112-Peterson: Ausbeuterisch oder erfolgreich?

Ende 1929 verfügte der Kreml, dass Millionen von Landwirten aus Einzelbetrieben in Agrarkollektive oder Kolchosen gezwungen werden, die vonseiten des Politbüros als flexible Anbieter für die Versorgung der sowjetischen Bevölkerung mit Agrargütern betrachtet wurden. Entgegen der Tatsachen haben sowjetische Ideologen eine entsprechende marxistische Terminologie ausgearbeitet, um zu erklären, was vor sich ging. Überall in den Getreide-Anbaugebieten wurde behauptet, dass der Widerstand gegen dieses wissenschaftliche Programm von sogenannten reichen Bauern, den Kulaken, organisiert werde. Mit seiner üblichen Brutalität ordnete Stalin daher die Auflösung der Kulaken als Klasse an. Stalin war ein großer Verfechter des Konzeptes von Gruppenschuld. Dieses Thema war sehr wichtig für ihn.

Es bedeutete vor allem, dass man niemals einen anderen als Individuum zu betrachten hatte, man musste bloß entscheiden, ob man es mit einem Arzt, einem Ingenieur, einem Kulak oder einem Deutschen zu tun hatte. Je nachdem, welche Unterscheidung nach Ethnie, Rasse oder Ausbildungsgrad für das spezielle Ziel der jeweiligen Einordnung am ausschlaggebendsten war. Es spielte hierbei keine Rolle, ob sich jemand als Individuum schuldig gemacht hatte, diese Frage wurde gar nicht erst gestellt. Nur die Klassenschuld war wichtig, und wenn man einer „schuldigen Klasse“ angehörte, wurde sehr deutlich gemacht, dass man für überflüssig gehalten wird. Und natürlich fielen von Zeit zu Zeit unterschiedliche Klassen in Ungnade. Andererseits war es logisch, an dieses System zu glauben, wenn man an den historischen Determinismus glaubte. Wenn eine Person reiche und bürgerliche Eltern hatte, wie hoch war die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Mensch ein nützlicher Teil des Arbeiterkollektivs sein würde? Es wäre einfacher, Betreffenden vorzeitig loszuwerden, damit er gar nicht erst zu viel Ärger machen kann.

Wenn man aber nun einen Blick auf diese Kulaken, diese sogenannten reichen Bauern, wirft, wer waren diese Leute? Und zwar auf einer ganz individuellen Ebene? Wenn man die Bevölkerung eines typischen russischen Dorfs der 1920er imaginiert? Das Dorf war noch nicht einmal 40 Jahre zuvor voller Leibeigener. Wir haben es also mit Menschen zu tun, die sich gerade aus der feudalen Gesellschaft herauskämpfen. Von denen gibt es einige, die es geschafft haben, als Bauern erfolgreich zu sein, was keine leichte Aufgabe ist. Sie haben ein Haus, Vorräte in der Speisekammer, ein paar materielle Besitztümer und beschäftigen einige Landarbeiter. Das sind also erfolgreiche Menschen. Und nun könnte man sagen: „Es handelte sich dabei um diejenigen, die tatsächlich wussten, wie man Landwirtschaft betreibt.” Das wäre eine Theorie. Oder man könnte sagen: „Der Grund dafür, dass sie all das hatten, war, dass sie es den anderen Leuten gestohlen haben.” 

Die Verärgerten und Rachsüchtigen

Als ein sowjetischer Revolutionär marschiert man also in die nächste Stadt und verkündet: „Alles, was die Reichen besitzen, haben sie Euch gestohlen.” Wer von den Bürgern wird sich wohl für solche Parolen interessieren? Bestimmt nicht jene, die unter den wohlhabenden Bauern hart arbeiten und versuchen, vorwärts zu kommen. Denn sie wollen ja selber Kulak werden. Es werden die verärgerten und rachsüchtigen Wenigen sein, die denken: „Die Welt ist grundsätzlich ungerecht und es ist offensichtlich, dass die anderen das bekommen haben, was sie wollten, indem sie es mir gestohlen haben. Und nach dieser neuen, aufstrebenden Ideologie habe ich nun die Gelegenheit und das Recht, einfach die Straße hinunterzugehen und es mir zurückzuholen.”

Wenn wir diese kleine Geschichte mit mehreren Millionen Beteiligten multiplizieren, haben wir die ersten fünf Jahre des Sowjetreichs. Die Folge war ein katastrophaler Angriff auf Millionen von Bauernhaushalte. Zuerst vonseiten der Parteiaktivisten und lokalen Amtsträgern der Marke „rote Schlägertypen”. Brutalisierte Bauern, die die Kulaken zwangen, ihre Gehöfte und ihren Besitz aufzugeben. Deportationen, Verhaftungen und Morde folgten bald, als sich der Terror ausbreitete. Die Gewalt stieg mancherorts zu einer vollständigen Rebellion an, wobei monatelang reguläre Truppen eingesetzt wurden. Beispielsweise, um Bauernaufstände zu unterdrücken. Der Widerstand nahm verschiedene Formen an und spiegelte in der Regel die hoffnungslose, verzweifelte Qual einer dem Untergang geweihten Bevölkerung wider. In der Ukraine gab es sogar Frauenrebellionen. Spontane Aufstände von Bäuerinnen, die die lokalen Kolchosen angriffen, um die Rückgabe beschlagnahmter Agrarerzeugnisse zu fordern, mit enormen Auswirkungen auf die sowjetische Wirtschaft.

