Was willst du denn machen? Du hast keine Chance.“ Es ist Gewalt, die ganz offen ausgeübt wird und die JEDES VERTRAUEN ZERSTÖRT. Auch wenn es nicht offen ausgesprochen wird, versteht jeder „Betroffene“, dass ihm keine Option bleibt, als sich der Tyrannei zu beugen. Dieses bewusste, vorsätzliche und teilweise über JAHRHUNDERTE geplante und systematisch vorbereitete ZERSTÖREN DES VERTRAUENS ist es, was eine menschliche Gesellschaft unmöglich macht. Was „sozial“ oder nur „fair“ genannt wird, ist Sklaverei, die sich nicht mehr tarnt, weil sie sich nicht mehr tarnen muss. Den Sklaven bleibt keine Option! Das zerstört die Welt. Das zerstört die IDEE des Abendlandes, das zerstört jede Menschlichkeit. Es beginnt damit, dass man den Sklaven eine Schuld zuweist, jeder potentielle Tyrann hat seine spezielle Schuld. Sei es die Erbschuld, die auf ein fiktives Fehlverhalten angeblicher Vorfahren hinweist, sei es eine Steuerschuld, die einfach behauptet, die Sklaven hätten die Pflicht, für den Wohlastand ihrer Sklavenhalter und Tyrannen zu sorgen, bis zur Erschöpfung zu arbeiten. Jeder Versuch, diese Schuld nicht an zu erkennen, wird härter bestraft, als Massenmord. Das sind die Grundlagen einer „Gesellschaft“ die nur die Sklavenhalter als würdig und lebenswert betrachtet. Es ist die Gesellschaft Satans. Vertrauen wird zur Bringschuld. Die letzte Phase der Tyrannei ist die, die formal Vertrauen der Sklaven zu ihren Tyrannen einfordert und jedes negative Wort cancelt. Danach kommt immer der massenhafte Mord an den Sklaven. Das ist das Grundgesetz der „sozialen“ Tyrannei. Denn wer die Deutungshoheit über Würde, Geschichte und Wahrheit erzwingt, fühlt sich als Gott, als Herrscher über den TOD! Dann kommen Selektionen, Hetze und Mord.
♦Die Starken nutzen ihre Macht, um die Schwachen auszubeuten.♦ Das ist Evolution in Reinkultur. Da der Glaube an die Glaubwürdigkeit der Evolutionstheorie von der Mehrheit der Menschheit geteilt wird und unerschütterlich zu sein scheint, ist das wohl auch so gewünscht. Diese Frage gibt mir – falls es mir die Redaktion gestattet – die Gelegenheit, meine Antwort auf die interessante Erwiderung des Herrn Abt auf meinen Text an Herrn Niersberger von gestern zu geben, weil sie eine Antwort verdient und die Fragen von allgemeinem Interesse sein könnten: •1•. „Fiktiver Schöpfergott“ →Der aller andere als fiktive Schöpfergott offenbart sich in seiner Schöpfung, z.B. in der unfassbaren Komplexität jeder einzelnen unserer Körperzellen. Die Komplexität des menschlichen Auges hat auch Darwin ins Schleudern und zur Einsicht gebracht, dass sie mit seiner Theorie nicht zusammenpasst. Von der Komplexität der Zellen konnte er noch nichts wissen. Der gar nicht fiktive Schöpfergott hat sich am leichtesten erkennbar in Jesus Christus offenbart. Würden sich ca. 380 Mio. Christen weltweit für ihren Glauben drangsalieren, aus ihrer Heimat vertreiben, foltern, einsperren und gar umbringen lassen, wenn Jesus Christus nicht lebendig wäre und auf übernatürliche Weise ununterbrochen wirken würde?? Für Jesu Existenz auf Erden gibt es auch säkulare Belege: Josephus, Tacitus, Plinius d.J. – - Warum halten Menschen außerbiblische „menschengemachte“ Quellen für glaubwürdiger als die Bibel, die von hunderten (vielleicht sogar tausenden) Forschern trotz aller Anstrengungen nicht widerlegt werden konnte und niemals werden kann?
Fortsetzung: •2• Sechs Schöpfungstage → Kein Problem für Gott! Gott ist nämlich viel intelligenter, größer, mächtiger, kreativer (u.v.a.m.) als sich ein Mensch das vorstellen kann. Zum Größenvergleich: die neuesten Bilder des ‚James Webb Space Telescope’, das in Richtung des fiktiven Bing Bang (also in der Zeit rückwärts) jede Menge voll entwickelter Galaxien von überwältigender Schönheit „entdeckt“ und Evolutionisten in arge Erklärungsnot gebracht hat. Denn nahe am Big Bang sollte es eigentlich nur sehr wenige eher kümmerliche Sterne/Galaxien geben… Die neu entdeckten Galaxien sind aber mindestens 20 Mrd. Lichtjahre (weit über Redshift 14 hinaus) entfernt. Zur „Reisegeschwindigkeit“ des Lichts ferner Sterne gäbe es auch einiges zu sagen, doch dafür fehlt der Platz. •3• Arche, Dinos zu groß → Erstens haben wir völlig falsche Vorstellungen von der Größe der Arche (Sie ist kein Kinderschiffchen!), zweitens sind keine ausgewachsenen Dinos an Bord gegangen, sondern von jeder Tier-Gattung ein männliches ein weibliches Baby- oder Kleinkind-Exemplar. – - Einen Nachbau der Arche in Originalgröße können Sie beim Ark Encounter der Organisation „Answers in Genesis“ in Kentucky bestaunen oder sich auf deren Website umsehen: arkencounter dot com / blog / archive. Die Leute haben ein Modell der Arche in ihrer echten Größe gebaut, das täglich von tausenden Menschen aus aller Welt besucht wird. Von derselben Organisation gibt es auch das „Creation Museum“. •4• Fossilien → abgelagert nach der Sintflut, die die ganze Erde umgepflügt und die Topographie komplett verändert hat. •5• Der jüngste Tag kommt für jeden – egal, ob einer daran glaubt oder nicht. /// Diskussionsbedarf? Man kann ganz wunderbar voneinander lernen! Unter ig-dug [at] pm.me bin ich per E-Mail erreichbar.