Auslese






  24.01.2015   10:51   Leserkommentare (5)

Unterwerfung ist das, was wir alle suchen

Matthias Matussek

„Mein Leben ekelt mich an, ich bin meiner überdrüssig, aber deswegen ein neues Leben zu führen, ist doch ein großer Schritt.“

Dieses Zitat stellt Michel Houlllebecq seinem Roman voran, es stammt aus einem Roman des Decadence-Dichters Joris-Karl Huysman, es stimmt die Leser ein.

Ein Windstille-Satz. Ein Mann steckt fest, komfortabel verwahrlost. Ein neues Leben wäre, tja, ein verdammt großer Schritt.

Ein Satz, der im Ennui des Jahres 1895 genauso gültig ist wie in dem heutigen, wie in dem des Jahres 2022, in dem Houellebeqcs Roman spielt.

Es muss etwas passieren, weil dieser große Schritt heraus aus einem bedeutungslosen Leben uns offenbar überfordert.

Vielleicht ist eine Revolution nötig, vielleicht auch nur ein kleiner Schubs in die Richtung, die doch schon eingeschlagen ist, in den Islam.

Es...

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Kategorie(n): Kultur 

  24.01.2015   10:47   Leserkommentare (im Wartemodus)

Wie alles begann und wie es nicht enden darf

Der Roman »Unterwerfung« von Michel Houellebecq besteht aus fünf Kapiteln. Nur dem letzten Kapitel ist ein Motto vorangestellt, es lautet: »Wenn der Islam nicht politisch ist, ist er nichts« und stammt von dem iranischen Religionsführer Ayatollah Khomeini. Wie diese Politik aussieht, erfuhr die Welt vor 26 Jahren, im Februar 1989, als besagter Ayatollah Khomeini die berüchtigte Fatwa, d.h. einen Mordaufruf gegen den Schriftsteller Salman Rushdie wegen seines Romans »Die satanischen Verse« ausrief. http://www.kiwi-verlag.de/blog/2015/01/16/nicht-einknicken-helge-malchow-ueber-die-fatwa-gegen-salman-rushdie-und-warum-die-angst-nicht-siegen-darf/

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Kategorie(n): Kultur 

  24.01.2015   10:33   Leserkommentare (5)

Frau Biedermann und die Ruhestifter

Schwere Geschütze werden aufgefahren, um die apokalyptische Schlacht zwischen dem absolut Bösen und dem absolut Guten, die ganz Deutschland seit Monaten im Würgegriff hält, nun endlich einem natürlichen Ende zuzuführen. Wie die Presse meldet, werden am Montag in Dresden neben Herbert Grönemeyer keine geringeren als Silly, Jan Josef Liefers und sogar Jeanette Biedermann gegen die Pegadisierung der Republik ansingen. Angeblich verzichten die Urgesteine deutscher Sangeskunst auf ihre Gagen, schließlich geht es ja um die gute Sache. Und ein wenig gratis PR kann auch nicht schaden. Der letzte große Auftritt von Jeanette Biedermann dürfte eine Weile zurück liegen.

Grönemeyer hingegen ist nicht gerade billig. Der größte deutsche Gefühlsbarde seit Heinz Rühmann bekommt schließlich immer noch ganze Fußballstadien voll....

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Kategorie(n): Inland 

  22.01.2015   13:09 (sticky)   Leserkommentare

Michael Miersch bleibt der Achse erhalten

Liebe Leser,

unser Kollege Michael Miersch hat in dieser Woche seinen Abschied als Autor, Redakteur und Herausgeber der Achse des Guten erklärt. Wir bedauern seinen Schritt sehr.

Michael Miersch verlässt die Achse allerdings nur zum Teil. Er hat die Achse-Gesellschafter darüber in Kenntnis gesetzt, dass er auch weiterhin Gesellschafter und Miteigentümer der Achse bleiben wird, um an der Zukunft des Blogs teilzuhaben.

