Selbst wenn es um das Ziel ginge, den Planeten zu retten – es ist doch wohl naheliegend, dass die Erhöhung der Energiepreise und die weitere Verarmung der Ärmsten erst recht dem Planeten schaden wird. Was steckt dahinter?
Ich habe mich viel mit der Literatur über die Umwelt-Krise auseinandergesetzt. Eines erschien mir recht offensichtlich, nachdem ich mich in die Materie vertieft hatte: Wir haben nicht eine Umwelt- beziehungsweise ökonomische Krise, sondern viele. Bjørn Lomborg und ich haben kürzlich einen gemeinsamen Artikel für den Telegraph geschrieben.
Zentrales Thema des Beitrags war, dass weltweit jährlich 23 Millionen Menschen durch Luftverschmutzung in Innenräumen sterben, hauptsächlich durch das Verbrennen von Dung und Holz. 23 Millionen Menschen. Eine riesige Anzahl. Und natürlich verschmutzen diese Energieformen die Luft und sind definitiv nicht gut für die Umwelt. Dies nun durch günstige Alternativen zu ersetzen – idealerweise fossilen Ursprungs, das wäre am effizientesten – würde also Millionen Menschen das Leben retten. Und wäre außerdem gut für den Planeten. Derartiges befindet sich jedoch auf keiner Agenda, niemand interessiert sich dafür. Obwohl das Leben von 23 Millionen Menschen pro Jahr, darunter vielen Kinder, davon abhängt.
Derartige Probleme gibt es viele, gerade auch, was den Umweltschutz anbelangt – und Bjørn Lomborg hat beim Aufstellen einer Rangordnung dieser Themen wohl mehr Arbeit geleistet als jeder andere. Was ich an dem ganzen Komplex am verwirrendsten finde, ist folgendes: Selbst wenn es um das Ziel ginge, den Planeten zu retten – es ist doch wohl naheliegend, dass die Erhöhung der Energiepreise und die weitere Verarmung der Ärmsten erst recht dem Planeten schaden wird. Ich begreife nicht einmal die innere Logik dahinter. Nach dem Motto: Wir wollen dem Planeten dienen, aber keines unserer Mittel taugt dazu.
Lomborg hat in dem angesprochenen Beitrag geschätzt, dass die Netto-Auswirkungen aller globalen Klima-Ausgaben seit 2005 eine Temperatur-Reduktion um lediglich ein Zehntausendstel Grad bis zum Jahr 2100 ausmachen werden. Sofern man dies überhaupt berechnen kann. Aber die Schätzung beruht immerhin auf UN-Klima-Modellen. Ich begreife es einfach nicht. Wir betreiben jetzt seit 30 Jahren diesen Nonsens und alles, was wir hinkriegen, ist eine Effizienz-Minderung des Stromnetzes. Das einzige Land, dem eine tatsächliche Reduktion des CO2-Ausstoßes gelungen ist, sind die USA. Die schafften es aber nur durch Fracking. Und jeder Umweltaktivist auf diesem Planeten hasst Fracking, weil irrtümlicherweise behauptet wird, es würde Erdbeben verursachen.
Dem Planeten geht es also nicht besser und in mancherlei Hinsicht sogar schlechter, als wenn wir ihn einfach (mit unseren Maßnahmen) in Ruhe gelassen hätten. Derweil laufen die Energiekosten aus dem Ruder und die Menschen werden angesichts des Winters in die Armut gestürzt. Es gibt also keinerlei positive Auswirkungen. Und doch sind wieder alle politischen Führer zur Weltklimakonferenz nach Sharm el-Sheikh gepilgert, um genau das gleiche zu machen wie vorher. Warum zum Beispiel unterstützen Umweltschützer kein Ergas oder Kernkraft, wenn es ihnen tatsächlich um den Schutz des Planeten geht? Irgendetwas Schändliches muss diesem Narrativ zugrunde liegen. Vielleicht die Zerstörung des Kapitalismus um jeden Preis, selbst wenn das bedeutet, dass man damit den Planeten gefährdet.
Dies ist ein Auszug aus einem Gespräch von Jordan B. Peterson mit Mike Johnson. Hier geht's zum Auszug und hier zum gesamten Gespräch.
