Auslese

»KLINKIGT DER WOCHE«

Portait-Zeichnungen von Stefan Klinkigt

Klinkigt der Woche

Cartoons von Jan Tomaschoff

Cartoon






  01.09.2015   06:30   Leserkommentare (1)

Warum Trump ein ernst zu nehmender Kandidat ist

Von Tim Tressel

Seine Kritiker und Feinde sowohl innerhalb seiner eigenen Partei als auch außerhalb hatten seinen Niedergang bereits mehrfach beschworen, doch scheinbar kann Donald Trumps Aufstieg in den Umfragen dann doch nicht so schnell gestoppt werden. Neuerdings vertreten die meisten Kommentatoren die These, dass er, trotz starker Umfragewerte, nie über 25 Prozent hinaus kommen wird, weil alle, die ihn jetzt noch nicht unterstützten, ihn niemals unterstützen würden. Trump polarisiert sicherlich stark, doch, ob er wirklich schon das Maximum an Unterstützung in der amerikanischen Bevölkerung erreicht hat, scheint fraglich, denn das haben die Kommentatoren auch schon behauptet, als Trump noch bei zwölf, 18 oder 20 Prozent in den Umfragen lag. Hier sind drei Gründe, warum man Donald Trump als Anwärter auf die republikanische...

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Kategorie(n): Ausland 

  31.08.2015   22:32   Leserkommentare (1)

Mehr Geld, mehr Europa

„Die Euro-Regierung würde geführt von einem Kommissar mit weitreichenden Befugnissen“, sagte Macron. Der neue Posten „wäre nicht nur ein Euro-Finanzminister, sondern jemand, der auch Investitionsmittel vergibt oder in der Arbeitsmarktpolitik mitredet“. Der neue EU-Kommissar müsste aus Macrons Sicht deutlich mehr Finanzmittel erhalten als sie bisher im EU-Haushalt zur Verfügung stehen: „Je höher das Budget, desto glaubwürdiger wäre Europa.“ Mehr Geld sei nötig, um die Mitgliedsstaaten vor Finanzschocks zu schützen und in armen Euro-Ländern vermehrt Investitionen zu fördern. Mehr

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Kategorie(n): Ausland 

  31.08.2015   22:18   Leserkommentare (im Wartemodus)

Heute im Bundestag: Passen Sie gut auf sich auf!

Der Klimawandel hat problematische Auswirkungen auch auf die Gesundheit der Menschen. Die Bundesregierung verweist in ihrer Antwort (18/5797) auf eine Kleine Anfrage (18/5709) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen auf zahlreiche mögliche direkte und indirekte Folgen und rät zu erhöhter Wachsamkeit und Vorbeugung. Insbesondere die häufigeren und verlängerten Hitzewellen könnten für ältere und ganz junge Menschen gefährlich sein.

In einem Sachstandsbericht des Robert-Koch-Instituts von 2010 würden Erkrankungen aufgeführt, die klimabedingt zunehmen könnten, darunter Hitzekrämpfe, Hitzeohnmacht, Hitzeerschöpfung und Hitzschlag, berichtet die Regierung. An heißen Tagen könne auch die Konzentration von Ozon und Feinstaub erhöht sein, worunter vor allem Patienten mit Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen litten.

Mit der...

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Kategorie(n): Inland  Bunte Welt 

Sie fehlen uns noch!

Falls Sie noch keine Patenschaft für die Achse des Guten abgeschlossen haben, dann ist jetzt der richtige Moment. Sichern auch Sie die Zukunft der Achse! Werden Sie Pate für 2015!

In zehn Jahren haben unsere Autoren 40.000 Beiträge veröffentlicht. Laut Berliner Zeitung ist die Achse des Guten der „einflussreichste deutsche Autorenblog”.

Die Achse muss finanziell abgesichert werden, damit sie weiterhin unbequem bleiben kann. Dafür brauchen wir Ihre Unterstützung. Wir bedanken uns recht herzlich!
Pate werden...

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  31.08.2015   14:30   Leserkommentare (3)

Unstatistik des Monats: Viagra für Frauen - 0.7 mehr Lust?

Die Unstatistik des Monats August ist die Berichterstattung über die Markteinführung des Medikaments „Flibanserin“ in den USA. So berichtete zum Beispiel Focus online am 19. August: „Erste Lustpille für Frauen kommt auf den Markt“; der Tagesspiegel veröffentlichte einen Tag später den Artikel „Mehr Lust auf Lust“.

Jeder weiß, dass Männer im Schnitt mehr Lust auf Sex als Frauen haben. Neu ist, dass es sich hier um eine klinische Störung handeln soll – bei Frauen wohlgemerkt, nicht bei Männern. Die Diagnose heißt „hypoactive sexual desire disorder (HSDD)“, also „Mangel an sexueller Lust.“ Und dagegen gibt es nun in den USA eine kleine rosa Pille: „Addyi“, auch „Viagra für Frauen“ genannt, die man täglich einnimmt und die voraussichtlich etwa 400 US-Dollar pro Monat kosten wird.

Die deutschen...

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Kategorie(n): Inland  Ausland  Wissen 

  31.08.2015   12:00   Leserkommentare (12)

Was tun mit den Migranten? Keine Ahnung!

