Der Kölner Medienanwalt Ralf Höcker im Interview mit dem Kommunikationsmagazin
KOM:
Aber ein bisschen agieren Sie doch als Gegner des investigativen Journalismus.
Höcker: Der investigative Journalismus ist extrem wichtig in jeder Demokratie. Ich weiß aber auch, dass selbst als seriös angesehene investigative Journalisten manchmal mit schmutzigen Methoden arbeiten. Im persönlichen Gespräch bestätigen sie mir auch, dass manches, was da läuft, wirklich schmutzig ist. Das ist zum Teil Kampagnenjournalismus. Es geht um Klickraten, um Einschaltquoten und um Auflage. Subjekte werden zu Objekten gemacht für ein ganz bestimmtes Ziel.
Aber so direkt hängt die Existenz etwa des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ja gar nicht an Einschaltquoten. Man operiert doch im kommoden Bereich der Gebührenfinanzierung.
Höcker: Trotzdem betreiben Magazine wie „Frontal 21“ zu großen Teilen keinen seriösen Journalismus.
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