Beitragsbild: Shane Bart Balkowitsch CC BY-SA 4.0 via Wikimedia Commons
@H.-P. Dollhopf: Wie meinen Sie das? Aus der Provinz Groningen konnte man seit Jahren Bilder von Häusern mit schweren Rissen sehen, ähnlich wie über Kohlegruben im Saarland. Und die Forderungen nach Einstellung des dort jahrzehntelang betriebenen Frackings kamen aus der Region, seit Jahren schon, klangen deutlich anders als der derzeit moderne Alarmismus. Eben ganz wie Klagen über Bergbauschäden, wie es sie schon immer gab. Daher gehe ich davon aus, daß das schon real ist, auch wenn man natürlich nicht als Einzelner wegen jeder Frage in die Region zur Recherche fahren kann. Und aus den USA kam das aus der Mississippi-Region, Arkansas, Missouri usw. Mit ganz ähnlichen Berichten wie aus den Niederlanden. Nein, vielleicht ist da die Lokalisierung ungenau, aber was sollte ich verwechselt haben? Aus Alberta z.B. war nichts dergleichen zu hören. Dort waren die Ölgebiete aber zuvor auch kaum besiedelt, daher gab es nur öfter Streit mit örtlichen Indianern wegen der Wasserverschmutzung, die es in allen Öl- und Gas-Fördergebieten gibt. – Gewiß gibt es gute Gründe für die Förderung. Nur sollte man nicht so tun, als hätte das nicht seinen Preis, auch in Form von Umweltschäden. In dem Vierteljahrhundert nach 1970 wurde da viel verbessert, auch z.B. die Wasserqualität der deutschen Flüsse. Nur weil jetzt die Ökologie massiv als Vorwand für ganz andere Ziele benutzt wird, sollte man doch nicht so tun, als gäbe es nicht auch ganz reale Probleme der Verträglichkeit von Bergbau und Industrie. Man muß doch nicht von einer Idiotie zur anderen Wechseln, als gäbe es kein vernünftiges Abwägen von Vor- und Nachteilen.
@Peter G.: Irre wie nie zuvor.
Herr Ausländer, Sie sagen:
„.“Erdbeben u.ä. Schäden durch Fracking wurden schon vor Jahren aus Groningen und dem südlichen Mittelwesten der USA berichtet.„
Sie verwechseln auch nichts, nehme ich an.
@Rainer Niersberger: Fragen Sie mal ein paar wirklich gläubige Christen und Bibelkenner, was die von der Klimakirche und all den „Maßnahmen“ zur Rettung des Planeten halten. Sie würden sich vermutlich wundern. Christen glauben nämlich durchaus nicht jeden Scheiß. Und der, an den sie glauben, war ganz und gar rational (ideologiefrei und ohne Schwulst) und vor allem für die Armen, Kranken (an Leib und Seele) und Unterdrückten unterwegs. Im Himmel werden meiner Erwartung gemäß mehrheitlich Menschen aller Nationen zusammenkommen, die hier auf Erden die Arschkarte hatten und Unterdrückung und Verfolgung erleiden mussten. Wir werden sehen.
Wer glaubt den Planeten retten zu müssen und die Menschheit für den größten Schädling hält, könnte in einer radikalen Reduzierung der Weltbevölkerung eine Lösung sehen und entsprechende Maßnahmen anstreben.
@Klaus K.: Sigmar schreibt man genauso wenig mit ie wie Sabiene … . Gruß G.
Nur mal so als Denkanstoss. Könnte es sein, dass es gar nicht darum geht Menschenleben zu retten, sondern eher das Gegenteil? Anbetrachts von mittlerweile 8 Milliarden Menschen und irrwitzige Nachwuchsraten in Afrika und Asien? Alleine Afrika hat mittlerweile ein bereinigtes Bevölkerungswachstum von rund 70 Millionen pro Jahr….. macht knapp 6 Millionen pro Monat und knapp 1,5 Millionen pro Woche! Aber wir retten die „Dritte Welt“ durch unbegrenzte Zuwanderung……. und das Weltklima mit unseren 2% Beitrag an 3-4% durch die Menschheit verursachtes CO2…… Die sind doch alle rettungslos irre!