05.02.2013   21:47

Iranische Friedenspolitik als Exportartikel

Wie BBC berichtete, hat der bulgarische Innenminister Tsvetan Tsvetanov bekannt gegeben, dass der am 18. Juli 2012 verübte Bombenanschlag, bei dem sechs Menschen, fünf Israelis und ein bulgarischer Busfahrer, getötet und 32 Personen verletzt wurden, auf das Konto der vom Iran unterstützten libanesischen Hisbollah geht.

Zwei Mitglieder der libanesischen Hisbollah waren an diesem Attentat beteiligt gewesen.

Die Hisbollah arbeitet bei der Ausführung ihrer Terroranschläge eng mit den iranischen Revolutionsgardisten zusammen. Mitte Februar 2012 gab es eine Kette von terroristischen Anschlägen gegen Angehörige der israelischen Botschaft in Neu Delhi. Auch in Georgien gab es Anschlagsversuche gegen israelische Botschaftsangehörige.

Diese Information des bulgarischen Innenministers ist ein Tag nach dem wahrlich scheinheiligen Auftritt des iranischen Außenministers Ali Salehi bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) bekannt geworden. Salehi verbrämte in seinem Vortrag die Politik der totalitären Diktatur der Islamisten im Iran, die aus Terror nach innen und nach außen besteht, als iranische Friedenspolitik.

Wie Benjamin Weinthal in Jerusalem Post am 3. Februar 2013 berichtete, ist die Hisbollah heute ein Sicherheitsproblem für Europa. Der ehemalige US-Botschafter Daniel Benjamin sagte Jerusalem Post zufolge auf einer Konferenz der Henry Jackson Society in London Anfang Februar 2013, dass es „sehr übel sei, dass die Hisbollah in Europa Geld sammeln“ kann. Der ehemalige US-Diplomat Daniel Benjamin forderte die „Ächtung“ der Hisbollah. Die Partei Gottes müsse auf die Terrorliste der Europäischen Union, forderte der US-Diplomat.

Mark Dubowitz von der Foundation for Defense of Democracies forderte auf der genannten Konferenz härtere Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, um die „iranische Wirtschaft zum Kollaps zu bringen.“ Dr. Michael Broer vom deutschen Verteidigungsministerium warnte, dass ein nuklear bewaffneter Iran sich erlauben könnte “seine aggressive Politik gegenüber seinen Nachbarn fortzusetzen.“
Benjamin Weinthal zitierte zudem Rafael Bardaji, Berater des früheren spanischen Premierministers Jose Maria Aznar, der sich an ein Treffen mit dem Revolutionsführer Ali Khamenei im Jahr 2001 erinnerte. Damals habe Khamenei zu ihm gesagt, dass er „Israel in Brand“ stecken wolle.

Anders als Salehi bei der Veranstaltung der DGAP in Berlin behauptete, verfolgt der Iran keineswegs friedliche Ziele. Seit über dreißig Jahren exportiert der Iran den islamistischen Terrorismus im Namen des Exports der iranischen Revolution.

Die Terrororganisation der libanesischen Hisbollah hat nicht nur immer eng mit dem Iran zusammengearbeitet. Sie wurde auch durch den Iran gegründet.

Mohssen Rezai, Ex-General der Revolutionsgardisten und gegenwärtig Vorsitzender der „Versammlung zur Erkennung der Systeminteressen“ verrät gegenüber der Farsnews am 15. Januar 2013 Einzelheiten über die Rolle der „Islamischen Republik Iran“ bei der Gründung der libanesischen Hisbollah.

Ex-General Rezai nennt den Namen Haj Ahmad Motewasselian, der ein „Organisator der libanesischen Hisbollah“ war und „faktisch eine wichtige Rolle gespielt hat, damit diese Organisation in Bewegung kam.“
Nach Aussagen von Rezai soll Haj Ahmad Motewasselian nach der islamischen Revolution zunächst „besonders für Ruhe und Sicherheit in Kurdistan“ gesorgt haben.

Im Klartext war er einer der Gesandten Khomeinis, die die kurdische Demokratiebewegung zu Beginn der achtziger Jahre blutig niederschlugen. Hunderte Kurden wurden hingerichtet.

Haj Ahmad Motewasselian habe sich auch an der Front im Krieg gegen den Irak (1980-88) besonders bewährt. Er soll mit den „libanesischen Mojahedin“ und mit „ersten Kämpfern der libanesischen Hisbollah, die mit den iranischen Revolutionsgardisten zusammenarbeiteten, Kontakt gehabt haben.“ Dann schreibt Ex-General Rezai über die Reise des iranischen Kriegshelden nach Libanon: „Er trainierte sie und organisierte sie, so dass diese große Organisation entstehen konnte.“ Ein weiterer Iraner namens „Schamkhani“ soll im Auftrag des Ex-General Rezai damals in den Libanon geschickt worden sein. Schamkhani soll Motewasselian geholfen haben, die libanesische Hisbollah aufzubauen.

Rezai sagt, man müsse heute diese Wahrheiten preisgeben, damit die Bevölkerung die „ehrwürdigen Persönlichkeiten“ kennenlerne.

Es ist das Gebot der Stunde, dass die Europäische Union die libanesische Hisbollah auf die Terrorliste setzt und verbietet. Die Frage ist, wie lange noch Vertretern des iranischen Terrorregimes Bühnen in Deutschland und in Europa zur Verfügung gestellt werden, damit diese ihre ideologischen Lügen verbreiten.

Wahied Wahdat-Hagh, Fellow bei der European Foundation for Democracy.


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Kategorie(n): Ausland