Auslese

»KLINKIGT DER WOCHE«

Portait-Zeichnungen von Stefan Klinkigt

Klinkigt der Woche

Cartoons von Jan Tomaschoff

Cartoon






  02.09.2015   17:26   Leserkommentare (im Wartemodus)

Wir lassen arbeiten. Wir lassen gebären

“Der Migrationswille der Menschen aus den Westbalkanstaaten könnte genutzt werden, um ihn in eine reguläre Einwanderung und Integration in den deutschen Arbeitsmarkt zu kanalisieren. Die Wirtschaft verlangt nach mehr Fachkräften, und zur Sicherung unseres Wohlstands sind wir auf – je nach Berechnung – zwischen 300.000 bis 500.000 Einwanderer pro Jahr angewiesen”, sagt die grüne Fachfrau für Integration und Migration, Katrin Göring-Eckardt. Was sie da “ausbuchstabiert”, ist die Antithese zu der rechten Propaganda, die Ausländer würden uns die Arbeit wegnehmen. Wären wir nicht “zur Sicherung unseres Wohlstandes und unserer Renten” auf Einwanderer “angewiesen”, wie es Ex-Kanzler Gerhard Schröder gerade schrieb, würden wir keinen Gedanken darauf vergeuden, ob sie daheim bleiben oder zu uns kommen sollten. Ist das nicht eine...

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Kategorie(n): Inland 

  02.09.2015   16:30   Leserkommentare (im Wartemodus)

Mitleidstheater mit Lastwagen-Feeling

Wir leben in einer Hochphase der Gefühlspolitik. Die letzten Reste von Common Sense werden gerade auf dem Altar der guten Gesinnung geopfert – meist von Leuten, die keinerlei Konsequenzen aus dem, was sie predigen, ertragen müssen. Sie bekommen sie nicht einmal mit, weil sie schon andernorts mit den nächsten Symbolhandlungen beschäftigt sind.

Zu den treibenden Kräften der Gefühlspolitik gehören vor allem die elektronischen Medien. Fernsehkameras zoomen nach Belieben in komplexe Situationen hinein, sodaß jede aufgestellte These mit scheinbarer Evidenz versehen werden kann, zumindest für die Dauer des Augenblicks. Wir sehen Bilder von weinenden Kindern, wir hören das Wort Flüchtlinge, und schon entsteht aus unserem Berührtsein und Betretensein eine theatralische Mitleidenergie.

Die Inszenierung solchen Mitleidtheaters ist...

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Kategorie(n):

  02.09.2015   15:32   Leserkommentare (im Wartemodus)

Tesla: Der Visionär für den Millionär

Von Thilo Spahl

Tesla verkauft bald Sonnenbatterien, stationäre Stromspeicher. Mit der Speicherleistung lässt sich Geld verdienen, weil unsere Energieversorgung dank der Erneuerbaren sehr instabil geworden ist, meint Thilo Spahl. Arme Menschen ohne Energieversorgung profitieren eher nicht davon.

Eine kleine Personalmeldung: Der Deutschland-Chef von Tesla Motors, Philipp Schröder, wird ab Oktober die Geschäftsführung Vertrieb und Marketing bei der Allgäuer Firma Sonnenbatterie übernehmen. Man fragt sich natürlich: Läuft es nicht mit den schicken Elektrolimousinen? Die erste Antwort ist, es laufe prächtig. Im März 2015 wurden in Deutschland erstmals mehr Tesla Model S zugelassen als 7er BMWs und Porsche Panamera.

Die zweite Antwort: Es läuft nicht. Statt 1000 Autos pro Monat, die Tesla als Ziel vorgegeben hat, werden in...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Wissen  Wirtschaft 

Sie fehlen uns noch!

Falls Sie noch keine Patenschaft für die Achse des Guten abgeschlossen haben, dann ist jetzt der richtige Moment. Sichern auch Sie die Zukunft der Achse! Werden Sie Pate für 2015!

In zehn Jahren haben unsere Autoren 40.000 Beiträge veröffentlicht. Laut Berliner Zeitung ist die Achse des Guten der „einflussreichste deutsche Autorenblog”.

Die Achse muss finanziell abgesichert werden, damit sie weiterhin unbequem bleiben kann. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Wir bedanken uns recht herzlich!
Pate werden...

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  02.09.2015   15:21   Leserkommentare (im Wartemodus)

Allmählich dämmerts selbst dem Grünen

Wie schrieb gestern Gerd Held hier auf der Achse so schön: “Die Wirklichkeit, dieser brave, unermüdliche, brave Maulwurf, arbeitet auf unserer Seite.”

Und jetzt der Beweis: Ein Beitrag für die FAZ des grünen Bürgermeisters von Tübingen Boris Pallmer und des CDU-Staatssekretärs Jens Spahn. Hier.

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Kategorie(n): Inland 

  02.09.2015   14:17   Leserkommentare (1)

Angie und das Sommermärchen

Entwarnung! Die Kanzlerin hat das Flüchtlingsproblem zur Chefsache erklärt, endlich, endlich. Kaum ein Betroffenheitsjournalist, der darüber nicht ins Schwärmen geriete. Jetzt, weiß jedermann, müssen wir uns keine Sorgen mehr machen. Das Elend liegt in guten Händen; alles wird gut: Der alte Fake und ein großer Blödsinn dazu, freilich auch ein Blödsinn, von dem sich die Deutschen besonders gern einlullen lassen.

