Auslese






  22.08.2007   11:25   +Feedback

Von der Junta geschlagen - von der Welt im Stich gelassen

“Please use your liberty to promote ours” - Aung San Suu Kyi

Sie sind da. Seit Montag gehen jeden Tag einige hundert Menschen gegen das Militärregime in Burma auf die Strasse, angeführt von einer der letzten noch aktiven Dissidentengruppen, der “88er Studentengeneration”. Und wie nicht anders zu erwarten, werden sie verhaftet und misshandelt.
Sie sind nicht da. All die Menschen, die in diesen Tagen vor den burmanesischen Botschaften ihrer Länder stehen sollten und müssten. All die Menschen, die nur ein wenig Zeit und Interesse, aber keinen Heldenmut aufbringen müssten, die nicht in den Lauf einer geladenen Waffe blicken, nicht für vielleicht lange Zeit in einem dreckigen Loch verschwinden würden - weil sie all die Rechte längst haben, für die andere ihre letzte Freiheit, ihre Gesundheit und ihr Leben riskieren. Sie sind nicht...

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Kategorie(n): Ausland 

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  22.08.2007   09:23   +Feedback

Der ganze andere Irak

The Kurdish Miracle, das kurdische Wunder, so überschreibt Zvi Bar’el seine Reportage aus dem kurdischen Teil des Irak, wo sich inzwischen eine de facto autonome Region gebildet hat: mit eigenem Parlament, eigenen Gesetzen und einer ganz anderen Kultur.

“Here the parliament has passed a law that stipulates that any murder is a murder,” Hassan says. “There is no longer leniency for murdering women in the pretext of preserving family honor. This is not Iraq, where people who murder over family honor enjoy special privileges under the law. Moreover, our prime minister has called for setting up a hotline at police stations for abused women.”
This is the heart of Iraq’s anomaly. The Kurdish region is run as if it were a completely independent state. The Kurdish flag flies over the huge parliament building, not the Iraqi flag. At night,...

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Kategorie(n): Ausland 

  21.08.2007   22:50   +Feedback

Das ist nicht mein Israel! (2)

Noch in diesem Jahr soll in Israel das Rauchen an öffentlichen Plätzen verboten werden. Ich hätte so etwas nie für möglich gehalten und meine Originalausgabe von Herzls “Der Judenstaat” darauf gewettet, dass zuerst die Westbank geräumt und dann über ein Rauchverbot debattiert wird - und nicht umgekehrt. So kann man sich täuschen. Viele Lokale haben das Rauchverbot schon vorweg genommen, sogar bei “Falafel Doron”, einer meiner Lieblingskaschemmen, wurden die Aschenbecher von den Tischen entfernt. Auch auf der Terrasse des “3 Arches Restaurant” im YMCA (gebaut 1933) darf seit dem 15. August nicht mehr geraucht werden. Erstaunlicher noch als das Verbot ist die Tatsache, dass sich alle daran halten, Araber und Juden, Israelis und Palästinenser. “Manche Gäste beschweren sich”, sagt Mahmoud, “dafür aber kommen mehr Nichtraucher zu...

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Maxeiner & Miersch: Die Zukunft und ihre Feinde. Jetzt wieder da: für nur 3,50 EUR als eBook

  21.08.2007   22:38   +Feedback

Nazis? Nicht bei uns! Hamwa nicht!

Er trägt zur blauen Arbeitshose ein graues Thor-Steinar-Shirt, Erkennungszeichen all derer, die zur rechten Szene gehören wollen. „Was, das sind Naziklamotten?“, fragt er erstaunt. „Das wusste ich nicht. Das hat mir mein Sohn gegeben, dem war es zu klein.“
http://www.zeit.de/online/2007/34/muegeln-reportage?from=24hNL

