Wenn es um die sogenannte Klimarettung geht, dann sind offenbar auch ansonsten verpönte Nazi-Vergleiche erlaubt. Als die Mitgründerin und Sprecherin der Klimaschutzaktivisten „Letzte Generation“, Carla Hinrichs, nach einer Straßenblockade dieser Tage in Berlin vor Gericht stand, versuchte es ihr Anwalt mit einem bemerkenswerten Rechtfertigungsversuch:
„Hinrichs’ Anwalt, der Strafrechtler Gerd Winter, sagte: 'Meine Generation hat ihre Eltern gefragt: Habt ihr den NS-Staat toleriert oder gar unterstützt, oder habt ihr Handlungsspielräume, ihn zu bekämpfen, ausgenutzt?' Und weiter: 'Diese Frage stellt sich neu mit der noch viel größeren Katastrophe, die auf uns zukommt, und sie wird auch Ihnen, Herr Vorsitzender, gestellt werden.'
Der Klimawandel eine 'noch viel größere Katastrophe'? Soll wohl bedeuten, dass die radikalen Protestaktionen dagegen vergleichbar seien mit dem Widerstand gegen das NS-Regime.“
Kleiner geht's wahrscheinlich nicht, wenn man glaubt, durch Ankleben die Welt zu retten.
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