Unseren treuen Lesern möchten wir versichern, dass wir die Achse des Guten auch in Zukunft so weitermachen werden, wie wir es seit ihrer Gründung halten:

Die Achse des Guten bietet Raum für unabhängiges Denken. Ihre Autorinnen und Autoren lieben die Freiheit und schätzen die Werte der Aufklärung. Sie versuchen populären Mythen auf den Grund zu gehen, und sind skeptisch gegenüber Ideologien.

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Kategorie(n): Hausnachrichten 

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Liebe Achse-Leser,

sichern Sie die Zukunft der Achse! Werden Sie Pate für 2015!

Unser Autorenblog ist jetzt zehn Jahre alt. Als wir 2004 mit unserem „Internet-Tagebuch” (das Wort Blog kannten wir damals nicht) anfingen, haben wir es zwei Dutzend Freunden per E-Mail bekannt gemacht. Seitdem geht es mit dem Leserinteresse steil bergauf. Im abgelaufenen Dezember 2014 zählte Die Achse des Guten fast 1,2 Millionen Besucher und 3,15 Millionen Seitenaufrufe, ein neuer Reklordwert. In zehn Jahren haben unsere Autoren 40.000 Beiträge veröffentlicht. Unsere Besucher schrieben alleine in den letzten zwölf Monaten rund 30.000 Leser-Kommentare. Laut Berliner Zeitung ist die Achse des Guten der „einflussreichste deutsche Autorenblog”.

Zwischenstand Patenschaften

Bis Mitte Januar haben schon 1.610 Achse-Leser eine Patenschaft übernommen. Das ist mehr als großartig! Und Tag für Tag entschließen sich weitere Leser uns zu unterstützen. Machen auch sie mit. Wir bedanken uns recht herzlich!

Die Achse muss finanziell abgesichert werden.
Pate werden...

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  24.01.2015   10:21   Leserkommentare (im Wartemodus)

“leicht erklärt” und für doof verkauft

Thomas Baader

“Das Parlament” ist eine politische Zeitung, die vom Deutschen Bundestag herausgegeben wird. Zu dieser Zeitung gibt es auch eine Beilage namens “leicht erklärt”, der der Gedanke zugrunde liegt, dass man komplexe Zusammenhänge immer auch in einer einfachen Sprache erklären kann. Konkret sieht das dann so aus: Einfache Hauptsätze, Zahlen in der Regel als Ziffern und nicht ausgeschrieben, möglichste keine Fremdwörter oder Fachbegriffe (es sei denn, es geht nicht anders), und vor allem so viel Abstand zwischen den einzelnen Sätzen lassen, dass ein kurzer Text sich schließlich über vier Seiten erstreckt.

In der Ausgabe Nr. 2 des Jahres 2015 wird der Terror in Frankreich “leicht erklärt”. Der Leser erfährt, dass Karikaturen “lustige Bilder” sind, der nächste Satz konkretisiert unter Verzicht auf Kommasetzung: “Es...

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Kategorie(n): Inland 

  24.01.2015   10:18   Leserkommentare (im Wartemodus)

Drei Stimmen für den Nahverkehr

Bis jetzt haben alle Versuche, den Autofahrer zu „erziehen“ versagt. Am Ende entscheidet der Preis das Verhalten. Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach. Also muss man sich etwas anderes überlegen. Wie wäre es damit: Wir führen das Drei-Klassen-Wahlrecht wieder ein. Früher war das Wahlrecht an Grundbesitz und Steuerleistung gebunden. Das war ungerecht und undemokratisch, sorgte aber dafür, dass die Verhältnisse stabil blieben. Es gab, würde man heute sagen, „Planungssicherheit“. http://ps.welt.de/2015/01/24/die-achsen-des-guten-koppelt-das-wahlrecht-das-fahrverhalten/

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Kategorie(n): Inland 

  24.01.2015   04:00   Leserkommentare (2)

Schreiben, was ist

Als gelegentlicher Achse-Autor lese ich mit Verblüffung, dass in diesem von mir geschätzten Blog plötzlich eine Frage aufgetaucht ist, die in gebildeten Kreisen wohl so formuliert würde: Quo vadis, Achse? Ich habe auf diese Frage eine ganz persönliche Antwort. Sie hat damit zu tun, wie ich Journalismus gelernt habe. Es ist schon lange her, aber die erste Journalistenregel, die ich gelernt habe und die ich unverändert gut finde, geht so:

Schreib, was ist.