Wann immer es schwierig wird, sehnen sie sich nach einer Autorität, der sie blindlings folgen können, weil sie den Eindruck vermittelt, Ordnung zu schaffen. Was dabei am Ende herauskommt, ob der Verheißung überhaupt Taten folgen, spielt dann keine Rolle mehr. Hauptsache eine Führung, deren Versprechen von der Sorge erlösen. Sobald der erste Schock überwunden ist und „die Menschen“ sich an das Problem...

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Kategorie(n): Inland 

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  02.09.2015   12:30   Leserkommentare (im Wartemodus)

Österreich und Ungarn: Herrn Faymanns Freudscher

Österreich hat einen Bundeskanzler. Er heisst Werner Faymann und gehört der Sozialdemokratischen Partei an. Das mag banal klingen, doch muss man ab und zu daran erinnern, denn Faymann wird ausserhalb Österreichs kaum einmal bemerkt. Das hat auch – aber nicht nur – mit der Grösse seines Landes zu tun: Bruno Kreisky, Franz Vranitzky oder Wolfgang Schüssel hatten auch im Ausland einen gewissen Bekanntheitsgrad.

Nun ist Faymann doch noch aufgefallen, allerdings unangenehm. Nachdem Ungarn begonnen hatte, Flüchtlinge nach Österreich weiterreisen zu lassen anstatt sie festzuhalten, sagte der Kanzler: “Dass die in Budapest einfach einsteigen (…) und man schaut, dass die zum Nachbarn fahren – das ist doch keine Politik.” Merke: Unter “Politik” hat man das zu verstehen, was Werner Faymann nutzt.

Ist diese Äusserung einfach nur...

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Kategorie(n): Ausland 

  02.09.2015   09:03   Leserkommentare (2)

Tell me why you cried

Wenn ein wahnsinniger Pilot seinen Suizid so gestaltet, dass er kollateral 149 Menschen ermordet, dann wird in einem Ort, wo einige seiner Opfer lebten, ein Schild aufgestellt. Das Schild, oft nur ein Stück Karton, taucht unweigerlich auf, wenn ein keineswegs irrsinniger, streng der Logik seines religiösen Verständnisses verpflichteter Attentäter in einem tunesischen Strandhotel 38 Touristen massakriert. Es taucht auch auf, dieses Schild, wenn in Bremervörde ein Auto von der Straße abkommt, in eine Eisdiele fährt und zwei Besucher zerquetscht, darunter ein Kleinkind.

Auf dem Schild steht das Wort „Warum?“ Oder, ganz cool: „Why?“ 

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Kategorie(n): Kultur 

  01.09.2015   22:27   Leserkommentare (im Wartemodus)

Traumziel Deutschland

Die Deutschen und die Flüchtlinge: Die Idealisierung des Fremden Die Deutschen scheinen fest entschlossen, sich in der Flüchtlingskrise von ihrer besten Seite zu zeigen. Die Medien entsprechen dem Bedürfnis, der Vorstellung von einer weltoffenen Nation gerecht zu werden, indem sie die Flüchtlinge im denkbar besten Licht präsentieren. Wer die Zeitungen aufschlägt, sieht in die hoffnungsfrohen Gesichter von Menschen, die nur die lautersten Absichten haben. Mehr

Traumziel Deutschland: Für einen Moment scheint es, als müsse sich niemand Sorgen machen über das Bild Deutschlands in der Welt. Tausende von Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, dem Westbalkan und Afrika, die in Europa nur ein Ziel, die Bundesrepublik, haben, lassen kurzzeitig die hässlichen Ausschreitungen in Heidenau, Freital und anderswo vergessen. Mehr

...

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Kategorie(n): Inland 

  01.09.2015   20:41   Leserkommentare (3)

Osteuropa: Ihr wollt uns erziehen? Gehts noch?

Immer drängender ruft man den Menschen zwischen Estland und der Slowakei zu, dass jetzt sie Solidarität zeigen und Flüchtlinge aus Afrika oder dem Islam aufnehmen müssten. Immerhin – wird drohend ergänzt – überweise man ihnen hohe Milliardenbeträge als Strukturhilfe. Da sei allmählich eine Gegenleistung fällig. Überdies – folgt ein vermeintlich raffiniertes Kompliment – habe man mit der in Gdansk geborenen Solidarnosc doch in viel härteren Zeiten bewiesen, wie gut man zusammenstehen könne - wenn man denn wolle. Als besonders abgefeimt wird das empfunden, weil von keiner westeuropäischen Regierung Hilfe für die Solidarnosc kam. Dafür wurde sie von der westdeutschen unter Helmut Schmidt als Bedrohung des Weltfriedens gefürchtet…
 
Ja, Ihr schickt uns Geld, räumt man östlich der Oder ein. Aber Ihr nehmt auch...

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Kategorie(n): Inland  Ausland