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Leserbriefe
Wolfgang Janßen 24.04.2012 +Feedback
Toll: “Glühbirnenmeter” auf Norderney
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Auf meiner Lieblingsferieninsel Norderney (ich wohne im Raum FFM) hat man vor zwei Jahren - mit Unterstützung des örtlichen Elektrofachgeschäfts – eine riesige Kampagne gestartet, die zum Ziel hatte, in allen Haushalten die herkömmlichen Glühbirnen durch Energiesparlampen zu ersetzen. Es wurden Sammelbehälter aufgestellt, in denen man den Umweltfortschritt in „Glühbirnenmeter“ (= Höhe des Abfallhaufens) messen konnte. Mein Vermieter – zu dem ich schon seit 20 Jahren fahre – hat dies zum Glück nicht mitgemacht. Mich stört vor allem, dass das Licht funzelig und wenig kontrastreich ist. Lesen fällt mir bei diesem Licht schwer. Zum Glück gibt es jetzt das eBook als stromsparende Alternative. Oder die LED-Lampe – gutes Licht für 30 bis 40 €. Meiner Frau ist das Licht aber zu kalt. Also doch „Heatballs“ aus Rumänien kaufen???
Burkhard Bielski 24.04.2012 +Feedback
Herr B. hat eine Frage
Sehr geehrter Her Broder…
Gerade habe ich Ihr reizendes Buch gelesen und frage mich, ob Sie es selbst geschrieben haben ?
Oder sitzt dort irgendwo ein kleiner bissiger Terrier der jeden ankläfft, ans Bein pinkelt und schreiben kann ?
Finden Sie doch bitte einmal etwas über die Hintergründe der Ermordung von Jitzchak Rabin und seinen Mörder Jigal Amir heraus, Sie haben doch sicher die erforderlichen Qualitäten.
Ausserdem würde mich interessieren, warum bis heute von den 250 Seiten des Berichts der Schamgar-Kommisiion 117 Seiten der Offentlichkeit bis heute vorenthalten wurden, obwohl der Präsident des Obersten Gerichtshofes Meir Schamgar die Veröffentlichung genehmigt hatte.
Sollte der “einzige demokratische Staat” im nahen Osten etwa eine Leiche im Keller haben ???
Ich bin Jahrgang 1937 und und habe das ständige Gewäsch über “Die Schuld der Deutschen” langsam satt !
Sie und …
Hans Proll 18.04.2012 +Feedback
Weltgeist im Netz?
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Bingo, Sie sprechen mir aus der Seele. Der Typ geistert schon seit
langem in Netz herum. Und das nicht nur im Tagesspiegel. Ich habe gerade
mal aus Spaß gegoogelt. Beim Tagesspiegel war er vor 2 Stunden noch on -
na ja bei 2311 Kommentaren auch kein Wunder. Ebay scheint ihn auch als
Dr. Sommer engagiert zu haben (richtig lustig:
http://search.testberichte.ebay.de/members/cz284?uaid=41951279&uan=cz284&uqt=g).
Als Psychologe bin ich auf ihn “gestoßen”, weil mich natürlich mehr noch
als die veröffentlichte Meinung die Meinung “dahinter” in den Kloaken”
des Anonymen interessiert. Und da wundert man sich schon, welche Kita
das wohl gewesen sein mag, die so viel frühkindliche Begabung zur Reife
bringt. Aber vielleich hat er auch einfach zuviel Hegel für Erstsemester
gelesen und hält sich jetzt für die postpreußische Inkarnation des
Ulrich Morgenstern 17.04.2012 +Feedback
Für Gartenzwerge
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Sie glauben gar nicht, was für eine Genugtuung ich bei der Lektüre Ihres Textes empfunden habe. (Ich bin aber nicht sicher, ob Peter Ulrich Meyer zu den Jüngeren gehört, noch weniger aber, ob er in den letzten zehn Jahren sein Porträtfoto beim Abendblatt ausgewechselt hat.)
