Auslese

»KLINKIGT DER WOCHE«

Portait-Zeichnungen von Stefan Klinkigt

Klinkigt der Woche

Cartoons von Jan Tomaschoff

Cartoon






  06.02.2009   17:50   Leserkommentare (im Wartemodus)

Halldor Gudmundsson: Island steht Kopf

Und dann schlug alles um. Bereits im November verloren mehrere Hundert Isländer pro Tag ihren Job, viele verloren all ihre Ersparnisse oder einen großen Teil ihrer Altersversorgung. Die isländische Krone, diese viel zu kleine Hochzinswährung, fiel rapide. Die hoch verschuldeten Milliardäre verschwanden, und die EU zwang die isländischen Steuerzahler, die Verantwortung für die Icesave-Konten zu übernehmen. Großbritannien aktivierte dazu sogar seine Antiterrorgesetzgebung. Die Isländer müssen nun nicht nur den Verlust ihrer Ersparnisse verkraften, sondern sie werden auch noch weit in der Zukunft Schulden abbezahlen, für die sie nicht die Verantwortung tragen. Kein Wunder, dass es täglich wachsende Proteste gibt. http://debatte.welt.de/kommentare/111699/island+steht+kopf

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Ausland 

  06.02.2009   17:39   Leserkommentare (im Wartemodus)

Jenseits der Postmoderne?

Die Finanzwelt hat schon immer die Phantasie der Produzenten von Bildern und Geschichten beschäftigt. Tom Wolfes “Bonfire of the Vanities” ist der ultimative 80er-Jahre-Roman, der dazugehörige Film von Brian De Palma cineastischer Abschluss der glitzernden Epoche. Doch auch heute wimmelt es in vielen Filmen von Bankern und Brokern - gern gezeichnet als eiskalte Überleichengeher, als emotional verarmte Autisten - oder als beides zusammen. Das Kino sieht den Hyperkapitalisten als Prototyp des postmodernen Menschen: bindungslos, ohne Tiefe, Opfer der popkulturellen Verdummung. Kapitalismus und Postmoderne gehören seit jeher zusammen.

Nun wird vielerorts dem Kapitalismus eine Lebensbedrohung anspekuliert; wird gemutmaßt, durch die Probleme der Finanzwelt und die globale Beinah-Rezession würde sich das System als solches erledigen....

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n):

  06.02.2009   17:25   Leserkommentare (im Wartemodus)

“Ich bin der Soldat, der bei Ihnen zu Hause schlief”

Hallo,

während sich die Welt die Trümmer im Gazastreifen vor Augen führt, kehren Sie in Ihr Haus zurück. Es steht noch. Doch Sie wissen genau, dass jemand während Ihrer Abwesenheit in Ihrem Zuhause war. Dieser Jemand bin ich. ...

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Ausland 

Sie fehlen uns noch!

Falls Sie noch keine Patenschaft für die Achse des Guten abgeschlossen haben, dann ist jetzt der richtige Moment. Sichern auch Sie die Zukunft der Achse! Werden Sie Pate für 2015!

In zehn Jahren haben unsere Autoren 40.000 Beiträge veröffentlicht. Laut Berliner Zeitung ist die Achse des Guten der „einflussreichste deutsche Autorenblog”.

Die Achse muss finanziell abgesichert werden, damit sie weiterhin unbequem bleiben kann. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Wir bedanken uns recht herzlich!
Pate werden...

[Weiterlesen…]

  06.02.2009   14:39   Leserkommentare (im Wartemodus)

Drei Punkte und kein Wunder

Nach dem überraschenden Unentschieden gegen VW Wolfsburg wartet nun die Reise nach Hessen auf den 1. FC Köln. Dorthin also, wo eine launische Diva endgültig seriös zu werden droht - was sie gefährlicher macht.

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Kultur 

  06.02.2009   14:27   Leserkommentare (im Wartemodus)

Gute Nachrichten für Teherans Frauen bei der ARD

Ulrich Pick berichtet aus Istanbul:

Trotz Kopftuchpflicht und erheblichen Nachteilen im Rechtssystem hat sich für Frauen im Iran seit der Islamischen Revolution viel getan: Die Zahl der Akademikerinnen ist stark gestiegen, und gegen Chauvinismus im Alltag schützen kleine grüne Taxis.

