22.04.2008   15:35

Buchtipp: „Kein Schutz, nirgends“

Wieder so ein Stück Wohlfühlliteratur für alteingesessene Deutsche – der Eindruck liegt nahe beim ersten Blick auf Gülsen Celebis heute erscheinendes Buch. Denn die Autorin ist Frauenrechtlerin türkischer Abstammung. Ihr Buch erzählt die gänsehautträchtig-wahre Geschichte eines „Ehrenmordes“ im Zuwanderermilieu. Das türkische Patriarchat wird darin als Feind, die Freiheit deutscher Frauen hingegen als Ideal gezeichnet. Celebis Buch verheißt deutschen Lesern also eine wohlig-stolze Lektüre. Denn wir sind ja – in der Tendenz – die Emanzipierten. Und wir haben mit „Ehrenmorden“ ja nichts zu schaffen. Auf den zweiten Blick wird allerdings klar: Celebi denkt gar nicht daran, der Nation frauenrechtlerische Hymnen zu singen. Weiter


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Kategorie(n): Inland  Kultur