Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe nicht, gekürzt oder in Auszügen zu veröffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht berücksichtigt.
Kategorien
Archiv
Leserbriefe
Marc Ottiker 03.12.2009 +Feedback
Wir Schweizer sind nichts anderes als Bauern, die zu Geld gekommen sind.
Als Schweizer fühl ich mich jetzt doch genötigt, einen Kommentar zu Broders Text abzugeben:
Für mich hat diese Abstimmung vor allem gezeigt, dass die durchschnittliche Intelligenz und das Einfühlungsvermögen der Bevölkerung längerfristig wohl doch nicht ausreicht für ein nachhaltiges Überleben der Gattung.
So wie die Kampagne der SVP ganz bewusst aus Gründen der Demagogie haarscharf an den wirklichen interreligiösen Problemen der Gesellschaft vorbei geschrammt ist, haut Broder nun -von der anderen Seite des Konfliktraumes her kommend, jedoch nicht weniger “extremistisch"- in die selbe Kerbe und verfehlt das Thema damit (ob bewusst oder unbewusst sei dahingestellt) wiederum haarscharf.
Ich denke man wird einer Gruppierung (ob politischen, religiösen, sportlichen, kulturellen, etc) nicht gerecht, wenn man sich darauf beschränkt, ihre extremistischsten und negativsten Auswüchse als für sie repräsentativ zu betrachten. Wer das tut, ist von bösartiger Demagogie angetrieben. Den Islam grundsätzlich als expansiv, in einer beständigen Konkurrenz …
Matthias Mohr 02.12.2009 +Feedback
Die Zeit will es wissen
Link zum Artikel, auf den sich dieser Leserbrief bezieht
Die Zeit will es wissen, und sie wird es erfahren. Der Helmut Schmit hat eine ganz nuechterne
Einschaetzung zum Klimawandel, schade, dass seine Stimme wohl nicht mehr gehoert wird.
Das die Zeit gerade jetzt mal thematisch rein gruen erscheint, ist fast lustig, weil derzeit ein Kar-
tenhaus aus Klimadatenmanipulation aus „anstaendigen Motiven“ zusammenbricht. Vom menschengemachten
Klimawandel wird wohl nicht viel mehr uebrig bleiben als der Gedanke, dass die zu enge Ver-
Knuepfung von Wissenschaft, Foerdermitteln und Politik der Wahrheitsfindung nicht immer
dienlich ist. Aber die Zeit hat wenigstens fuer das Gute gekaempft, und nicht, wie Sie und ich,
mit leichtem Laecheln das von Al Gore vorhergesagte Unglueck unseres Planetens geschehen
lassen.
Nach einem elend kalten Fruehjahr koennen wir hier ein wenig Global Warming gut gebrauchen,
mit …
Chris Gehlen 02.12.2009 +Feedback
Internationales Phänomen
Link zum Artikel, auf den sich dieser Leserbrief bezieht
Ich will nur kurz etwas einwaenden : Glauben Sie das Richter da wirklich richtig liegt und es diesen linken Vollpfosten tatsaechlich nur darum geht den vermeintlichen Affen im Genickloszuwerden und sie sich deshalb an Israel den Schritt wundreiben ?
Dieser linke Antisemitismus ist doch keine exklusive deutsche Spezialitaet sondern eine psychotische Obsession die grosse Teile der Menschheit kontaminiert und in seiner verworrenen Einaeugigkeit fuer mich nicht mehr verstehbar ist!
Zugestehen wuerde ich ja ein gewisses Lokalkolorit ,ansonsten halte ich es fuer ein internationales, (wenn auch nicht auschliesslich) linkes ,pathologisches Phaenomen.
Gruesse aus Warschau und weiterhin viel Erfolg
Tore Langholz 02.12.2009 +Feedback
Mehr Gelassenheit mit religiösen Symbolen
Link zum Artikel, auf den sich dieser Leserbrief bezieht
Lieber Herr Broder,
spitzer Artikel, gut, aber an einer Stelle fassen die Sache nicht in aller Schärfe. Und ich frage mich wieso? Angst sich zu schneiden wird es kaum sein.
Unter den Pappnasen, die den Iran und die Hamas als sonst was feiern, die sind nicht wenige, die bei einer solchen Abstimmung gegen den Bau von Minaretten entscheiden. Das Gutmenschentum hat eine unfassbare Universalität angenommen, die Politologen und Vordenker der Nation kommen mit dem Nachdenken nicht mehr hinterher.
Die Landschaft ist bedrückend unübersichtlich geworden. Beunruhigend, da dahinter Motive schlummern, die mir unheimlich sind. Und ihnen doch eigentlich auch.