Interessante Kausalität! Soweit mir bekannt ist die Zahl der Akademikerinnen in den letzten 30 Jahren überall auf der Welt gewachsen, wo ihnen der Hochschulzugang nicht behördlich erschwert wird. Das wäre im Iran auch ohne Islamische Revolution wohl nicht anders gewesen. Vollends grotesk ist aber der zweite Teil des Teasers. Im Artikel heißt es dann:

Das gestärkte Image iranischer Frauen zeigt sich übrigens auch in der Gründung eines Frauentaxis in Teheran. Anlass hierfür war die Ansicht, dass eine gewisse Portion Chauvinismus als ganz normal...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Ausland 

Anzeige

  06.02.2009   12:04   Leserkommentare (im Wartemodus)

Sechster Februar 1989/2009

Die neu gegründete Ost-Berliner Arbeitsgemeinschaft „Courage“ setzt sich für die Integration von Homosexuellen in die DDR-Gesellschaft ein. Diese Gruppe war nur eine von zahlreichen Initiativen, die seit Beginn der 80er Jahre in der DDR entstanden waren. Die meisten frühen Homosexuellen-Gruppen engagierten sich in der kirchlichen Opposition. Sie nahmen an den Veranstaltungen der Bürgerrechtsbewegung teil und traten auch auf Kirchentagen in Erscheinung.
Obwohl sich die rechtliche Stellung der Homosexuellen in der DDR seit Anfang der 70er Jahre kontinuierlich verbessert hatte, gab es eine anhaltende gesellschaftliche und politische Diskriminierung. Wie in allen anderen Fällen, sah die SED auch in der homosexuellen Selbstorganisation eine Gefahr. Mit Recht. Es wurden Dinge thematisiert, die in der DDR bislang verschwiegen worden...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n):

  06.02.2009   11:08   Leserkommentare (im Wartemodus)

Zur Eröffnung der Berlinale: Die ästhetischa Gehirnwäsche- The International

Heutzutage sind Gehirnwäschen unterhaltsam, ja ästhetisch. Zu befürchten ist, dass sie dadurch erfolgreicher sind als jede Agitation in einer totalitären Gesellschaft. Clive Owen jagt als Agent Salinger mit hinreißend erschöpftem Gesichtsausdruck die ganz Bösen, die nicht im Iran, in Nordkorea, in Indonesien, oder einer der anderen scheußlichen Diktaturen zu finden sind, sondern in den Banketagen von Luxemburg, Mailand und Istanbul. Sie halten in ihren Glaspalästen alle Fäden der Welt in der Hand und lassen ihre Puppen in den Regierungen aller westlichen Staaten tanzen. Ein ähnlich einfältiges Weltbild habe ich zuletzt in der DDR vermittelt bekommen. Da waren es die Imperialisten und Revanchisten, die den Weltfrieden gefährdeten. Dank Tom Tykwer, dem Regisseur dieses Propagandastreifens, kann man ihnen nun in die überaus...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n):

  06.02.2009   06:04   Leserkommentare (im Wartemodus)

Überraschung in Canberra: Labor-Chef ist Sozialdemokrat

Die globale Finanzkrise ist vor allem eines, nämlich global. Und so gibt es gerade überall auf der Welt ziemlich ähnliche Debatten darüber, wie der wirtschaftlichen Schwierigkeiten Herr zu werden ist. Das einzige, das sich dabei unterscheidet, sind die Charaktere der handelnden Politiker. In London gefällt sich Gordon Brown in der Rolle des Weltretters, nachdem er gerade sein eigenes Land ruiniert hat. In Washington schickt sich Präsident Obama an, alle seine Vorgänger beim Schuldenmachen in den Schatten zu stellen. In Berlin wiederum hat sich Angela Merkel nach beherztem Zögern entschieden, mit Maß und Mitte Gebrauchtwagen und ordnungspolitische Prinzipien zu verschrotten.

Sie alle verblassen jedoch gegen den australischen Premierminister, der in Zeiten der Weltwirtschaftskrise gerade zu ideologischer Höchstform aufläuft....

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Ausland 

  05.02.2009   19:34   Leserkommentare (im Wartemodus)

Der Glöckner vom Dienst

Ja, man kann alles für die eigenen Interessen ausmünzen. Da verlangt die Aufarbeitung der Krise um den Papst plötzlich auch ein entschiedenes Vorgehen gegen den Iran. So kann man auch Ressentiments wecken und wachhalten. Der Iran wagt es vielleicht !!, atomar aufzurüsten und die einzige illegale Atommacht im Vorderen Orient zu bedrohen. Grausamkeiten bitte sofort: Den Iran platt machen wie den Gasastreifen. Wird mit großer Wahrscheinlichkeit bald kommen. Ist längst vorbereitet. Aber „trösten“ Sie sich: es wird immer wieder neue Todfeinde geben, wenn man selber einer ist - bis man selber nicht mehr ist. Der Weg mag lang sein und noch viele Opfer fordern. Trotzdem: Verbrecher siegen sich irgendwann tot.
Und dann die Ungeheuerlichkeit: Der Papst besucht die Türkei, ohne nach den Armeniern zu fragen; Ägypten ohne die Frage nach...

[Weiterlesen…]

Kompletter Artikel: permanenter Link | Druckversion

Kategorie(n): Bunte Welt