Wann gehen die endlich wieder weg? Eine Frau aus Mügeln sagt das und meint damit nicht etwa die dumpfen Schläger, die in der Sonntagnacht, nach einem Volksfest, mehrere Inder durch den Ort hetzten. Sie meint die Kameraleute, Fotografen und Reporter, die, so empfindet es nicht nur sie, die kleine sächsische Stadt belagern. Sie will sich nicht vorstellen, dass Mügelner aus der Nachbarschaft „Ausländer raus“ rufen könnten....[Weiterlesen…]

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  21.08.2007   22:19   +Feedback

Es war doch Völkermord

Ob die ADL den türkischen Massenmord an den Armeniern “Genocide” nennt oder “Picnic”, ist etwa so relevant wie die Frage, ob der Führer von der Endlösung der Judenfrage gewußt hat oder nicht. Schlimm genug, dass 92 Jahre nach dem zweiten Völkermord des 2o. Jahrhunderts (der erste galt den Hereros in Deutsch-Südwest, dem heutigen Namibia, und fand 19o4 statt) noch darüber diskutiert wird, wie das Ereignis bewertet werden soll, weil man dn Türken nicht wehtun möchte. Jetzt hat die ADL ihre Haltung geändert. Die Begründung ist ein wenig obskur, aber: besser spät als gar nicht.

The Anti-Defamation League (ADL) has formally recognized the genocide of Armenians at the hand of Turkey in a statement released on Tuesday, marking a dramatic U-turn over the organization’s position on the issue. Between 1915 and 1918, some 1.5 million...

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Kategorie(n): Ausland 

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  21.08.2007   21:49   +Feedback

Volksgemeinschaft ohne Bürger

Jetzt werden wieder Nazis gesucht. Irgendeine „Szene“, die man verantwortlich machen kann für die kollektive Hetzjagd auf acht Inder im sächsischen Mügeln. Und der Bürgermeister des Örtchens, Gotthard Deuse, wehrt die Suche ähnlich ritualisiert ab. So wie der Breitmaulfrosch, der am Teich das Maul ganz spitz macht und zum Storch sagt: „Breitmaulfrösche? Gübt’s hür nücht!“ ... Hier der ganze Leitartikel zum Fall Mügeln im Kölner Stadt-Anzeiger vom 22.8.

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  21.08.2007   16:51   +Feedback

Märtyrer am Muttertag und andere Grausamkeiten aus Gazastan

Anderthalb Jahre nach dem Wahlsieg der Hamas bei den palästinensischen Parlamentswahlen ist die Situation für viele Frauen im Gaza-Streifen prekär. Wenig überraschend, wie ein Blick auf das politische Programm der Bewegung zeigt. 
Morde im Namen der Familienehre, Todesdrohungen gegen Journalistinnen, Politikerinnen und Frauen, die sich nicht an die von den Fundamentalisten auferlegte Kleiderordnung halten – Angst und Gewalt gehören heute für viele Frauen in Gaza zum Alltag. Bereits vor der Machtergreifung der Hamas vor zwei Monaten traute sich im Gaza-Streifen kaum eine Frau unverschleiert auf die Straße. Die jüngsten Ereignisse bieten wenig Anlass zur Annahme, dass sich an dieser Situation bald etwas ändern wird.
http://jungle-world.com/seiten/2007/33/10417.php

Akiva Eldar berichtet heute in der Ha’aretz, die deutschen...

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  21.08.2007   16:42   +Feedback

SPIEGEL online ein halbes Jahr zu spät

SPIEGEL online berichtet heute angeblich brandaktuell:

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez hat einen neuen Coup gelandet: Künftig erhalten benachteiligte Londoner Zuschüsse aus Caracas zu ihrem Busticket. Die Abmachung mit Bürgermeister Livingstone ist höchst umstritten. ... Einwohnern von London mit einem geringen Einkommen soll künftig die Hälfte des Fahrpreises für Busse erlassen werden, berichtet die “Financial Times” heute.

Ich wundere mich doch ein wenig, denn ich hatte schon am 20. Februar 2007 hier auf Achgut darüber geschrieben. Ist aber schön, dass die Story nach gerade einmal einem halben Jahr nun auch bei SPON steht.

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