Nun schlagen sich mir beim Verfolgen dieser Debatten immer und immer wieder Sorgenfalten ins Gesicht: unsere Entscheidung gegen Minarette oder gar Moscheen können doch nicht damit begründet werden, was wer auch immer in Saudi Arabien oder im Iran zulässt? Wollen wir ernsthaft unsere Entscheidungen …
Wolfgang Maier 02.12.2009 +Feedback
Nürtingen ist überall
Link zum Artikel, auf den sich dieser Leserbrief bezieht
Antwort auf Leserbrief von Herrn Kopp und Kommentar zum Artikel:
Das Problem in Nürtingen stellt sich leider nicht so profan dar. Es handelt sich nicht nur um einen Nachbarschaftsstreit, bei dem es lediglich ums Grillen von Hammelfleisch geht. Nein vielmehr hat die Stadt Nürtingen das direkte Umland der Moschee als Baugebiet mit familienfreundliche Stadtrandlage zur Bebauung 2005 freigegeben, ohne zu berücksichtigen, dass eine Moschee mit immensem Besucherstrom zu Problemen führen wird.
Wir Gutmenschen, und dazu zähle ich mich auch, versuchten in der Vergangenheit und versuchen es auch in der Gegenwart in persönlichen Gesprächen mit dem Moschee - Vorstand und den Besuchern die Probleme zu lösen. Leider wird die Nachhaltigkeit der Gelobigung von Besserung immer kürzer. Wir bekommen bei den Diskussionen u.a. zu hören, dass wir Anwohner doch mehr Rücksicht üben sollen oder die Fenster zu schließen hätten, wenn uns der Lärm störe. Auch wird immer wieder …
Jutta Färber 02.12.2009 +Feedback
Selektive Empörung
Link zum Artikel, auf den sich dieser Leserbrief bezieht
Wieso sind Frau Amirpur und Frau Goering-Eckhardt nicht schockiert darueber, dass Frau Ates abtauchen musste, weil sie Todesdrohungen in tuerkischer Sprache erhalten hat wegen der Veroeffentlichung ihres letzten Buches? Mir sind jedenfalls keine Reaktionen der beiden zu diesem Fall bekannt.
Es gab auch keine Reaktionen der muslimischen Verbaende, keinen Aufruf an die community, sich endlich mal zivilisiert zu verhalten.
Es ist doch ungeheuerlich, dass man in Europa in 2009 untertauchen muss, wenn man wie Frau Ates vom fundamentalistischen Islam abweicht. Wieso stehen diejenigen, die den Islam immer als Frieden verkaufen wollen, nicht hinter Frauen wie Ates, Kelek, Ahadi etc?
Weshalb erhaelt Frau Ates keine Unterstuetzung von Katajun Armirpur und Katrin Goering-Eckhardt?
Interview von Phyllis Chesler mit Seyran Ates: http://www.rights.no/publisher/publisher.asp?id=59&tekstid=2993
Carsten Riedel 02.12.2009 +Feedback
Nicht resignieren!
Link zum Artikel, auf den sich dieser Leserbrief bezieht
Ihr Beitrag „Kinder-Nachrichten…“ ist amüsant und erfrischend. Die Gründe, die für Sie dagegen sprechen, heute Kinder großzuziehen, nämlich sie gegen einen mächtigen ideologischen Mainstream erziehen zu müssen (oder: sich wenigstens mit ihm auseinanderzusetzen), bekomme ich nahezu täglich bestätigt, jedoch habe ich bisher nicht resigniert, sondern sehe es als Herausforderung an, in der eigenen Familie (und nicht nur in einem anonymen Blog oder in der Männerrunde, die nach zwei Stunden wieder auseinander geht) die Auseinandersetzung mit dem Zeitgeschehen und seiner Deutung zu führen. Und manchmal hat man auch Erfolge. Meine beiden Ältesten studieren. Sie berichten am Wochenende darüber, wie sie über die ausgestreckten Beine der streikenden, zehnsemestrigen Soziologiestudenten gestiegen sind, um in die Uni zu gelangen, weil sie lernen und nicht protestieren wollten. Seitdem meine 12-jährige Jüngste von der Schule nach Hause kam, und stolz über „Maßnahmen gegen die Erderwärmung“ polemisierte, erinnere ich sie immer an diese Diskussion, wenn sie wieder …
Katharina Lustgarten 30.11.2009 +Feedback
Man kann es schaffen
Link zum Artikel, auf den sich dieser Leserbrief bezieht
Ich musste so lachen, das stimmt alles, aber man kann es schaffen! Es
kostet viel Zeit und Aufwand und Energie und Kampfwillen, Kinder
unverblödet bis zur Pubertät zu bringen (und dann kann man nur noch
hoffen, dass es was genutzt hat). Ich habe gerade die Hälfte
erfolgreich hinter mir (6. Zwillingsgeburtstag) und rüste mich für
die nächste Runde.