Jedenfalls habe ich selbst neun Jahre als freier Korrektor bei dem Blatt gearbeitet und war regelmäßig fassungslos über so viel hemmungslose Seichtheit. Ich frage mich bis heute, für was für Gartenzwerge die eigentlich schreiben.
Immerhin aber hat das Abendblatt noch ein eigenes Korrektorat. Man hat dort immerhin die orthographische Kompetenz, (durch ständiges Nachschauen natürlich) zwischen aktuellen, zurückgenommenen und vermeintlichen Reformschreibungen zu unterscheiden.
Jörn Bischoff 17.04.2012 +Feedback
Gefühl für richtige Gesinnung
Vor 23 Jahren hatte ich mit einem WG-Mitbewohner, der durch Erb-Transfervermögen deutlich über dem Niveau der Anderen lebte eine Diskussion über kollektiven öffentlichen Personentransport. Er fuhr als einziger von uns ein fast neues Auto, das er nicht selber bezahlt hatte (Mutti), was ihn nicht daran hinderte, Vorstellungen über die Abschaffung des „Individualverkehrs“ zu postulieren.
Meine Einwände, dass ich z.B. keinen Bock hätte ständig dazu gezwungen zu sein mit anderen gemeinsam ein Verkehrsmittel zu teilen oder, dass Autofahren ja auch irgendwie Spaß macht wurden mit dem Hinweis auf Ökologie und das gesellschaftliche Interesse, den Weltuntergang zu verhindern, neutralisiert.
Den Menschen vorzuschreiben zu wollen, wie sie zu leben haben fand ich schon damals eine maßlose Sauerei. Seiner Meinung nach war Freiheit aber gar nicht das relevante Thema.
An die Stelle „freiheitlicher Instinke“ ist das sichere Gefühl für die richtige Seite der Gesinnung getreten.
Oder …
Peter Meyer 17.04.2012 +Feedback
Degenhardt und die Stones
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Laut ausgesprochen wirkt Ihr Degenhardtsches „Wir-lassen-uns-von-euch-nicht-sagen-wie-wir-zu-leben-haben!“
in gewissen Situationen so gut wie mein: “Im free to do what I want any old time”
Heinrich Schöneseifen 17.04.2012 +Feedback
Verbots-Artisten
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Degenhardt habe ich immer gerne gehört, als ich noch jung und - wie ich glaubte - revolutionär war. Noch heute freue ich mich, daß Väterchen Franz damals singen durfte, was er sang. Auch wenn ich schon bald nichts mehr damit anzufangen wußte. Daß aber “Vatis Argumente” mich auf diesem Wege wieder einholen könnten - damit hätte ich nie gerechnet. Sie - als Autor - und sie - die Argumente Ihres Beitrags - sprechen mir aus dem Herzen und dem Verstand. In meinem 35. Jahr als Rundfunk-Redakteur kann ich nur staunen, mit welchem Maß an Kadavergehorsam und naivem Glauben an die Macht der Verbote die jüngeren Kollegen ans fröhliche Verbote-Verordnen gehen. Schön, daß Sie Vatis Argumente aus ihrem sozialromantischen Kontext befreit und mir somit wieder zugänglich gemacht haben. Sie werden den Verbots-Artisten nicht den Ausgang aus ihrer selbstverschuldeten Unmündigkeit öffnen, aber mich immerhin darin bestärken, nicht der einzige Geisterfahrer im Mainstream …
Akif Pirincci 17.04.2012 +Feedback
Selbstkastriert
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Bravo, Herr Röhl, und nochmals Bravo! Ich selbst bin Betroffener, weil 2 Packungen am Tag. Gehe seit Rauchverbot weder in die Kneipe noch ins Restaurant. Eins haben Sie allerdings vergessen, zu erwähnen: Als die Untersuchung über das Kneipensterben veröffentlicht wurde, haben alle Journalisten den wichtigsten Grund dafür, nämlich das Rauchverbot, fleißig umgelogen von wegen die Leute haben immer weniger Kohle in der Tasche und dergleichen. Und genauso stelle ich mir den deutschen Journalisten heutzutage auch vor, nämlich so, wie Sie ihn beschrieben haben: selbstkastriert.