Die Bauern haben ihre Tiere millionenfach geschlachtet, anstatt sie beschlagnahmt zu sehen. Zwei Jahre lang tobten die Kämpfe. Als der schreckliche Prozess der Entkulakisierung weiterging, befahl Stalin einen weiteren Angriff auf die widerspenstige Bauernschaft. Der britische Historiker und Dichter Robert Conquest nannte dieses Vorhaben die Terror-Hungersnot von 1932. In seinem Buch „The Harvest of Sorrow” schrieb er: „Moskau verordnete absichtlich, dass die Ukraine und andere Länder Abgabenquoten zu liefern hatten, die weit über das hinausgingen, was die lokale Bevölkerung produzieren konnte.” Das bedeutete, dass alle Menschen in diesen Regionen gezwungen wurden, mehr Getreide zu liefern, als sie jemals angebaut hatten. Kommunistische Brigaden streiften durch die Lande und zwangen die Landwirte, das Wenige, was sie unter schweren Bedingungen produzieren konnten, abzugeben. Das Ergebnis war, dass sich das Getreide ungenutzt als staatliche Reserve stapelte, während die lokale Bevölkerung verhungerte.

Dies ist ein Auszug aus einer Vorlesung von Jordan B. Peterson. Hier geht's zum Auszug und hier, hier und hier zum gesamten Vortrag.

Foto: jordanbpeterson.com

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Esther Burke / 25.09.2019

Irgendwann hörte ich, dass in der Ukraine - ehemals Kornkammer Europas - nach der Kollektivierung der Landwirtschaft - von riesigen Kornfeldern Berge von Getreide geerntet worden waren. Pech war , dass gar keine Scheunen/Speicher hierfür vorhanden waren. So musste halt das Getreide auf freiem Feld liegen bleiben,  konnte weder vor Regen noch sonstigem geschützt werden, verrottete also.  Leider mussten dann halt einige Leute verhungern… Erinnert mich irgendwie an unseren geernteten Wind- und Sonnenstrom , ähnliche Speicherprobleme…

sybille eden / 25.09.2019

Der Historiker Jörg Baberowsky hat in seinem Werk : “Stalins Herrschaft der Gewalt”, diese grauenvolle Geschichte eindrucksvoll geschildert ! Keine angenehme Lektüre, muss sie aber trotzdem empfehlen.

Karla Kuhn / 25.09.2019

Sogar seine eigene Frau fühlte sich vor Stalin, den MASSENMÖRDER,  nicht sicher. Fast genau so schlimm wie Stalin und seine Verbrecher waren die Arschkriecher, auch in der DDR. Wir hatten durch eine Bekannte, die in einem Elektohaus, so nannte sich der Laden, arbeitete “unter dem Ladentisch”  1953 oder 1954 einen Bodenstaubsauger, hergestellt in “Stalinstadt”  ergattert, auf dem war ein kleines blecherenes Wapperl mit Stalinstadt angebracht. Im Laufe der Entstalinisierung 1961, wurde wir von dem Elektrohaus, welches auf Befehl des Rates der Stadt handeln mußte, was unseren Namen hatte, weil wir auf der Bestellliste standen, aufgefordert, dieses Wapperl zu entfernen, weil Stalinstadt in Eisenhüttenstadt umbenannt wurde und Stalin nun doch als Massenmörder in die Geschichte eingeht.  SO VERLOGEN war die POLITIK und sie war es schon IMMER !  Und, hat sich etwas geändert ??

Sabine Drewes / 25.09.2019

@Thomas Taterka: Ach, lieber Herr Taterka. Wie Sie sehen können, in meinem Leserbrief, der gleich unter Ihrem steht: es befindet sich noch ganz andere Literatur in meinem Bücherschrank, als die von U.D., wobei ich bis heute nicht verstehe, warum ich Sie damit so aus der Fassung brachte, weshalb ich auf Ihre lieben Grüße von Anfang August nichts zu erwidern wusste. Denn Ihnen hatte ich in dem Zusammenhang doch gar nicht geschrieben! Und es lag gar net in meiner Absicht, Sie zu erschüttern. Mit lieben Grüßen!

