18.11.2012   22:51

Der Export der islamischen Revolution…

... ist ein zentrales Ziel der Staatsdoktrin der „Islamischen Republik Iran.“ Deswegen werden seit Jahren terroristische Organisationen wie die Hamas und Hisbollah vom islamistischen Regime des Iran unterstützt. Für die totalitären Machthaber des Iran machen solche Investitionen in den Terrorismus Sinn. Damit können sie ihrem antisemitischen Wahn der Zerstörung Israels einen Schritt näher kommen: Allein im Jahr 2012 feuerten Hamas und die mit ihr befreundeten militanten Splittergruppen über 800 Raketen auf Israel ab. Die iranischen Machthaber sind die Hauptprofiteure der terroristischen Gewalt gegen Israel.

Das iranische Regime hat seit Jahren mit dem Export von Raketen Hamas und die Hisbollah militärisch gestärkt, damit diese einen Stellvertreterkrieg für die totalitäre Diktatur führen, die im Schatten eines neuen Nahostkrieges ihr Atomprogramm weiter ausbauen kann. Tatsächlich führen Hamas und die Hisbollah seit Jahren einen Kleinkrieg gegen Israel. Bei den Raketenangriffen der Hamas, aber auch der Hisbollah, gegen Israel handelt es sich längst um eine Form des Kleinkrieges. Denn welche Terrororganisation verfügte jemals in der Geschichte über Tausende von Raketen wie die Hamas und die Hisbollah, die sich aus dem Iran beliefern lassen.

Iranische Medien propagieren den Terrorismus. Die iranischen Islamisten verbreiten mit Hilfe ihrer staatlichen Propagandamaschinerie die Ideologie des Märtyrertodes und der terroristischen Gewalt. Ein Beispiel dafür lieferte ein iranischer Experte der „nationalen Sicherheit“, Delawar Pureqdam Mostafa, am 13.11.2012 in der iranischen Nachrichtenagentur Farsnews, die von Revolutionsgardisten geführt wird. Der Beitrag dieses Propagandisten der Todeskultur des islamistischen Terrorismus wurde in Dutzenden von iranischen Medien erneut veröffentlicht. Solche Berichte finden sehr schnell auch Eingang in islamistische Medien der arabischen Welt. Das Verständnis vom „Widerstand“ des Experten D.P. Mostafa widerspiegelt die iranische Staatsdoktrin.

Religiöse Verbrämung des Terrorismus. D.P. Mostafa propagiert die Kultur des „Märtyrertums, die zu einer neuen Form der militärischen Verteidigung“ führe und in iranischen Militärstudien unter dem Begriff der „Doktrin der asymmetrischen Verteidigung“ bekannt geworden sei. Es muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass Islamisten die von ihnen ausgeführte Gewalt stets als Verteidigung legitimieren, damit die terroristische Gewalt auch religiös verbrämt werden kann.

Dem iranischen „Experten“ D.P. Mostafa zufolge werde der „asymmetrische Krieg geführt, um „den Feind zu schwächen und von dessen Schwachstellen Nutzen zu ziehen.“

Asymmetrischer Krieg gegen Israel und USA. Der iranische Sicherheitsexperte schreibt, der „asymmetrische Krieg “ sei so wichtig, dass sich sogar das US-amerikanische Verteidigungsministerium damit befasse.

Die Kampfmethoden der „Islamischen Republik Iran“, der libanesischen Hisbollah und der Hamas würden auf der „asymmetrischen Verteidigungsdoktrin“ beruhen. Die „Islamische Republik Iran“ setze diese Strategie der „asymmetrischen Verteidigung“ gegen den US-amerikanischen Feind ein und Hamas und Hisbollah würden mit derselben Strategie gegen Israel kämpfen, so Mostafa, der iranische Experte.

Wie aus einem Lehrbuch für Terroristen. Der iranische Experte meint, dass der asymmetrische Krieg der Hamas, der Hisbollah und des Iran Lehren aus den „Prinzipien der Guerilla und des Partisanen-Krieges“ gezogen hätten. Man dürfe sich niemals in eine Asymmetrie mit dem Feind begeben. Die Kämpfer müssten tragbare Ausrüstung haben und auch auf unteren Ebenen selbständige Entscheidungen treffen können.

Mostafa schreibt: „Die Märtyreroperationen gegen amerikanische Militärs in Beirut sind ein Beispiel für den asymmetrischen Krieg. Diese Strategie habe dazu geführt, dass die Amerikaner Libanon verlassen mussten. Er gibt damit zu, dass die Bombenanschläge auf die multinationalen Hauptquartiere in Libanon am 23. Oktober 1983, von der Hisbollah getätigt worden sind, mit iranischer Unterstützung. Dabei starben 241 US-Soldaten und 58 Franzosen.

Mostafa, der iranische Experte, jubelt, dass die libanesische Hisbollah es sogar geschafft habe „geheime militärische Informationen aus Israel“ zu bekommen, was die „israelischen Strategen zur Verzweiflung“ gebracht habe.

Die Raketenausrüstung der Hisbollah und der Hamas stammt aus dem Iran.Mostafa schreibt ganz offen, dass die libanesische Hisbollah beispielsweise beim Angriff am 12. Juli 2006 erfolgreich „iranische Raketen“ eingesetzt habe. Die Raketenabwehr Israels sei nicht für die Kurzstreckenraketen geeignet, die Iran der Hamas und der Hisbollah geliefert habe, sondern sei gebaut worden, als Saddam Hussein 1991 einen Raketenangriff gegen Israel durchführte. Im Juli 2006 habe die Hisbollah Raketen von „mobilen Abschussrampen“ aus geschossen. Es sei daher für Israel sehr schwierig diese Raketen abzufangen.

Iranische Marine gegen die USA. Der iranische „Experte“ Mostafa malt sich einen vielschichtigen Krieg aus. Hamas und Hisbollah gegen Israel und der Iran gegen die USA. Mostafa glorifiziert die militärischen Kunststücke der iranischen Marine. Schnellboote könnten Sprengstoff transportieren, Ausrüstung für U-Boote liefern, magnetische Mienen anbringen. Der Iran verfüge zudem über Boote, die dem feindlichen Radar entkommen können und „elektronische Kriege“ durchführen können, berichtet wohlgemerkt Farsnews.

Tatsächlich besitzen die von D.P. Mostafa beschriebenen Methoden der iranischen Marine höchst subversiven Charakter. Beispielweise schreibt er, dass die Marine, ihre mit Kanonen ausgerüsteten Boote so verdecken könne, dass diese nicht als militärische Boote erkannt werden könnten. Damit könnten diese leichter große Schiffe im Persischen Golf angreifen. Die Zielscheibe sind die USA und ihre Marine.

Der gegenwärtige Konflikt im Nahen Osten ist vor allem ideologisch bedingt. Das Mutterland des Islamismus - so das Selbstverständnis der iranischen Islamisten - unterstützt und finanziert seit Jahren Terrorbewegungen wie Hamas und Hisbollah. Der Islamismus ist die größte Barriere für einen Frieden im Nahen Osten. Europa hat Hamas als eine terroristische Organisation eingestuft. Es wird Zeit, dass die Europäische Union auch die Hisbollah als eine Terrororganisation klassifiziert.

Wahied Wahdat-Hagh, Fellow bei der European Foundation for Democracy (EFD).


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Kategorie(n): Ausland