Eine der gängigsten Floskeln bei jung und mittelalt lautet: „Keine Ahnung!“ Und dann legt man trotzdem irgendwie los. Egal was man sagt. „Keine Ahnung“ ob’s stimmt oder nicht. Nur Politiker sagen nie: „Keine Ahnung.“ Das dürfen sie wahrscheinlich nicht. Muss wohl irgendwo in den Dienstverträgen stehen. Dabei gibt es ein großes Thema, bei dem „keine Ahnung“ die einzig korrekte Antwort wäre: den nicht enden wollende Flüchtlingsstrom.

Der Strom der Zuwanderer zeigt gnadenlos die Grenzen der Politik auf. Die „Gestalter“ in Parlamenten und Regierungen stehen hilflos da wie fremde Reisende vor den U-Bahn-Karten-Automaten deutscher Großstädte.

Ich jedenfalls kenne keinen, der eine überzeugende Antwort auf die moderne Völkerwanderung hat. Ausnahmen sind die Neonazis. Doof bumst nicht nur gut, doof schreit,...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

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  31.08.2015   06:30   Leserkommentare (10)

Vater Staat und die 800.000 Mündel

Deutschland führt ja bekanntlich gerade eine hitzige Debatte über Flüchtlinge. Unklar ist nur, wo genau die überhaupt stattfindet. Natürlich, es wird viel doziert, gesagt und gesprochen. Hier das Team „Alle raus!“, dort die „Alle rein!“-Fraktion. Dazwischen Til Schweiger, ein Busfahrer und ein paar Inhaber bekannter Positionen, die zwischen Taschengeld und europäischer Solidarität oszillieren. Das alles wäre zweifellos brillanter Stoff für ein Woody-Allen-Drehbuch, vielleicht noch ein Fall für Sigmund Freud. Aber das Label „Debatte“ mutet dann doch etwas euphemistisch an.

Derweil tauchen die immer gleichen Bilder am Horizont auf. Flüchtlinge, die sich in mazedonische Züge drängen. Weinende Kinder auf Kos. Dann wieder Flüchtlinge an der ungarischen Grenze. Dazwischen dunkle Deutsche in Heidenau und helle...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  30.08.2015   21:27   Leserkommentare (1)

Die Presseschau zum Tage

Millionen: Über fünfzig Millionen Menschen sind gegenwärtig auf der Flucht – so viele wie seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr. Hinzu kommen all die Millionen, die sich nicht vor Kriegen oder Katastrophen in Sicherheit bringen müssen, aber auf der Suche nach Arbeitsmöglichkeiten oder besseren Lebensbedingungen sind. Das stellt auch die Zielländer vor schwierige Auseinandersetzungen: Einerseits suchen sie billige, junge Arbeitskräfte und verpflichten sich, “echte” Flüchtlinge aufzunehmen, andererseits sind die Institutionen mit der grossen Zahl von Neuankömmlingen oft überfordert oder regt sich Ausländerhass in der Bevölkerung. Mehr

Budapest: In Ungarn kochen derweil die Gemüter hoch: Am Budapester Ostbahnhof demonstrierten Migranten am Samstag gleich zweimal, nachmittags und abends, weil die Behörden am...

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Kategorie(n): Inland  Ausland 

  30.08.2015   15:08   Leserkommentare (6)

Pack & Mob

Was war das für eine Woche! Selten ist es moralisch so hoch hergegangen wie in diesen letzten Sommertagen, so verlogen, so scheinheilig, so anmaßend selbstgerecht, so theatralisch. Dass Joachim Gauck mit seinem Geschwurbel über „ein helles Deutschland“, dem ein „Dunkeldeutschland“ gegenüber stehe, unversehens in die schwülstige Rhetorik derer geriet, die früher schon die guten gegen die schlechten Deutschen ausspielten, bis das ganze Land in Scherben lag, dieser metaphorische Fehltritt mag ja noch hingehen. Schließlich entstammt der befristet amtierende Bundespräsident der Zunft der Pastoren. Und die wiederum neigen seit jeher zu blumiger Rede. Nicht zuletzt darin beweist sich ihre Professionalität. Wer jedes ihrer Worte auf die Goldwaage legen wollte, geriete schnell in Teufels Küche. Ihre Gleichnisse, die bösen...

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Kategorie(n): Inland 

  30.08.2015   12:49   Leserkommentare (2)

EU-Irrsinn: Bier darf nicht bekommlich sein

„Ich bekomme noch ein Bier“, spricht der Gast zur Bedienung, und die bringt es und sagt: „Wohl bekomm’s!“ Das aber sollte sie nicht sagen, nicht in Deutschland, wo man zwar ein Bier bekommen kann, es einem aber nicht bekommen darf. Denn dann wäre es „bekömmlich“, und der Begriff „bekömmlich“ ist im Zusammenhang mit Bier tabu – sowohl in der Werbung als auch auf dem Etikett. „Aus gutem Grund“, wie die Geschäftsführerin des Verbands Sozialer Wettbewerb erklärt: Mit Alkoholkonsum seien viele Gesundheitsrisiken verbunden. Die Zahl der Alkoholabhängigen sei groß, und die volkswirtschaftlichen Kosten für ihre Behandlung und so weiter. Ein Wunder, daß Biertrinken überhaupt noch erlaubt ist; auf der Grundlage der geschilderten Gefährdungen hätte die EU ja längst ein generelles Bierverbot erlassen müssen.

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