Also nochmal zum Mitschreiben: Schreib, was ist.

Nicht gelernt habe ich: Lieber Reporter, geh mit einem fertigen Weltbild los und schreib nicht, was ist, sondern schreib, was in dein Weltbild passt, und lass weg, was nicht rein passt.

Das wäre ja auch ein absurder Auftrag. Aber nicht so absurd, wie es scheint. Es gibt einen Journalismus, der die Fakten kräftig einfärbt,...

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Kategorie(n): Inland 

  23.01.2015   21:30   Leserkommentare (10)

Mit zwei Ärschen auf einer Hochzeit

Unter den Meldungen von Legida- und Anti-Legidademonstrationen in Leipzig,  Übergriffen auf Journalisten (Legida), Anschlägen auf Bahnanlagen (durch mutmaßlich Unterstützer von Anit-Legida) und der Vermessung von Lutz Bachmanns Führerbärtchen ging eine Tatsache unter, die - wenn sie zur Nachricht geworden wäre – blitzartig ein ganzes Panorama erhellt hätte: Der Hauptredner der weit rechts stehenden Leipziger Abendländer von Legida hieß Jürgen Elsässer. Als der Publizist unter anderem den TV-Moderator Michel Friedmann erwähnte, grüßten Legida-Demonstranten erwartungsgemäß mit „Juden raus“-Rufen zurück.

Dem 1951 geborenen Pforzheimer Jürgen Elsässer unterstellen Journalisten gern, er sei ein Meister der ideologischen Zickzackbewegung, ein Wanderer zwischen den ideologischen Polen, ein rechtslinksrechter...

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Kategorie(n): Inland 

  23.01.2015   21:20   Leserkommentare (1)

Wie schön, dass die sonst keine Sorgen haben

Die Massendemonstrationen in der muslimischen Welt gegen als Beleidigung empfundene Mohammed-Karikaturen reißen nicht ab. In Iran gingen am Freitag zehntausende Menschen auf die Straße, ebenso in Afghanistan, Pakistan und Indien. Sie protestierten auch gegen die Karikaturen der französischen Satirezeitung „Charlie Hebdo“, deren Redaktion in Paris Anfang Januar Ziel eines tödlichen Anschlags war. http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/proteste-gegen-karikatur-20-000-menschen-demonstrieren-in-afghanistan-gegen-charlie-hebdo-13387631.html

Unter Allahu-Akbar-Rufen (Gott ist gross) zogen rund 800’000 Demonstranten vor die grosse Moschee in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny. Dort rief der Kreml-treue Präsident Ramsan Kadyrow: «Dies ist eine Kundgebung gegen diejenigen, die die islamische Religion beleidigen.» Der...

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Kategorie(n): Ausland 

  23.01.2015   18:35   Leserkommentare (2)

Griechenland und der Islam

Mit Griechenland ist es wie mit dem Islam. Was man dafür oder dagegen auch vorbringen mag, bleibt den treibenden Kräften vollkommen äußerlich. Bei den Islamisten sind das Hekatomben chancenloser, aber durchaus kompetenter junger Männer in muslimischen Staaten oder chancenlose Schulversager in den Sozialsektoren der Ersten Welt. Geschliffene theologische Debatten und hitzige Integrationsdiskurse sind denen absolut schnurz. Haben aber die Geburtenraten den Fall von 8 auf 2 Kinder pro Frauenleben geschafft, dann verkümmern – wie etwa in Algerien oder Libanon – blutmächtigste Bürgerkriege zu gelegentlichen Politmorden selbst dann, wenn die Hassprediger weiter hetzen.

Bei Griechenland setzen deutsche Ökonomen auf den Wiedergewinn internationaler Konkurrenzfähigkeit, wenn es endlich keine Geschenke mehr bekomme, sondern mit...

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Kategorie(n): Ausland