Thomas Taterka / 25.09.2019

Soweit mir bekannt, ging die Herrschaftsstrategie weit über das oben geschilderte hinaus. Es war vor allem undurchsichtige , unberechenbare Willkür, die jeden, auch Komplizen in Schach und in Angst und fortwährender Bedrückung gehalten hat. Bespitzelung, Verrat und Beobachtung als Dauererfahrung im Alltag, ein unablässiges Gefühl einer nicht identifizierbaren Bedrohung selbst für Privilegierte. Und noch einmal Schostakowitsch : kein anderer Künstler von Rang hat diese Stimmung der ” vagen ” Bedrohung so geschildert. Seine 10te ist eine überragende Darstellung dieser Bestie Stalin. Aber hören Sie auch die Freude zum Schluss dieses Werks, die nicht so richtig sicher ist, ob es nach seinem Tod vorbei ist. Verhaltener misstrauischer Jubel, gemischt mit einem wehmütigen Rückblick auf die überstandene seelische Qual. Ambivalente Freude sozusagen. Das ist ganz groß in der Musik, im wirklichen Leben traurige Bitterkeit.

Sabine Drewes / 25.09.2019

Hinweis zur deutschen Ausgabe des Buches von Robert Conquest: “Ernte des Todes: Stalins Holocaust in der Ukraine 1929-33”, deutsche Übersetzung von Enno von Loewenstern

Helmut Driesel / 25.09.2019

  Ausbeutung ist ein natürlicher Aspekt selbstorganisatorischer Physik. Einerlei, ob Sie das in der Petrischale oder in der Familie studieren. Es besteht freilich immer die Gefahr, dass ein so heikles naturwissenschaftliches Faktum ideologisch zum Gespenst aufgeblasen wird. Das geschieht ständig, und so ist es auch jedem leicht möglich, vermeintlich uneigennützig vorgebrachte Argumente auf demagogische Motive zu untersuchen.

Karsten Dörre / 25.09.2019

Die einen jubeln den Apokalyptikern zu, die anderen verabscheuen Weltuntergangspropheten. Letztlich zerreissen Familien, weil eine Meinung radikal wurde. Wäre man nicht extremistisch, gäbe es lediglich kontruktive Meinungsverschiedenheiten auf dem “wie” der Weg beschritten werden und Lösungen für die Zukunft aussehen sollen.

Werner Arning / 25.09.2019

Nachtrag: Diejenigen, die dann die Gewalt ausüben, die, die die „früheren Nachbarn“ überfallen, sind in der Regel, die wahren „Abgehängten“ der Gesellschaft. Meist sind sie von Neid und Hass zerfressen und können nun ihrer Grundtendenz unter dem Vorwand der gerechten Tat, freien Lauf lassen. Sie ergötzen sich an der Gewalt und missgönnen jedem Mitmenschen, wenn er beispielsweise etwas besitzt, was sie selber nicht erlangen können. Sie lassen sich bereitwillig als „ausführendes Organ“ „missbrauchen“. Für die Rechtfertigung dieser Taten sind wiederum Andere zuständig.

Werner Arning / 25.09.2019

Stigmatisierung von Bevölkerungsgruppen, von Anhängern einer bestimmten, unerwünschten politischen Ausrichtung, Minderheiten, Angehöriger bestimmter Glaubensrichtungen, Intellektuellen, Reichen, Gutsbesitzern, Wohnungsbesitzern, Vermietern, Andersdenkenden, SUV-Fahrern, Fleischessern, „Klimaleugnern“, „Rechten“, man weiß, wie es funktioniert und man weiß, wie es häufig endet. Gründe, um jemanden zu stigmatisieren, lassen sich immer finden. Gründe, warum es vorteilhaft sein kann, wenn man es schafft, jemanden erfolgreich zu stigmatisieren, gibt es auch immer. Einer könnte sein, sich seines Eigentums zu bemächtigen, ein anderer könnte sein, ihn mundtot zu machen. Wenn radikale „Politiker“ ihre Ziele durchsetzen wollen, sind sie häufig bei der Wahl der Mittel nicht zimperlich. Erleben wir derzeit eine Rückkehr zu dieser Radikalität? Das Aufhetzen bestimmter Bevölkerungsgruppen gegen andere Bevölkerungsgruppen gehört in der Regel zur Methode. Die aufgehetzte Gruppe wird so lange aufgehetzt, der Gegner gleichzeitig menschlich entwertet, bis die Hemmschwelle hin zur Gewaltanwendung stetig abnimmt. So kann es zu Fällen kommen, dass der heutige Freund und Nachbar morgen schon zum Feind wird, und Gedanken diesen zu erschlagen, in den Bereich des Denkbaren gelangen. Gestern noch unvorstellbar, morgen vielleicht schon im Bereich des Möglichen. Keine Gesellschaft ist hiervor gefeit. Auch nicht die Gebildetste. Und selbst die angeblich Friedfertigsten können morgen schon zum Schlagstock greifen. Deshalb ist eine ständige Ausübung von Toleranz und der Meinungsfreiheit Andersdenkender so maßgeblich für jede Gesellschaft. Nur durch das ständige Einüben dieser Grundvoraussetzung, kann vermieden werden, dass eine Gesellschaft abgleitet in Terror gegen Minderheiten oder Andersdenkende. Wehret den Anfängen, sollte es deshalb heute heißen. Nur bestehen diese Anfänge aus etwas ganz anderem, als uns meinungsmachende Medien und Politiker derzeit glauben machen wollen.

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